Interview – Werbung im eigenen Blog verkaufen

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Die Vermarktung von Werbung im eigenen Blog steht bei mir ganz oben auf der ToDo-Liste. Ich konnt auch schon erste Erfolge verbuchen und plane hier auf jeden Fall weitere Schritte.

Um euch daran teilhaben zu lassen und euch ein paar Tipps zu geben, wird es in Kürze dazu auch den ein oder anderen Artikel geben. Als Einstimmung sozusagen, gibt es heute ein kleines Interview mit Richtie vom Datenschmutz-Blog.

Er war so nett, mir ein paar Fragen zum Thema “Werbeplätze verkaufen” zu beantworten.

1. Wie groß ist der Anteil von selber verkaufter Werbung in deinem Blog an den Gesamteinnahmen?

Bisher noch verschwindend gering, vereinzelt hab ich Bannerschaltungen in 10k Kontingenten verkauft, aber das möchte ich zukünftig gerne ändern, und zwar in erster Linie über fixe Blogsponsoren, siehe hier.

2. Nutzt du eine Ad-Management-Software wie WP-Ads oder OpenAds oder machst du alles von Hand?

Ich nutze sowohl WP-Ads als auch Who Sees Ads? für dynamische Einblendungen und habe vor kurzem aufgrund der besseren und detaillierteren Delivery-Features zusätzlich einen OpenAds Server installiert, den ich zukünftig für Bannerschaltungen benutzen werde.

3. Was hälst du davon, direkt potentielle Werbepartner per eMail zu kontaktieren? Was sollte man da beachten?

Eigentlich gar nix… mir wär’s lieber, wenn potentielle Werbekunden auf mich zukommen. Persönliche Kontakte sind ja okay, aber ansonsten geht’s für mich schon eher in Richtung Spam. Ich habe eine themenaffines Publikum, da wird sich das schon rumsprechen – und ich habe eine Art simples “Partnerprogramm” ins Leben gerufen, bei dem ich für die Vermittlung eine Fixprovision von EUR 100,- bezahlte.

4. Welche Infos sollte man auf einer Seite “Hier werben” den potentiellen Werbekunden angeben (Visits, PageViews, PageRank, Alexa etc.)?

Ich denke, im klassischen Bannermarkt sind immer noch die Uniques und die Pageviews relevant; Alexa zeigt eigentlich nur Trends an. Mit dem Pagerank ist inzwischen jeder Werber vertraut, die Feed-Abonnenten und die Technorati-Werbung anzugeben halte ich durchwegs auch für sinnvoll.

5. Wie kalkulierst Du die Preise für deine Banner, Links und Co.?

Grob orientiert an den Preisen österreichischer Schaltagenturen minus eine 25 bis 50% Agenturprovision.

6. Welche Abrechnungsmodell hast du? Nach TKP oder Monatsfestpreis?

Bei den Bannerschaltungen nach TKP, und bei der neu eingeführten “Sponsorship” – die ich aber erst am 9. Jänner gestartet hab, also *noch* ohne Sponsoren, was ich hoffentlich bald ändern wird – quartalsweise und im Paket mit einem Review am Blog.


7. Ab welchen Besucherzahlen lohnt es sich Werbung auf dem eigenen Blog zu verkaufen?

Kommt sehr stark auf das Thema des Blogs an, bei Spartenseiten durchwegs ab 100 Besuchern am Tag, bei Mainstreamthemen ab etwa 500 – wobei es definitiv an Longtail-Aggregatoren für klassische PV-Modelle mangelt – sowohl Adwords als auch alle Affiliate-Programme laufen ja auch Klick- und/oder Conversion-Basis.


8. Wie rechnest du die Werbung dann mit dem Werbekunden ab? Paypal, Rechnung …?

Ich bin selbständig und stelle meinen Werbekunden eine Firmenrechnung aus, je nach Wunsch mit oder ohne MwSt – für die korrekte Versteuerung ist der Kunde selbst zuständig. Die Bezahlweise ist mir dabei egal – Überweisung, Paypal oder Scheck sind okay.


9. Erfolgt die Bezahlung durch den Kunden vor der Werbeschaltung oder erst danach?

Ausschließlich vorher, selbstverständlich mit Rückerstattungs-Garantie falls die Werbung – aus welchen Gründen auch immer – nicht ausgeliefert werden kann.


10. Dein Geheimtipp zu Vermarktung von Werbung auf dem eigenen Blog?

Interviewfragen beantworten, die sich mit dem Thema “Werbung auf dem eigenen Blog” beschäftigen :-)

Aber im Ernst: Ich setz darauf, dass sich unter den LeserInnen potentielle Werbekunden finden – die Sache mit der Sponsorship ist
für mich ein Betatest, mal sehen, ob das Modell funktioniert.


Fazit

Danke Ritchie, für die Beantwortung meiner Fragen. Wer den Datenschmutz-Blog noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall mal vorbeischauen.

Es ist nicht ganz so einfach Werbung im eigenen Blog zu verkaufen. Man muss auf vieles achten und einige Entscheidungen treffen. So zum Beispiel über den Preis, die Schaltungsmodalitäten (TKP oder Festpreis), Banner-Verwaltung per Software oder von Hand, Rechnungstellung, dem Gewinnen von Werbepartnern etc.

Zu diesen Themen wird es deshalb ab Februar ein paar Artikel geben. Diese beschäftigen sich näher mit den einzelnen Punkten und geben Tipps und auch ein paar Tricks dazu.


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Kommentare

  1. meint

    Interessante Ansätze. Von Vorteil wäre es, wenn es eine Plattform für solch eine Vermarktung für Blogger geben würde.

  2. meint

    @shiven
    da hast du recht. gut umgesetzt ist das nicht.
    soviel kann ich schonmal sagen:
    es wird umfangreiche stats für den jeweiligen Blog sowie einen gut übersichtlichen Marktplatz geben. mehr gibt’s später :grin:

    @peer
    ich komme auf dich zurück sobald die beta startet :wink:

  3. meint

    Interessantes Interview, danke dafür ;)
    Über eine Plattform um Kunden für Werbung im eigenen Blog zu finden, wurde neulich auf dem Blogschrott.net Blog ebenfalls diskutiert – zumindest über das Theorethische und was so eine Plattform leisten muss – nur so nebenbei.

    Gruß Daniel

  4. meint

    Sehr interessantes Interview. Vielen Dank. Werbekunden im eigenen Blog zu bekommen ist gar nicht so einfach. Plattformen gegenüber bin ich sehr kritisch. Schaut Euch doch mal an wie viele Blogger sich bei Trigami um die Aufträge streiten. Irgendwann artet es in Preiskampf aus und sobald Du mal nur 3 Sterne vom Kunden bekommen hast, bekommst Du eh keinen Auftrag mehr.

  5. meint

    @ Paddy
    Das sind gute Punkte. Gerade beim Preiskampf sollte man vorsichtig sein. Auf der anderen Seite ist für Werbende ja gerade der Preis ein Hauptkriterium.

    Wie ich schon bei Trigami angemerkt hatte, muss man mit Qualität-Argumenten arbeiten, sonst geht alles über den Preis.

  6. meint

    Das ist zwar richtig, aber Du kannst Dir die ganze Qualität an die Backe tackern, wenn Du für vorherige Rezensionen kommentarlos nur 2 oder 3 Sterne erhalten hast. Das ist einem Freund und auch mir passiert und seitdem haben wir nicht einen Auftrag mehr erhalten. Wenn ich wollte könnte ich dort einen Auftrag platzieren, Deinem Blog den Zuschlag geben und anschließend nur 2 Sterne. Schon siehst du beim nächsten mal alt aus.

    Aber ich will die Sache auch nicht so schwarz malen ;-)

  7. meint

    Super Artikel, dafür möchte ich doch einfach mal ein ordentliches Danke aussprechen, denn das hast Du mit diesem Interview echt verdient. Für mich ist dieses Thema auch noch ein recht offenes bzw. neues. Aber cool, mal was adequates drüber zu hörn. Dein Blog macht Spass und sehr sinnvoll. Cool!

  8. meint

    Nichts zu Danken Martin. Es freut mich doch, wenn die Artikel gern gelesen werden. Wie gesagt, dazu wird es nächste Woche noch mehr Infos geben.

  9. meint

    Diese Maßnahme ist ja schon recht alt und sehr bekannt. Ich beobachte diese Sache auch nun schon ein wenig und muss sagen, das ich diese Satz am besten bzw. am interessantesten fand “Kommt sehr stark auf das Thema des Blogs an, bei Spartenseiten durchwegs ab 100 Besuchern am Tag, bei Mainstreamthemen ab etwa 500 – wobei es definitiv an Longtail-Aggregatoren für klassische PV-Modelle mangelt – sowohl Adwords als auch alle Affiliate-Programme laufen ja auch Klick- und/oder Conversion-Basis.”

    Wahnsinn ab 100 User lohnt es sich schon. Würde mich ja wundern wenn man da einen überhaupt findet.

    Dennoch ein sehr gutes gelungenes Interview.

    Danke

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