Irgendwie bin ich bei Blogparaden immer zu spät dran. Auch diese habe ich schon vor Wochen entdeckt, aber bisher keine Zeit gefunden teilzunehmen. Nun ist sie schon wieder ein paar Woche zu Ende, aber da das Thema ganz interessant ist, möchte ich trotzdem noch teilnehmen.
Das Thema der Blogparade lautet “Webdesign”, wobei sich das ziemlich weitläufig anhört. Allerdings richtet sich diese Blogparade vornehmlich an Blogger und deshalb geht es primär um Blog-Designs und -Themes.
Blogparade “Webdesign”
Wie wichtig ist das Design für Blogs und Websites überhaupt. Schaut man sich einige der erfolgreichsten Websites an, dann kann man sich kaum vorstellen, dass dort dem Webdesign besonders viel Beachtung geschenkt wurde. MySpace, Yahoo, Google, Facebook usw. haben relativ langweilige und teilweise auch wirklich unschöne Layouts. Zumindest nichts, was man nun für einen Design-Preis nominieren würde.
Doch auf der anderen Seite gibt es sicher ein Menge Blogs und Websites, die wirklich hübsch sind und wo das Design den Inhalt gut unterstützt. Damit gleich zur ersten Frage …
1. Wie wichtig ist euch das Design eures Blogs?
Es geht. Ein Blog sollte in meinen Augen den Inhalt an die erste Stelle setzen. Blogs leben von der Information und weniger vom “optischen Erlebnis”. Daher schätze ich eher einfachere, subtilere Layouts bei Blogs.
Es gibt einige Blogs, die ich vom Inhalt her schon lesen würde, wenn denn nicht das Design stören würde. Entweder es ist übertrieben designed und darunter leidet die Übersicht oder es schaut ist wirklich mies aus. Das Ergebnis ist dasselbe.
Zumindest wenn es inhaltlich ähnliche Blogs gibt, kann das Layout schon den Ausschlag geben. Aber ein inhaltlich schlechter Blog wird wohl selten durch ein tolles Design erfolgreich. Deshalb sollte man den Großteil seiner Energie lieber auf den Inhalt konzentrieren.
Gutes Design kann vor allem einen guten ersten Eindruck vermitteln und für einen starken Wiedererkennungseffekt sorgen.
2. Was für Erfahrungen habt ihr mit Webdesign?
Das ich selber, ähm … Webdesigner bin, kann ich auf viel Erfahrung zurückgreifen. Ich mag den Begriff Webdesigner aber nicht, da ich darunter vor allem die Grafikbastler verstehe, die es möglichst hübsch machen wollen, aber von ROI etc. noch nie etwas gehört haben.
Das ist aber nicht meine Art, eine Website zu erstellen. Das Layout ist das Ergebnis der Ziele und Funktionen der Website und soll den Erfolg optimal unterstützen. “Form follows function” sozusagen. Deshalb sind meine Websites und Blogs nicht immer objektiv die schönsten.
3. Habt ihr euer Theme selber erstellt oder benutzt ihr ein free/gekauftes?
Mein Blog-Theme basiert auf einem frei erhältlichen. Allerdings habe ich daran in den letzten 12 Monaten so viel geändert und herumgebastelt, dass kaum noch was vom Original-Theme vorhanden ist.
Freie Themes gibt es wirklich viele und darunter sind auch wirklich viele gute. Das Problem ist dann aber, dass diverse Blogs das selbe Theme verwenden und unter Umständen der Wiedererkennungseffekt verloren geht.
Doch gerade dieser Wiedererkennungseffekt ist sehr wichtig, um in der unüberschaubaren Masse an Blogs nicht unterzugehen.
4. Habt ihr selber Programme wie Photoshop, Fireworks oder GIMP?
GIMP finde ich einfach zu unübersichtlich. Aber das ist wohl einfach Gewöhnungssache. Ich nutze seit vielen Jahren Photoshop (aktuell CS2) und kenne mich damit fast Blind aus. Da hat es jedes andere Programm schwer.
5. Beherrscht ihr CSS? (Wenn ja, wie viel Erfahrung habt ihr damit.)
CSS verwende ich schon sehr lange. Nach meinen ersten Website-Designs auf der Basis von Tabellen, habe ich mit CSS experimentiert. Es war zwar noch lange nicht perfekt, aber nach und nach habe ich immer mehr CSS verwendet.
CSS erleichtert die Erstellung und die Pflege von Layouts schon sehr und es verschlankt zudem den Code, wenn man es denn richtig einsetzt. Wer seine eigenen WordPress-Layouts erstellen oder ändern will, der sollte CSS schon gut können.
Das waren auch schon die Fragen der Blogparade “Webdesign”. Bedenkt man die vielen Blogs, die täglich neu entstehen, ist es wirklich interessant zu sehen, welche Rolle das Design überhaupt spielt.
Es gibt einige Blogger, die extrem viel Wert auf das Layout legen. Aber für noch viel mehr Blogger scheint das Design relativ unwichtig zu sein.
Wie sieht das denn bei euch aus?
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- Webkrauts Umfrage: Webdesign in Deutschland
- Zwischenbericht Blogparade “Offline-Vermarktung von Websites und Blogs”
- Links der Woche – WordPress 2.4, SumaWiki, Web Design Guide und mehr
- Wie und Warum ist das neue Blog-Layout entstanden?
- rechtliche Betrachtung von Content- und Design-Klau
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Hey,
freut mich das du jetzt auch noch mit gemacht hast.
Vielen Dank dafür
Grüße
Olli
was den 1. Punkt angeht, so ist heute Minimalisierung in. gutes Design versteht man als möglichst weniger Komponente, damit es nicht stört.
Allerdings wäre es wohl doch untertrieben, wenn Design einfach nur nicht stören soll. Design kann Inhalte schon sehr überzeugen verkaufen und die Message verstärken. Es sollte nur nicht über dem Inhalt stehen und diesen in den Hintergrund drängen.
Das mag kurzfristig vielleicht funktionieren, aber langfristig sicher nicht.
Wie Du schon sagtest, ein Wiedererkennungswert ist sehr wichtig. Das war auch einer der Gründe, warum ich mir selbst ein Layout erstellt habe. (siehe “Webseiite”)
Inhalt und Aussehen sollten in einem klaren Verhältnis zusammenstehen.
MfG
Denis L.
Denis, dein Layout sieht wirklich nicht schlecht aus. Gefällt mir.