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Werbung im eigenen Blog verkaufen – Teil 3
Peer Wandiger - 14 Kommentare - Blogs, Geld verdienen - Ähnliche Artikel


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Der letzte Teil meiner dreiteiligen Artikel-Serie “Werbung im eigenen Blog verkaufen” beschäftigt sich heute mit dem Thema “Werbe-Kunden finden und behalten”.

Nach all den Vorbereitungen und Planungen, die wir bereits getroffen haben (siehe die ersten beiden Artikel der Serie “Grundlagen und Voraussetzungen” und “Tools und Preise“) ist es nun an der Zeit, Werbe-Kunden zu finden.

Doch wie geht man das am besten an? Firmen direkt anmailen oder doch lieber warten, dass diese von allein kommen.
Hier erfahrt ihr es.

Werbe-Kunden finden

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten Werbekunden für den eigenen Blog zu finden.

Aktive Suche
Das ist einmal der aktive Weg. In dem man auf potentielle Werbekunden zugeht und direkt anfragt, ob diese Werbung schalten möchten, kann man Glück haben.

Allerdings ist es hier wirklich eher selten, dass man Werbekunden findet. Gerade in Deutschland ist die Werbeschaltung in Blogs noch relativ unbekannt bei vielen Firmen. Daher werden viele Firmen mit solch einer Anfrage wahrscheinlich gar nichts anfangen können.

Adressen von potentiellen Werbekunden findet man z.B. indem man die eigenen AdSense-Anzeigen analysiert. Die dort auftauchenden Firmen machen schon Werbung im Internet und sind deshalb auch offener für Blogwerbung.

Ebenfalls eine gute Möglichkeit potentielle Werbekunden zu finden ist Trigami. Indem man hier auf Unternehmen zugeht, die bereits bei Trigami Aufträge gebucht haben, findet man evtl. die ein oder andere interessierte Firma.

Des weiteren kann man in anderen Blogs recherchieren, wer dort so wirbt oder man wendet sich an Firmen, die Affiliate-Programme anbieten.

Natürlich kann man auch die eigenen Leser fragen, ob diese interessierte Unternehmen kennen. So hat es z.B. Robert Basics gemacht. Aber da bin ich eher skeptisch.

Wichtig ist, dass ihr euch eine Mail-Vorlage erstellt, in der die Fakten der “Hier werben”-Seite nochmal kompakt und übersichtlich aufgelistet sind, inkl. Link zur “Hier werben”-Seite.
Achtet aber darauf, dass ihr jede Mail individuell an die jeweilige Firma anpasst. Sonst werden eure Mailanfragen schnell als SPAM betrachtet.

Auf Werbekunden warten
Die meisten Blogs, die Werbung verkaufen, gehen diesen Weg. Durch die Einrichtung der “Hier werben”-Seite finden interessierte Unternehmen schon mal umfangreiche Informationen über die Werbemöglichkeiten auf eurem Blog.
Ist nun jemand an Werbung interessiert, ruft er euch an oder schreibt euch eine Mail.

Dies ist natürlich der Idealfall. Firmen die von sich aus anfragen, haben bereits ein starkes Interesse und man muss dem Unternehmen nichts mehr verkaufen.

Trotzdem solltet ihr nicht einfach so da sitzen und auf Werbekunden warten. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten für mehr interessierte Werbekunden zu sorgen.

Eine interessante Möglichkeit ist es auch, sozusagen von hinten durch die Brust zu gehen.
Knüpft über einen gewissen Zeitraum Kontakte zu Firmen aus der Branche. Sei es wegen einem Interview, einem Gewinnspiel oder ähnlichem.

Hat man den Kontakt erstmal hergestellt und vertieft, ergeben sich manchmal auch Werbepartnerschaften.
Doch man sollte nicht nur warten, sondern möglichst viele Anreize setzen.

Anreize für neue Werbe-Kunden

Mit den folgenden Aktionen kann man für mehr Werbekunden-Anfragen sorgen, ohne direkt auf Unternehmen zu zugehen:

  • In eigenen Artikeln auf bestehende Werbekunden und offene Werbeplätze hinweisen.
  • Rabatte bei längerfristigen Buchungen (3 oder 6 Monate) anbieten.
  • Einen Testmonat zum Sonderpreis anbieten. Danach der normale Preis.
  • Bonus-Links für einen Monat setzen, z.B. einen zusätzlichen Link im RSS-Feed.
  • exklusive Werbeplätze auf bestimmten Seiten oder in bestimmten Bereichen anbieten.
  • Sonderaktionen vor anstehenden Preiserhöhungen bei den eigenen Werbeplätzen (zeitlich begrenzte Angebote!).
  • Haltet die Daten auf eurer “Hier werben”-Seite aktuell. Wenn die Traffic-Daten ein halbes Jahr alt sind, bringt das potentiellen Werbekunden gar nichts.
  • Ein Werbebanner auf einer freien Werbefläche mit dem Hinweis “Hier könnte Ihre Werbung stehen” einbauen.

Werbeoptimierung

Natürlich sollte man auch die Werbeplätze, die man direkt verkauft, optimieren. Dazu sollte man erstmal analysieren, welche Werbeplätze sich besser verkaufen und warum.

  • Was kann ich mit den Werbeplätzen machen, die ich nur schlecht füllen kann?
  • Lohnt es sich, den Werbeplatz an dieser Stelle zu entfernen und an einer anderen Stelle einen neuen Werbeplatz einzubauen?

Doch auch bei der Preisgestaltung sollte man regelmäßig prüfen, ob Änderungen notwendig sind:

  • Wie hoch sind die Klicks auf die einzelnen Kunden-Anzeigen?
  • Wie hoch sind die Besucherzahlen insgesamt? Sind sie gestiegen?
  • Wie hat sich der TKP für den Kunden verändert und sollte ich die Preise anheben?

Ebenso wie bei der Optimierung von AdSense-Anzeigen, muss man auch die verkauften Werbeplätze im Auge behalten.

In meinem Fall ist es z.B. so, dass sich die Besucherzahlen mittlerweile um circa 30% erhöht haben, seit dem ich meine Anzeigenpreise festgelegt habe. Hier wird es also bald mal Zeit, die Anzeigenpreise zu erhöhen.

Werbe-Kunden behalten

Hat man erstmal ein paar Werbekunden gefunden, sollte man versuchen, diese auch längerfristig zu behalten.

Dazu kann man unter anderem die folgenden Methoden einsetzen:

  • Erwähnung in Monatsrückblicken – Treue Werbekunden sollte man ruhig regelmäßig mal loben und sich bedanken.
  • günstigere Preise bleiben erhalten – Wenn man die Preise für Werbeplätze anhebt (weil z.B. die Besucherzahlen gestiegen sind), kann man Bestandskunden noch den ein oder anderen Monat zum alten Preis schenken.
  • Bonus-Monat – Nach einer gewissen Zeit, kann man bestehenden Werbekunden z.B. einen kostenlosen Extra-Link im RSS-Feed für einen Monat spendieren.
  • Verlängerungs-Angebote – Um einen Werbekunden auch weiterhin längerfristig zu binden, kann man spezielle Verlängerungs-Angebote machen.
  • Zuhören – Fragt eure Werbekunden einfach mal, ob sie bisher zufrieden sind und was man noch besser machen könnte.

Es ist eingesamt wichtig, dass man freundlich und fair mit seinen Werbekunden umgeht. Die meisten Werbekunden sind auch fair und zuverlässig. Fällt z.B. der Blog für ein paar Tage wegen Serverproblemen aus, dann sollte man dies auch von selber den Kunden sagen und entsprechend viele Bonus-Werbetage spendieren.

Fazit

Ich finde es effektiver, auf Werbe-Kunden zu warten. Allerdings nicht, indem ich nur rumsitze, sondern möglichst intensiv meine Werbemöglichkeiten vorstelle und die Vorteile einer Werbeschaltung bei mir verdeutliche.

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, Werbekunden zu finden und man sollte es Werbekunden möglichst einfach machen. Also deutlich auf die Werbeflächen hinweisen und auch sofort alle notwendigen Infos, wie Preise, freie Werbeplätze etc., kommunizieren.

Aber es gibt sicher auch Möglichkeiten durch direkten Kontakt Werbeplätze zu verkaufen. Hier sollte man aber aufpassen, dass man nicht die Grenze zum Spamming überschreitet.

Zum Abschluss dieser Artikelserie erscheint morgen noch ein Interview mit Yaro Starak von entrepreneurs-journey.com zu diesem Thema.

Von euch würde ich gerne wissen, ob ihr noch Fragen zu diesem Thema habt, ob irgendetwas unklar ist? Gern beantworte ich eure Fragen dazu in den Kommentaren. Weitere Tipps aus eurer Erfahrung sind natürlich auch willkommen.

Was haltet ihr davon, Werbung in Blogs direkt zu verkaufen?

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Kommentare
14 Kommentare und Trackbacks zu 'Werbung im eigenen Blog verkaufen – Teil 3'

Kommentare zu 'Werbung im eigenen Blog verkaufen – Teil 3' mit RSS

  1. 1 Geldkrieg kommentierte am 19.06.2008 um 11:28 Uhr

    Wie in einem anderen Kommentar schon einmal geschrieben, kann es auch für kleine Blogs sinnvoll sein Werbung direkt zu verkaufen. Zumindest mache ich diese Erfahrung gerade.

    Wie ich festgestellt habe, fangen nun auch andere Blogs ein meine Idee zu übernehmen oder zumindest darüber nachzudenken.

    PS: Möchte nicht schon wieder einen Link zu meinem Artikel dazu setzen (bin ja kein Spammer)…Also schaut mal bei mir vorbei, wie es auch gehen kann :wink:

  2. 2 Domenic kommentierte am 19.06.2008 um 12:40 Uhr

    Ich denke auch, dass man mit kleineren Blogs ebenfalls ordentliche Einnahmen mit Direktvermarktung erzielen kann. Nur ist es bei kleineren Blogs – meiner Meinung nach – effektiver, wenn sie potentielle Kunden anschreiben und den Kunden eine “Investition” schmackhaft machen. Bei größeren Blogs ist es natürlich besser, darauf zu warten, dass die Kunden den ersten Schritt machen. Und wie Du schon sagst, kann man einiges dafür tun, dass Werbepartner auf einen aufmerksam werden.

  3. 3 philslaus kommentierte am 19.06.2008 um 12:41 Uhr

    Eine echt gelungene Artikelserie! Hat mir gut geholfen und ich werde versuchen etwas davon umzusetzten. Ich hab jedoch noch eine Frage: Wie macht man das mit den Links im RSS-Feed? Gibt es dafür ein Plugin?

  4. 4 Peer Wandiger kommentierte am 19.06.2008 um 12:59 Uhr

    Ich verwende dafür das WordPress Plugin Feed Footer.

  5. 5 Peter kommentierte am 19.06.2008 um 14:53 Uhr

    Gute Artikel, mit vielen Praxistipps.

    Wichtig wäre vielleicht noch das die Werbung Themenmäßig zum Blog passt. Vor allen in Bezug auf die Struktur der Leser.

    Ich hätte aber noch ein Frage, Peer,

    Wie viel Werbung “verträgt” ein Blog überhaupt? Vor allen ab wann wird die Menge von Werbung vor allen für Blogleser als störend empfunden?

    .

  6. 6 Juicy kommentierte am 19.06.2008 um 15:10 Uhr

    Und wieviel Leute klicken im Feed auf den Link? Lohnt sich das überhaupt?

  7. 7 Geldkrieg kommentierte am 19.06.2008 um 15:34 Uhr

    Ich denke die Erträglichkeit der Werbung hängt vom Blogthema ab und davon, wie wichtig den Lesern die Informationen aus den Artikeln sind.

    Denn “je wichtiger die Infos wahrgenommen werden, desto mehr ist man bereit dafür Werbung zu ertragen”

    Das erklärt wohl auch warum John Chow immer noch so eine riesen Anzahl an Lesern hat, obwohl er sie mit Werbung zuballert.

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 19.06.2008 um 18:31 Uhr

    @ Geldkrieg
    dass John Chow so viele Leser hat, hat sicher viele Gründe. Ob die “hochwertigen” Artikel der Grund sind. :wink: Naja, hin und wieder sind gute Artikel dabei.

    Was die Wechselwirkung “Qualität” < -> “Werbe-Akzeptanz” angeht, so hast du sicher recht.

    Allerdings spielt auch die Einführung von Werbung eine Rolle. Führt man zu spät Werbung ein, dann kann es zu einem Aufstand der treuen Leser kommen. Dann lieber in einer relativ frühen Phase schon etwas Werbung einführen und die Leser daran gewöhnen.

    @ Juicy
    Das ist eine gute Frage. Wenn die Werbung inhaltlich sehr gut passt und evtl. noch etwas Kostenloses (eBook zum Beispiel) anbietet, dann sind die Klickzahlen sicher nicht schlecht.

    Aber gemessen habe ich es noch nicht.

  9. 9 Geldkrieg kommentierte am 20.06.2008 um 01:00 Uhr

    @Peer: Im Falle von John Chow hast du sicher Recht. Dessen Leser erwarten wohl irgendwann von ihm das Geheimnis seines Erfolges zu erfahren, das ganze zieht dann auch noch das typische Herdenverhalten nach sich….also mehrere Faktoren, dennoch scheinen die Stammleser “werberesistent zu sein :wink:

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 20.06.2008 um 08:28 Uhr

    Ach der alte John,
    der war halt zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. :smile:

    Irgendwann gewöhnen sich die Stammleser wahrscheinlich auch an das Layout inkl. Werbung.

  11. 11 ricarda kommentierte am 20.06.2008 um 11:13 Uhr

    Danke für die ganzen Tipps, die in diesem Artikel enthalten sind, super geschrieben. Hätte nicht gedacht, daß sich so etwas wirklich lohnt..

  12. 12 zeitblueten.com kommentierte am 01.07.2008 um 22:55 Uhr

    Hi Peer,

    wieder mal ein feiner Artikel, danke!
    Was mich noch interessieren würde: Bestehen Werbekunden -laut deiner Erfahrung – auf einen getrackten Link bei der Anzeigenschaltung? Oder sagen sie einfach: das ist eine Seite mit hohem Traffic und da fällt sicher auch für mich was ab.

  13. 13 Peer Wandiger kommentierte am 01.07.2008 um 23:44 Uhr

    Die Kunden sehen ja in den eigenen Website-Stats, wieviele User von meinem Blog gekommen sind.

    Ich messe da nichts.

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