Viele Blogger sind auf der Suche nach Möglichkeiten, mit Ihrem Blog Geld zu verdienen. Neben den üblichen Verdächtigen (AdSense und Co.) bietet Trigami seit diesem Jahr auch die Möglichkeit, mit dem Schreiben von Blog-Artikeln über ein bestimmtes Thema Geld zu verdienen. Trigami CEO Remo Uherek stand mit netterweise Rede und Antwort.
Trigami – bezahlte Posts als Einnahmequelle
Kaum ein Thema spaltet die deutsche Blogosphäre derart. Die einen finden es Okay, die anderen halten es für Teufelszeug. Die Blog-Leser selber scheint es dagegen kaum zu stören. Zumindest habe ich bisher keine wütenden Proteste oder massenhafte Abwanderungen erlebt.
Remo Uherek, übrigens ein sehr netter Zeitgenosse, konnte ich einige Fragen zu Trigami stellen. Besonders interessierte mich natürlich, wie man möglichst viel Geld mit Trigami verdienen kann ![]()
Aber lest selbst:
1. Wieso wurde das Layout überarbeitet und warum werden Kunden- und Bloggerzahl angegeben?

Das erste Layout stammt noch aus den Prototyp-Zeiten und wurde unseren Anforderungen nicht mehr gerecht. Wir haben uns daher entschieden, mit “electronlibre” eine namhafte Schweizer Web 2.0 Agentur mit dem neuen Design zu beauftragen. Warum wir die Kunden- und Bloggerzahl in realtime auf der Startseite publizieren ist ganz einfach: Die Blogosphäre verkörpert Offenheit und Transparenz und wir möchten in dieser Hinsicht ein Vorbild sein.
2. Wie genau werden Blogs für Kundenaufträge ausgewählt?
Die Ausschreibungen an Blogger werden automatisch von unserem Ausschreibungsalgorithmus getätigt. D.h. weder der Kunde noch trigami macht eine manuelle Selektion. In erster Linie erfolgt eine Selektion nach Thema, denn sowohl Blogs als auch Kampagnen werden getaggt.
Weiter werden nur Blogs angeschrieben, die den von den Kunden gewählten Kriterien entsprechen. Kunden können folgende Selektionen machen: Zielsprachen (d, e, f), Zielländer (D, A, CH), Mindestalter der Blogs (in Monaten), Reichweite der Blogs (klein, mittel, gross).
Je nach dem wie streng diese Kriterien sind kommen mehr oder weniger Blogs in Frage. Alle Blogger, die angeschrieben wurden, haben die Möglichkeit sich beim Kunden zu bewerben. Der Kunde sieht alle Bewerber in seinem Kundenbereich und kann jede Bewerbung entweder annehmen oder ablehnen.
3. Kannst du Tipps geben, wie Blogger an mehr bzw. besser bezahlte Aufträge kommen?
Erstens sollte ein Blogger daran arbeiten, seinen Blog erfolgreicher zu machen. D.h. mehr interessante Einträge, mehr Leser, mehr Kommentare, mehr Backlinks. Zweitens kann sich der Blogger besonders Mühe bei der Bewerbung geben, indem er sich nur für solche Kampagnen bewirbt, die thematisch in den Blog passen und genau begründet, warum der Kunde diese Bewerbung akzeptieren sollte. Sowohl beim Blog als auch bei der Bewerbung muss man sich möglichst gut vom Durchschnitt abheben. Dann steigen die Chancen, akzeptiert zu werden.
Ausserdem hilft es, sich bei Aufträgen besondere Mühe zu geben. Erstens steigt mit unserem Bonus/Malus-System die Bewertung von Bloggern, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen, und zweitens können die Kunden alle vergangenen bezahlten Einträge von Bloggern sehen, wenn diese sich beim Kunden bewerben. Gute Leistung zahlt sich bei uns also aus.
4. Wie gut funktioniert euer Partnerprogramm und hast du Tipps wie man das als Blogger am besten nutzen kann?
Das Partnerprogramm funktioniert immer besser, insbesondere für Affiliates, die neue Kunden werben. Die 5%-Provision macht bei grösseren Kundenbudgets richtig Spass. Tipps haben wir in unserem Affiliate-Bereich zusammenstellt. Wir empfehlen die Versendung von Newslettern, einen Hinweis im RSS-Feed, natürlich einen Button oder Banner in der Sidebar oder ganz klassisch ein Posting (z.B. ein Erfahrungsbericht) über trigami mit Affiliate-Link. Was auch gut funktioniert ist das gezielte Benutzen unserer Einladungsfunktion.
5. Wie zufrieden sind eure Kunden mit dieser neuen Vermarktungs-Methode und wie viele bezahlte Posts kaufen Unternehmen im Schnitt?
Generell sind unsere Kunden sehr zufrieden. Besonders vom konstruktiven Feedback sind sie meistens positiv überrascht. Die meisten Kampagnen haben ein Volumen zwischen 10 und 100 bezahlten Einträgen.
6. Wie siehts du Googles Haltung zu bezahlten Links und Auswirkungen auf bezahlte Posts?
Wir sind gelassen. Unsere Auftragsarbeiten sind klar gekennzeichnet und unsere Kunden können keine Linktexte wählen, d.h. gezieltes Linkbuying ist bei uns nicht möglich und wir distanzieren uns klar davon, ausschliesslich ein SEO-Werkzeug zu sein. Ausserdem stellen wir Bloggern frei, das nofollow-Attribut zu verwenden, falls sie das wünschen.
7. Wie siehst du die Zukunft für bezahlte Posts? Es gibt ja sowohl positive als auch sehr negative Reaktionen aus der Blogosphäre?
Ich sehe bezahlte Postings als Nische. Es muss sich noch zeigen, wie gross diese Nische werden kann. Fakt ist, dass diese Marketingform nicht für alle Kunden und alle Bedürfnisse geeignet ist. Wir sehen und als Ergänzung des Marketingmix, und nicht als Substitut klassischer Marketingmassnahmen.
Anfängliche Kritiker fürchteten sich vor versteckt in Blogs platzierten Werbebotschaften und trauten den Bloggen nicht zu, ihre redaktionelle Freiheit bei den bezahlten Beiträgen wirklich auch auszunutzen. Durch unsere kompromisslose Durchsetzung unserer Kennzeichnungspflicht und der Gewährung der redaktionellen Freiheit konnten wir bereits manchen Kritiker positiv überraschen. Dass wir von versteckter Werbung nichts halten, sagen wir nicht nur, sondern meinen es auch und handeln entsprechend.
8. Wer kam auf die Idee zu dieser Website und wie verlief der Start?
Die Idee ist im Oktober 2006 am ersten Schweizer BarCamp in Zürich entstanden. Wir haben erkannt, dass Blogs enorm viel Macht haben können und wollten diese Energie marketingtechnisch nutzbar machen. Den Prototypen haben Alain Aubert, David Burkardt und ich entwickelt. Da wir schon seit November 2006 einen Corporate Blog hatten, verlief der Start ziemlich gut, da bereits zahlreiche Blogger und Kunden von uns gehört haben.
9. Kannst du meinen Leser Tipps für den Start eines solchen, doch sehr umfangreichen Service-Angebotes geben?
Wenn man selber etwas auf die Beine stellen will, gibt es nur einen Tipp: Einfach machen! Der Rest kommt von selbst
.
10. Welche Möglichkeiten zur Vermarktung von trigami nutzt ihr selber?
Wir sind sehr gut in der Blogosphäre verankert, also funtioniert Mundpropaganda für uns sehr gut. Ausserdem setzen wir auf PR und
Affiliate Marketing als weitere grosse Standbeine. Google AdWords nutzen wir auch.
Vielen Dank Remo für deine Antworten. Wer nun selber mit Trigami* Geld verdienen möchte, den kann sich hier* anmelden und erhält schon bald seine ersten Aufträge.
Wenn Trigami in Zukunft etwas genauer hinschaut und die zweifelhaften Kunden ein bisschen besser ausfiltert, dann bleibt Trigami auch in Zukunft eine sehr gute Alternative zu anderen Einnahmequellen.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmal auf meine vierteilige Artikelserie zum Thema “bezahlte Posts” hinweisen. Dort finden sich auch noch ein paar Tipps:
Mehr Geld verdienen durch bezahlte Posts
Lohnen sich bezahlte Blogbeiträge zur Vermarktung der eigenen Website?
Warum Linkverkauf und bezahlte Beiträge wichtig sind
So verärgern Sie Ihre Leser nicht mit bezahlten Posts
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- Lohnen sich bezahlte Blogbeiträge zur Vermarktung der eigenen Website? –
Trigami und Co. 2 - Trigami in neuem Gewand und Teliad mit Partnerprogramm
- So verärgern Sie Ihre Leser nicht mit bezahlten Posts – Trigami und Co. 4
- Mehr Geld verdienen durch bezahlte Posts – Trigami und Co. 1
- Warum Linkverkauf und bezahlte Beiträge wichtig sind – Trigami und Co. 3
Im Forum von Selbständig im Netz diskutieren
Der Eintrag hat Dir gefallen?
Dann abonniere den Blog-Feed!



















Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Hallo Peer
Nochmals vielen Dank für das Interview und die Artikelserie.
Gruss, Remo