Don’t make me think – Das beste Webdesign-Buch?

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Dieses Buch hatte ich schon lange auf meiner ToDo-Liste. Don’t make me think* von Steve Krug.

Doch irgendwie hat mich der Begriff “Usability” immer davon abgehalten. Ich habe sehr viel positives über das Buch gehört, aber andere Bücher hatten einfach mehr Sexappeal. ;-)

Nun habe ich es mir endlich mal vorgenommen und in kürzester Zeit durchgelesen.
Und was soll ich sagen, ich bin begeistert.

Don’t make me think – Web Usability

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Das hört sich im ersten Moment nicht sehr spannend an. Web Usability ist nicht gerade ein Web 2.0 Trend Thema.

Doch dieses Buch ist ein Must Have für jeden, der Websites, Blogs, Shops etc. designed.

In insgesamt 12 Kapiteln auf 200 Seiten lässt uns Usability-Experte Steve Krug an seinen jahrelangen Erfahrungen als Usability-Berater teilhaben.

Dabei geht er in jedem Kapitel auf spezielle Probleme oder Herausforderungen ein, denen sich ein Webdesigner gegenüber sehen kann.

Er erläutert z.B. wie User das Web nutzen, wie falsch Firmen und ihre Designer oft denken, wie einfach und günstig man Usability-Tests durchführen kann, wie man langwierige Debatten im Designteam verhindert usw.

Das 12. Kapitel gibt sogar denen Munition in die Hand, die von Ihrem Chef zu unsinnigen Webdesign-Entscheidungen gezwungen werden.

Auf Grund der Kürze des Buches, welche durchaus beabsichtigt ist, da Steve auch im Web für kurze und klare Texte eintritt, habe ich das Buch in wenigen Tagen gelesen.

Das Buch ist für Praktiker, die keine Zeit haben, sich ewig lang in die Thematik einzuarbeiten. Es soll schnell und einfach die wichtigsten Dinge über Usability lehren.

Der Schreibstil und das Layout


Neben den Inhalten macht vor allem der Schreibstil das Lesen zum vergnügen.

Steve hat eine lockere und sehr sympatische Art die Sachverhalte zu erklären, ohne dabei zu technisch zu werden.

Man hat fast das Gefühl, er sitzt einem gegenüber und erzählt einem diese Dinge.

Das Layout ist ebenso sehr gelungen. Klar, einfach und schön sind die Kapitel gestaltet und auch die Illustrationen unterstützen die Informationen optimal.

Wirklich toll ist, dass Steve zu fast allen seinen Ausführungen Beispiele aus seinem Erfahrungsschatz beisteuern kann. Das macht die ganze Sache viel verständlicher.

Hier muss ich allerdings auch den einzigen Kritikpunkt anbringen. Die Beispiele sind, für Internet-Verhältnisse, teilweise uralt.

So werden z.B. Website-Designs von 2000 als Beispiele aufgeführt. Da hätte ich mir in dieser 2. Auflage aus dem Jahr 2005 zumindest etwas aktuellere Beispiele gewünscht.

Das macht aber eigentlich auch nichts, denn die Aussagen, Tipps und Hilfestellungen sind zeitlos. Und damit wird das Buch auch noch in 5 oder 10 Jahren aktuell sein.

Keine Patentlösungen

Wer schnell Lösungen und die “10 Schritte zur optimalen Usability” sucht, ist mit dem Buch falsch beraten.

Steve präsentiert hier keine schnellen Abkürzungen, sondern universelle Wahrheiten. Wer sich die Tipps und Erkenntnisse aus diesem Buch aneignet, der kann seine Websites nutzerfreundlich gestalten, egal welcher Designtrend gerade angesagt ist.

Alle Aussage von Steve sind so einleuchtend und nachvollziehbar, so dass man schon nach dem einmaligen Lesen des Buches ein besserer Web-Designer ist.

Die Basis guten Designs

Der Autor legt mit seinen Kapiteln die Basis guten Designs. Und das sind nicht die aktuellen Trends oder angesagten Techniken. Er sagt nicht “Nimm lieber das Element A, statt dem Element B”.

Es ist die “Funktionsweise” der User, welche sich nicht ändert, egal was gerade für Web-Farben oder Gestaltungselemente angesagt sind. Und genau darüber geht es in seinem Buch.

Dementsprechend ist eine seiner wichtigsten Empfehlungen, dass man viel testen soll.
Und so ist auch sein Lieblingsspruch: “Es kommt darauf an … “. :-)

Auch für Blogger, die ihren Blog userfreundlich überarbeiten wollen, ist dieses Buch sehr zu empfehlen.
Ich arbeite gerade an ein paar Änderungen an “Selbständig im Netz”, die durch das Buch inspiriert wurden.

Für wen ist das Buch?

Wer Tipps für aktuelles und schönes Webdesign sucht, der sollte sich lieber ein anderes Buch kaufen.

Wer aber erfolgreiche Websites und zufriedene User will, für den ist das Buch eine Offenbahrung. (Obwohl eine gute Usability ein schönes Design ja nicht ausschließt.)

Das Buch “Don’t make me think” richtet sich sowohl an Einsteiger, als auch an Fortgeschrittene.

Bei Amazon gibt es das Buch für nur 24,95 Euro* (Versandkosten inkl.).

Review-Zusammenfassung
Reviewer:
Peer Wandiger
Datum:
Artikel:
Don’t make me think
Bewertung:
5

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Kommentare

  1. Sven aus China meint

    Liebe Leute,

    beschert dem Peer ein paar Euronen für den Ref-Link und kauft euch das Buch!
    Ich hab es schon vor nem Jahr kaufen und muss sagen das es in der Tat eines der besten Bücher zum Thema ist…
    @Hype: Ich hab den Post nur überfolgen, deshalb keine Ahnung ob die Frage auch beantwortet wurde, aber das ist was das jeder für sich selbst klären muss…

    Cheers,
    Sven

  2. meint

    Also ich fand dieses Thema Usability schon immer sehr interessant und spannend. Habe daher auch das Buch natürlich schon lange zuhause, zweimal gelesen und oft darin geblättert. Für mich auch eines der empfehlenswerten und wichtigen Bücher für Webdesigner.

    LG Jürgen

  3. meint

    Dieser Eintrag wurde als „Artikel des Tages für Multiprojecter” nominiert. Hier kannst du bis 12.09.2008. 8:00 die anderen Kandidaten besichtigen und für deinen Lieblingsartikel stimmen. Wir würden uns freuen, deine Meinung zu hören.

  4. Fabian Fuchs meint

    Ich hab’ das Buch auch gelesen, allerdings die Erstauflage, meine ich. Und schon damals war ich wie Du begeistert. Ich sollte es mal wieder lesen :)

  5. shoggoth meint

    Vielen Dank hierfür…habe es bestellt. Natürlich über den Ref…mal sehen, ob die gr. A das auch richtig abrechnet :mrgreen:

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