Das beste was einem Blog passieren kann sind viele, viele Kommentare. Das zeigt, dass die Themen interessant sind und erhöht natürlich auch die Attraktivität eines Blogs. Doch jeder Blogger steht irgendwann mal vor der Frage, moderiere ich meine Kommentare oder nicht.
Die Kommentarfunktion
Jede Blog-Software und viele normale Websites bieten mittlerweile ihren Lesern die Möglichkeit Kommentare zu hinterlassen. Sei es auf Beiträge, Downloads, Videos, Podcast oder was auch immer. Es ist die Zeit des Web 2.0 und das beinhaltet auch und vor allem die Meinungsäußerung von Nutzern.
Von Kommentaren profitieren
Für einen Blog sind Kommentare sehr wichtig. Sie sorgen nicht nur für mehr Content, den Suchmaschinen auswerten können. Kommentare sind für viele Internet-Nutzer auch ein Gradmesser für die Qualität eines Blogs.
Je mehr Kommentare, desto interessanter muss der Inhalt wohl sein. Und damit liegen sie gar nicht mal so falsch. Natürlich ist es oft so, dass interessante Themen auch mehr Kommentare nach sich ziehen. Allerdings ist dies natürlich auch themen- und vor allem Zielgruppenabhängig. Hier gibt es schon Unterschiede zwischen sehr interneterfahrenen Nutzergruppen und Internetneulingen.
Alles in allem sind Kommentare die Würze in einem Blog, der ansonsten recht einsam aussehen würde.
Was spricht dafür Kommentare zu moderieren?
Doch warum sollte ich überhaupt Kommentare moderieren, also vor der Veröffentlichung prüfen?
- Kommentar-Funktionen werden sehr gern von Spammer für die Werbung für Potenzmittelchen etc. mißbraucht. Es gibt hier zwar schon automatische Lösungen wie Askimet, die solche Dinge ausfiltern, aber immer klappt dies nicht. Und dann können Sie durch die manuelle Prüfung solche Spam-Kommentare rausfiltern.
- Hin und wieder werden normale Kommentare von einer Filtersoftware wie Askimet fälschlicherweise als Spam eingestuft. Auch hier hilft die manuelle Prüfung dabei, solche Kommentare von nachträglich zuzulassen.
- In einer Zeit, in der im Internet jeder und alles abgemahnt wird, kann die manuelle Prüfung auch rechtliche Probleme verhindern. Leider gibt es immer wieder Zeitgenossen, die im Internet kein Benehmen zeigen und Dinge schreiben, die Sie im normalen Leben von Angesicht zu Angesicht niemals sagen würden. Und Sie als Blogbetreiber sind erstmal für die Inhalte, also auch die Kommentare, Ihres Blogs verantwortlich. Um solche Entgleisungen aus dem Blog rauszuhalten, bietet sich die manuelle Kontrolle der Kommentare ebenfalls an.
- Da man per eMail über neue Kommentare informiert wird und zum Freischalten dann eh im Blog drin ist, kann man auch umgehend auf Kommentare antworten. Das freut nicht nur den Kommentargeber, sondern auch die anderen Leser.
- Die manuelle Freigabe muss nur einmal vorgenommen werden. Ab dem 2. Kommentar sind diese Personen dann auf automatische Freigabe gestellt.
Was sind die Nachteile Kommentare zu moderieren?
- Natürlich kann die manuelle Freigabe sehr aufwendig sein. Gerade, wenn man zeitnah jeden Kommentar freischalten möchte und sehr viele Kommentare bekommt, ist man sehr oft damit beschäftigt.
- Neu-Kommentierer wundern sich, warum Ihr Beitrag erst Stunden später erscheint und nicht sofort. Viele rechnen mit der sofortigen Freigabe Ihrer Kommentare und da kann es den ein oder anderen Kommentierer schon verärgern, dass dies nicht so ist.
- Wenn sie x-mal am Tag eine Mail bekommen, die Sie auch einen neuen Kommentar hinweist, der freigeschaltet werden muss, kann dies den Arbeitsablauf als Selbständigen schon sehr stören.
Empfehlungen für den Umgang mit der Kommentar-Funktion
Alles in allem überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile der Moderation. Ich habe dadurch mehr Kontrolle und auch mehr Qualität in meinem Blog. Natürlich bedeutet dies auch mehr Aufwand, aber derzeit erscheint es mir das wert zu sein.
Haben Sie allerdings tagsüber oder sogar mehrere Tage in Folge nicht die Möglichkeit Kommentare freizuschalten, sollten Sie die automatische Genehmigung aktivieren. Die Moderation verlangt schon nach kurzfristiger Reaktionsmöglichkeit.
Wie halten Sie es mit den Kommentaren in Ihrem Blog?
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Man sollte noch bedenken, dass im Normalfall die Menge der Kommentare nicht gerade erschlagend ist. Solange man also nicht schon zu den Blog-Stars gehört, ist die Moderation für gewöhnlich nicht sehr aufwändig und man wird nicht mehrmals täglich aus seiner Arbeit gerissen. Und Spam kann man ja auch eine Weile in der Moderationsschleife schmoren lassen, bis man eh mal am Moderieren ist.
(Ich hoffe, ich reiße Sie jetzt mit dem Kommentar nicht aus der Arbeit *g*)
Mist, jetzt mußte ich meine Arbeit wegen Dir unterbrechen.
Du hast sicher recht. Wenn so viele Kommentare kommen, dass man ständig moderieren muss, dass ist der Blog die Arbeit. Dann sollte man eigentlich so viel Traffic und so viele Einnahmen haben, dass man vom Blog leben kann. Na mal sehen.
Naja, manche Blogs und Gästebücher sind von backlinkgeilen Spammern wirklich total zugemüllt. Aber das ist dann doch eher die Ausnahme.
(ich denke 7 Wochen nach dem letzten Kommentar ist ein weiteren Kommentar vom Stressfaktor her vertretbar)