AdJug ist eine neue Werbeplattform, die es schaffen will, endlich wirklich viele Advertiser und Publisher zusammen zu bringen.
Ich werfe einen genaueren Blick darauf.
AdJug – die neue Werbeplattform

AdJug.de ist ein weiterer Versuch, eine Online-Werbeplattform zu etablieren.
Die bisherigen Versuche wie AdScale.de oder AdShopping.de sind zwar nett gemacht, leiden aber darunter, dass es kaum Advertiser gibt.
Demzufolge wurden auch wenige Werbeplätze gebucht. Dann bleiben natürlich auch die Publisher fern. Ein Teufelskreis.
Adjug.de versucht nun endlich eine erfolgreiche Werbeplattform zu starten.
Das könnte auch funktionieren, denn hinter Adjug.de steht mit der TOMORROW FOCUS AG eine finanzkräftige “Mutter”, die das Projekt sicher nicht so vor sich hindümpeln sehen möchte, wie die anderen Plattformen.
Aber auch die Vergütung war bei den bisherigen Anbietern eher traurig.
Wie Perun erst letztens in seinem Blog treffend bemerkte, muss mehr als 40 Cent pro 1.000 PageViews herausspringen.
Das sieht auch der Vorstandsvorsitzende von Tomorrow Focus, Stefan Winners so:
“… Dafür muss AdJug ihnen aber mehr Geld bringen als eine Vermarktung per Google …”
Genau das ist der Knackpunkt. So lange mir AdSense mehr einbringt, wäre es Schwachsinn, an Stelle eines AdSense-Banners ein TKP-Banner einzublenden.
Schauen wir mal, was AdJug für Blog-Besitzer bietet.
Publisher – Was erwartet Blogger

Wenn man das erste mal die Website AdJug.de betritt, muss man sich natürlich registrieren.
Hat man dies getan, dann kann man den eigenen Backend-Bereich betreten. Dieser sieht schon mal nicht schlecht aus.
Er könnte etwas übersichtlicher sein, ist aber z.B. deutlich besser, als bei AdScale.de
Hier kann man Werbeflächen definieren, Reports anschauen, Werbebuchungen freischalten und allgemeine Einstellungen vornehmen.
Werbeflächen
Das Erstellen einer eigenen Werbefläche ist sehr gut als Step-by-Step-Lösung umgesetzt.
In der folgenden Galerie seht ihr die 3 wichtigsten Schritte.
Als erstes wählt ihr die Größe des Banners aus. Zur Auswahl stehen die wichtigsten Formate.
Danach die Position des Banners auf eurer Website bzw. in eurem Blog. In diesem Schritt wählt ihr auch die Kategorien aus.
Im dritten Schritt gebt ihr dann euren Wunsch-TKP an. Das ist ganz witzig gelöst. Mit einem Slider könnt ihr den Preis erhöhen oder senken. Rechts seht ihr jeweils die Auslastungs-Wahrscheinlichkeit. Je höher der Preis, um so niedriger die Auslastung.
[mygal=adjug]
Am Ende bekommt ihr dann einen Code, den ihr in euren Blog einbauen könnt.
Reports
Die Reports sind gut gemacht. Man bekommt erstmal einige statistische Daten, wie PageViews oder Unique Visitors.
Nett ist auch, dass man z.B. die Besucher nach Herkunftländern sehen kann. Es ersetzt natürlich kein Google Analytics, ist aber für den Zweck ausreichend.
Und es gibt natürlich auch ausführliche Informationen zu den eigenen Buchungen und Einnahmen in verschiedenen Zeiträumen.
Werbebuchungen freischalten
Man hat die volle Kontrolle über die eigenen Werbeflächen und bekommt eine Info, wenn jemand im eigenen Blog buchen möchte.
Diese Werbebuchung kann man dann freischalten. Damit ist es nicht möglich, dass irgendeine Werbung bei einem selber läuft, die man nicht will.
Alles in allem ist der Publisher-Bereich gut gemacht und einfach zu bedienen.
Advertiser

Als Advertiser, also jemand, der Werbung schalten will, hat man die Möglichkeit, alle bestehenden Werbeplätze im Marktplatz anzuschauen.
Der Marktplatz ist gut gemacht und listet die bestehenden Publisher auf.
Insgesamt werden bei AdJug derzeit pro Tag über 700.000 Ad Impressions gezählt.
Allerdings kommt davon der größte Teil von 3-4 Top-Sites, wie www.focus.de oder www.spielfilm.de.
Das ist auch nicht verwunderlich, da es sich um Sites aus dem Tomorrow Focus Portfolio handelt.
Man kann nur hoffen, dass auch für die kleinen Websites und Blogs Werbebuchungen abfallen. Laut den Machern von Adjug.de will man sich auf die großen und mittleren Websites konzentrieren, was Böses für kleine Blogger ahnen lässt.
Insgesamt gibt es bisher 57 Werbeflächen, was noch keine große Vielfalt ist. Naja, es ist ja noch die Startphase.
Probleme

Hin und wieder kam eine “Hoppla …”-Fehlermeldung. Also nichts anderes als ein 404-Fehler.
Da scheint es bei ein paar Funktionen noch Probleme zu geben, aber daran wird sicher gearbeitet. Insgesamt läuft das System sehr gut und stabil.
Wie geht es weiter
Ich habe vor kurzem eine Mail von AdJug.de bekommen. Darin heißt es, dass es im November die ersten Werbe-Kampagnen geben wird.
AdJug ist derzeit damit beschäftigt, genug Publisher zu bekommen und auch möglichst viele Advertiser zu überzeugen.
Dass so ein Start nicht einfach ist, ist ganz natürlich. Wichtig wäre es, dass Tomorrow Focus alle Kontakte und die eigene Marktmacht einsetzt, um den Werbemarktplatz zu pushen.
Denn nur wenn AdJug möglichst schnell für eine gute Auslastung der Publisher sorgt, wird die Plattform erfolgreich sein.
Ich werde beobachten wie es mit AdJug.de weiter geht. Sobald ich etwas neues höre, werde ich darüber schreiben.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Dann werd ich das auch mal austesten
Ich bin vor allem von Adscale enttäuscht. Denn für Online-Casino-Werbung (rechtlich bedenklich) und für eine “Erotik”-Community werde ich auf meinen Seiten sicherlich nicht hergeben. Angesichts der anhaltenden Finanzkrise sollte man sich aber keine großen Hoffnungen machen. Denn gerade in solchen Zeiten werden Marketingverantwortliche konservativ. Leider…
Ich hatte mich auch schon mal bei AdJug angemeldet, als ich vom Deutschland-Start aus der Internet World Business erfahren habe. Da war ich aber neben den Seiten aus dem Tomorrow Focus Portfolio so ziemlich allein. Heute kam dann die Mail bzgl. des “November-Starts”. Ich werd mal schauen, ob ich den Code noch irgendwie prominenter auf meinen Sites einbinden kann. AdScale und AdShopping sind zwar nett, aber kaum ein Publisher erzielt dort einen annehmbaren TKP (wenn überhaupt mal gebucht wird). Die Betreiber der Werbeplattform müssen halt versuchen, aktiv Unternehmen zu finden, die ihre Werbung auf den Seiten schalten.
Danke für den interessanten Artikel. Solche Beiträge sparen mir viel Recherche-Zeit und ich bleibe auf dem Laufenden.
Na das hört sich doch interessant an. Auch wenn dann mit der Publisher- Zielgruppe (große und mittlere Websides) gleich schon wieder der Dämpfer kommt. Auf jedenfall erstmal ein Danke für die Info
Zu AdJug: Gehört dann auch die UK-Firma der Tomorrow Focus AG?
Zu AdScale: Ich weiss echt nicht, woran es hapern soll. Viel wird im Vergleich zu ValueClick natürlich nicht ausgeliefert, aber AdScale ist eben kleiner…
Wir kommen auf ca. 40TSD Ausstrahlungen in 7 Tagen…und ca. 20-40 Kampagnen, die da laufen…
Adscale halte ich auch für sehr transparent – sie zeigen von sich aus an, wieviel andere Werbungen Sie ausstrahlen mussten, weil bei Ihnen nicht genug da war…ehrlicher geht nicht, oder?
Der TKP liegt sicherlich noch nicht da, wo wir ihn haben wollen, aber 0,40cent sind allemal drin – im Durchschnitt. Außerdem muss man ja bei Adscale nichts akzeptieren, was darunter liegt…und man wird doch immer gefragt, wenn ein neuer Advertiser buchen möchte…
Dennoch bleibt eben das Problem der Auslastung – aber wie Peer schön beschrieben hat – die Anzahl der Impressions (also Auslastung) und die Einnahmen pro Impressions (TKP) können sich nicht anders als antiproportional verhalten….das kann man für sich aber entsprechend ausrechnen oder eben wie wir dann auf seinen eigentlichen Vermarkter zurückgreifen.
Insofern – AdScale ist unserer Erfahrung nach gut, transparent und eine gute Ergänzung.
Auf Berichte über AdJugs Start im November freue ich mich.
Ich denke, dass es in Zukunft noch weitere Blogvermarkter geben wird. Der Markt wächst, man muss es aber auch mal nutzen. Sachen wie Blogpay dümpeln vor sich hin, wie nur was.
Klingt sehr sehr interessant. Wenn ich denn endlich meinen Blog, bzw. zwei anderen Projekte, fertig habe werde ich mich wohl nochmal näher damit beschäftigen. Werde mich bei adjug heute trotzdem schonmal anmelden und das System testen. Hast du einen Ref-Link, bzw. gibt es sowas dort überhaupt?