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Werbeblocker – Heilsbringer oder Teufelszeug
Peer Wandiger - 15 Kommentare - Online-Werbung - Ähnliche Artikel


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Werbeblocker sind in. Es werden immer wieder neue Browser-Plugins veröffentlicht, die mehr oder weniger gut die Werbung auf Websites entfernen. Für viele Internet-Nutzer hört sich das sehr positiv an, doch es gibt auch eine Schattenseite.

Was sind Werbeblocker?

Werbeblocker sind Browser-Plugins oder separate Software-Lösungen, die es ermöglichen Werbeanzeigen auf Websites auszublenden. Den Unterschied kann man schon sehr gut auf “Selbständig im Netz” sehen. Das obere Bild ist mein Blog ohne den Werbeblocker “Adblock Plus”. Das untere Bild mit eingeschaltetem Blocker.

Werbeblocker aus
Werbeblocker an

Wie man sieht, werden nicht alle Werbeanzeigen rausgefiltert. Aber zumindest die AdSense-Anzeige im Text und einer der Werbebuttons in der Seitenspalte wurden entfernt. Die Werbung oben im Header hat ein ungewöhnliches Format und wurde deshalb vielleicht verschont.

Wie genau die Werbeblocker funktionieren, variiert von Software zu Software. So sind z.B. bestimmte Bildformate für Banner etabliert, die dann automatisch ausgeblendet werden. Aber auch die URLs hinter den Bildern einer Website werden analysiert. Kommen da bekannte Werbe-Links vor, wie z.B. “AdSense”, werde diese auch gefiltert.

Einer der ersten bekannte Werbeblocker war “Webwasher”. Seitdem gibt es einige mehr, die teilweise auch besser funktionieren, als der “Adblock Plus”.

Warum nutzen Internet Nutzer Werbeblocker?

Manche Internet-Nutzer halten gar nichts von Werbung im Internet und blockieren generell alle Werbeeinblendungen. Andere haben evtl. Angst vor Schadcode, der in bestimmten Werbeanzeigen versteckt ist oder wollen verhindern, dass sie aus Versehen auf Werbung für zwielichtige Abo-Services oder ähnliches klicken. Und viele Nutzer sind einfach nur genervt von Websites, die mehr Werbung als Inhalt enthalten.

All das sind sicher nachvollziehbare Gründe und ich will hier bestimmt keine Werbeblocker schlecht machen. Ich setze selber Werbeblocker ein. Allerdings nur sehr vereinzelt. So nervt mich z.B. die Giga.de Website. Dort geht bei jedem Seitenaufruf ein neues Popup auf. Das ist weit über meiner Schmerzgrenze.

Ich hasse auch die sogenannte AdLayer. Das sind Flash-“Popups”, die sich über den Content legen, aber keine richtigen Popups sind. Diese werden bei mir durch “Layerblock” aber mehr schlecht als recht gefiltert.

Beeinträchtigt also Werbung mein “Surf-Erlebnis”, so greife ich selber zu solchen Werbeblockern.

Warum sind Werbeblocker problematisch?

Allerdings sind Werbeblocker auch problematisch. Sehr viele Website finanzieren sich mittlerweile über Werbung. Werbeblocker kosten diesen Websites definitiv Einnahmen.

Die Internet-Nutzer sollten sich darüber klar sein, dass sie durch den Einsatz von Werbeblockern die Existenz von Websites gefärden. Viele gute Websites würde ohne Werbeeinnahmen wohl nicht existieren.

Hier liegt es wohl im Ermessen jedes einzelnen, wie viel Werbung für ihn Okay ist. Allerdings befürchte ich, dass der Otto-Normal-Surfer nicht bei jeder Website den Werbeblocker ein- oder ausschalten wird.

Website blockt Firefox

Eine interessante Geschichte hat Golem im Sommer veröffentlicht. Ein Website-Betreiber hat einfach alle Firefox-Browser von seiner Website verbannt und läßt nur Opera, IE und andere Browser rein. Hintergrund ist das Firefox-Plugin “AdblockPlus”, welches ja auch ich verwende.

Natürlich ist diese Aktion keine Lösung, da es solche Plugins auch für andere Browser, aber auch separate Software-Lösungen für solche Zwecke gibt. Es zeigt aber, dass solche Plugins bei vielen Webmastern und Bloggern auf nicht viel Gegenliebe stoßen.

Eure Meinung

Mich würde ja interessieren, was ihr von Werbeblockern haltet. Sind sie eher von Vorteil und doch Gift für Webmaster und Blogger?

Was haltet ihr von Werbeblockern?

Ergebnis anschauen

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Tipps gegen Werbeblocker

Zumindest wenn man selber Werbung auf seinem Blog verkauft, besteht eine gute Chance den Werbeblockern ein Schnippchen zu schlagen. Man sollte normale Links verwenden, die keinen Hinweis auf Werbung zulassen. Zudem sollte man ungewöhnliche Formate anbieten und nicht die üblichen Verdächtigen.

Dann sollten die meisten Blocker die Werbebanner “übersehen”.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
15 Kommentare und Trackbacks zu 'Werbeblocker – Heilsbringer oder Teufelszeug'

Kommentare zu 'Werbeblocker – Heilsbringer oder Teufelszeug' mit RSS

  1. 1 Christoph kommentierte am 27.12.2007 um 21:50 Uhr

    Manche Webseiten übertreiben es einfach. LayerAds und lästige Popups sind einfach nervig. Ein kleiner Banner neben den Content ist okay, aber überdimensionale grelle Anzeigen sind es nicht. Daher ist es kein Wunder, dass die User sich wehren und Werbeblocker einsetzen.

  2. 2 Peer Wandiger kommentierte am 27.12.2007 um 21:59 Uhr

    Sehe ich genauso Christoph. Die Probleme sind hausgemacht. Allerdings werden wohl alle Websites darunter leiden, wenn 10% der Websites es mit Werbung übertreiben.

    Ein selektiver Werbeblocker wäre sicher besser als ein pauschaler.

  3. 3 CountZero kommentierte am 27.12.2007 um 22:16 Uhr

    für adblock und adblock+ gibt es ein addon in form eines filterset updaters. was außerdem die wenigsten nutzer von adblock+ wissen, geschweige denn anwenden, ist die möglichkeit, nicht nur url-abhängig, sondern aufgrund der struktur des html-codes eingebetteter werbung zu blocken (funktioniert perfekt mit den werbetexten auf heise.de, nur so ein beispiel).

    ich nutze adblock+ gnadenlos, und wenn eine website mit firefox partout nicht will, will ich die website nicht, so einfach geht das. wer sich in diesen zeiten browserunabhängiger darstellung seiner inhalte verschließt, hat mich als kunden nicht verdient; ich lasse mir ganz gewiss von keinem dahergelaufenen webmaster vorschreiben, welche browser mit welchen addons ich zu verwenden habe.

    wie viele andere blogger habe auch ich inzwischen ein bißchen werbung auf meinem blog eingebunden. wenn ein teil meiner leser diese mehr oder weniger pfiffig blockiert, who cares? ich sterbe nicht davon, bloggen ist ein hobby in meiner freizeit, nicht mein broterwerb.

    mit penetranten, aufdringlichen und hartnäckigen bannern, layerads und popups hat es die branche sich selbst eingehandelt und schlichtweg nicht anders verdient als geblockt zu werden.

  4. 4 CountZero kommentierte am 27.12.2007 um 22:18 Uhr

    p.s.: dein server ist grad schnarchlahm, ich fühle mich in zeiten von 14.400baud-modems zurückversetzt, daß man jedes eintrudelnde byte per handschlag begrüßen kann.

  5. 5 rankingcloud kommentierte am 27.12.2007 um 22:19 Uhr

    Ich habe mich noch nicht mit solchen PlugIns beschäftigt. Wenn ich mir aber vorstelle, dass alle meine Besucher z.B. die googleAds auf meinen Seiten blocken, dann muss ich die Websites entweder aufgeben oder für die bisher kostenlosen Inhalte irgendwie vom User Geld verlangen. Das will eigentlich niemand.
    Schuld sind die Webmaster, die es einfach mit der Werbung zu weit treiben und ihre Seiten mit Ads zupflastern. Ich meide z.B. Seiten, die mit LayerAds nerven. Trotzdem werde ich keine Blocker einsetzen. Leben und leben lassen.

  6. 6 Max kommentierte am 27.12.2007 um 22:25 Uhr

    ich nutze ebenfalls AdBlockPlus, je nachdem welche Filterlisten man abonniert, kann es sogar vorkommen, dass manche Webseiten kaum noch benutzbar sind, vor allem wenn sie mit Ajax überladen sind. Entweder sieht man gar nichts mehr oder nur reinen Text ohne Funktionen.

    Ich schau mir Webseiten auch mit deaktiviertem ABP an und entscheide dann, ob ich für diese Seiten den Blocker immer aus lasse. Es darf eben nicht ständig blinken und hüpfen, dann kann ich auch mit Werbung leben.

  7. 7 Peer Wandiger kommentierte am 27.12.2007 um 22:33 Uhr

    @ CountZero
    Für eine Menge Leute ist es aber der Broterwerb. Wenn du davon leben müßtest, würdest du es wahrscheinlich etwas anders sehen. Allerdings verstehe ich deinen Standpunkt zu Teil, da mich mache Websites auch nerven.

    Ich zappe auch im TV bei manchen Sendern weg, da die Werbung da einfach zu nervig ist.
    Der große Unterschied ist allerdings, dass ich im TV selektieren kann, was ich zappe. Im Browser wird einfach der Blocker angeschaltet und alles geblockt, auch auf Websites die sehr vorsichtig und rücksichtsvoll werben. Wie ich schon sagte, alle leiden dann darunter. Du bist das beste Beispiel ;-)

    Was die Ladezeiten angeht, du bist heute nicht der erste dem das auffällt. Ich habe mich schon mit meinem Provider in Verbindung gesetzt. Mal schauen was er sagt.

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 27.12.2007 um 22:36 Uhr

    @ rankingcloud
    Ich blockiere schon deswegen wenig, weil ich in der Branche arbeite. Zumindest zum Teil und da interessieren mich gut gemachte Werbeanzeigen.

    Ansonsten sehe ich das auch nach dem Motto “Leben und leben lassen”.

    Ich finde es auch interessant, dass teilweise Fachzeitschriften solche Blocker empfehlen. Würde gern mal deren Gesichtsausdruck sehen, wenn ein Werbeblocker für Print-Magazine entwickelt wird :grin:

  9. 9 gr4y kommentierte am 28.12.2007 um 08:45 Uhr

    Das Thema ist mehr oder weniger schwierig zu beurteilen! Einige Webseiten leben ja von den Werbeanzeigen. Und ich persönlich würde es auch nicht wollen das die Werbung auf meiner Webseite geblockt wird. Die logische Konsequenz wäre dann also das blocken des Browsers!

    Ich persönlich hasse diese AdLayer. Ich habe aber schoneinmal davon gehört das man als “Kunde” der Werbefirma nicht beeinflussen kann ob AdLayer ausgeliefert werden oder nicht.

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 28.12.2007 um 09:42 Uhr

    @gr4y
    Ob man das als Kunde beeinflussen kann, hängt sicher von jeweiligen Anbieter an. Aber i.d.R. hat man schon Einfluss darauf, was geschaltet wird und in welchen Formaten. Wer das komplett an die Werbeagentur raus gibt, muss sich dann nicht beschweren.

    Bei mir bleiben LayerAds und Popups auf jeden Fall draußen.

  11. 11 Sergej kommentierte am 29.12.2007 um 15:16 Uhr

    Hoffentlich war das nicht der Grund, warum seit Neustem unter jedem (wohlgemerkt gekürzten) Feed Werbung erscheint. Wenn schon, dann bitte auch als solche deutlich kennzeichnen, nicht dass einer den Werbelink nicht als solchen wahrnimmt und schon hagelt es Abmahnungen. Nicht gut.

    Heikles Thema: Kennzeichnung von Werbelinks

  12. 12 Peer Wandiger kommentierte am 30.12.2007 um 00:19 Uhr

    Hi Sergej,
    das mit der Werbekennzeichnung ist sicher nicht ohne, da hast du recht.
    Allerdings müsste dann fast jeder Blog dran sein. Sind nicht Trigami-Reviews und verkaufte Links auch Werbung? Und wer kennzeichnet sein Affiliate-Banner oder Textlinks schon als Werbung.

    Ich sehe sehr selten Afiliate-Links die mit “(Partnerlink)” gekennzeichnet sind oder Banner wo drüber “Werbung” steht.

    Aber eigentlich hast du schon recht. Ich werde mal die Tage darüber nachdenken.

  13. 13 Sergej kommentierte am 30.12.2007 um 00:31 Uhr

    “Wer macht es schon?” – da ist natürlich was dran. Trigami wird ja als Rezension gekennzeichnet, da besteht Remo drauf.

    Jemand muss ja als Beispiel dienen und du mit deiner hohen Anzahl an Besuchern bist ideal dafür.

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