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Digitale Fotografie Der Meisterkurs – Michael Hennemann
Peer Wandiger - 8 Kommentare - Bücher - Ähnliche Artikel


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Digitalkameras, egal ob Spiegelreflex oder normal, haben sich mittlerweile durchgesetzt. Bilder werden nicht mehr in der Dunkelkammer, sondern am Computer “entwickelt” und bearbeitet.

Viele Hobby-Fotografen haben dabei aber wahrscheinlich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten genutzt, welche die Kameras und die Bildbearbeitung am Computer bieten.

Das Buch Digitale Fotografie Der Meisterkurs* (Kindle-Edition) von Michael Hennemann setzt genau hier an und zeigt, was man alles aus der Digitalfotografie (speziell Spiegelreflexkameras) herausholen kann.

Ich möchte das Buch heute hier vorstellen und klären, ob es sich für Hobby-Fotografen und Selbständige lohnt.

Die Digitale Fotografie

Wer kann sich heute noch vorstellen, Filme in die eigene Kamera einzulegen und nach 24 oder 36 Bildern den Film wieder wechseln zu müssen.

Dabei sind diese Zeiten gar nicht mal so lange her. Doch in den letzten Jahren haben die Digitalkameras den Durchbruch geschafft und sind auch technisch erwachsen geworden. Selbst viele Profi-Fotografen greifen mittlerweile zur “Digicam”.

Doch wie bei den meisten technischen Spielereien, die es heute so gibt, nutzen auch die Besitzer von Digitalkameras die Fähigkeiten derselben nur teilweise aus.

Oft wird die Standardeinstellung und der Autozoom verwendet. Das ist am einfachsten. Für all die anderen Funktionen müsste man ja das dicke Handbuch lesen.

Diese kann auch Michael Hennemann dem Kamera-Besitzer nicht abnehmen, aber er zeigt in seinem Buch (360 Seiten und durchgehend vierfarbig) die praktische Anwendung dieser Kamera-Fähigkeiten.

Inhalt des Buches

Das Buch, welches sich schon an etwas fortgeschrittene Fotografen richtet, setzt sich aus 3 Hauptteilen zusammen:

  • 1) Technisches Know-How für Meisterfotos
  • 2) Workshop für perfekte Fotos
  • 3) Nachbearbeitung im digitalen Fotolabor

Der erste Teil beschäftigt sich vor allem mit den Basics der Digitalfotografie. Es werden die unterschiedlichen Digitalkamera-Typen vorgestellt. Desweiteren wirft der Autor einen Blick auf Objektive und auf nützliches/notwendiges Zubehör. Schön daran ist, dass das Buch sehr aktuell ist und die vorgestellten Modelle auch so im Laden zu haben sind.

Es wird aber auch auf die Grundlagen der Aufnahmetechnik eingegangen. Sehr interessant, auch wenn man schon lange fotografiert. In diesem ersten Teil werden aber auch schon Tipps für bessere Digitalfotos gegeben. Darunter ist nicht viel neues, aber diese Tipps sind eine perfekte Sammlung und manches wusste man vielleicht schon, aber es hilft, das hier nochmal zusammengefasst zu lesen.

Digitale Fotografie Der Meisterkurs
Im zweiten Teil geht es dann in die Praxis. In mehreren Workshops werden unterschiedliche Real Life Situationen durchgegangen und es gibt für alle möglichen Fälle ein paar Tipps.

So gibt es unter dem Punkt “Landschaftsfotografie” Tipps zu “Bergen”, “Wüsten”, “Regen” usw. Die Tipps sind kurz, aber auf den Punkt. Das Buch ist überhaupt sehr praktisch angelegt und verliert sich nicht in irgendwelchen theoretischen Abhandlungen. Sehr angenehm.

Im zweiten Teil gibt es unter anderem auch Tipps für das eigene kleine Fotostudio zu Hause.

Der dritte Teil beschäftigt sich dann mit der Nachbearbeitung der Bilder am Computer. Dabei setzt der Autor auf das kleine Photoshop Elements, welches für diese Zwecke sicher völlig ausreicht.

Schön sind auch die Tipps zu Schwarzweißfotos, auch wenn dieser Teil insgesamt für meinen Geschmack etwas zu kurz ausgefallen ist.

Um ehrlich zu sein gibt es noch einen vierten Teil. Dieser beschäftigt sich mit Archivierung und Präsentation von Bildern. Dieser Abschnitt ist allerdings nicht so wahnsinnig interessant.

Aufmachung

Digitale Fotografie Der Meisterkurs
Die Aufmachung des Buches ist sehr gut. Auch wenn ich mir evtl. ein Hardcover gewünscht hätte, macht schon das Covermotiv Lust auf mehr.

Die Seiten sind sehr lesbar gestaltet und es gibt unzählige Fotos, die auch sehr gut aussehen. Nichts ist schlimmer für ein Fotografie-Buch, als schlechte Bilder.

Die Fotos wecken auf jeden Fall die Lust, die Tipps und Tricks aus dem Buch selber gleich umzusetzen.

Kritik muss ich an dem Farbsystem üben. Jedes Unterkapitel hat seine eigene Farbe. Das macht das Buch sehr bunt und es wäre evtl. besser gewesen nur den Hauptteilen eine eigene Farbe zu geben. Das hätte die ganze Sache evtl. ein wenig übersichtlicher gemacht. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt.

Bonus

Als Bonus gibt es für die Käufer des Buches eine extra Website, von der sich die Leser die Beispielfotos herunter laden können. Dann kann man sofort am Computer die Übungen nachmachen.

Ebenfalls enthalten ist ein Glossar, welches die wichtigsten Begriffe der Digitalen Fotografie behandelt. Auf den insgesamt 4 Seiten können aber nur die wichtigsten Begriffe erläutert werden.

Michael Hennemann

Michael Hennemann ist ausgebildeter fototechnischer Assistent und macht 2 Dinge am liebsten. Er reist gern und fotografiert natürlich. Diese 2 Hobbies hat er auch zum Beruf gemacht und mittlerweile mehrere Bücher zum Thema Reisen und natürlich das hier besprochene Buch veröffentlicht.

Auf seiner Website www.michael-hennemann.de findet man weitere Informationen zu seiner Person.

Fazit

Sehr gut finde ich, dass es immer wieder praktische Tipps gibt, die man einfach und schnell umsetzen kann. Dadurch wird das Buch nicht zur trockenen Lektüre, sondern man legt es immer wieder zur Seite, um das gerade Gelesene zu testen.

Kritik gibt es nur wenig. Der dritte Teil hätte umfangreicher sein können, aber sonst gefällt mir das Buch ausnehmend gut.

Gerade für Selbständige mit einem Shop oder einer Website bietet das Buch sehr viele Möglichkeiten, die Qualität der eigenen Fotos zu erhöhen. Wenn man bedenkt, wie wichtig z.B. Produktfotos mittlerweile bei der Kaufentscheidung sind, dann sollte man sich in diesem Bereich auf jeden Fall weiterbilden.

Für 23,99 Euro gibt es das Kindle-Buch bei Amazon* zu bestellen.

Empfehlenswert.

Review-Zusammenfassung
Reviewer:
Peer Wandiger
Datum:
Artikel:
Digitale Fotografie Der Meisterkurs
Bewertung:
5

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Kommentare
8 Kommentare und Trackbacks zu 'Digitale Fotografie Der Meisterkurs – Michael Hennemann'

Kommentare zu 'Digitale Fotografie Der Meisterkurs – Michael Hennemann' mit RSS

  1. 1 Geldkrieg kommentierte am 28.05.2008 um 10:12 Uhr

    Die zunehmende Verbreitung Digitaler Spiegelreflexkameras und der entsprechenden Lektüre führen zu einer “Gute-Bilder-Inflation”, was grundsätzlich nicht schlecht ist. Aber irgendwie kann inzwischen jeder ein Top-Foto machen. Dadurch sind gute Fotos nichts besonderes mehr. In Zukunft wird wohl immer mehr das Motiv in den Mittelpunkt rücken, um noch den Unterschied zwischen Hobby-Fotograf und Profi erkennen zu können.

  2. 2 Peer Wandiger kommentierte am 28.05.2008 um 10:30 Uhr

    Das kann ich nur bestätigen und deshalb finde ich das Buch auch so gut. Der Motiv steht im Mittelpunkt. Und machen wir uns nichts vor. Auch Fotografieren will gelernt sein und da hilft das Buch auf jeden Fall.

  3. 3 Rata kommentierte am 28.05.2008 um 11:28 Uhr

    Moin!

    Tja, mit „Photographie“ hat das aber alles wenig zu tun :P:cool: Ich nenne das immer „elektronische Abbildungsarbeit“ :lol:
    Gute Photographie ist in erster Linie „Auge und/oder Intuition“.

    Die Kamerainflation wird nie wirklich gute Photographen und ihre „Werke“ schädigen :twisted:, eher das Gegenteil setzt sich durch, weil „Auge und/oder Intuition“ in unserer modernen Zeit immer mehr verkümmern.

    Klarer sehe ich die Gefahr in Photoshop und Konsorten, vergleichbar mit Genmanipulation an Nutzpflanzen :D und Erbgutveränderung am „Durchschnittssäugetier Mensch“ :twisted:

    Ich werde mit meiner hochmodernen CANON® nie Aufnahmen machen können, die ich vor 30 Jahren mit meiner Hasselblad® oder NIKON®-F2 locker zustande brachte.
    Das Gewicht dieser „Frickelboxen mit Chipverstand“ … blond müssten die auf den Markt geworfen werden ! :twisted: … steht dem schon entgegen.

    Als Photodesigner haben mich früher andere und zahlenmäßig weniger Dinge interessiert: Blende, Verschlußzeit, Optik und Film, nebst dessen spezieller Entwicklung.
    Heute: Draufhalten, abdrücken, später gucken, was machbar ist :mrgreen::mrgreen::mrgreen:

    SCNR! :oops::twisted:

    Lieber Gruß
    Rata

  4. 4 Torsten kommentierte am 28.05.2008 um 11:30 Uhr

    Mindestens 1000x wichtiger als die verwendete Kamera und immerhin noch 500x wichtiger als fotografieren zu “können” ist das Auge für das Motiv….sag ich jetzt mal so!
    Wohl dem, der so ein Auge von vornherein sein Eigen nennt – die Anderen können sich mit den richtigen Büchern versuchen, ein solches anzutrainieren. Andreas Feininger ist in dieser Hinsicht ein sehr guter Lehrer.

  5. 5 Peer Wandiger kommentierte am 28.05.2008 um 11:44 Uhr

    Natürlich ist der Person hinter der Kamera am wichtigsten. Man wird auch nicht zum Top-Gitaristen nur weil man die beste Gitarre kauft.

    Allerdings hat Fotografieren, genauso wie fast alles anderes, viel mit Üben, Üben, Üben zu tun.
    Manchen wurde da sicher etwas mehr in die Wiege gelegt. Aber als Meister wurde noch keiner geboren.

    Und aus Büchern kann man viel lernen. Um das Üben kommt man aber natürlich nicht herum.
    Was die “Früher war alles besser”-Aussage betrifft, das gibt es in jedem Bereich. Man muss nur alt genug sein ;-)

  6. 6 Rata kommentierte am 28.05.2008 um 12:08 Uhr

    »Was die “Früher war alles besser”-Aussage betrifft, das gibt es in jedem Bereich. Man muss nur alt genug sein ;) «

    Peer,

    •diese• Aussage habe ich •nicht• gemacht ;)
    Ich sagte nur: früher war das „Photographie“, heute ist das „elektronische Abbildungsarbeit“; wenn Du willst, kannst Du es auch volkstümlicher „Knipsen“ nennen, auf hohem oder weniger hohem Niveau :P

    Übrigens stammt das augenzwinkernde Zitat von Karl Valentin: »Früher war sogar die Zukunft besser.«

    Dein Vergleich mit der Gitarre trifft’s genau, auch da ist vieeeeeeles im Studio „machbar“, was aber wenig mit Musik im ureigenen Sinne zu tun hat.
    Ok, Töne werden auch da “vernehmbar” :P

    Beim Autofahren oder Autorennen dasselbe.
    Ein Juan Manuel Fangio, ein Graham Hill, ein Jim Clark oder ein John Surtees mussten noch „Fahren“ können :P, heute reicht es an sich, eine schnelle Reaktionszeit vorweisen zu können, in der Lage zu sein, den Funksprechverkehr reibungslos zu absolvieren und ein wichtiges Gehabe an den Tag zu legen ;)

    Ich sage eben nicht, daß früher alles “besser” war, sondern ich sage, früher war alles (noch) “anders” :mrgreen: … und – irgendwie – “spannender”, wenn Du weißt, was ich meine. :wink:
    Selbst mit den Mädels war das so :twisted: … weiß ich mich dumpf und dunkel zu erinnern 8)

    Lieber Gruß
    Rata

  7. 7 Felix kommentierte am 28.05.2008 um 12:43 Uhr

    Ein gutes Buch zum Einstieg ist nie falsch. Nur bin ich ebenfalls der Meinung, dass die Zeit besser angelegt ist in praktischer Anwendung – mit dem Gelernten im Hinterkopf. “Üben” / einfach loslegen und ein waches Auge haben. Neugierde und die Jagt nach tollen Motiven.

    Es kommt natürlich immer darauf an, wieso man fotografiert – mit welcher Ambition. Luxus ist daher für mich als Hobbyfotograf, einfach frei und ungezwungen fotografieren zu können / dürfen. Ich habe daher Büchern und Lehrvideos “tschüss” gesagt – Freiheit pur :)

    Viele Grüße und weiter so mit diesem sehr lesenswerten Projekt!

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 28.05.2008 um 13:37 Uhr

    Hi Rata,
    ich verstehe schon was du meinst. Trotzdem habe ich immer ein wenig ein Problem damit, dass heute alles einfacher ist. Mag sein, dass die Rennfahrer von früher weniger Hilfe und deutlich widerspenstigere Autos hatte. Dafür fahren die Autos heute auch doppelt so schnell :-)

    Es verändert sich halt alles, wie du schon sagst. Ich halte die klassische Fotografie nicht für besser oder schlechter als Digi-Fotografie, nur eben anders.

    Das ist so ähnlich wie die Diskussion über LPs und DVDs. Rein objektiv hat beides Vor- und Nachteile, aber jeder der da mitredet hat eben eine subjektive Meinung.

    @ Felix
    Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden und so helfen gute Bücher schon dabei, die Lernkurve zu verkürzen. Dass man dann irgendwann seinen eigenen Stil findet, ist ganz normal.



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