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Stunden-Abrechnung vs. Festpreis
Peer Wandiger - 14 Kommentare - Selbständig - Ähnliche Artikel


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Wenn Selbständige um einen neuen Kunden kämpfen, dann ist ein wichtiger Punkt bei jedem Angebot der Preis.

Denn auch wenn viele andere Faktoren eine Rolle bei der Entscheidung des Kunden für ein Angebot spielen, so ist der Preis doch einer der wichtigsten.

Das jedoch nicht nur von der Höhe her, sondern vor allem auch von der Berechnung. Festpreis oder Abrechnung nach Stunden. Vor dieser Entscheidung stehen viele Selbständige und Existenzgründer.

Ich möchte heute mal einen Blick auf beide Methoden werfen und die Vor- und Nachteile beleuchten.

Die Gretchen-Frage?

Festpreis oder Abrechnung nach Stunden? Das ist eine wichtige Entscheidung, die Selbständige und Existenzgründer treffen müssen.

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile und man sollte sich dessen bewusst sein, bevor man sich entscheidet.

Bezahlung nach Stunden

Eine Variante ist es, ein Projekt nach Aufwand, in dem Fall nach Stunden, abzurechnen. Das bedeutet aber trotzdem, dass man mit dem Kunden den Leistungsumfang festlegt und ihm dann einen geschätzten Stunden-Aufwand nennt.

Allerdings ist der Anbieter nicht an diese Stundenkalkulation gebunden. Am Ende rechnet er die verbrauchten Stunden mal den eigenen Stundensatz. Und es kommt ein mehr oder wenig abweichender Endpreis heraus.

Vorteile:

  • gerechte Entlohnung
    Oft hat der Kunde im Projektverlauf noch Sonderwünsche nach dem Motto: “Das war doch klar, dass das dazugehört.” Dann rechnet man die zusätzliche Zeit einfach ab.
  • flexibler
    Es gibt immer wieder Projekte, wo der Aufwand trotz umfangreicher Planung nur schwer abzuschätzen ist. Da wäre ein Festpreis recht risikoreich.

Nachteile:

  • Kundenunfreundlich
    Diese Abrechnungsform ist sehr Kundenunfreundlich. Wer möchte schon einen Auftrag erteilen, bei dem er die Endkosten nicht genau kennt. Das macht Kunden nervös.
  • Aufwändig
    Als Selbständiger ist es recht aufwendig, minutengenau zu messen, was man für welches Projekt gemacht hat. Das nervt.
  • Unproduktiver
    Die Abrechnung nach Stunden könnte dafür sorgen, dass Dienstleister nicht ganz so produktiv arbeiten, um es mal vorsichtig auszudrücken. Zumindest könnten Kunden dies vermuten und das kann das Vertrauen stören.

Festpreis

Die andere Variante ist die Abrechnung nach Festpreis. Das bedeutet, dass man nach einer möglichst genauen Leistungsspezifikation dem Kunden einen Festpreis für die Umsetzung nennt.

Vorteile:

  • Wenig Aufwand
    Man muss als Dienstleister keine umfangreichen Stundenabrechnung führen. Die Stellung der Rechnung ist sehr einfach.
  • Standardprojekte
    Gerade wenn man Projekte umsetzt, die man schon oft gemacht hat, ist ein Festpreis auch für den Dienstleister eine sichere Angelegenheit
  • Kunden lieben Festpreise
    Kunden lieben es einfach, genau zu wissen, was etwas kostet. Oft entscheiden sie sich für diese “sichere” Variante.

Nachteile:

  • Verkalkuliert
    Natürlich ist es generell das Problem des Dienstleisters, wenn er sich verkalkuliert. Bei einem Festpreis hat man aber weniger Möglichkeiten das noch zu korrigieren.
  • Kunden nutzen das aus
    Festpreise sind für Kunden verlockend. Man kann da noch nachträglich etwas reinschieben und hier auch. Dienstleister müssen da sehr aufmerksam sein und vorher alles ganz klar definieren.
  • Man ist festgelegt
    Kunden tendieren dazu, vorherige Festpreise zu kennen und diese auch zu verlangen. Dabei schauen Sie wenig auf die wirklichen Leistungen, die dahinter stehen.

Es ist eure Entscheidung

Wie ihr sehen könnt, gibt es bei beiden Methoden Vor- und Nachteile. Es kommt ganz darauf an, was für euch am wichtigsten ist und wo ihr Schwerpunkte setzt.

Viele Selbständige wenden auch eine Kombination beider Methoden an. Für einen klar definierten Leistungsumfang wird ein Festpreis vereinbart und für den eher flexiblen Auftragsteil ein Stundensatz.

Davon haben beide etwas und das ist deshalb oft eine sehr gute Lösung.

weitere Informationen

In den beiden folgenden Artikeln habe ich dass Thema Stundensatz schon einmal genauer beleuchtet. Wer also daran interessiert ist, sollte hier weiterlesen:
Welchen Preis sollten Sie verlangen?
Genug zum Leben oder wieviel Geld sollte man verdienen?

Umfrage

Wie haltet ihr es damit? Rechnet ihr eher nach Festpreis ab oder nach Stunden?

Rechnet Ihr nach Festpreis ab oder nach Stunden?

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Kommentare
14 Kommentare und Trackbacks zu 'Stunden-Abrechnung vs. Festpreis'

Kommentare zu 'Stunden-Abrechnung vs. Festpreis' mit RSS

  1. 1 Mark Ralea kommentierte am 12.06.2008 um 09:33 Uhr

    Die Problematik haben ich auch jeden Tag aufs Neue… wobei ich inzwischen eher die Stundenabrechnung anbiete. Habe in der Vergangenheit öfter Probleme mit Auftraggebern gehabt die angefangen haben zusätzliche Leistungen zu fordern ohne es gerecht zu bezahlen.

    Bei der Stundenabrechnung kann man sich einfach ein Zeiterfassungssystem installieren und wirklich nur dann “aktivieren” wenn man für den AUftrag etwas macht. Eine kurze Dokumentation was man wie lange gemacht hat zeigt auch dem Auftraggeber das man ihn nicht “verarschen” will.

  2. 2 Trenschau kommentierte am 12.06.2008 um 10:00 Uhr

    Interessanter Beitrag, ich selbst biete ebenfalls mehrere Varianten an, wobei die Stundenabrechnung für mich auf jeden Fall Priorität hat. Mal ein variables System aus Praxis:

    Standard-Pressetexte sind z.B. gut kalkulierbar, daher Festpreis mit verhältnismäßig geringem Risiko.

    Bei großen Textprojekten wird es schwierig, insb. da die Textmenge vom oft noch nicht feststehenden Layout und Satz abhängt, daher meist Stundenbasis oder Variante mit Festpreis bei Höchststundenzahl.

    Komplettbetreuung von Publikationsprojekten nur noch auf Stundenbasis, sonst kommt ein indischer Stundensatz heraus.

    Geht es nur um Stilistik oder Korrektur, sind Seitenpreise wieder die Norm.

    Also, hängt immer von der Art des Projekts ab…

  3. 3 Peter kommentierte am 12.06.2008 um 10:06 Uhr

    Bei Festpreis ist es wichtig vorher mit den Auftraggeber schriftlich ein genau festgelegte Leistungskatalog fest zulegen. Hier sollten alle Leistungen die im Festpreis drinnen sind, verbindlich aufgeführt werden. Somit kann man bei nachträglich Sonderwünsche, jederzeit diese dann nur gegen Extra Entgelt machen.

    Wer nichts schriftlich fixiert, ist wohl möglich schon verloren wenn der Auftraggeber im nach hinein mit ein kleine Erweiterung daher kommt.

    Noch was wichtiges. Die Auftragnehmer sollten sich nicht unter Wert verkaufen da diese Vorgehen evtl. den ganzen Markt kaputt macht…..

  4. 4 Mark Ralea kommentierte am 12.06.2008 um 10:13 Uhr

    Hallo Peter,

    auch bei Festlegung des Leistungskatalogs kommt der Auftraggeber immer noch mit – für mich ist diese und diese Leistung enthalten. Egal wie genau man das alles macht – der Auftraggeber findet immer noch was…

  5. 5 Nico Schubert kommentierte am 12.06.2008 um 11:19 Uhr

    Wir rechnen nur noch per Stundensatz ab, da es während der Entwicklung ständig zu kunden Gesprächen kommt und dies meist einen unkalkulierbare Faktor in einem Festangebot ist. Denn es gibt Kunden die ständig anrufen und sich nach den aktuellen Stand der Entwicklung informieren und es gibt wieder die Kunden wo man absolut nichts Hört. Des weiteren bin ich der Meinung, das seitdem meine Kunden zufriedener mit den Preisen der Dienstleistungen sind. Die Abrechnung per Stundensatz Erfolg nun seit circa zwei Jahren und es hat sich bis jetzt noch nie ein Kunde diesbezüglich beschwert. Natürlich ist dies auch ein wenig abhängig vom Stundensatz der berechnet wird.

  6. 6 Holger kommentierte am 12.06.2008 um 11:55 Uhr

    Mein Tipp: Tagessatz + verbindliche Anzahl an Tagen + sehr genauen Anforderungskatalog. Damit hat der Kunde einen Festpreis unter dem Strich, ist sich dann aber meist auch gleichzeitig bewußt, was eine Erweiterung des Auftrages kostet. Das selbst ein sehr genau festgelegter Leistungskatalog immer noch zu Unstimmigkeiten führen kann ist verständlich. So minimiert man jedoch die Probleme.
    Auch hilfreich ist hier explizit Leistungen, die nicht vom Angebot umfaßt sind, die aber fäschlicher Weise leicht vom Auftraggeber mit eingerechnet werden könnten, auszuschließen.

  7. 7 Gerhard Zirkel kommentierte am 12.06.2008 um 12:18 Uhr

    Ich biete prinzipiell beides an. Privatkunden bekommen bei mir jedoch immer einen Festpreis, denn ich verkaufe schließlich keine Stunden (gibts mein AA billiger) sondern eine Problemlösung bzw. Sicherheit beim Immobilienkauf und -bau.

    Bei größeren Unternehmen kommt schon mal die Abrechnung nach Stunden in Frage, zumindest dann wenn sich der Aufwand kaum abschätzen lässt. Das wird bei mir aber immer seltener.

    Gerhard Zirkel

  8. 8 Volker Hepp kommentierte am 12.06.2008 um 13:02 Uhr

    Du kannst das aber auch kombinieren, wie Holger schon richtig kombiniert hat. Leistung X kostet nach meiner Erfahrung fix Y und beinhaltet 15 Stunden. Bei Überschreitung berechne ich x,- € pro Stunde dazu. Und wenn das für den Kunden transparent dargestellt wird, ist das Risiko auf beiden Seiten minimal. Gruss, Volker

  9. 9 markus kommentierte am 12.06.2008 um 13:28 Uhr

    @Nico Schubert: Berechnet ihr auch die Stunden die der Kunde Fragen hat, oder Problemfälle besprochen werdet?

  10. 10 Ed P. kommentierte am 12.06.2008 um 23:10 Uhr

    Ich bevorzuge ganz klar die Festpreis-Abrechnung. Da muss man sich eben ein paar Gedanken machen wie lange man für was braucht und das genau mit dem Kunden vereinbaren.
    Wenn man sich gut mit dem Kunden versteht, dann wird er auch nicht versuchen da “noch mehr” herauszuholen. Man muss eben wissen, mit wem man zusammenarbeiten möchte.

  11. 11 Peer Wandiger kommentierte am 13.06.2008 um 13:11 Uhr

    Das Thema scheint ja sehr interessant zu sein. Ich finde die einzelnen Meinungen hier sehr interessant.

    Die Umfrage scheint eine deutliche Mehrheit für den Festpreis zu zeigen. Mich würden dazu noch ein paar Meinungen interessieren.

  12. 12 Wolfgang kommentierte am 14.06.2008 um 20:49 Uhr

    Ich habe beides schon gemacht und ich finde die Gegenüberstellung etwas zu knapp ausgefallen. Hier greifen arbeitsrechtliche Dinge, Gewährleistung und Produkthaftung in extrem unterschiedlicher Form.

    Und wenn der Kunde vermuten muss, dass ich langsam arbeite wenn ich damit Geld verdienen kann ohne zu arbeiten, dann ist er besser beraten, wenn er sich jemand anders sucht. Sorry aber wenn ich ein Auto in die Werkstatt bringe und die langsam schaffen, weil es Stundelohn gibt, dann ist es *viel* gefährlich weil das “langsam” auch die Schlamperei bedingt.

  13. 13 Peer Wandiger kommentierte am 15.06.2008 um 01:13 Uhr

    Für einen Überblick über das Thema ist der Artikel sicher ausreichend. Im Einzelfall spielen da für jeden Selbständigen andere Punkte eine wichtige Rolle.

    Wie schon gezeigt haben beide Varianten Vor- und Nachteile und die Liste da oben im Artikel ist sicher nicht abschließend.

    Und wenn kein Vertrauen zwischen Kunde und Auftragnehmer da ist, sieht es eh schon sehr schlecht aus und man sollte es lassen.

  14. 14 Réka kommentierte am 17.06.2008 um 07:01 Uhr

    „Als Selbständiger ist es recht aufwendig, minutengenau zu messen, was man für welches Projekt gemacht hat. Das nervt.”
    Meiner Meinung nach ist ein solches Messen (wenn nicht ganz minutengenau) jedenfalls nötig. Bei der Stundenabrechnung ist es für den Kunden wichtig, bei dem Festpreis für mich selbst. Ich möchte wissen, wie viel ich für diesen gewissen Preis arbeiten sollte, ob es sich überhaupt lohnte, mich mit diesem Projekt zu beschäftigen.

    Zu einem ausführlichen Anforderungskatalog braucht man auch einen ganz kompetenten Kunden. Ein Kunde, der früher meistens mit Excel-Dateien gearbeitet hat, und jetzt eine kleine maßgeschneiderte Software bestellt, kann wahrscheinlich am Anfang des Projekts nicht genau bestimmen, was er von der neuen Anwendung erwartet. Nachdem er einige Draft-Versionen gesehen hat, beginnt er zu fragen, ob dies oder das noch möglich wäre.



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