Die Wogen des Pagerank-Updates haben sich mittlerweile gelegt und es ist wieder Ruhe in die SEO-Kreise zurückgekehrt. Die meisten trösten sich damit, dass angeblich sehr viele, ob nun mit verkauften Links oder ohne, im PR heruntergestuft wurden.
Doch wie stehen nun die 3 großen Linkverkäufer (Trigami natürlich nur mittelbar) nach dem PR-Update da und welche Reaktionen sind da gekommen bzw. sind noch geplant.
Wie viele Websites haben den nun an PR verloren und wie viele gewonnen?
Der SearchLab-Blog hat in den letzten Wochen zweimal geprüft, wie viele Websites und Blogs, die Links verkaufen, von den PR-Updates betroffen waren.Von den ersten kleineren Anpassungen, die mir einen PR 3 beschert hatten, waren laut SearchLab nur 3,1% der beobachteten Linkverkäufer (rund 3.000) betroffen. Damals wurde sogleich von vielen Seiten bestritten, dass Google wirklich Linkverkäufer abgestraft hatte. Bei diesem niedrigen Anteil sicher eine nachvollziehbare Reaktion.
Doch dann kam das richtige Pagerank-Update und wieder schaute der SearchLab-Blog auf die Daten. Nun waren es rund 60% der Links verkaufenden Websites und Blogs, die einen niedrigeren Pagerank bekommen hatte. Nur rund 5 % hatten einen höheren Pagerank erhalten.
Das betraf aber wie gesagt nur die Links verkaufenden Websites und Blogs. Zum Vergleich hat man sich noch rund 580.000 URLs angeschaut, die keine Links verkaufen. Hier waren es nur rund 3,5% die einen niedrigeren Pagerank erhielten und rund 4% einen höheren.
Aus diesen Zahl kann man von Seiten Googles schon davon ausgehen, dass gezielt Websites und Blogs die Links verkaufen herunter gestuft wurden. Zumindest deutet dieser riesige Unterschied darauf hin.
Reaktionen von Trigami, Teliad, und Linklift
Ich hatte die Möglichkeit im Oktober mit Trigami und Teliad Interviews zu führen.
Teliad.de
Besonders das Interview mit Teliad Geschäftsführer Andreas Armbruster war sehr interessant, denn es fand genau zwischen dem ersten kleinen PR-Update und dem großen zweiten Update statt.
Im Interview hatte Herr Armbruster die Google-Abstrafungen noch sehr gelassen gesehen. Laut seinen Aussagen waren gerademal 1% der bei Teliad angebotenen URLs von der PR-Senkung betroffen.
Das kurz darauf folgende PR-Update dürfte da schon hektischere Reaktionen ausgelöst haben. Wie viele URLs bei Teliad wirklich betroffen waren, ist natürlich nicht bekannt. Aber es dürfte viele gewesen sein, denn kurz danach senkte Teliad den Mindest-PR für dort angebotene URLs von 3 auf 2.
Laut einer Pressemitteilung wird das damit begründet, dass es eine generelle PR-Abstufung gab, die nicht direkt was mit verkauften Links zu tun hatte. Laut Trigami ist ein jetziger PR5 soviel wert wie ein vorheriger PR6. Eine Aussage, die man auf Grund der Zahlen vom SearchLab aber bezweifelt könnte.
Linklift
Linklift hält sich mit Zahlen bedeckt. Es wird nur zugegeben, dass einige Websites, die Linklift-Links verkaufen, im PR gefallen sind. Genauer wird man nicht. Allerdings folgt danach ein engagierter und über 800 Wörter langer Text, der Linkkauf und -verkauf verteidigt.
In einer Mail an die Linkverkäufer werden dann noch ein paar Tipps gegeben, wie die eigenen verkauften Links am besten vor automatischer und manueller Kontrolle “versteckt” werden können. Zudem kündigt Linklift an, den Pagerank aus der eigenen Bewertung von Websites herauszunehmen.
Das alles deutet sehr darauf hin, dass es auch bei Linklift kräftig eingeschlagen hat.
Trigami
Trigami sieht das alles relativ gelassen. Das können sie meiner Meinung nach auch. Denn im Gegensatz zu den beiden anderen, hat Trigami von Anfang an die klare Kennzeichnung von Rezensionen und damit auch der darin enthaltenen Links verlangt.
Zudem hat Trigami schon immer jedem Blogger freigestellt, ob der die ausgehenden Links in der Rezension mit einem NoFollow kennzeichnet oder nicht. Diese Offenheit macht sich jetzt bezahlt, so dass ich denke, dass Trigami durch dieses PR-Update gar keine negativen Folgen hinnehmen muss.
Und auch die Blogger, die bei Trigami “arbeiten” werden nicht wirklich darunter leiden. Mein Preis hat sich weiter erhöht, trotz des PR-Verlustes.
Die komplette Stellungnahme von Trigami findet ihr hier.
Ist dies das Ende des professionellen Linkhandels?
Sicher nicht. Das ist zwar ein Rückschlag, aber dieser wird im Nachhinein den Linkhändlern nur dazu verholfen haben, sich mehr um den Schutz und das Verstecken solcher Links zu kümmern. Bisher wurde das relativ vernachlässigt.
Websites und Blogs die Links verkaufen, werden gezwungen sein, diese Links mehr zu verstecken und weder einer automatischen noch einer manuellen Kontrolle irgendwelche Hinweise auf verkaufte Links zu geben.
Die Website-Betreiber und Blogger müssen auch mehr Aufwand investieren. Es reicht nicht mehr, einfach eine Linkliste zu haben, in der alle verkauften Links drin stehen. Nun wird man diese Links verteilen und kreativer in die Website einarbeiten. Es wird sicher auch noch mehr auf die Qualität der verlinkten Site geachtet werden (sowohl von den Linkhändlern als auch von der Bloggern).
Der Einfluss von Themenrelevanz bei Links ist zwar umstritten (denn ich persönlich will auf alles das verlinken dürfen, was ich gut finde), aber auch hier werden die Webmaster und Blogger sicher in Zukunft mehr drauf achten.
Vielleicht reicht das dann auch Google. Denn wenn ein Link themenrelevant ist und zudem auf eine qualitativ gute Website führt, was soll dann an diesem Link falsch sein. Ob nun gekauft oder nicht.
Soll ich nun weiter Link verkaufen oder nicht?
Das muss jeder für sich selbst beantworten. Ein gewisses Risiko ist nicht wegzureden. Bisher hat sich diese Pagerank-Abstufung zwar nicht auf die Rankings ausgewirkt, aber das kann auch noch kommen. Wer weiß schon wie weit Google gehen würde.
Auf jeden Fall sollte man vorsichtig vorgehen und nicht jedes gute Angebot nur des Geldes wegen annehmen. Wenn die eigene Website oder der eigene Blog aus dem Ranking fällt, dann kann das sehr wehtun.
Der Ritchie von datenschmutz.net hat sich der Thematik auch angenommen.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Also ich denke auch nicht, daß es das Ende des Linkhandels ist. Allerdings wird die Anzahl der Linkkäufer stark zurückgehen. Schließlich geht es ja nicht nur um die Pagerankkorrektur alleine . Letztlich wird ja von Google das Problem mit gekauften Links schon angegangen. Letzteres dürfte viele potentielle Linkkäufer doch zumindest zum Nachdenken bringen. In Verbindung mit der Pagerankgeschichte umso mehr.
Ich bin auf jeden Fall für Linkverkäufe, da ich jetzt mal gesehen habe was für einen PR ich hinbrachte. und zwar von unranked auf PR 4. Es war scho eine Menge Arbeit aber jetzt bringt der mir nicht viel ausser einen coolen langen Balken
. Und nutzt man als Blogger die Blogosphäre (Extrem Verlinkung) wird die Linkabstrafung nicht so krasse Ausmasse haben.
Eigentlich müsste eine alternative-Suchmaschine gemacht werden, damit wir mal sagen können “pfff… Google. wer braucht schon google?”
naja..
Ja, das macht schon Spaß. Für ein paar Links setzen, so richtig gute Kohle zu kassieren.
Bei der Umfrage rechts fehlt noch eine Antwortmöglichkeit! Und zwar gar nichts! Trifft sicherlich auf einige zu.
@ gr4y
Das stimmt natürlich. Danke für den Hinweis. Ich teste gerade einen neuen Service. Mit einer wenig Glück kommt dazu morgen ein Trigami-Review.