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Wenn ein Auftrag für Selbständige zur Qual wird
Peer Wandiger - 5 Kommentare - Gesundheit, Selbständig - Ähnliche Artikel


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Selbständigkeit ist eigentlich etwas tolles. Man macht in der Regel ein Hobby zum Fulltime-Job.

Dann schaut man auch nicht mehr auf die Uhr und freut sich, wenn das Wochenende endlich vorbei ist und man wieder arbeiten kann. :-)

Doch was ist, wenn aus Spaß und positivem Stress plötzlich Ärger, Druck und negativer Stress wird?
Das ist schon mehr Selbständigen passiert, als man denkt.

Und da Selbständige jeden Monat von neuem für den eigenen Lebensunterhalt sorgen müssen und krank machen da nicht geht, kommen oft auch Existenzängste hinzu.

Wie geht man damit um, wenn “ein Auftrag zur Qual wird”?

positiver und negativer Stress


Selbständige gehen oft weiter an (und über) Ihre Leistungsgrenzen, als das Angestellte tun.

Das kann viele Gründe haben, hängt aber oft auch damit zusammen, dass es vielen Selbständigen schwer fällt abzuschalten.

Während ein Angestellter die Bürotür schließt und dann Feierabend hat, fällt dies vielen Selbständigen schwer.

Solange der Job Spaß macht und die Zusammenarbeit mit den Kunden relativ problemlos verläuft, schlägt sich dieses Arbeitspensum auch nicht negativ nieder.

Doch wenn es dann Ärger gibt und ein Auftrag nicht wie gewünscht läuft, kann das den ein oder anderen Selbständigen aus der Bahn werfen. Ganz besonders, wenn es auch zwischenmenschlich zu großen Problemen kommt.

Da stellt sich dann oft die Frage “Wie werde ich den Auftrag/Kunden wieder los.”

Warum will ich Aufträge wieder loswerden?

Wie schon angedeutet, kann es viele verschiedene Gründe dafür geben, dass man einen Auftrag/Kunden wieder loswerden will.

So kann es sein, dass sich der Auftrag im Nachhinein als wirklich mies herausstellt. Natürlich sollte man das schon vor der Unterschrift unter den Vertrag wissen, aber häufig machen gerade Selbständige recht schnell die Verträge, ohne ausführliches Pflichtenheft etc.

Aber natürlich kann es auch sein, dass man sich verkalkulieren. Auch das sollte nicht passieren, aber es passiert trotzdem.

Persönlich am schlimmsten finde ich es, wenn der Kunde sich im Laufe eines Projektes als sehr unangenehm herausstellt. Da mag man zwar an die Professionalität des Dienstleisters appellieren, aber nicht jeder Selbständige kommt problemlos mit sehr unangenehmen Menschen klar.

Ein anderer Grund könnte auch sein, dass man einfach zu viel Arbeit hat.
Gerade Einzelunternehmer haben oft Probleme die richtige Auslastung zu finden. Entweder man hat zu viel oder zu wenig Arbeit.

Wie kann man Aufträge wieder loswerden.

Dies ist nicht so einfach. In der Regel schließt man als Dienstleister einen Vertrag mit einem Kunden. Der Kunde kann dann auf der Erfüllung des Vertrages bestehen.

Gerade wenn man sich verkalkuliert hat und der Kunde weiß das, wird der Kunde selten von sich aus der Vertragsauflösung zustimmen.

Die folgenden Ideen sind keine rechtliche Beratung. Im Einzelfall sollte man sich mit seinem Anwalt den Vertrag anschauen und die Möglichkeiten besprechen.

  • Informationen sind wichtig. Bevor man ein Angebot macht bzw. einen Vertrag unterschreibt, sollte man soviel wie möglich über den Kunden und den Auftrag in Erfahrung gebracht haben.
  • Man sollte schon bei der Vertragsgestaltung darauf achten, dass die Leistung klar definiert ist und der Kunde nicht im Laufe des Projektes schwammig formulierte Aufträge immer weiter aufbläht.
  • Die eigenen AGBs sind auch dazu da, sich selbst zu schützen. Hier gibt es auch die Möglichkeit, Gründe für eine Vertragsauflösung zu definieren. Das sollte man aber definitiv mit dem eigenen Anwalt besprechen.
  • Um dann aus einem Auftrag herauszukommen, bietet sich als erstes ein einfache “Bitte” an den Kunden an. Wenn man die Gründe nachvollziehbar schildert, dann sind manche Auftraggeber schon bereit den Vertrag aufzulösen.
  • Nichterfüllung ist auch so ein schönes Wort. Im Grunde hat der Kunde das Recht, den Vertrag bei Nichterfüllung zu kündigen. Das kann aber auch nach hinten losgehen, wenn der Kunde Schadensersatz fordert oder ähnliches.
  • Es gibt natürlich auch einen leisen und langsamen Weg. Wenn man anfängt Termine nicht einzuhalten, schlampige Arbeit abliefert und so weiter, kann das den Kunden davon überzeugen, dass es auch in seinem Interesse ist, den Vertrag aufzulösen.
    Diesen Weg würde ich aus mehreren Gründen nicht empfehlen, aber er kann notfalls helfen, den Kunden dazu zu bewegen, der Vertragsauflösung zuzustimmen. Allerdings leidet darunter dann stark das eigene Ansehen und unzufriedene Kunden sind auch sehr mitteilsam.
  • Den meisten Kunden geht es darum, dass das Projekt umgesetzt wird. Daher macht es sich nicht schlecht, wenn man diesen Kunden Alternativen anbietet. Also z.B. ein Angebot einer anderen Firma einholt. Ein Kunde, der eine gangbare Alternative vorgelegt bekommt, ist williger zu gehen.
  • Man kann sich natürlich auch einen Sub nehmen. Gerade wenn man selber einfach überlastet ist, kann man so für Entlastung sorgen. Aber auch ein unangenehmer Auftrag ist so schnell mal vom eigenen Tisch. Allerdings trägt man trotzdem noch die Verantwortung.

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Der beste Tipp

All diese Tricks um einen Auftrag wieder los zu werden sind natürlich nur der letzte Ausweg. Einen Kunden wieder los zu werden sorgt in der Regel für einen Image-Verlust. Unzufriedene Kunden sind auch Multiplikatoren und das spricht sich rum.

Von daher ist es der beste Weg, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Indem man im Vorfeld intensiv eine potentiellen Auftrag prüft und auch den Vertrag entsprechend gestaltet, kann man sich viel Ärger ersparen.

Auch den Auftraggeber sollte man sich genauer anschauen. Kennt man ihn bisher nicht, sollte man auch mal herumhören, ob andere ihn kennen.

Und erst wenn der Auftrag wasserdicht ist und man Vertrauen in den Kunden hat, sollte man sich auf (große) Projekte einlassen.

Was tun gegen Stress?

Ein ausgeruhter und ausgeglichener Selbständiger kommt mit Problemen meist besser klar, als ein eh schon völlig gestresster Selbständiger.

Man sollte als Selbständiger deshalb möglichst früh versuchen, Stress abzubauen. Dazu habe ich in einem Artikel bereits eine Reihe von Tipps zu Stressbewältigung gegeben, die sich jeder Selbständige mal anschauen sollte.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
5 Kommentare und Trackbacks zu 'Wenn ein Auftrag für Selbständige zur Qual wird'

Kommentare zu 'Wenn ein Auftrag für Selbständige zur Qual wird' mit RSS

  1. 1 Peter kommentierte am 27.05.2008 um 13:34 Uhr

    Wichtig ist eine gute Vorbereitung damit es wenig Ausrutscher gibt wo Auftrag im nach hinein zum Reinfall wird.

    Und als Tipp noch an jeden.

    Lasse nie ein Auftrag der im nach hinein als schlecht sich für Euch heraus stellt, durch schlampige Arbeit oder nicht Einhaltung von Termine platzen.

    Wie heißt es doch?

    Gutes wird nur 3 mal weiter gesagt hingegen werden schlechte Erfahrungen meist 30 mal und mehr weiter gegeben…

  2. 2 Réka kommentierte am 28.05.2008 um 11:50 Uhr

    „Wenn der Kunde sich als sehr unangenehm herausstellt“ – ist wirklich ein der schlimmsten Fällen, aber es kann häufig gehandelt werden. Oft hat man mit einem Kunden nicht „objektive” Probleme, sondern sind einfach die Persönlichkeiten und Stile zu verschieden. In diesem Fall lohnt es sich, jemanden, der mit diesem gewissen Kunden besser kommunizieren kann, zu suchen. Das kann ein Mitarbeiter in der eigenen Firma sein (wenn es so was gibt), oder ein anderer Selbständiger, mit dem du vielleicht schon früher zusammen gearbeitet hast.
    Dieser Kollege kann entweder das ganze Projekt übernehmen, oder nur als Kontaktperson funktionieren. In zweitem Fall sollst du die Arbeit im Hintergrund fortsetzen, aber du musst mit dem „unangenehmen“ Kunden nicht so viel sprechen. Natürlich kann eine Kontaktperson Umwege und Missverständnisse in Kommunikation verursachen, aber manchmal ist es effektiver als die direkte Kommunikation zwischen zwei sehr verschiedenen Menschen.

    Wenn die Aufgabe dir nicht gefällt, kannst du höchstwahrscheinlich jemanden, der das Projekt gern übernehmen würde, finden. Entweder kannst du mit diesem Selbständigen einen Vertrag ausarbeiten ? in diesem Fall bleibt die Verantwortung gegenüber den Kunden bei dir. Oder falls der Kunde damit einverstanden ist, kannst du aus der ganzen Sache aussteigen. In beiden Fällen ist es wichtig, dass du „die dritte Person“ kennst und mit gutem Herzen dem Kunden empfehlen kannst.

    Na ja, und Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Je mehr man den Kunden kennt, desto besser kann man einschätzen, ob die gemeinsame Arbeit funktionieren wird. Bei einem neuen Kunden lohnt es sich, zuerst mit kleineren Projekten zu beginnen. Es kann auch nützlich sein, ein großes Projekt in kleinere Phasen einzuteilen, damit beide Seiten mehrere Entscheidungsmöglichkeiten haben.

  3. 3 Kerstin Hoffmann kommentierte am 29.05.2008 um 13:46 Uhr

    Interessante Aspekte des Themas. Ich habe auch gerade einen Beitrag zu genau diesem Thema geschrieben: http://taeglichfrisch.wordpress.com/2008/05/26/nervige-kunden-kicken-oder-pflegen/

  4. 4 Karola kommentierte am 30.05.2008 um 17:29 Uhr

    Eine gute Basis für die Zusammenarbeit mit einem unbekannten Kunden ist ein Dienstvertrag, der meist einen sanfteren Ausstieg ermöglicht als ein Werkvertrag. Auch die Kunden selbst arbeiten oft gerne auf dieser Basis mit neuen Dienstleistern. Sie tragen ja ebenfalls ein Risiko und können bei einem Fehlschlag die Zusammenarbeit schneller beenden.
    Sollte das nicht funktionieren: Ein Werkvertrag mit kleinem Umfang hält zumindest die Qual in Grenzen.

    Übrigens: Ich halte es für eine schlechte Idee, den „leisen und langsamen Weg“ zu beschreiten. Ein schwieriger Auftraggeber ist kein Grund, sich selbst zu einem schlechten Dienstleister zu machen.

  5. 5 Peer Wandiger kommentierte am 30.05.2008 um 17:46 Uhr

    Ja Karola,
    das sehe ich genauso.



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