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Das Social Web – Hype oder Zukunftsmodell
27.08.2007 - Peer Wandiger - 5 Kommentare - Social Web - Ähnliche Artikel


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Axel Schröder
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Das Social Web ist unbestritten einer der grĂ¶ĂŸten Internet-Trends der letzten Zeit und Kernbestandteil des Web2.0. Digg.com, Facebook.com, Myspace.com und wie sie alle heißen, haben mittlerweile Millionen Nutzer.
Doch was genau ist das Social Web und welche Bedeutung hat es fĂŒr Unternehmer und SelbstĂ€ndige.

Was ist das Social Web?

Das Social Web ist ein wenig wie die RĂŒckkehr zu den Wurzeln des Internets. Als ich Ende 1993 das erste mal ins Netz ging, gab es kaum Firmenwebsites, sondern fast ausschließlich private Homepages von Studenten und Computerfreaks. Damals trieben noch keine Suchmaschinenoptimierer Ihr Unwesen. Alle Links auf einer Website waren ausschließlich gesetzt wurden, um auf gute und thematisch passende Inhalte im Netz zu verlinken.

Das lag sich auch daran, dass es damals noch keine Möglichkeit gab, direkt Geld mit einer Website zu verdienen. Selbst die so “beliebten” Werbebanner setzten sich erst spĂ€ter durch. Das Internet war noch unschuldig und es zĂ€hlten nur die guten Inhalte.

14 Jahre spĂ€ter sieht die Internet-Welt ganz anders aus. Es werden Milliarden Dollar mit Online-Werbung umgesetzt. Ebenfalls MilliardenbetrĂ€ge werden mit ProduktverkĂ€ufen verdient. Und selbst mit dem Setzen von normalen Links kann man mittlerweile gutes Geld verdienen. FĂŒr viele Internet-Nutzer ist es kaum noch zu erkennen, welche Inhalte bzw. Links bezahlt wurden und welche tatsĂ€chlich auf Grund der guten QualitĂ€t existieren.

Hier kamen findige Internet-Nutzer auf die Idee des Social Webs. Kurz gesagt sollte die Macht von den Suchmaschinen und großen Verzeichnissen wieder zurĂŒck zu den Usern. Und die Idee ist durchaus Sexy. Menschen wie du und ich bewerten Inhalte, News, Websites, persönliche Dinge etc. und je mehr reale Nutzer etwas gut finden, um so mehr andere User werden darauf aufmerksam gemacht.

Damit will man die Dominanz des Geldes in Suchmaschinen umgehen. Das hat in der Theorie und sicher auch am Beginn der Social Websites gut funktioniert. Mittlerweile sieht die RealitÀt aber teilweise anders aus. Doch dazu spÀter mehr.

Vorteile und Hoffungen des Social Webs

Das Social Web bietet eine Reihe von Vorteilen gegenĂŒber automatisierten Lösungen wie Suchmaschinen etc. Indem reale Nutzer Websites und Inhalte vorschlagen und andere User diese bewerten, entstehen Sammlungen von hoher QualitĂ€t. Gerade die Vernetzung untereinander bietet viele Vorteile. Empfehlungen von jemandem, dem man vertraut, schenkt man eine höhere Bedeutung.

FĂŒr die bewerteten Websites bedeutet dies in der Regel einen guten bis sehr guten Besucherstrom (nur wenn die Website entsprechend gut bewertet wurde) und viele Backlinks (die wiederum fĂŒr Suchmaschinen wichtig sind). User finden in Social Websites schnell zu wichtigen und guten Websites, da alles zentral gesammelt wird. Eigentlich ein System welches fĂŒr alle Beteiligten Vorteile bietet.

Nachteile und Schwachpunkte von Social Websites

Doch mit dem Erfolg des Social Webs wurden natĂŒrlich auch Personen aufmerksam, die das System fĂŒr sich nutzen wollten. Auf Grund des naiven Ansatzes der Social Websites (alle Nutzer bewerten ehrlich und ohne Hintergedanken) boten sich sehr viele Angriffspunkte. Ein ganz wichtiger Punkte in der Angreifbarkeit von Social Websites ist die AnonymitĂ€t der Nutzer. FĂŒr viele ist diese AnonymitĂ€t natĂŒrlich auch einer der großen Vorteile und das möchte ich gerade in den heutigen Zeiten gar nicht bestreiten. Allerdings macht es gerade diese AnonymitĂ€t recht einfach Social Websites zu manipulieren.

So sind viele Social Websites heute bereits von professionellen Votern unterwandert. Also Usern, die gegen Geld BeitrÀge pushen. Gerade auf dem amerikanischen Markt, wo es z.B. Digg.com schafft innerhalb von Stunden zehntausende Besucher auf die eigene Website zu bringen, lohnt es sich Geld an solche professionellen Voter zu zahlen.

Diese Probleme sind aber auch zum Teil Hausgemacht. Bei allen Social Websites gibt es immer einige wenige Poweruser, die fĂŒr den Großteil der Einreichungen und Bewertungen verantwortlich sind. Schafft man es also diese kleine Gruppe dazu zu bringen fĂŒr die eigene Website zu voten, dann hat man es schon geschafft. WĂŒrden sich mehr User aktiv an Social Websites beteiligen, statt nur passiv zu konsumieren, wĂ€re eine Manipulation schon schwerer.

Doch auch die Anbieter solcher Social Websites machen es Manipulierern allzu einfach. So kann man z.B. bei Webnews.de problemlos immer wieder fĂŒr ein und dieselbe Website voten, anstatt nur einmal. Alles in allem sind Social Websites relativ einfach fĂŒr die eigenen Zwecke zu mißbrauchen und ich sehe derzeit kaum Möglichkeiten dies zu verhindern.

LĂ€ngerfristig besteht die Gefahr, dass die ehrlichen Nutzer solcher Social Websites die Manipulationen erkennen und den Social Websites den RĂŒcken kehren. Dann wĂ€re wieder mal ein Hype zusammengebrochen.

Tipps wie man das Social Web nutzen kann / sollte

Aus wirtschaftlicher Sicht bieten die Social Websites aber natĂŒrlich auch Chancen. Ob es einem nun gefĂ€llt oder nicht, viele Website-Betreiber investieren mittlerweile genauso viel Arbeit in die Social Web-Optimierung wie in die Suchmaschinenoptimierung.

Das es hierbei alle Arten von “Optimierungs-Maßnahmen” gibt, dĂŒrfte klar sein. Ob man nun ausschließlich erlaubte oder auch die schon beschriebenen eher nicht erlaubten Maßnahmen einsetzt, muss jeder fĂŒr sich entscheiden. Wer langfristig erfolgreich sein möchte und wenig Risiko eingehen will, sollte vorsichtig sein. Auch Social Website Communities können sehr gut zurĂŒckschießen. Und natĂŒrlich mögen es die meisten Nutzer solcher Social Websites nicht, wenn sie manipuliert werden. Man sollte nicht unbedingt an dem Ast sĂ€gen, auf dem man sitzt.

  1. Melde dich und evtl. auch Mitarbeiter und Freunde bei Social Networks an.
  2. Reiche nur wirklich gute Artikel selbst ein und nicht jeden einzelnen, den du geschrieben hast.
  3. Vote ehrlich und auch ausgiebig fĂŒr andere Artikel.
  4. Baue dir einen Freundeskreis innerhalb dieser Social Community auf.
  5. Nutze die von den Social Websites angebotenen Mittel (z.B. Voting Button)
  6. Übertreibe es nicht und sieh Social Website als eine von vielen Vermarktungsmöglichkeiten an.
weitere Infos

Deutsche Social Website und eine kritische Betrachtung derselben


Liste von vielen englischsprachigen Social Networks mit Useranzahl
(die man allerdings mit Vorsicht genießen sollte)

Liste von englischsprachigen Social Bookmarking- und News-Sites


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
5 Kommentare und Trackbacks zu 'Das Social Web – Hype oder Zukunftsmodell'

Kommentare zu 'Das Social Web – Hype oder Zukunftsmodell' mit RSS

  1. 1 Tom Schultz kommentierte am 27.08.2007 um 15:25 Uhr

    Also als Vermarktungsmöglichkeit hab ich die Social-Web Seiten noch gar nicht gesehen. Da hab ich wohl noch die Web 1.0 Scheuklappen aufgehabt – weg damit!

  2. 2 oberleiner kommentierte am 27.08.2007 um 23:32 Uhr

    und passend zum artikel ist auch wieder der yigg button und seine kumpels da… gleich mal voten.

  3. 3 existenzgruendung-portal.de kommentierte am 28.08.2007 um 07:09 Uhr

    Vor allem den Satz “Reiche nur wirklich gute Artikel selbst ein und nicht jeden einzelnen, den du geschrieben hast” finde ich sehr treffend. Blogs, die wirklich jedes Statement und jeden WochenrĂŒckblick submitten wecken beim Nutzer schnell ein GefĂŒhl des Überdrusses.

  4. 4 Peer Wandiger kommentierte am 28.08.2007 um 10:28 Uhr

    @oberleiner
    Naja, irgendwie haben mir diese Button gefehlt :wink:

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Bei der Tagline sollte man vielleicht aufpassen, dass man das nicht zu...
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Aber das ganze funktioniert nur, wenn die Besucher die Skripte nicht...
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