Vor ein paar Tagen wurden die ersten Pagerank-Veränderungen gemeldet. Unter anderem dieser Blog wurde von 4 auf 3 heruntergestuft. Wie nun amerikanische Insider herausgefunden haben wollen, handelte es sich nicht um ein Pagerank-Update, sondern eine Pagerank-Abstrafung.
Anzeichen für eine Pagerank-Abstrafung
So gab es z.B. auf SearchEngineLand einen Artikel, der diese These aufstellte. Demnach hat es z.B. auch die PR9-Site “The Stanford Daily” erwischt. Diese wurde auf PR7 zurückgestuft, was schon echt hart ist.
Für eine Pagerank-Abstrafung spricht die Tatsache, dass ich auch in deutschen Foren und der deutsche Blogosphäre nur von Pagerank-Senkungen gehört habe. Viele andere haben nichts an ihren Websites bemerkt. Ob es sich dabei ausschließlich um Websites und Blogs handelt, die keine Links verkaufen ist nicht festzustellen. Aber zumindest scheint Google dort keine bezahlten Links gefunden zu haben, was nicht heißt, dass es keine gibt.
Unklar ist, ob auch Linkkäufer abgestraft wurden.
Warum muss Google überhaupt wegen Linkkauf und -verkauf abstrafen?
Dies ist eine wichtige Frage wie ich finde. Kann Google solche Links nicht einfach automatisiert entwerten?
Die aktuelle Abstrafung soll sicher auch teilweise zur Abschreckung dienen, was darauf schließen lässt, dass die Erkennung und Entwertung solcher gekauften Links nicht wirklich gut funktioniert.
Denn wenn es perfekt funktionieren würde, würden 2 Dinge geschehen:
1. Es gäbe keine Abstrafung, sondern einfach nur eine Entwertung.
Google hat vielleicht noch das Recht, solche Links aus der Berechnung seines Rankings zu nehmen. Aber kein Recht solche Links für den einfachen Traffic von Site A zu Site B zu verbieten. Hier wäre dann aber auch derzeit ein “nofollow”-Tag die Lösung. Dieser wird nicht genutzt wegen:
2. Das Linkkauf und -verkauf Business würde schweren Schaden nehmen
Denn auch wenn so ein gekaufter Link natürlich auch direkt Besucher bringt, die darauf klicken, besteht derzeit der wichtigere Zweck solcher Links natürlich in der positiven Beeinflussung des Google Rankings. Wenn dieser Effekt wegfallen würde, würden Linkkäufer sicher deutlich weniger zahlen als bisher.
Wie weit würde Google gehen
Bei mir selber habe ich keine negativen Einflüsse auf das Ranking feststellen können. Ich ranke mit diesem Blog “Selbständig im Netz” so hoch wie noch nie. Das macht sich auch in den Besucherzahlen von Google bemerkbar.
Es macht auch keinen Sinn die Linkverkäufer mit Ranking-Strafen oder sogar einem Ranking-Rauswurf zu bestrafen:
Links werden in der Regel auf gut besuchten und qualitativ hochwertigen Sites gekauft.
Gekaufte Links machen nur auf Sites Sinn, die selber gut ranken, viele Besucher haben und in Googles Augen gut dastehen. Sonst würden weder der direkt Traffic-Effekt, noch der indirekte Effekt für das eigene Ranking des Linkkäufers eintreten.
Und da Google langfristig nur überlebt bzw. seine Spitzenposition als Suchmaschine Nr. 1 behält, wenn man die qualitativ besten Sites zu Suchanfragen auflistet, kann es sich Google zumindest im großen Stil nicht leisten qualitativ hochwertige Linkverkäufer aus dem Index zu schmeißen. Man will sie nur vom Linkkauf abbringen, indem man den dafür relativ wichtigen Toolbar-Pagerank senkt.
Insofern halte ich es für Linkkäufer gefährlicher. Machen wir uns nichts vor. Hätte eine Website viel Traffic oder hochwertigen und für viele interessanten Content, dann bräuchte man keinen Link kaufen. Diese würde von selber kommen.
Allerdings würde auch hier eine Entwertung solcher Links reichen, aber anscheinend will man andere abschrecken. Solch eine Abschreckung macht aber nur dann Sinn, wenn man nicht alle Links selber findet. Sonst bräuchte man keine Abschreckung.
Ein weitere Gedanke, der mir bei dieser Thematik kommt, ist natürlich Google AdSense und AdWords. Wenn man vergleicht was man für einen verkauften Link erhält und wie oft man Google AdSense (und dazu noch in welcher Größe) anzeigen lassen muss, um die selben Einnahmen zu erzielen, so liegt der Linkverkauf eigentlich vorn.
Hier könnte man Google also auch unterstellen, Google AdSense und Google AdWords schützen zu wollen.
Wie werden die professionellen Linktrader reagieren
Linktrader wie Linklift oder Teliad werden natürlich reagieren müssen. Schon um das eigene Geschäft zu sichern, werden sie sich etwas einfallen lassen müssen, um weiterhin Kunden zu finden, sowohl auf Linkkäufer- als auch Linkverkäufer-Seite.
Jeder Webmaster kann nur selber entscheiden, wie er auf die Entwicklungen reagiert. Nimmt man die verkauften Links raus und verhandelt nur noch direkt mit interessierten Linkäufern? Oder verkauft man gar keine Links mehr.
Ich werde derzeit nichts ändern, da ich es auch nicht übertreibe mit dem Linkverkauf und auch sonst keine verbotenen Optimierungen etc. vornehme. Daher hoffe ich, obwohl Google mein Linkverkauf nicht gefällt, der Blog insgesamt positiv genug in Googles Augen erscheint, dass die Rankings nicht leiden.
Wann kommt das richtige Pagerank-Update?
Es wird spekuliert, dass das richtige Pagerank-Update erst noch kommt. Ob dann evtl. aktuell abgestrafte Sites wieder mehr Pagerank bekommen, ist schwer zu sagen. Tendenziell würde man natürlich sagen, dass dies nicht passieren wird. Aber wer weiß.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- Der Google Pagerank ist unwichtig, oder?
- Pagerank Update – Geht es los?
- Website ohne Google erfolgreich machen
- Links der Woche – Google Pagerank Update, Internet-Recht und Google Analytics
- Google bestraft www.johnchow.com
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Ich liebe Kapitalismus! Mit allem muss Geld gemacht werden. Okay ich seh ja ein das man mit irgendwas Kohle machen will, aber muss es denn mit nem Blog sein? Ich habe einen Blog weil ich gern schreibe und nicht weil ich Geld machen will.
Außerdem kann ich auch ohne google ziemlich gut leben. Ich schreibe weil es mir Spaß macht und weil ich anderen Leuten einen Einblick in meine Erlebnisse/meine Arbeit geben will und nicht weil google mich indexiert und ich vielleicht auf dessen Seite ganz oben stehen könnte.
Vielleicht ändert sich mein empfinden auch noch, da ich den Blog ja erst nen knappen Monate habe.
@ gr4y
Auch ich habe noch Blogs, die ich zum Spaß betreibe und kein Geld damit verdiene. Aber unabhängig davon ist es, glaube ich, jedem selber überlassen, was er macht. Und wenn jemand mit Blogs reich werden will, na und. Du musst die Blogs ja nicht lesen.
Ich kann z.B. Blogs nicht leiden, in denen sich irgendwelche Leute Ihre kleinen täglichen Problemchen von der Seele reden. So hat jeder seine Vorlieben und Abneigungen.
Ich glaube hier ist der Spruch “Leben und leben lassen” angebracht. So lange niemandem damit geschadet wird, habe ich kein Problem damit.
Wurde von Google auch bestraft: Mein Blog ist von 5 auf 4 gerutscht. Aua!
ich habe ziemlich mühe mit all diesen link- und pageranking-verbesserungsmassnahmen vieler blogger: da wechseln sich stöckchen-beiträge mit blogparaden am laufmeter ab, nur um links zu generieren. die auswertungen dieser blogparaden sind meist hanebüchern. auch mit linkkäufen, linkfarmen oder technoratie-freundschafts-aktionen im grossen stile habe ich meine liebe mühe.
ob wohl bald traffic-zahlen aussagekräftiger sind als verlinkungsranglisten. natürlich gibt es auch diesbezüglich diskutable optimierungsmöglichkeiten und der traffic hängt mit dem google-page-ranking zusammen, ist mir schon klar.
wir sollten uns alle wieder vermehrt auf inhalte konzentrieren, denn leben vom bloggen können bislang ja eh die wenigsten.
Warum denn auch nicht? Wer sich die Arbeit mach einen Blog zu betreiben kann doch auch ein bisschen was dran verdienen. Daran finde ich nichts falsch…
@ Sergej
Willkommen in Club.
@ Lupe
Inhalte sind auch meiner Meinung nach das A und O. Bietet jemand keinen langfristig interessanten Inhalt, so werden auch die besten Tricks um Links zu bekommen nicht dafür sorgen, dass der Blog langfristig viele Besucher hat.
Allerdings verstehe ich nicht die permanente Kritik, dass manche Blogger Ihren Blog vermarkten möchten. Wir leben ja nicht im Sozialismus, wo es keine Werbung gab. Werbung gehört zu unserer Gesellschaft nun mal dazu.
Und wenn Blogger Stöckchen-Beiträge oder Blogparaden zur Werbung für den eigenen Blog nutzen, dann ist das in meinen Augen legitim.
Wenn der Inhalt solcher Maßnahmen allerdings in deinen Augen schlecht ist, dann hast du und alle anderen User die Möglichkeit diesen Blog nicht zu abonnieren und auch nicht zu lesen. Das ist die viel beschworene Macht der User.
Und das Google ebenfalls darauf achtet möglichst hochwertige Inhalte ganz vorn in den Suchergebnissen anzuzeigen ist keine Nächstenliebe. Google lebt davon, dass die User, die angezeigten Suchergebnisse als sinnvoll und hochwertig erachten. Deshalb ist es auch für Google die beste wirtschaftliche Strategie auf hochwertigen Content zu achten.
Fazit: guter Content und Werbung = (wirtschaftlich) erfolgreicher Blog
@ Mat
Sehe ich auch so, würde aber noch weiter gehen. Wenn jemand mehr als nur ein wenig dazu verdienen möchte ist das genau so legitim. Wer will es ihm verbieten. Am Ende entscheiden die User, ob ein Blog erfolgreich wird oder nicht.
Sorry, dass ich hier etwas ausführlicher geantwortet habe, aber ich habe finde es mittlerweile nervig mich ständig dafür rechtfertigen zu müssen selbständig zu sein, 14 Stunden am Tag zu arbeiten und dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen. Nochmals sorry.
Wie gesagt, am Ende hat jeder User die Möglichkeit alle Blogs zu boykottieren, die Geld verdienen wollen.
Nochmal zum Thema: Was ich an der ganzen Sache allerdings nicht verstehe ist was der Unterschied zwischen Google Adsense und Linkverkauf ist. Im Grunde genommen ist das doch ein und das selbe nur mit unterschiedlicher Technik. Oder sehe ich das falsch?
@ Mat
Der größte Unterschied ist, das erste ist von Google und das zweite nicht.
Nein im Ernst. Google kann technisch nur eingeschränkt die Qualität von Websites bestimmen. Es braucht neben den eigenen technischen Analysen einer Website noch das Hilfsmittel “externe Links”. Diese werden von Google als “Stimmen für die Website” gewertet. Je mehr solcher Stimmen (Links) auf eine Website zeigen, um so besser scheint diese zu sein.
Tauchen nun massenhaft Links auf, die gar nicht aus freien Stücken gesetzt wurden, sondern weil dafür bezahlt wurde, wird das System von Google natürlich manipuliert.
Insofern kann ich Google schon verstehen, was deren Meinung zu bezahlten Links angeht.
Da AdSense direkt von Google ist, kann Google natürlich jeden AdSense Klick (Link) als solchen erkennen und nicht als Stimmen zählen (vereinfacht gesagt).
Zur möglichen Konkurrenz zwischen AdSense und bezahlten Links hatte ich schon kurz etwas im Artikel gesagt.
Wenn die Linkkäufer nicht abgestraft werden, sehe ich darin ein riesen Problem auf uns zu kommen. Und was soll das ganze eigentlich mit der Abstrafung? Das ist doch nichts anderes als Werbung, um seine Webseite theamtisch weiter nach oben zu bringen. Wäre die Listung thematisch unrelevant, müsste Google reagieren, passt Sie zum Thema, ist es nichts anderes als Werbung. Nicht jeder kann sich einen TV-Spot leisten, und damit kann man auch die Meinung des Käufers manipulieren (siehe Praktiker – OBI)! Deswegen werden ja die Filialen auch nicht aus Deutschland verbannt!
Ich bin nicht für Spamm! Content ist King… Das Monopol der Suchmaschine in Deutschland gehört sich verboten! Ich fordere ein Gesetz, das die Suchanfragen fair auf alle Anbieter verteilt
:::SCHERZ:::
Wenn das System und die Faktoren eine Manipulation (aus meiner Sicht ist die Verbesserung der Linkpopularität keine Manipulation, serwohl aber Keyword-Spamming, Doorwaypages und ähnliches) zulassen, dann muß das System überdacht werden. Jeder Linkverweis kann gekauft, getauscht oder reell als Empfehlung zustande kommen. Wie will man das insgesamt prüfen? Müssen die Großen jetzt den Kopf dafür herhalten , um als Abschreckung zu dienen? Linktauschbörsen wurden füher schon erkannt und eleminiert! Das wird wohl auch weiterhin so bleiben, um Aktiv gegen Spamm zu kämpfen. Aber Google wirkt wie ein Diktator. Alles was negativ für die Geschäfte ist, muss unterbunden werden. Dabei profetiert Google doch davon. Aber mir war klar, dsa Links irgendwann, die im Footer untergebracht sind, nicht mehr wert sein werden… und dahin wird die größte Suchmaschine das Boot hinsteuern. Grüße und morgen wird wieder an einer anderen Stelle Manipuliert… Damit meine ich nicht mich
Ich glaube kaum, dass Google prüft, ob die Links relevant sind oder nicht. Denn ich kann doch auf jede Website verlinken, die ich will. Ich habe doch nicht nur ein Hobby oder Interessengebiet. Ihr etwa? Also findet man auf den meisten Websites auch Link die nicht themenrelevant sind. Sonst würden ja im ganzen Netz nur Linkinseln entstehen, weil niemand außerhalb seiner eingenen Szene verlinkt.
Google wird Anhand anderer Kriterien herausfinden, ob Links normal gesetzt oder gekauft wurden.
Als relevanten Link möchte ich mal Links bezeichnen, die aus einem Artikel heraus Verlinken und nicht wie an einer Perlaenkette aneinander gereite Linktext-Ketten sind. Ein Link in einem Text untergebracht ergibt doch Sinn oder? Das Umfeld eines solchen Links ist nicht mit weitern Links gekoppelt und daher doch als Verweis zur Thematik zu betrachten. Nur so kann Google letzlich doch unterscheiden, ob ein Linkverweis von Nutzen sein kann oder nicht. Wenn ich z.B. schreibe: Meine lieblings Links… 1, 2, 3, 4,… dann Sind das Links die aus meiner sicht relevant sind, aber für die Gesamtheit eher uninteressant. Denke ich da am Thema vorbei? Das Ende von Footer-Links ist somit eingeläutet… das denke ich auf jeden Fall… Ob man deswegen letzlich abgestraft wird? Ich glaube nicht… ansonsten wäre nun negatives SEO ein neues Geschäftsfeld und sicherlich auch nicht im Sinn von Google…
Da hast du sicher nicht unrecht. Links direkt im Text sind sicher am relevantesten. Normalerweise, denn viele gehen schon dazu über, bezahlte Links im Fließtext zu platzieren.
Auf der anderen Seite können gut gepflegte Linklisten zu einem Thema auch sehr relevant sein. Auch wenn du sicher recht hast, kann Google nicht einfach jeden Link im Text als relevant und jeden Link in einer Liste als weniger relevant einstufen. Das passt halt nicht immer.