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Google geht hart gegen “schlechtes Verhalten” vor
- 11 Kommentare - Peer Wandiger | AdSense, Geschäftsmodelle, Google, Link-Building, Suchmaschinen, Selbständig



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Google scheint jetzt wirklich hart gegen Websites vorgehen zu wollen, die nicht wirklich für Internet-Nutzer gemacht sind. Also gegen Websites, die zum Geld verdienen gemacht wurden und nur wenig oder gar keinen sinnvollen Inhalt bieten. Zudem stehen gekaufte Links im Fadenkreuz.

Google bestraft MFA-Websites

Schon vor einigen Wochen hat Google seine eigene Software dahingehend aktualisiert, sogenannte MFA (Made for AdSense) – Seiten besser aufzuspüren. Damit soll der Google-Index von Websites gereinigt bzw. die AdSense-Accounts gesperrt werden, die völlig sinnlose Websites mit bestimmten Keywords zuschütten um damit in den Google-Ergebnissen zu eben diesen Keywords weit oben zu landen. Diese Sites beinhalten dann viele, viele AdSense-Links und evtl. auch ein wenig Content (meist aber sinnlosen automatisch generierten Text oder geklauten Content).

Da die automatische Erkennung solche MFA-Sites nun aber doch nicht so gut funktioniert wie gedacht, will Google in Zukunft den Werbetreibenden selbst die Möglichkeit bieten, die Website, auf denen Ihre Werbung eingeblendet wird zu begutachten und gegebenenfalls die Werbung dort zu sperren.

Grundsätzlich bin ich ja auch dafür solche reinen MFA-Sites zu killen. Sorry, aber auch wenn es ein einträgliches Geschäftsmodell ist, es ist einfach unseriös. Allerdings habe ich 2 Befürchtungen (aus Website-Betreiber-Sicht):

  1. Nur die großen Werbetreibenden werden es sich leisten können, tausende Websites zu prüfen. Dadurch werden die vielen kleinen Werber benachteiligt.
  2. Ebenso befürchte ich, dass viele Werbetreibende dann nur noch auf bestimmten großen Websites werben möchten und kleine Websites einen Teil der Werbeeinnahmen verlieren könnten.

Aus der Sicht eines Werbetreibenden ist dies natürlich eine positive Entwicklung. Man kann besser steuern, wo die eigene Werbung angezeigt wird und wo nicht.

Google geht gegen gekaufte Links vor

Google geht auch verstärkt gegen Linkkauf vor. Also Links, die gegen eine monatliche Gebühr in eine Website mit gutem Traffic eingebaut werden. Dies ist für viele Website-Betreiber und Blogger mittlerweile eine wichtige Einnahmequelle.

Allerdings scheint auch hier die automatische Erkennung solcher Links noch nicht allzu gut zu funktionieren. Wie sonst ist es zu erklären, dass Google nun die Möglichkeit anbietet, von Hand solche Links zu melden. Da fällt mir gleich der Begriff “Stasi 2.0″ wieder ein. Ich hoffe, dass dies nicht dazu führt, dass sich Webmaster nun gegenseitig anschwärzen, denn damit schaden sie sich nur selbst. Aber das wird sich wohl kaum vermeiden lassen.

Wie scheinheilig oder naiv ist Google?

Während ich die Abstrafung der MFA-Sites noch gut finde, halte ich das Bestrafen von Linkkauf/-verkauf für überzogen. Dies ist doch auch nur gekaufte Werbung, also genau das, was Google seit langem sehr erfolgreich betreibt.

Der große Unterschied zwischen den beiden Dingen ist ja auch vor allem die Qualität. Während MFA-Sites größtenteils null Wert für die Besucher bieten, suchen sich die Link-Käufer schon sehr genau die Websites aus, auf denen sie einen Link kaufen. Denn nur qualitativ hochwertige Sites mit einer passenden Zielgruppe bringen den gewünschten Traffic und gute Backlinks.

Fazit für Selbständige im Internet

MFA-Sites sind zwar im Moment noch ein einträgliches Geschäft, aber Google wird früher oder später so gut sein, dass es diese Sites erkennt und abstraft. Also kein Businessmodell für die Zukunft.

Linkkauf/-verkauf halte ich auch in Zukunft für sinnvoll. Ich gehe davon aus, dass das Melden von gekauften Links wieder eingestellt wird, da es einfach zu viele Manipulationsmöglichkeiten gibt und es auf der anderen Seite aber auch genug Möglichkeiten gibt, solche Links zu “verstecken”. Also meiner Meinung nach auf jeden Fall ein Geschäftsmodell mit Zukunft.



weiterführende Artikel zu diesem Thema
  1. Microsoft / Yahoo Allianz gegen Google?
  2. Businessmodell AdSense-Arbitrage vor dem Ende?
  3. Microsoft Popfly – Google Page Creator – Das Mitmachnetz
  4. Google Hot Trends – Am Puls der Zeit
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Kommentare

11 Kommentare und Trackbacks zu ' Google geht hart gegen “schlechtes Verhalten” vor '

Kommentare zu 'Google geht hart gegen “schlechtes Verhalten” vor' mit RSS

  1. 1 Gerd-E. kommentierte am 13.06.2007 um 13:40 Uhr

    Es ist schon etwas verwunderlich – alles.
    41 Leser und noch keine Kommentare, traut ich keiner?
    Wenn Geld am eigenen Säckel vorbei geht, da juckt es auch die Großen. Die Adwords-Werbung mit Linkverkäufern läuft wohl nicht mehr?
    Ich kann mir gut folgendes Szenario vorstellen. B steht hinter A in den SERP’s. B kauft zwei Links für A und schärzt A anschließend an. Anonym denunziert. Nicht wahrscheinlich?
    Dann habe ich die “Schiergeldaffären” etc. und andere Meldungen nur geträumt.
    Immer weiter entfernt sich ein Internetlink von dem, was es sein sollte – eine Empfehlung.
    Schade!

  2. 2 admin kommentierte am 13.06.2007 um 14:10 Uhr

    Ja, das ist wirklich schade, aber ich denke Google wird hier noch gegensteuern müssen. Z.B. indem man den “Link-Petzer” wiederum “bestraft”, wenn es offensichtlich Falschmeldungen waren.
    Aber alles in allem wirft das Ganze ein schlechtes Licht auf Google’s Fähigkeiten, die Probleme durch Technik zu lösen.

  3. 3 nils kommentierte am 13.06.2007 um 22:23 Uhr

    Guter Artikel!
    Hast recht mit Deinem Fazit, sehe ich genauso

  4. 4 admin kommentierte am 14.06.2007 um 00:32 Uhr

    Danke Nils

  5. 5 Rob kommentierte am 14.06.2007 um 11:06 Uhr

    erst einmal möchte ich sagen das mir dein Artikel sehr gut gefallen hat, aber vielmehr stellt sich mir die Frage, man möchte gegen Linkkäufer und Linkverkäufer vorgehen, was ist den mit den vielen Linktauschern, wo liegt der Unterschied zwischen tausch und kauf ???

    Zu einem, ist es bei beiden Varianten das selbe Ziel, Serps und PR zu ändern, da ist die Frage was ist nun der Unterschied, außer das beim Linkkauf das Geld getauscht wird, ich finde das alles höchstbedenklich, und wie will so ein denunziat alle Fakten wissen, hat er kontoauszüge gesehen.

    In wirklichkeit kann nur beim Linkkauf beobachten ob es ein kommen und gehen der Links gibt, einen anderen Indikator kenne ich nicht, ich bin mal gespannt wie sich das ganze nun entwickelt.

    besten dank

    rob

  6. 6 admin kommentierte am 14.06.2007 um 11:33 Uhr

    Da hast du sicher recht Rob. Wirklich wissen kann es der Denunziant nicht. Das macht es umso schlimmer, da es viele, viele unberechtigte Anschuldigungen geben wird.

    Zum Linktausch. Da machen ja viele Tauscher den Fehler einfach 1:1 zu tauschen. Also ein Link bei mir und ein Link bei dir. Das ist relativ leicht zu finden und wenn so etwas bei einer Website öfters gefunden wird, geht Google schon jetzt von Linktausch aus und bestraft dies mit Minuspunkten.
    Da aber mehr als 200 Faktoren das Ranking in Google ausmachen, ist dies nicht allein entscheidend für das Ranking. Ist die Site sonst sehr gut, dann wirkt sich auch extensiver Linktausch nicht so schädlich aus.

    Beim Linkkauf ist dies von den Suma-Crawlern eben nicht so einfach nachzuweisen, da es nur einen Link in eine Richtung gibt. Deshalb will man ja nun die User mit einbeziehen und das wird aber nicht klappen.

    Zur Not müssen sich viele Webmaster zusammenschließen und alles melden, was in den SERPS so drin ist. :twisted: Also komplett alles melden. Spätestens dann wird Google diese Aktion einstellen müssen.

  7. 7 Rob kommentierte am 14.06.2007 um 11:51 Uhr

    die Idee, alles zu melden, finde ich “heiß” ich denke auch das es einen Verwaltungs. -mehraufwand geben wird, das es Google eventuell die Lust verschlagen wird, ich vermute aber auch das diese Aktion dazu dient die Szene zu verunsichern.

    Nur bin ich auch mal gespannt ob man dann auch die sogenannten Großen angeht, den dort wird auch sehr gern gekauft, sind wir mal ehrlich ohne zu kaufen oder zu tauschen würde es praktisch keinen pagerank geben.

    Was die MFA betrifft gebe ich Dir auch recht, ich sehe das immer mit den Augen eines Users, wenn man solche Seite besucht und bekommt dann nur Werbung angezeigt, ohne das die Seite über einen Content verfügt der dem User nutzen bringt, solche Seite müssen weg.

    lassen wir uns mal üerraschen was da noch alles kommt :shock:

    gruß

    rob

  8. 8 Michael kommentierte am 14.06.2007 um 18:53 Uhr

    Google ist ja an und für sich nicht gegen Linkkauf. Wenn ich mich recht erinnere hat Matt Cutts dazu gemeint, dass man solche Links dann per nofollow “entwerten” soll.

    Eine Frage stell sich mir noch: Wie geht Google mit meiner Blogroll um? Besonders wenn der andere Blogger aus seiner Blogroll zurück linkt :wink:

  9. 9 admin kommentierte am 14.06.2007 um 20:26 Uhr

    Und wenn man kein “nofollow” einsetzt wird man bestraft, in welcher Form auch immer.
    Ich finde es einfach insgesamt erschreckend was sich Google mittlerweile rausnimmt. Hier wird Webmastern einfach vorgeschrieben, was sie zu tun haben.

    Da sich bei Google eh alles um Geld dreht, würde es mich nicht wundern, wenn dies etwas mit AdSense etc. zu tun hat. Evtl. merkt Google ja gerade, dass viele Webmaster mittlerweile mehr mit verkauften Links verdienen als mit AdSense und sieht seine Felle davonschwimmen.

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