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Google Ad Manager – Das neue Killertool von Google?
18. März 2008 - 19 Kommentare - Peer Wandiger

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Google schlägt mal wieder zu. Fast unbemerkt hat Google ein neues Angebot gelauncht, welches den Werbemarkt erschüttern könnte. Mit dem “Ad Manager” bringt Google eine Lösung auf den Markt, mit der große und kleine Websites Ihre Werbe-Anzeigenplätze managen können.

Ich werfe in diesem Artikel einen ersten Blick auf dieses leider bisher nur für ausgewählte Websites zugängliche Programm. Welche Möglichkeiten eröffnen sich und welche Risiken sind damit evtl. verbunden.

Google stellt Ad Manager vor

Wer bisher Werbung auf der eigenen Website verkaufen wollte, der hatte mehrere Möglichkeiten. Man konnte die Werbebanner einfach in den Code bzw. bei Content Managment Systemen etwas komfortabler in die Website-Bereiche einfügen.

Oder man nutze eines der bestehenden Tool zur Verwaltung von Werbeplätzen. Dafür gibt es sehr einfache Lösungen, wie z.B. für WordPress-Blogs das Plugin WP-Ads. Aber es gibt auch schon sehr gute und umfangreiche OpenSource-Software, wie z.B. OpenX. Natürlich gibt es auch eine Vielzahl an professionellen Lösungen.

Diese Software-Lösungen ermöglichen es, bestimmte Werbeplätze in der eigenen Website oder auf dem eigenen Blog zu definieren und in diesen Bereichen dann nach bestimmten Regeln Werbung anzeigen zu lassen. OpenX ist hier natürlich deutlich ausgereifter als WP-Ads, welches kaum Funktionen bietet, dafür aber deutlich einfacher zu bedienen ist.

Google stößt mit dem Ad Manager nun genau in diesen Bereich vor. Der Ad Manager bietet viele Funktionen, die man von anderen, oft sehr teuren, Software-Lösungen in diesem Bereich gewohnt ist.

Der Google Ad Manager hat aber natürlich den großen Vorteil, dass er auf Google’s Reichweite zurückgreifen kann und damit sofort deutliche Marktanteile gewinnen wird. Doch schauen wir mal genauer auf den Ad Manager und seine Funktionen.

Was ist der Google Ad Manager?

Google Ad Manager
Mit dem Google Ad Manager lassen sich also Werbeplätze verwalten. Das ist auch für Blogger interessant, die Ihren Blog monetarisieren wollen.

Im ersten Schritt definiert man erstmal die Bereiche der Website, wo man Werbeplätze anbieten möchte (siehe Bild). Der Ad Manager erzeugt dann automatisch JavaScript-Code, welchen man an dieser Stelle in den eigenen Website-Code einfügen muss. Das ist eigentlich genauso wie bei AdSense.

Google Ad Manager
In einer Übersicht sieht man dann die einzelnen Werbeplätze. Google analysiert dann die PageView-Zahlen und zeigt diese für die einzelnen Werbeplätze an.

Dabei ist es auch möglich bestimmte Targeting-Kriterien einzusetzen, also z.B. Besucher aus bestimmten Ländern. So kann man bestimmte Werbeangebote definieren, die auch mehrere Werbeplätze beinhalten können.

Die angelegten Werbeangebote kann man dann an werbende Unternehmen verkaufen, denn dies muss man noch immer selber machen. Obwohl auch hier nicht ausgeschlossen ist, dass Google selbst einen entsprechenden Marktplatz aufbauen könnte.

Hat man die Werbeflächen an Werbepartner verkauft, lädt man das Banner des Werbepartners in den Ad Manager hoch und aktiviert diese Werbeschaltung.

Google Ad Manager
Auf Grund der umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten, kann man die Anzeigen sehr gut steuern und so z.B. sowohl zeitlich als auch TKP-bezogene Anzeigen schalten. natürlich ist auch PPC möglich.

Welche Vorteile bietet der Google Ad-Manager?

Richtig interessant wird der Ad Manager vor allen durch 3 Punkte:

  • Einfache Bedienung
    Google hat bereits eine Menge Erfahrungen mit User Interfaces. AdWords, AdSense, Analytics etc. sind gute Beispiele dafür, dass Google es geschafft es hat, solche Tools relativ einfach bedienbar zu machen. Das wird sich natürlich auch beim Ad Manager auszahlen und die Screenshots scheinen das zu bestätigen.
  • Umfangreiche Daten
    Google verfügt mit Analytics über ein sehr gutes Statistik-Tool und auch der Kauf von DoubleClick trägt erste Früchte. Der Ad Manager ist in der Lage sehr viele und sehr genaue Daten zu liefern. So ist es möglich Targeting-Anzeigenplätze zu verkaufen. Also z.B. nach demografischen Kriterien. Das freut die werbenden Unternehmen natürlich sehr.
  • Google-Integration
    Besonders interessant ist auch die Möglichkeit, in noch leeren Werbeplätze Google AdSense einblenden zu lassen. Ebenso kann man performanceorientiert Werbung einblenden. Also AdSense oder andere Werbe-Netzwerke, je nachdem, wo mehr Geld reinkommt.

Wirklich zum Durchbruch wird dem Ad Manager sicher seine Verwandschaft verhelfen. Google hat so viele interessante und mächtige Tools, da kann kaum ein anderer Anbieter mithalten. Und das auch noch zum Nulltarif.
So wird es natürlich auch möglich sein die neuen Video-Anzeigen hiermit zu nutzen.

Alles in allem sieht es so aus, als würde Google mit dem Ad Manager der nächste große Wurf gelingen. Nachdem man mit AdSense so langsam an seine Wachstumsgrenzen stößt, scheint dieser Weg nur logisch.

Chancen und Risiken

Mit dieser Plattform schafft Google ein weiteres sehr attraktives Angebot und man muss wohl kein Prophet sein, um den Erfolg des Ad Managers vorhersagen zu können.

Doch damit gehen neben den Chancen auch Risiken einher. Wir werfen mal einen Blick darauf.

Chancen

  • Neue Wege Geld zu verdienen
    Kleine und mittlere Website konnten sich bisher richtige AdServer-Lösungen nicht leisten. Dies ist nun anders und viele neue Möglichkeiten Geld zu verdienen stehen bereit.
  • Vertrauen
    Googles Software ist zuverlässig. Wenn man Werbetreibenden sagt, man verwaltet die Werbung mit dem Ad Manager von Google, ist bei vielen das Vertrauen in die Korrektheit der Werte vorhanden.
  • für Selbständige
    bietet sich hier neue Geschäftsfelder. Wie sich bisher Selbständige auf AdWords spezialisiert haben und mit den kostenlosen Google-Tools einen Firmenservice angeboten haben, ist dies auch mit dem Ad Manager denkbar.

Risiken

  • Abhängigkeit
    Natürlich begibt man sich damit noch mehr in Anhängigkeit von Google, mit allen negativen Konsequenzen.
  • Datenschutz
    Die Problematik ist bekannt und wird durch den Ad Manager noch verschärft.
  • Vielfalt
    Es wird sicher die ein oder andere AdServer-Lösung sterben. Doch eine gewisse Vielfalt ist notwendig, da sonst die Abhängigkeit noch größer wird.
Fazit

Bei allen Bedenken finde ich den Ad Manager schon sehr faszinierend. Eine professionelle Lösung kostenlos nutzen zu können, wird viele neue Möglichkeiten eröffnen, auch mit kleineren Websites und Blogs Geld zu verdienen.

Wann der Ad Manager für alle frei zugänglich wird, ist noch nicht abzusehen. Man kann sich allerdings schon mal für eine Einladung bewerben.

Was ist eure Meinung zum Ad Manager. Findet ihr einen solche Service nützlich oder ist das immer noch zu viel Aufwand?

Wie wird sich Google 2010 entwickeln?

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Kommentare

19 Kommentare und Trackbacks zu ' Google Ad Manager – Das neue Killertool von Google? '

Kommentare zu 'Google Ad Manager – Das neue Killertool von Google?' mit RSS oder TrackBack abonnieren.

  1. 1 Bernhard kommentierte am 18.03.2008 um 11:22 Uhr

    Klar ist, dass aufgrund der verwandtschaftlichen Verhältnisse eine Massenwirkung erzielt werden wird. Dass der Monopolismus von G. weiterhin ausgebaut wird, ist natürlich fragwürdig. Aber mal ehrlich – wer würde es mit den selben Voraussetzung nicht genau so machen?

  2. 2 Steve kommentierte am 18.03.2008 um 11:39 Uhr

    Hallo Peer,
    ich habe schon einmal das werbefreie Voting-Tool gesehen wie hier bei der Frage “Was haltet ihr vom Google Ad Manager?”… könntest du verraten was das ist? Ist es ein Wordpress-Tool oder frei eingebaut?

    Grüße,
    Steve

  3. 3 Mark Ralea kommentierte am 18.03.2008 um 11:40 Uhr

    Sieht auf jeden Fall sehr spannend aus. Habe bis dato nur mit anderen Lösungen gearbeitet und werde den Ad Manager auf jeden Fall testen.

  4. 4 mj kommentierte am 18.03.2008 um 11:41 Uhr

    Auch wenn mir die Google Strategie manchmal unheimlich vorkommt muss man sagen das alle Google Services wirklich Top sind. Es wird nichts auf die Allgemeinheit losgelassen was nicht wirklich 100% läuft und vor allen Dingen Nutzen für den User bringt. Von daher werde ich ihn sicherlich ausprobieren, auch wenn ich kaum Werbeflächen direkt vermarkte.

  5. 5 Peer Wandiger kommentierte am 18.03.2008 um 11:47 Uhr

    Das Voting-Plugin für WordPress heißt WP-Polls und ist hier erhältlich.

  6. 6 Toni kommentierte am 18.03.2008 um 11:49 Uhr

    Endlich mal wieder erfolgsmedlungen von Google …
    Sehr schöner Artikel, vielen Dank, ich persönlich werde das Toll bestimmt bald nutzen.
    Gruß Toni

  7. 7 Markus kommentierte am 18.03.2008 um 13:13 Uhr

    Also das könnte durchaus ein Tool werden, das einem viel Arbeit abnehmen kann – besonders weil es wohl verschiedene Funktionen (AdServer, AdSense-Übersicht etc.) in sich vereinen wird. Ich bin gespannt – auch wie lange es dauert, bis es denn der Allgemeinheit zur Verfügung steht.

  8. 8 willky kommentierte am 18.03.2008 um 13:23 Uhr

    Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das Tool regen Zuspruch findet. Zumal sich der Ad Manager mit Sicherheit recht nahtlos in die bereits bestehenden Tools und den jeweiligen Google Account integrieren wird. Bezüglich der Reichweite geben ich Dir da absolut recht – man denke nur an die immense Zahl an Adwords- bzw. Adsense-Nutzern, die Google per Mausklick erreichen kann. Der Erfolg des Tools wird aber sicherlich entscheidend von der Qualität, der Bedienbarkeit und den Features abhängen. Man sollte die Entwicklung beim Ad Manager in den nächsten Wochen in jedem Fall im Auge behalten und sich – sofern man nicht zu den Beta-Testern gehört – schon mal für einen Account bewerben – sicher ist sicher!

  9. 9 Badratgeber kommentierte am 18.03.2008 um 15:36 Uhr

    Ich bin hingerissen zwischen Begeisterung und Angst.

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 18.03.2008 um 19:22 Uhr

    Angst lieber Badratgeber? Das ist sicher nicht nötig. Wir sind von so vielen Dingen abhängig, z.B. von Microsoft. > 90% der Leute haben Windows laufen, aber kaum einer hat Angst um seine Daten und seine Privatsphäre, obwohl Microsoft theoretisch damit noch viel mehr anstellen könnte.

  11. 11 Telekonsum kommentierte am 19.03.2008 um 10:15 Uhr

    Mir bereitet es zusehenst Bauchschmerzen, wenn ich sehe, wie Google seine Datenkraske weiter auswirft. Ich setze derzeit OpenX ein und bin von dem Tool mehr als begeistert. So schnell werd ich Google nicht in die Fänge geraten :)

    Niko

  12. 12 Steve kommentierte am 20.03.2008 um 10:09 Uhr

    hi peer,
    wo kann man sich denn für den manager bewerben?

  13. 13 Markus kommentierte am 20.03.2008 um 10:12 Uhr

    @Steve: Ich bin zwar nicht Peer, antworte aber trotzdem mal. Hier kannst Du Dich bewerben:
    http://services.google.com/ads_inquiry/admanager_invitation

  14. 14 picard kommentierte am 20.03.2008 um 18:02 Uhr

    ich nutze schon lange ein ad-system openads/openx und bin damit zufrieden.
    schwierig finde ich dieses nicht, aber google ad manager ist bestimmt noch einfacher ;-)

    testen werde ich ihn bestimmt :razz:

  15. 15 trends kommentierte am 06.04.2008 um 15:07 Uhr

    Die Google-Suche nach einem Voting-Tool hat mich wieder zu Peer geführt! Bringt das Tool Duplicate Content Probleme?
    Zum Ad Manager mit den aufgezeigten Chancen und Risiken, stimme ich voll zu.
    Was Google noch fehlt, sind eine Online-Steuererklärung und eine Online-Depotverwaltung ;-)

  16. 16 Peer Wandiger kommentierte am 06.04.2008 um 17:58 Uhr

    Hi Trends,
    wo genau ist da Duplicate Content im Spiel? Nach was hast du gesucht?

  17. 17 trends kommentierte am 06.04.2008 um 18:26 Uhr

    Frank vom seo-marketing-blog ( http://seo-marketing-blog.de/goatix/wordpress-umfrage-plugin/ ) hatte mit einem Voting-Tool mal Probleme. Deshalb habe ich bei Google nach “Voting-Plugin+Wordpress” gesucht.

  18. 18 Peer Wandiger kommentierte am 06.04.2008 um 20:03 Uhr

    Ich glaube nicht, dass dieses Voting-Tool DC-Probleme verursacht.
    Es wird ja auch im Google Ergebnis der Text aus dem Kommentar 5 angezeigt, so dass das Suchergebnis sicher dadurch zustande kommt und nicht wegen der eigentlichen Umfrage weiter oben.

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