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Als Selbständiger am Ball bleiben – Arbeit und Weiterbildung
14. Juli 2008 - 4 Kommentare - Peer Wandiger

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Der Vladimir von perun.net hat sich für seine aktuelle Blogparade ein sehr interessantes Thema ausgesucht.

Selbständige, aber auch Angestellte, müssen nicht nur arbeiten, um Geld zu verdienen, sondern sie müssen sich auch weiterbilden. Gerade wenn man mit dem Internet zu tun hat, ist ständiges Lernen und Weiterbilden angesagt, sonst bleibt man relativ schnell zurück.

Das Problem, welches sich dabei dann stellt ist: Wie bekommt man die tägliche Arbeit und die Weiterbildung unter einen Hut?

Arbeiten ohne Weiterbildung?

Manch einer wird sich evtl. wundern, wieso hier dem Thema Weiterbildung so viel Aufmerksamkeit eingeräumt wird. Schließlich hat man etwas gelernt und setzt nun dieses Wissen im Beruf um.

Das mag für manche Branche/Jobs auch gelten, doch von immer mehr Menschen wird aktuelles Wissen im Beruf oder in der Selbständigkeit verlangt.

Es ist heute gerade im technischen Bereich nicht mehr möglich, ohne regelmäßige Weiterbildung auf längere Sicht erfolgreich zu sein.

Leider trifft man z.B. immer noch auf IT-Firmen, die ihr Wissen über Webdesign und SEO von vor 5 Jahren an den Mann bringen. Das schadet den Kunden dann oft mehr, als es ihnen hilft.

Doch das bietet auch eine Chance. Wer auf dem aktuellen Stand bleibt, kann allein dadurch einen Wettbewerbsvorteil erlangen. Denn nicht jeder Kunde schaut allein auf das Geld, sondern auch auf das Ergebnis (und die Referenzen).

In meinen Augen geht es ohne Weiterbildung nicht. Die Frage ist nur, wie schaffe ich es neben der Arbeit auch genügend Zeit zum Lernen zu haben.

Wie man sich weiterbildet

Da stellt sich ja erstmal die Frage, wie man sich überhaupt weiterbilden kann. Da sehe ich vor allem die folgenden Möglichkeiten.

theoretisch
Die theoretische Weiterbildung umfasst in meinen Augen alle passiven Lernprozesse. Fachbücher lesen, Blogs lesen, Vorträge hören, Tipps von anderen Selbständigen aufnehmen etc.

Diese passiven Methoden kosten allerdings extra Zeit, da man nicht arbeiten und nebenbei z.B. Lesen kann.

praktisch
Die praktische Weiterbildung ist subtiler und wird von den meisten Selbständigen unbewusst praktiziert.

Bei der täglichen Arbeit trifft man immer wieder auf neue Herausforderungen und löst diese. Das ist auch Weiterbildung und die meisten Selbständigen und Angestellten häufen mit der Zeit sehr viel Erfahrung und praktisches Wissen an.

Lösungen

Die Lösung, damit man als Selbständiger immer am Ball bleibt, ist in meinen Augen dann auch eine Kombination der praktischen und theoretischen Lernmethoden.

So lese ich z.B. immer wenn ich in der Wanne bin oder Abends im Bett ein Fachbuch und bilde mich so weiter. Auch für diesen Blog hier, der mittlerweile nicht nur Zeitvertreib oder Hobby ist, sondern auch Arbeit, lese ich Blogartikel und lerne sehr viel. Da profitiere ich also auch selbst sehr vom Bloggen.

Was meine eigentliche Arbeit, das Webdesign, angeht, so versuche ich immer die kleinen Herausforderungen zu suchen. Warum “kleine Herausforderungen”?

Einerseits will ich von meinen Erfahrungen profitieren und das bedeutet, dass ich Projekte umsetzte, die relativ reibungslos und schnell erledigt sind. Dabei ergibt sich ein optimales Aufwand/Einnahmen-Verhältnis.

Andererseits möchte ich natürlich auch etwas neues lernen. Damit die Arbeit und Recherche aber nicht aus dem Ruder läuft, lasse ich mittlerweile meine Finger von Projekten, die zu weit weg von den Sachen liegen, die ich bereits gemacht habe. Denn da stimmt am Ende das Aufwand/Einnahmen-Verhältnis meist nicht mehr.

Neue Herausforderungen sind wichtig, aber auch diese müssen effektiv umsetzbar sein.

Spezialisierung

Deshalb sehe ich die Spezialisierung auch als gute Möglichkeit, das Thema Weiterbildung zu integrieren. Wer hauptsächlich in seinem Spezialgebiet arbeitet, hat es einfacher in diesem Spezialgebiet auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Wer auf zu vielen Hochzeiten tanzt, wird nicht nur das Problem haben, dass er nicht als Spezialist angesehen wird, er wird auch Probleme haben, in all diesen Themen auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Einpreisung

Natürlich sollte man die eigene Weiterbildung auch mit in seine Preise einfließen lassen. Wenn man pro Woche 5 Stunden für das Lesen von Fachbüchern, Blogs, Seminare etc. veranschlagt, dann sollte man sich diese Zeit von den Kunden auch mit bezahlen lassen.
Das ist nicht immer einfach, aber wichtig.

Meine Tipps in der Zusammenfasssung
  • Ohne Weiterbildung geht es nicht. Man lernt sein ganzes Leben.
  • Spezialisiert euch, da dies die Informationsflut eingrenzt.
  • Nehmt euch regelmäßig Zeit, euch theoretisch weiterzubilden.
  • Mit kleinen Herausforderungen lernt ihr am meisten in kurzer Zeit.
  • Kombiniert eure Arbeit/Projekte mit der Weiterbildung (z.B. ein Blog zu eurem Arbeits-Thema).
  • Lasst die Zeit für eure Weiterbildung in eure Preise einfließen.


Was sind eure Erfahrungen?

Die Blogparade “Als Selbständiger am Ball bleiben” von perun.net läuft noch bis zum 31.Juli. Wenn ihr also eigene Erfahrungen zu diesem Thema beitragen könnt, dann nehmt einfach teil.


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Kommentare

4 Kommentare und Trackbacks zu ' Als Selbständiger am Ball bleiben – Arbeit und Weiterbildung '

Kommentare zu 'Als Selbständiger am Ball bleiben – Arbeit und Weiterbildung' mit RSS oder TrackBack abonnieren.

  1. 1 Henri kommentierte am 14.07.2008 um 14:24 Uhr

    Für mich ist mein Blog auch Weiterbildung. Ich lerne so viel und bringe das Gelernte nur noch in eine schöne Form. :smile:

  2. 2 datenkind kommentierte am 16.07.2008 um 16:39 Uhr

    Weiterbildung habe ich mir seit Beginn meiner Ausbildung auf die Fahnen geschrieben. Jetzt, wo ich kurz vor der Selbstständigkeit stehe, stehe ich immer noch zu meinen Prämissen.
    Das ist ja das wichtige.
    Viele denken: Ausbildung fertig, Hirn voll, ich weiß jetzt alles. Bullshit!

    Wie heißt es so schön: Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

  3. 3 Sandra kommentierte am 16.07.2008 um 16:56 Uhr

    Wie ich schon bei perun geschrieben habe, fängt bei mir in Kürze eine Weiterbildung an, die zwei Jahre dauern wird :shock: Also muss ich meine Arbeit mit der Schule irgendwie unter einen Hut bekommen. Das wird sicherlich nicht ganz einfach, aber es zahlt sich ja auch aus.

    Ansonsten bilde ich mich privat auch ein bisschen weiter. Mein Freund ist Webdesigner und SEO-Spezi. Da bekommt man natürlich auch viel mit und lernt dazu. Das hilft mir auch bei meinem eigenen Blog. Andersrum schnappt er auch viel von meiner Arbeit auf. So haben wir also beide was davon :wink:

  4. 4 Klio kommentierte am 04.09.2008 um 11:25 Uhr

    Wenn auch ziehmlich spät, hab ich ein Zitat gefunden, das die Sache genau trifft.

    Es ist schlimm genug,“ rief Eduard, „dass man jetzt nichts mehr für sein ganzes Leben lernen kann. Unsre Vorfahren hielten sich an den Unterricht, den sie in ihrer Jugend empfangen; wir aber müssen jetzt alle fünf Jahre umlernen, wenn wir nicht ganz aus der Mode kommen wollen.“
    (Goethe, Wahlverwandtschaften)

    Auch ich bilde mich permanent weiter. Gerade im technischen Bereich kommt es regelmäßig zu Neuerungen.
    Ich lese ein Fachbuch meist im Zug, daheim probiere ich das gelesene aus. So sehe ich gleich, wieviel ich behalten habe. :roll:








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