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Ich muss ja zugeben, dass mich der Vorwahl-Kampf in den USA fasziniert. Das mag unter anderem daran liegen, dass endlich die schlimme Zeit unter Bush zu Ende geht und evtl. sogar ein demokratischer PrĂ€sident ins weiĂe Haus einzieht.
Aber ich finde es auch interessant, wie die Kandidaten ihren Wahlkampf betreiben. Man kann dort schon einige Parallelen zum Kampf der SelbstÀndigen um Kunden feststellen.
Deshalb will ich heute mal der Frage nachgehen, was SelbstÀndige aus dem USA-Vorwahlkampf lernen können.
Gibt es Parallelen zur SelbstÀndigkeit
NatĂŒrlich kann man das nicht 1:1 auf die Arbeit eines SelbstĂ€ndigen ĂŒbertragen. Doch ich denke, dass vieles in diesem Wahlkampf so oder Ă€hnlich auch auf SelbstĂ€ndige zutrifft.
Die Kandidaten mĂŒssen um sich herum eine Marke aufbauen, sie mĂŒssen mit Konkurrenz umgehend und sie mĂŒssen möglichst Ihre Zielgruppen erreichen ohne andere Zielgruppen komplett auĂen vor zu lassen.
Insofern Ă€hnelt dieser Vorwahlkampf schon sehr der Aufgabe “Kundengewinnung”, auch wenn es natĂŒrlich auch wichtige Unterschiede gibt, aber dazu spĂ€ter mehr.
Was kann man lernen von Obama, Clinton und Co.
Nicht die Konkurrenz schlecht machen.
Man sollte als SelbstĂ€ndiger nie die Konkurrenz schlecht machen. Das ist einfach kein guter Stil und auch die meisten potentiellen Kunden mögen so etwas nicht. Hillary Clinton muĂte feststellen, dass die teils harte Kritik an Obama nach hinten los gegangen ist. Nun hat das Clinton-Lager seine Strategie geĂ€ndert und die harte Kritik zurĂŒck gefahren.
Wenn Konkurrenten wirklich Schwachstellen haben, die ein potentieller Kunde wissen sollte, bevor ich sich entscheidet, dann sollte man sachlich und ehrlich diese Schwachpunkte nennen. Beweise dafĂŒr wĂ€ren natĂŒrlich ideal, damit es eben nicht als “Runtermachen der Konkurrenz” rĂŒber kommt.
Gute PrÀsentation von Obama
Man kann ja dazu stehen wie man will, aber es ist ein Fakt, dass das “Wie” heutzutage fast wichtiger als das “Was” geworden ist. Die Verpackung entscheidet hĂ€ufiger ĂŒber den Verkauf als der Inhalt.
Barak Obama ist ein Meister der PrĂ€sentation. Er kann sehr gut reden und prĂ€sentiert das “Was” sehr anschaulich und verstĂ€ndlich.
Diese Eigenschaften sollte man auch als SelbstÀndiger beherzigen. Man wird in der Regel immer mit Konkurrenz zu tun haben und viele SelbstÀndige verkaufen auch noch Produkte oder Dienstleistungen, die sich nicht so stark (zumindest in den Augen der potentiellen Kunden) von denen der Konkurrenz unterscheiden.
In solchen Branchen kommt es ganz besonders auf das Wie an. Wie spricht man seine Kunden an? Wie prĂ€sentiert man seine Produkte und Dienstleistungen? Wie unterscheidet man sich vom Wettbewerb, wenn es ĂŒber die Produkte selbst kaum geht?
Moderne Medien
Alle Kandidaten nutzen das Internet extensiv. So hat Barak Obama zum Beispiel eine Community, in der sich seine AnhĂ€nger anmelden können, sich austauschen und auch Punkte bekommen fĂŒr bestimmte AktivitĂ€ten. Gerade die jungen Zielgruppen werden hier vorbildlich eingebunden und bisher haben sich fast 1 Million Menschen auf www.barakobama.com registriert.
NatĂŒrlich gibt es auch Blogs, Podcasts und andere Instrumente des Web 2.0. Und es scheint zu wirken, da gerade die Beteiligung der jungen WĂ€hler höher ist als frĂŒher.
Eine witzige Geschichte ist das Obama Girl, welches bei Youtube erfolgreich wurde. Ob das nun vom Obama-Lager eingefĂ€delt wurde oder einfach von einem Fan, ist am Ende egal. Es hat fĂŒr viel Aufsehen gesorgt.
Die klassische Werbung ist nicht tot, aber es gibt mittlerweile deutlich mehr Möglichkeiten auf potentielle Kunden zu zugehen, als Wahlkampf-Plakate, Àhm ich meine Werbe-Anzeigen. ![]()
VolksnÀhe
Es ist schon Wahnsinn, was die dort an Vor-Ort-Terminen absolvieren. FĂŒr SelbstĂ€ndige soll das nicht heiĂen, dass sie nur unterwegs sein sollen. Aber es ist wichtig, in Kontakt mit möglich Partnern und Kunden zu kommen. Sitzt nicht in eurem BĂŒro rum und wartet auf Kunden.
Geht zu Seminaren, Workshops, Visitenkarten-Parties, meldet euch in Vereinen an, wo viele potentielle Kunden sind, besucht Foren und Websites, die von potentiellen Kunden und Partnern genutzt werden usw.
Was sich nicht fĂŒr SelbstĂ€ndig eignet
Aber es gibt auch Dinge, die man sich meiner Meinung nach nicht von Obama, Clinton und Co. abschauen sollte.
Kundenansprache
In der Politik wird hochtrabender und geschwollener geredet, als das fĂŒr SelbstĂ€ndige empfehlenswert ist.
Als SelbstĂ€ndiger ist es wichtig konkret zu sein und die BedĂŒrfnisse des Einzelnen zu kennen und anzusprechen. Man sollte also genauer und klarer sein, als das Politiker normalerweise sind.
Allerdings ist die Begeisterung, mit der gerade Obama spricht natĂŒrlich auch etwas, was SelbstĂ€ndigen hilft. Wer seine Kunden begeistern kann, hat einen groĂen Vorteil gegenĂŒber der Konkurrenz.
Zielgruppen
Obama, Clinton und Co. mĂŒssen möglichst viele WĂ€hler erreichen. Leider versuchen auch viele SelbstĂ€ndige möglichst alle potentiellen Kunden zu erreichen. Da endet oft damit, dass man kaum jemanden erreicht.
Als SelbstĂ€ndiger sollte man sich auf den einzelne Zielgruppen konzentrieren und fĂŒr diese Zielgruppen das optimale Angebot bereithalten und dies in der optimalen Art prĂ€sentieren. Das bringt viel mehr, als sich zwischen alle StĂŒhle zu setzen.
weitere Erkenntnisse
Das sind also meine Gedanken, die mir beim Anschauen der Wahlkampf-Berichterstattung durch den Kopf gegangen sind.
Was denkt ihr darĂŒber? Seht ihr das Ă€hnlich oder völlig anders?
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









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