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Businessmodell AdSense-Arbitrage vor dem Ende?
19. Mai 2007 - 8 Kommentare - Peer Wandiger

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Auf “Selbständig im Netz” möchte ich regelmäßig Geschäftsmodelle im Internet vorstellen.
Ein zwielichtiges Businessmodell im Internet war bisher das sogenannte AdSense-Arbitrage. Damit haben viele findige Webmaster mehr oder weniger viel Geld verdient. Doch nun greift Google durch und löscht die AdSense-Accounts solcher Arbitrage-Webmaster.

Was ist AdSense-Arbitrage?

Im Endeffekt geht es darum mit möglichst günstigen AdWords-Anzeigen Besucher auf Websites zu leiten, die fast nur aus möglichst teuren AdSense-Anzeigen bestehen. Der Betreiber einer solchen Arbitrage-Site hat also eine Summe X in AdWords investiert und eine Summe Y aus den darauf folgenden AdSense-Einnahmen verdient. Idealerweise waren die Einnahmen höher als die Ausgaben.

Das hört sich erstmal ganz interessant an und hat auch einige Optimierungsarbeit des Webmasters erfordert.Allerdings kamen dabei natürlich Websites raus, die für den normalen User völlig wertlos waren, da diese fast komplett aus Werbung bestanden.

Warum sperrt Google solche MFA-Site

Solche Sites werden auch MFA (Made for AdSense) – Websites genannt, da diese Website einzig dem Zweck dienen, dass die Besucher auf die AdSense-Anzeigen klicken.

Nun verdient ja Google gleich zweimal an diesem Geschäftsmodell mit. Einmal durch die Schaltung der AdWords-Anzeigen. Anderseits auch durch die AdSense-Anzeigen, wo Google für jeden Klick ebenfalls gut verdient.

Warum sollte Google also dieses Geschäftsmodell verbieten?
Weil Google langfristig denkt. Diese Klicks auf die AdSense-Anzeigen sind ja nicht wirklich eine freie Entscheidung der User, denn es bleibt den Usern ja kaum eine andere Möglichkeit. Dementsprechend weniger Wert sind diese Besucher für die werbenden Unternehmen.

Da aber Google natürlich von diesen Werbe-Kunden auch langfristig leben möchte, beißt man nun kurzfristig in den sauren Apfel, um langfristig keine Werbekunden zu verlieren.

Google löscht zum 1 Juni solche Accounts und zahlt aber netterweise noch die bis dahin verdienten AdSense-Beträge aus. Wer also diese Business-Modell nochmal probieren möchte, der muss sich beeilen.

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Kommentare

8 Kommentare und Trackbacks zu ' Businessmodell AdSense-Arbitrage vor dem Ende? '

Kommentare zu 'Businessmodell AdSense-Arbitrage vor dem Ende?' mit RSS oder TrackBack abonnieren.

  1. 1 nXplorer kommentierte am 20.05.2007 um 15:44 Uhr

    Man kann ja den Traffic auch anderswo herkriegen. Zumindest in den USA gibt es mit MSN, Yahoo und Google gleich drei Quellen für Arbitrage.

  2. 2 admin kommentierte am 20.05.2007 um 21:28 Uhr

    Das isst richtig. Allerdings konzentrieren sich doch die Mehrzahl der deutschen Webmaster (soweit es sich um “normale” Selbständige handelt) auf den deutschen Markt. Und da fällt diese Methode durch die Dominanz von Google wohl in Zukunft weg.

  3. 3 partnerprogrammmaniac kommentierte am 21.05.2007 um 14:00 Uhr

    Was ist aber mit solchen Accounts die ein mix von Seiten haben. Also Seiten mit extrem viel Adsense, aber auch Seiten mit wenig, bis gar kein Adsense. Werden da auch die Accounts komplett gekündigt?

  4. 4 admin kommentierte am 21.05.2007 um 14:38 Uhr

    Hier ist es schwer eine Antwort zu geben. Einerseits wird Google sicher automatisch solche Accounts suchen, die besonders auffällig hinsichtlich AdWords->AdSense Verknüpfung sind.

    Zusätzlich wird Google den vor nicht allzu langer Zeit eingeführten Quality Factor hinzuziehen, denn es geht nicht darum, alle Website zu sperren, die mit AdWords Besucher ziehen, um dann mit AdSense Geld zu verdienen. Hat die Landing Page eine gute Qualität, ist also für Internet-Nutzer sinnvoll und besteht nicht ausschließlich aus AdSense, dann hat Google sicher keine Probleme damit.

    Wenn man allerdings nur einen Account bei Google hat und dort sowohl “saubere” Websites laufen, als auch “böse :wink: ” Arbitrage-Sites, dann ist der ganze Account zu. Hier sollte man möglichst 2 Accounts einrichten (da gibt es sicher jemanden, auf dessen Name der 2.Account laufen kann) und die “guten” von den problematischen AdSense-Websites trennen. Dann geht einem im schlimmsten Falle nur ein Teil der AdSense-Einnahmen verloren.

  5. 5 klixi kommentierte am 22.05.2007 um 16:13 Uhr

    Also ich finde es wunderbar, dass Go….. die Accounts schließt, den es nervt wirklich. Die benutzen sogar meinen eigenen Namen, also so gut wie alles (ein lieber großer Preisvergleicher) um auf Traffic zu kommen. Ich habe es mal ausprobiert und gelandet bin ganz woanders. Das kann nicht gut sein für die Zukunft und deshalb finde ich es sehr gut, wenn Go….da eingreift. Beste Grüße…ein Publisher…

  6. 6 admin kommentierte am 22.05.2007 um 22:12 Uhr

    Das solche Sites das Surfvergnügen nicht gerade erhöhen, da sind wir uns sicher alle einig.
    Und im Grunde ist es auch eine sinnvolle Maßnahme solche Sites nun zu bestrafen. Es war einfach eine (zugegeben clevere) Ausnutzung von Angebot und Nachfrage.
    Dass Google nun gegen sinnlose Sites mit diesen “Geschäftsmodel” vorgeht ist aus Sicht von Google, die ja die besten Ergebnisse für den Nutzer präsentieren will, sehr konsequent. Langfristig ist dies ja auch für Google profitabler, auch wenn kurzfristig ein paar Dollar wegfallen.

  7. 7 Malte kommentierte am 11.06.2007 um 15:44 Uhr

    So, der 1. Juni ist rum. Wie viele hats erwischt? (Ich weiß von keinem…)

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  1. MFA, Made for AdSense, Geschäftsmodell, Linkkauf, Linkverkauf, AdSense, Google » Selbständig im Netz

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