Das wird teuer. Auf Grund seiner zu freizügigen Linkstrategie ist der kanadische Blogger John Chow offensichtlich aus dem Google Index gekickt wurden. Wieso dies passiert ist und was man daraus lernen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.
Warum kickt Google Websites aus dem Index?
Google versucht in seinen Suchergebnissen ein möglichst realistisches Ergebnis zu liefern. Das bedeutet, dass die inhaltlich am besten passenden Websites zu einer Suchanfrage angezeigt werden sollen. Nun können Suchmaschinen heutzutage noch nicht wirklich die Qualität einer Website erkennen. Dazu ist die Technik noch nicht weit genug.
Deshalb misst Google eine Reihe anderer Faktoren, von denen sich auf die Qualität der Website schließen läßt. Ein sehr wichtiger Faktor ist dabei die Anzahl der Links, die von anderen Websites auf die betreffende Website zeigen. Je mehr Links, so denkt sich Google, um so mehr Internet-Nutzer finden diese Website gut.
Google austricksen
Diese Vorgehensweise nutzen nun manche Webmaster aus, um bei Google möglichst weit vorne zu landen. Neben dem Kauf von Links kommen Webmaster immer wieder auf gute “Linkbait”-Ideen.
Eine solche Idee hatte auch John Chow mit seinem Blog www.johnchow.com. Er rief alle Leser seines populären Blogs auf einen Bericht über ihn und seinen Blog zu schreiben inkl. Link mit dem Text “make money online”. Dies sollte das Ziel haben, dass sein Blog für diesen profitablen Suchbegriff auf Platz 1 bei Google landet (was eine Weile auch geklappt hat).
Jeder der dies tat, bekam dann ebenfalls einen Link von www.johnchow.com (immerhin PR 6). Das war für hunderte Webmaster Grund genug dies zu tun und www.johnchow.com bekam in kurzer Zeit sehr viele Links und wurde bei Google weit vorne angezeigt.
Im Juni hat er durch diverse Einnahmequellen über 12.500 Dollar mit seinem Blog verdient. Dabei kommt aber nur ein kleiner Teil von Google AdSense. Viel mehr verdient er durch Affiliate-Verkäufe, Linkverkäufe und bezahlte Beiträge.
Doch da es sich bei dieser Methode im Grunde um simplen Linktausch handelte, war es nur eine Frage der Zeit bis Google etwas dagegen unternimmt.
Die Konsequenzen einer Google Bestrafung
Obwohl die Seiten seines Blogs noch in Google drin sind (site:johnchow.com) wird der Blog selbst bei dem Suchbegriff “John Chow” nicht mehr auf den ersten Google-Seiten angezeigt (auf Position 56 habe ich ihn gerade gefunden). Ganz zu schweigen von profitablen Suchbegriffen wie “make money online” oder ähnlichem.
Und da laut Studien fast nur die erste Google Ergebnisseite (und dort meistens auch nur die ersten paar Ergebnisse) angeschaut wird, sollte johnchow.com einiges an Traffic einbüßen.
Tipps für einen gesunden Linkaufbau
Dieses Beispiel zeigt, dass man nicht zu sehr mit Google spielen sollte. Besonders dann sollte man kein Risiko eingehen, wenn die Website lebenswichtig für die eigene Firma ist.
Man sollte bei allem Vermarktungsaktionen darauf achten, dass man die Balance hält und nichts übertreibt. Ein wenig Linktausch ist ja Okay und auch Google sieht darin nicht grundsätzlich etwas böses. Wenn man dies allerdings übertreibt wie John Chow, dann kann das schnell nach hinten losgehen. Man sollte versuchen “Unter dem Radar zu fliegen”, um es mal so auszudrücken.
Hier ein paar Tipps für den gesunden Linkaufbau:
- Versuchen Sie nicht zu schnell Links zu bekommen. Es sollte nach einem natürlichen Anstieg der Links aussehen.
- Kreieren Sie guten Inhalt. Das bringt nach und nach immer mehr gute Links.
- Wenn schon Linktausch, dann nicht übertreiben und möglichst über mehrere Ecken (A->B, B->C,C->D,D->A).
- Nutzen Sie viele verschiedene Maßnahmen und Services. Setzen Sie nicht alles auf ein Pferd.
- Verlinken Sie großzügig zu anderen Websites und Bloggern. Viele werden es Ihnen gleichtun und sich revanchieren.
Ich bin auf jedenfall auf die Einnahmen von John Chow im Monat Juli gespannt. Da Google in den USA nicht ganz so sehr dominiert wie in Deutschland und John zudem einige Einnahmenquellen hat, die nicht (zumindest kurzfristig) direkt vom Traffic abhängig sind, werden die Einnahmen zwar sinken, aber immer noch ansehnlich sein.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.








