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Blogparade – Zukunft des Internets
- 9 Kommentare - Peer Wandiger | Allgemein, Technik, Selbständig



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SEO-united.de veranstaltet aktuell gerade eine Blogparade.

Darin geht es um das Thema “Internet der Zukunft“.

Es geht also um Visionen für die Zukunft des Netzes. Wie sieht das Internet und unser Leben damit in 5, 10 oder 50 Jahren aus?

Meine Vision …

Das Internet in 5 Jahren

Natürlich wird sich das Internet in den kommenden 5 Jahren weiterentwickeln. Allerdings wird man es noch erkennen können.

Denn auch wenn in den letzten 5 Jahren viel neues im Internet passiert ist, so sind die Basics immer noch die selben.
Und man sieht noch immer sehr viele Websites, die aussehen wie von vor 5 Jahren. :-)

Demzufolge gehe ich davon aus, dass es in den nächsten paar Jahren zwar den ein oder anderen neuen Trend geben wird, aber insgesamt wird sich das Internet nicht so stark von dem unterscheiden, was wir heute kennen.

Ich denke, dass gerade in Deutschland mehr Geld ins Internet gesteckt wird, und Blogger und Website-Besitzer in 5 Jahren mehr mit dem Web verdienen können als heute.

Das Internet in 10 Jahren

Da wird es schon schwieriger. 10 Jahre sind schon ein lange Zeit. Es ist durchaus möglich, dass innerhalb der kommenden 10 Jahre neue Technologien entwickelt, getestet und veröffentlicht werden, die das Internet nicht nur weiterentwickeln, sondern revolutionieren.

Und ganz ehrlich, das wäre auch nötig. Die Technik des Internets gelangt langsam an die Grenzen und mittel- bis langfristig wird sich einiges ändern müssen.

Es wird sicher auch interessant sein zu sehen, wie sich das Internet auf unser aller Leben noch weiter auswirkt. In 10 Jahren sind viele Menschen in Führungspositionen, die mit dem Internet aufgewachsen sind.

Deshalb denke ist, dass das Internet im täglichen Leben, in der Bildung usw. noch mehr Platz einnehmen wird.

Das Internet in 50 Jahren

Kein Ahnung wirklich. Wenn man sieht, wie sehr sich die Technik in den letzten 50 Jahren verändert hat, so kann man davon ausgehen, dass es das Internet in der heutigen Forum nicht mehr geben wird.

Allerdings wird es etwas in der Art natürlich noch geben. Etwas, dass noch mehr Bestandteil unseres Lebens ist, als es heute der Fall ist.

Man kann sicher davon ausgehen, dass auch die Nutzung dieses “Internets” anders sein wird als heute. Sowohl inhaltlich, als auch von der Technik her.

Ich bin jedenfalls gespannt und werde mit dann rund 80 Jahren genau schauen, wie sich das Netz entwickelt hat.

Eure Visionen

Ich finde solche Überlegungen sehr spannend, allerdings weiß ich auch, dass ihr Wert gegen 0 geht.

Wenn man sich die Visionen der letzten Jahrzehnte so anschaut, dann ist das allerwenigste halbwegs so eingetreten wie prognostiziert.

Das Leben ist eben dynamisch und Entwicklungen sind nur in einem relativ kurzen Zeitfenster voraus zu ahnen.



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Kommentare

9 Kommentare und Trackbacks zu ' Blogparade – Zukunft des Internets '

Kommentare zu 'Blogparade – Zukunft des Internets' mit RSS

  1. 1 Henry kommentierte am 24.08.2008 um 21:26 Uhr

    Meine Vision: http://henry-ganschof.de/internet-der-zukunft/ :mrgreen:

  2. 2 Holger kommentierte am 24.08.2008 um 21:32 Uhr

    Ein spannendes Thema :cool:

    Ich bin der Meinung, das man die Frage nach der Zukunft des World Wide Web in 3 Hauptbereiche gliedern kann:

    1. Semantik

    Soziale Netzwerke und Web 2.0 Anwendungen sind nicht nur ein kurzlebiger Trend sondern entwickeln sich permanent und sehr intuitiv weiter. Vorreiter der Weiterentwicklung des Semantic Web sind dabei Global-Leader wie Microsoft (z.B. Technical Summit und Xtopia – Die Trends von Web und Software-Entwicklung), Intel (Visionen von Web und das Mensch-Maschine-Interface im Jahr 2050) sowie die Innovationen des W3C und unzähliger Developer weltweit.

    Visionen von Intel auf der IDF: http://w3projekt.com/visionen-und-reale-zukunft-der-schnittstellen-von-mensch-und-maschine.html

    2. Online Marketing und Online-Medien

    Die Meisten Leser dieses Blogs beschäftigen sich wohl auch mehr oder weniger mit Online-Marketing, egal ob nun selbstständig oder als Startup oder um nebenberuflich Geld im Internet zu verdienen. Was vor wenigen Jahren noch großen Agenturen und finanzstarken Portalen vorbehalten war, lässt sich durch die Webentwicklung durchaus auf einen kleinen Maßstab für das eigene Unternehmen reduzieren. Das Internet öffnet ständig neue Märkte und die Innovationen der Semanik, wie oben beschrieben, lassen schnelle kosteneffizientes Agieren auf diesen neuen Online-Geschäftsfeldern zu.

    Online-Medien sind ein weiterer wichtiger Punkt. Zwar werden print-Medien nicht verschwinden, jedoch verlieren sie mehr und mehr an Bedeutung. Das Web ist deutlich flexibler und Inhalte lassen sich schneller verbreiten und die Masse an Kunden oder Lesern von Publikationen wächst online nachhaltig. Bereits heute zeichnet sich ab, das immer mehr Leute die Nachrichten online lesen, Bankgeschäfte ausschließlich online tätigen und Einkaufen im WWW ist so natürlich wie der Sonnenaufgang. Die ständige Weiterentwicklung von Technologien wie DSL und der PC-Technik sowie Softwareentwicklung tun das Ihre dazu.

    3. Die Menschen vor dem PC als User des Internet

    Letztlich fördern auch die stets steigenden Bedürfnisse der User die Entwicklung des Internet. Ob privat oder geschäftlich spielt das Web mehr und mehr eine tragende Rolle und auch langfristig wird sich daran nichts ändern.

    Viel Text heute aber ich bin mal gespannt auf Meinungen dazu.

    Beste Grüße, Holger

  3. 3 Peer Wandiger kommentierte am 24.08.2008 um 22:46 Uhr

    Also Semantik ist ja schon lange im Gespräch. Ich bin da aber eher skeptisch, weil das Prinzip super, aber in meinen Augen nicht natürlich ist. Es wirkt etwas aufgesetzt und ich denke, dass die Entwicklung “wilder” sein wird, wenn ich das mal so sagen darf. Zumindest werden die schönen Techniker-Träume so in der Form nie Realität werden.

    Was die Online-Medien angeht, so sehe ich hier eher ein Verschmelzung. Die Print-Medien und die dahinter stehenden Verlage werden nicht untergehen, sondern es wird eher eine Verschmelzung mit dem Netz geben. Auch hier werden sich neue Wege herausbilden und alte wegfallen, wie es auch schon früher war.

    Doch das heißt nicht, dass das gedruckte Wort damit verschwindet. Das wird nun schon seit langer Zeit gepredigt. Aber bis jemand einen Roman auf einen Bildschirm ließt wird es noch eine ganze Weile dauern.

    Allerdings wird mir viel zu viel über Technik diskutiert. Die Leute nutzen nicht die Technik um der Technik willen. Es ging schon immer um die Inhalte und darum wird es auch in Zukunft gehen. Da ist die Technik-Frage in meinen Augen fast zweitrangig.

  4. 4 Holger kommentierte am 24.08.2008 um 23:14 Uhr

    Peer aus Sicht eines “normalen” Internet-Nutzers – also der geliebte und begehrte User – stimme ich dir zu. Der normale User von Google wird sich in den seltendsten Fällen Gedanken darüber machen, welche technischen Abläufe im Hintergrund ablaufen. Selbigen gilt für einen Online-Einkauf bei Amazon oder das Lesen eines RSS-Feeds oder der aktuellen Nachrichten seiner bevorzugten journalistischen Publikationen im Internet … muss der User aber ansich auch nicht wissen oder?

    Selbst die Mehrheit der Blogger und Webmaster wissen nicht wirklich viel über das, was eigentlich technisch gesehen abläuft, obwohl es hier sinnvoll wäre, weil diese die Technik ja zum eigenen Vorteil nutzen :roll:

    Das Semantic Web ist viel mehr als eine Phrase, es geht um die Relation und die Verschmelzung von Daten und Bedürfnis, Darstellung und Information.

    Sicher, die Empfehlungen des W3C sind teils noch sehr visionär und Taxonomie, Ontologie sowie elektronische Vernetzung als “Internet der Dinge” stehen noch ganz am Anfang. Dennoch ist Semantik kein Trend sondern eine Entwicklung, welche ja zum Beispiel auch von den Entwicklern von WordPress oder Drupal als kollaborative Software zur Umsetzung von semantischen Webinhalten fungieren. Und selbst Google, egal wie man über den Primus denkt, ist zweifelsohne einer der Vorreiter des Internet und dessen Zukunft, was unter anderem der “Summer of Code” aufzeigt.

    Natürlich ist vieles visionär und sehr technisch, aber die leute gehen mit der zeit und nicht grundlos sind heute Home-Entertainment, Internet on TV, audiovisuelle Kommunikation und die sozialen Netze so begehrt und beliebt.

  5. 5 Maxi kommentierte am 25.08.2008 um 00:00 Uhr

    Bevor weiterentwickelt wird sollte erst Gleichheit geschaffen werden. 50% der Inhalte im Internet können von gezwungenen ISDN Nutzern fast, bis gar nicht benutzt werden.

  6. 6 Holger kommentierte am 25.08.2008 um 00:27 Uhr

    @Maxi

    genau das ist es, was die Semantik beinhaltet: Webinhalte für jede Art von Kommunikation zu ermöglichen. Egal ob ISDN Zugang oder mobiles Internet via Smartphone oder iPhone usw..

    Genau dort ist jedoch die technische Seite gefragt. Deutschland gibt sich zwar gerne als fortschrittliches Land, jedoch versagt die Politik und die Industrie an weltoffenen Szenarien wie das Internet alleine schon am Zugang. Grund hierfür sind die zutiefst bürokratischen Regularien des Staates und fehlende Flexibilität von Unternehmen in “Good Old Germany”.
    Zumindest zeichnen sich auch für bislang nicht erschlossene DSL-Gebiete Alternativen durch Richtfunk, WI-Fi, Wimax und mobile-Internet ab. Zwar hat die Telekom angekündigt, das die Anzahl der DSL-verteiler reduziert werden soll, gleichsam gab es aber Presseinformationen, das grade ländliche und bisher unerschlossene Zonen gefördert werden sollen.
    Zwar ist das ein ganz anderes Thema und wiederum sehr technisch, aber alle Bemühungen um eine Zukunft des (und im) Web sind nahezu belanglosm wenn es zumindest in Deutschland bereits am ansich simplen Zugang scheitert.

    Hier ist wiederum Semantik gefragt: denn diese strebt ja unter anderem so genannte “Clean Codes” an, welche die Zugänglichkeit (auch barreierfreies Internet) und Minimierung der Ladezeit von Webinhalten an.

  7. 7 Maxi kommentierte am 25.08.2008 um 00:59 Uhr

    Danke für deine Antwort Holger. Ich habe Semantik heute zum ersten Mal gehört und nun verstehe ich auch was damit gemeint ist.

    Was meine eigenen Worte nicht besser treffen könnte ist dieser Satz: Grund hierfür sind die zutiefst bürokratischen Regularien des Staates und fehlende Flexibilität von Unternehmen in “Good Old Germany”.

    Ich weiß nicht ob die Politik überhaupt etwas unternimmt (gesagt wird vieles) aber hier sollte definitiv etwas mehr Mühe reingesteckt werden.

    Wir haben in unserem kleinen Dorf alles mögliche versucht. Auch haben wir extra eine Internetseite eingerichtet und Flyer verteilt das jeder sich eintragen Möge der DSL möchte. (http://www.dsl-in-lippertsreute.de.vu/)

    Mehr als 166 sind es nicht geworden und können es auch nicht werden. Die Telekom hat versprochen die Unterschriftenliste zu bearbeiten was sie auch getan hat. Leider war die Antwort, dass es wirtschaftlich nicht profitabel ist… das ist der Grund weshalb ich von der Privatisierung der Telekom nichts halte. Wir benutzen das Internet nun über den Mobilfunk was besser ist aber trotzdem kein DSL ist.

    Sorry wegen diesem kompletten am Thema vorbeischreiben, aber ich find es toll das dieses Thema mal angeschnitten wurde und das musste ich schreiben – nicht das wir komplett vergessen werden :neutral:

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 25.08.2008 um 08:11 Uhr

    Tja, daran sieht man, das der Markt nicht alles regelt. Bestimmte Grundversorgungsangebote sollten einfach nicht privatisiert werden. Das sieht man auch z.B. an der Bahn.
    Das ist aber kein Vorwurf an die T-Com. Man hat ein Privat-Unternehmen daraus gemacht, welches nun auch so handelt.

    Es soll ja aber nun Geld zur Verfügung gestellt werden, um auch kleine Orte an das DSL-Netz anzuschließen. Mal schauen, ob ihr davon profitiert.

  9. 9 Peter kommentierte am 25.08.2008 um 09:29 Uhr

    Zur Weiterentwicklung vom Internet.

    Ich schätze das vor allen die User verstärkt darauf Einfluss haben werden auf Inhalte im Internet.

    Zur DSL Versorgung in D.

    Schon heute können über 80% der Haushalte mit DSL versorgt werden (zumindest DSL 1000). Weitere 10% der Haushalte könnten mit Investitionen ins Netz (man schätz rund 700 Millionen Euro) auch DSL bekommen.

    Für den Rest (rund 10%) wird man andere Lösungen finden müssen, die es zum teil schon gibt (Funk Richtstrecken,etc.).

    Machbar ist viel, es kommt nur darauf an das sowohl die öffentliche Hand es will, aber auch das die möglichen User in “die DSL Pampa” auch bereit wäre ein paar Euro pro Kopf aus eigene Tasche zu zahlen….



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