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Surfino – Einfach online die eigene Website gestalten
- 14 Kommentare - Peer Wandiger | bezahlte Posts, Selbständig



[Trigami-Review]
Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe.

Selber eine Website zu programmieren oder ein Open Source Content Management System zu installieren ist nicht jedermanns Sache. Und auch WordPress kann nicht so einfach zu einem CMS umgerüstet werden, auch wenn es möglich ist.

Für alle Firmen, die sich mit der Technik und auch mit der Layout-Erstellung eines CMS nicht beschäftigen wollen, hat Surfino nach eigenen Angaben die optimale Lösung.

Schauen wir mal, was da dran ist.

Was ist Surfino

Surfino
Das Baukasten-System von Surfino ermöglicht es Privatpersonen, Vereinen und Firmen in wenigen Schritten eine eigene Website zu erstellen.

Dabei bietet Surfino 3 Tarife an:

  • Im “Kostenlos”-Paket sind 10 Seiten und 10 Bilder enthalten. Zudem einige Module.
  • Das “Profi”-Paket enthält eine unbegrenzte Seitenanzahl und z.B. eine Forum und einen Shop. Es kostet 5,90 Euro / Monat.
  • Das “Exklusiv”-Paket, um das es hier vor allem gehen soll, eignet sich besonders für Firmen. Es bietet zusätzlich die Möglichkeit das Layout dem eigenen Corporate Design anzupassen. Das Paket kostet 19,90 Euro pro Monat.

Bei allen Paketen ist natürlich auch das Hosting und der Traffic inklusive.

Erstellung der eigenen Website

Hat man sich bei Surfino angemeldet, wird man durch 3 Schritte geleitet, in denen man die eigene Website erstmal grundsätzlich erstellt:

Schritt 1) Blogtitel aussuchen
Hier vergibt man seinem Blog einen Titel. Dieser ist wichtig, kann aber später auch noch geändert werden.

Schritt 2) Designvorlage auswählen
Surfino Templates
Surfino bietet derzeit rund 70 Designvorlagen an. In einem kleinen Vorschaubild sieht man das Layout. Die Designvorlagen sind in Ordnung und für viele Themen erhältlich. Manche Designvorlagen sind allerdings auch nicht mehr unbedingt zeitgemäß.

Schritt 3) Seiten anlegen
Dann kann man eine Reihe von Seiten anlegen, die die eigene Website enthalten kann. Aber auch hier kann man natürlich nicht später weitere Seiten hinzufügen oder andere löschen.

Das Surfino-Backend

Surfino Backend
Die Verwaltung der Website erfolgt dann im Surfino-Backend. Hier hat man Zugriff auf alle notwendigen Einstellungen für die eigene Website.

So kann man sich z.B. Hilfe-Videos anschauen, die einem die Funktionsweise des Backends erklären. Das finde ich sehr gut und manch eine Online-Service sollte sich daran ein Beispiel nehmen.

Hier kann man dann natürlich auch die einzelnen Seiten des eigenen Auftrittes mit Texten und Bildern füllen. Der Editor erinnert dabei an WORD und ist sicher von jedem normalen Computernutzer problemlos zu benutzen.

Surfino Editor
Die Pflege und Erweiterung der eigenen Website ist sehr einfach und übersichtlich gelöst.

Natürlich kann man auch eine richtige DE-Domain mit der eigenen Website verknüpfen. Das ist ebenfalls einfach gelöst und sogar inkl. im “Exklusiv”-Paket.

Nur das Hochladen von Bildern ist nicht optimal gelöst. Das hätte ich mir direkt bei der Erstellung des Seitentextes gewünscht.

Das Layout

Im Paket “Exklusiv” ist eine individuelle Gestaltung des eigenen Layouts inklusive. Dazu übermittelt der Kunde seine Designvorstellungen, Wunschfarben und Logo an Surfino. Diese bauen dann ein passenden Layout, welches der Kunde dann mit Inhalten verfüllen kann.

Das hat den großen Vorteil, dass man als Firma einen optisch individuellen Internet-Auftritt erhält und trotzdem auf die einfache Verwaltung der Inhalte in Surfino zurück greifen kann.

Wie die Qualität der individuell erstellten Layouts ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Die Module

Surfino Website
Es gibt eine ganze Reihe von Modulen, die man freischalten kann. Diese sind alle in dem Paket inklusive und kosten also nichts extra.

Zu dem verfügbaren Modulen gehören unter anderen eine “Gästebuch”, “Forum”, “Fotogalerie” und “Besucherzähler”. All diese Module sind mit wenigen Klicks installiert und einsatzbereit.

Das ist wirklich optimal gelöst, zumal die Module auch aktuellen Sicherheitsanforderungen genügen. So besitzen das Gästebuch und das Forum z.B. einen Spamschutz.

Interaktiv macht das “Kommentar”-Modul die einzelnen Seiten des eigenen Internet-Auftrittes. Leider gibt es bisher aber kein Blog-Modul, um die eigene Website mit einer Blog-Fähigkeit auszustatten.

SEO und der Quellcode

Der Quellcode der erzeugten Seiten sieht sauberer aus als das, was WordPress ausgibt. :-)
Allerdings gefällt es mir gar nicht, dass Tabellen für das Layout verwendet werden. Das sorgt doch für sehr viele Tags im Quellcode. CSS wäre hier optimaler.

Bei der Erstellung der einzelnen Seiten kann man neben den eigentlichen Inhalten natürlich auch Meta-Angaben eingeben. Dazu gehören die Keywords und die Description. Das ist gut gelöst.

Problematisch ist der sehr wichtige Title-Tag. Hier wird einfach der (i.d.R. sehr kurze) Seitename plus Blogname eingefügt. Da hätte ich mir noch eine eigene Eingabezeile gewünscht.


Fazit

Surfino ist ein sehr interessantes Angebot. Der Slogan “Der einfachste Weg zur eigenen Homepage” ist durchaus gerechtfertigt. Ob es nun wirklich der einfachste ist, sei mal dahin gestellt. Es ist aber auf jeden Fall ein einfacher Weg.

Der Service ist sehr einfach und zuverlässig zu bedienen, so dass auch Technik-Laien damit klar kommen sollten. Für die Erstellung einer kleinen Firmen-Website ist alles vorhanden, was das Herz begehrt.

Leider fehlt die Möglichkeit, ein Blogmodul mit einzubauen. Zudem eignet sich Surfino wirklich nur für kleine Firmen. Größere Firmen haben individuellere Anforderungen und Ideen, die in einem solchen System nicht umsetzbar sind.

Für KMUs ist Surfino aber eine gute und (relativ) günstige Alternative, auch wenn man gewisse Einschränkungen hinsichtlich der Flexibilität und Individualität hinnehmen muss. Man muss sich dann aber für das “Exklusiv”-Paket entscheiden, da nur damit ein eigenständiges Layout möglich ist.



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Kommentare

14 Kommentare und Trackbacks zu ' Surfino – Einfach online die eigene Website gestalten '

Kommentare zu 'Surfino – Einfach online die eigene Website gestalten' mit RSS

  1. 1 Sebastian kommentierte am 17.06.2008 um 10:34 Uhr

    Also irgendwie hinkt Surfino der Zeit um Jahre hinterher. Das ist wirklich nur etwas für den Klempner von nebenan. Über die Designvorlagen muss man nicht sprechen. Die sind einfach nur schlecht.

    Ich weiß auch nicht, wie man auf der Startseite bei einem so einfachen Layout 14 Warnungen produzieren kann. Der Hammer ist wirklich, dass das Layout noch mit Tabellen gemacht ist. Ist das bei den Layout-Vorlagen auch so? :lol:

    Dann eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten. Das ist bei Hostern zwar üblich, aber man sollte rechnen, ob sich das dann mit dem individuellen Layout noch rechnet. Zumal ich da nicht dran glaube, dass da wirklich was individuelles kommt. Leider bietet man nicht mal Referenzen an. :roll:

    Ich denke, man ist da bei den großen Hostern mit Ihren Webbaukästen erheblich besser aufgehoben. Da läuft zwar auch einiges schief, aber man muss nicht mit einem Layout aus dem Ende der 90er Jahre zufrieden geben.

    Ich finde Surfino einfach nur unterirdisch schlecht. Ich hätte mich nicht für so einen Auftrag hergegeben, selbst wenn du auch etwas kritisch bist. Und du als Webdesigner musst zugeben, dass du privat so einen Dienst niemals empfehlen würdest. Nicht mal Neulingen.

    Sorry, ich bin nur irgendwie gerade wirklich geschockt ein Review über einen solchen Dienst lesen zu müssen. :lol:

  2. 2 Peer Wandiger kommentierte am 17.06.2008 um 11:20 Uhr

    Ich habe den Dienst aus Sicht eines Selbständigen bzw. einer kleinen Firma angeschaut, die technisch nichts mit dem Internet am Hut haben.

    Natürlich hat man mit einem Homepage-Baukasten oder einem Open Source CMS weit mehr Möglichkeiten, aber da muss man sich schon mehr oder weniger auskennen.

    Ich kenne einige kleine Firmen bzw. Selbständige, die diesen Service sicher nutzen würden, da
    a) es Selbständige gibt, die solche Layouts auch schön finden (das kenne ich aus leidvoller Erfahrungen) und
    b) es wirklich einfach zu bedienen ist.

    Und was sind schon 240 Euro für 12 Monate mit (halbwegs) individuellem Layout und Hosting. Dafür würde ich keinen Kunden-Auftrag annehmen.

    Natürlich ist der Services nichts für größere und anspruchsvollere Firmen, aber für kleine Selbständige, die kein Geld für einen Webdesigner ausgeben wollen, mag es eine gangbare Alternative sein.

    Ob ich den Dienst empfehlen würde?
    Natürlich versuche ich, potentielle Kunden davon zu überzeugen, dass gewisse Qualität auch ihren Preis hat. Aber ich nehme zu kleine Aufträge nicht mehr an und da wäre es durchaus eine Alternative.

    Denn was bekommt man denn bei einem Webdesigner, wenn man nur 240 Euro inkl. Hosting ausgeben will?
    Auch nicht mehr (und wahrscheinlich sogar weniger) als bei Surfino.

  3. 3 Juicy kommentierte am 17.06.2008 um 11:48 Uhr

    Ich muss Sebastian da Recht geben. Ein bisschen mehr Kritik hätte ich für objektiver befunden. Aber man tut sich damit schon schwer, kann ich verstehen.

  4. 4 Peer Wandiger kommentierte am 17.06.2008 um 12:05 Uhr

    Würde ich das Angebot so schlecht finden wie Sebastian, würde ich hier gar nicht darüber schreiben.

    Ich finde der Service hat eine Nische, auch wenn ich es als Webdesigner natürlich nie nutzen würde. Aber für die kleine Nageldesignerin an der Ecke, kann es eine Alternative sein.

    Und jetzt mal ganz ehrlich, eine kleine Firma oder einen Selbständigen interessiert es nicht, ob Tabellen für das Layout genommen wurden oder ein paar Warnungen ausgegeben werden. Und ich habe noch nicht gehört, dass Google Websites mit Tabellen-Layouts abstraft.

    Aber ich kann eure Einwände schon verstehen. Als Webdesigner steht man solchen Angeboten natürlich eher ablehnend gegenüber. Und das sicher auch aus guten Gründen.

  5. 5 felix kommentierte am 17.06.2008 um 15:08 Uhr

    wer surfino mag, wird JIMDO lieben. schau dir das mal an.

  6. 6 Sebastian kommentierte am 17.06.2008 um 15:35 Uhr

    Also ich als Kunde würde mich von so einem Design abgeschreckt fühlen. Tut mir leid. Es hat sich viel getan im Internet und auch die Surfer sind andere Designs gewohnt. Wenn ich sowas sehe, würd ich sofort denken, dass die Seite schon uralt ist.

    Google straft Tabellen nicht ab. Aber Begriffe wie Accessability sind nun auch nicht mehr so neu. Ich wünsche Leuten viel Spaß, die sich mit einem Screenreader über solche Seiten quälen müssen. Sorry, aber das geht garnicht. Tabellen sind nicht zum Layouten da, sondern um Daten tabellarisch darzustellen. Wenn man einen solchen Service anbietet, sollte man schon so weit sein.

    Sowas kann man wirklich nur Leuten anbieten, die noch nie etwas Besseres gesehen haben. Aber das könnte ich mit meinem Gewissen einfach nicht vereinbaren. Das ist so, als wenn ich jemanden den Internet Explorer 6 als Top-Browser empfehlen würde.

  7. 7 Peer Wandiger kommentierte am 17.06.2008 um 16:09 Uhr

    Da hast du teilweise sicher recht. Warum nun mit Tabellen gelayoutet wurde und nicht mit CSS, kann ich auch nicht erklären.

    Wie auch immer, der Service scheint, nach eigenen Angaben, ja schon einige Kunden zu haben und ich kenne, wie schon gesagt, auch Leute, die mit Web 2.0 Design nichts anfangen können.

    Ich kann mich unter anderem an einen Fall erinnern, als ich ein paar Design dem Kunden vorstellte und darunter auch 1 m.M.n. mieses Design dazu gepackt habe, um den Unterschied zu demonstrieren. Du kannst ja mal raten, welches Design dem Kunden und seinen Mitarbeitern gefallen hat.

    Mein Marketing-Prof sagte immer, man soll sich nicht zur eigenen Zielgruppe machen. Will heißen, dass es immer andere Geschmäcker gibt.

    @ Felix
    JIMDO sieht gut aus. Man müsste sich das aber nochmal im Detail anschauen.

  8. 8 Carsten kommentierte am 17.06.2008 um 20:16 Uhr

    So, jetzt will ich mal Peer zur Seite stehen :wink:

    1. Über Design-Geschmack lässt sich streiten
    2. die Programmier- Art und Weise interessiert den Kunden nicht
    3. wenn ein Webdesigner solch eine Page extra entwickeln würde, würde das auch nicht billiger werden
    4. Alle wichtigen Module vom Forum bis hin zum Shop sind im Packet drin (soweit ich das erkennen kann), und hey, für einen Laien hört es sich doch toll an, wenn man sogar problemlos Hintergrundmusik einbinden kann :wink:

    Also von daher kann man sich doch über 5,90EUR nicht beklagen (Individualität jetzt mal außen vor gelassen.) Schließlich machen Unternehmer mit dem Ding Geld, und 6 Euro sollten schnell verdient sein, wenn sie die dementsprechenden Produkte anbieten…

  9. 9 felix kommentierte am 18.06.2008 um 09:33 Uhr

    @Peer

    mach das. lohnt sich bestimmt :)

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 18.06.2008 um 09:52 Uhr

    Ich bin mittlerweile in der glücklichen Lage, mir meine Aufträge aussuchen zu können. Wenn dann ein sehr netter Kunde nur eine kleine Website möchte, sage ich auch nicht nein.

    Aber insgesamt muss sich der Aufwand schon lohnen.

  11. 11 Tobias kommentierte am 18.06.2008 um 12:25 Uhr

    Ich hatte vor kurzem auch eine Review zu Surfino gecshrieben. Bei mir ging die Layout-Vorschau nicht, entweder lag es am Browser, bzw. der schlechten Programmierung der Seite, oder sie war einfach noch nicht implementiert.

  12. 12 Carsten kommentierte am 19.06.2008 um 08:39 Uhr

    Mal eine “Offtopic”- Frage: Was für Seiten hast Du denn so bisher programmiert? Könntest Du mal Beispiele geben? Und dann komm ich zur nächsten Frage: Wenn Du selber HPs programmierst, warum nutzt Du dann WordPress? –>Vorteile – Nachteile – würde mich mal interessieren (wäre sonst vielleicht auch ein mögliches Thema für einen Artikel von Dir)

  13. 13 Michael Koren kommentierte am 19.06.2008 um 10:07 Uhr

    Yeah. Mach mir das Brachialdesign.

  14. 14 Peer Wandiger kommentierte am 19.06.2008 um 10:33 Uhr

    Wenn es um eine Brachial-Firma geht ;-)

    Aber wie gesagt, das individuelle Layout kann ich nicht beurteilen. Es bleibt nur zu hoffen, dass man da etwas moderner herangeht.

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