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Die Finanzkrise und das Web – Chancen und Risiken
- 17 Kommentare - Peer Wandiger | Selbständig, Selbständig



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Als die Finanzkrise letztes Jahr in den USA begonnen hat, da war das Problem noch weit weg und scheinbar auch nur auf einige wenige Banken beschränkt.

Doch nach und nach wuchs das Problem und mittlerweile zeigt der moderne Kapitalismus sein hässliches Gesicht. Das Kredo “Der Markt regelt alles selber” scheint auf Grund der Gier und Verantwortungslosigkeit der Beteiligten nicht mehr zu funktionieren.

Die Mechanismen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftsstrukturen sind für Normal-Bürger nicht zu durchschauen. Doch was bedeutet die Finanzkrise für den Selbständigen im Netz?

Kommen harte Zeiten auf uns zu oder hat diese Krise auch Vorteile?

Nur ein amerikanisches Problem?

Der Inbegriff des Kapitalismus, die Wallstreet, ist nun mal wieder das Problemkind. Die Gier nach beständigen und stetig steigenden Gewinnen hat zum Kollaps geführt.

Die eigentliche Ursache des ganzen Problems liegt in den USA. Doch durch die internationalen Verknüpfungen der Banken und die weltweite Tätigkeit, sind Banken auf der ganzen Welt davon betroffen.

Nun, da keine Bank mehr der anderen traut, gibt sich auch niemand mehr Kredit. Das führt dazu, dass auch Unternehmen kaum noch Krediten von Banken bekommen. Und so sind wir dann bei einer Wirtschaftskrise angelangt.

Von Rezession möchte ich zwar nicht sprechen, da ich dies für übertrieben halte, aber auch in Deutschland machen sich viele Arbeitnehmer nicht ganz zu unrecht Sorgen um ihren Arbeitsplatz.

Doch wie sollte man als Selbständiger mit dieser Situation umgehen?

Selbständige in der Finanzkrise

Eine Sache unterscheidet erfolgreiche Selbständige von weniger erfolgreichen.

Erfolgreiche Selbständige sehen vor allem die Chancen und weniger die negativen Auswirkungen.

Das heißt nun nicht, dass man die negativen Seiten ignorieren soll. Doch jede Krise bietet auch Chancen.

Nicht umsonst hat Warren Buffet, einer der, wenn nicht der reichste Mann der Welt, in diesem Jahr schon mehr als 20 Milliarden Dollar in Aktien investiert.

Krisen bieten auch Chancen!

Wie sollte man sich verhalten?

Im Grunde muss ein Selbständiger seine Einnahmen und Ausgaben immer optimieren.

Das heißt, dass sich auch während einer Finanz- und Wirtschaftskrise gar nicht so viel ändert.

Auf ein paar Punkte sollte man aber doch genauer achten:

  • Mehr Vorsichtig bei der Kundenakquise
    Man sollte gerade bei größeren Projekten schon genau hinschauen, mit wem man sich einlässt. Die wirtschaftlichen Probleme und auch die Probleme bei der Kreditvergabe können manch große Projekte zum Scheitern bringen.
  • Die Konkurrenz
    Ich schlechten Zeiten tendieren manche Selbständige dazu härtere Bandagen auszupacken. Gerade im Internet sollte man da aufmerksam sein.
  • Kundenvielfalt
    Gerade in solchen Zeiten lohnt es sich, eine breitere Kundenbasis zu haben, anstatt nur 1-2 Großkunden.

Auswirkungen auf das “Geld verdienen im Web”

In solchen Zeiten wird oft auch an Werbung gespart. Ob das immer die richtige Wahl ist, sei mal dahingestellt.

Der Trend scheint aber dahin zu gehen, dass Gelder vor der klassischen Gießkannen-Werbung (TV und Print) hin zu performance-orientierten Werbeformen verschoben werden.

So sehen z.B. die Aussichten im Affiliate-Marketing sehr gut aus.

Gerade das Web bietet in Krisenzeiten viele Vorteile, auch für ein klassisches Business.

Vorteile des Webs:

  • Eine Website oder eine Blog benötigt keine Finanzierung
  • Man kann flexibel verschiedene Märkte oder aktuelle Themen bedienen
  • Es wird mehr Geld in Performance Marketing im Web investiert
  • Ideal zur Ergänzung eines klassischen Business, als Marketing-Intrument

Nachteile:

  • Es werden sich mehr Leute auf das Web konzentrieren. Dadurch wird die Konkurrenz größer.
  • Ein Online-Business schlägt meist nicht von heute auf morgen ein. Entweder man hat eine etablierte Website oder braucht einige Zeit bis diese effektiv wirkt.
  • Es werden nicht alle erfolgreich sein. Nur wer Know How, Engagement und Ausdauer mitbringt, wird im Web erfolgreich sein. Das ist nicht anders, als in der Offline-Welt.
Fazit

Als Fazit kann man eigentlich nur sagen, dass das Internet auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten viel Potential bietet.

Man muss aber auch den Mut und die Ausdauer haben, dieses Potential zu nutzen. Mutig wäre es z.B. eines der vielen Internet-Projekte günstig aufzukaufen, welches von den Inhaber aufgegeben wurde, nur weil die Investoren derzeit nicht so mit Geld um sich werfen.

Zu guter letzt sollte man nicht in Panik geraten und nicht der aufgeregten Herde hinterher rennen. Vieles von dem, was man heute in der Presse ließt und hört ist auch immer mit Vorsicht zu genießen.

Oft genug müssen auch diese Medien Geld verdienen und das geht leider nun mal am besten mit schlechten Nachrichten.

Nicht umsonst ist die aktuelle Finanzkrise vor allem eine Vertrauenskrise. Die wirtschaftlichen Faktoren haben sich nicht so stark verändert.

Deshalb kann man davon ausgehen, dass es in 1-2 Jahren, wenn sich die Finanzwelt beruhigt hat, wieder aufwärts gehen wird.

Bis dahin sollten Selbständige im Netz die Möglichkeiten des Webs nutzen.



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17 Kommentare und Trackbacks zu ' Die Finanzkrise und das Web – Chancen und Risiken '

Kommentare zu 'Die Finanzkrise und das Web – Chancen und Risiken' mit RSS

  1. 1 ff-webdesigner kommentierte am 20.10.2008 um 13:43 Uhr

    Ich sehe die Internet-Branche auch eher als krisen-resistent an, weil das Input-Output-Verhältnis bei Internet-Investitionen einfach gut ist und nicht riesige Summen investiert werden müssen, um Ergebnisse zu erzielen.

  2. 2 Der Ratgeber kommentierte am 20.10.2008 um 14:12 Uhr

    Die Krise sehe ich mit meiner Website natürlich als Chance. Es interessiert die Leute dann wieder stärker, wofür sie ihr Geld ausgeben. Strom sparen ist eine feine Sache, weil man sich und der Umwelt etwas Gutes tut und mehr Geld übrig hat für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

  3. 3 Der Softwareentwickler Blog kommentierte am 20.10.2008 um 14:29 Uhr

    Meine Branche ist ja im Grunde eine richtige Krisenbranche: Wenn es den Firmen schlecht geht, dann muss gespart werden. Und wer sparen will wird meistens zunächst investieren, und zwar in Rationalisierung und Automatisierung. Also von daher für mich: Chance :cool:

  4. 4 Peer Wandiger kommentierte am 20.10.2008 um 14:53 Uhr

    Ja, all die Firmen, die Einsparungspotentiale bieten, werden sicher von der Krise profitieren.

    Allerdings wird Deutschland insgesamt auch von den “Optimierungen” der letzten Jahre profitieren. Auch wenn vieles nicht populär und manches Schwachsinn war. Ohne viele Änderungen der letzten Jahre, wäre Deutschland heute wahrscheinlich deutlich schlechter für die Krise gewappnet.

  5. 5 Chris kommentierte am 20.10.2008 um 16:57 Uhr

    Ich denke, dass die USA aber nicht ganz alleine dran Schuld sind. Da wurde weltweit ein Pokerturnier mit hohen Einsätzen veranstaltet, bei dem am Ende nur wenige gewonnen haben.
    Ich seh es aber auch noch gelassen. Im Internet wird es immer Chancen geben, allein schon aus den oben genannten Gründen, weil man nicht ein riesen Startkapital haben muss.

  6. 6 Value kommentierte am 20.10.2008 um 17:01 Uhr

    Ich denke einer der generellen Vorteile des Internet Business ist, dass dieses mit vergleichsweise geringen Investitionen und laufenden Kosten zu betreiben ist. Eine eventuell bevorstehende Durststrecke sollte sich somit leichter überstehen lassen, als wenn noch zusätzlicher Druck auf der Ausgabenseite aufkommt.

  7. 7 Rata kommentierte am 20.10.2008 um 17:43 Uhr

    Vor mindestens 15 Jahren war es nach einer Theorie – man nannte sie damals hochtrabend „Berechnung“, das Wort „Schätzung“ wäre schon zu happig gewählt gewesen ;) – schon so, daß innerhalb von 24 Stunden mehr als zehnmal soviel Geld um den Globus herum *verschoben* oder „gebeamt“ wurde, als die ganze Welt überhaupt bräuchte.
    Sicherlich damals – und auch heute – eine gewagte Theorie.

    Aber wie an allen Theorien ist auch an dieser etwas Wahres dran.

    Persönlich habe ich Geld mein ganzes Leben lang für etwas „ungeheuer Theoretisches“ gehalten; alle haben nur mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich diese Sichtweise verbreitete.
    Ich bin mir mehr als je zuvor sicher, Recht zu haben :P

    Wegen meiner persönlichen Sichtweise kratzt mich das alles nur periphär; hier und da muß ich Strategien umstellen, sonst nix.
    Und wenn ich von Strategien umstellen spreche, dann meine ich damit, (Verkaufs)argumente umformulieren und die allgemeine Hysterie zu meinen Zwecken ausnutzen. Letztere ist sowieso nur aus Unkenntnis geboren ;)

    Es gibt keine Krise ohne Chance. Man muß die aber auch suchen … und nutzen!

    Lieber Gruß
    Rata

    PS: Das war dann jetzt mein (vorläufig) letzter Kommentar hier auf selbständig-im-netz.de, denn die FollowUp-Funktion ist schon wieder ausgeschaltet :evil:
    Die Meinungen anderer dann noch nachzuverfolgen, ist mir zu zeitaufwendig, hier von Spanien aus baut sich die sin-Seite extrem lahmarschig :neutral: auf.

    Hamburger Richter sind weltfremd ;)

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 20.10.2008 um 19:39 Uhr

    Hi Rata,
    schade, dass du nicht mehr vorbei schaust. Mein Feedreader zeigt auch die Kommentare an. :-)

  9. 9 thomas kommentierte am 20.10.2008 um 19:54 Uhr

    Peer schrieb:
    “Von Rezession möchte ich zwar nicht sprechen, da ich dies für übertrieben halte”
    “Deshalb kann man davon ausgehen, dass es in 1-2 Jahren, wenn sich die Finanzwelt beruhigt hat, wieder aufwärts gehen wird.”

    Und was haben wir deiner Meinung nach nächstes Jahr, bevor es aufwärts geht ?

    Gruß
    Thomas

  10. 10 Dirk kommentierte am 20.10.2008 um 20:14 Uhr

    Naja will jetzt nicht der negative in der Runde sein aber Internet Business mit geringen Investionen bin nicht unbedingt der Meinung geht aber auch danach ob man eine einfache Webseite macht oder ein grösseres Portal das dann doch schon einiges an Investionen kosten kann.

  11. 11 Peer Wandiger kommentierte am 20.10.2008 um 21:32 Uhr

    @ Thomas
    Mit 0,2 % Wachstum ungefähr das selbe wie in diesem Jahr. Und das ist für mich nun kein Grund mich einzugraben. :smile:

    Zumal man als Selbständiger sein Schicksal selbst in der Hand hat. Mein Business-Wachstum liegt jedenfalls deutlich über den 2,irgendwas Prozent, die die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr gewachsen ist.

    @ Dirk
    Nur weil man keine Finanzierung benötigt, heißt das nicht, dass man nicht trotzdem einiges an Schweiß und Arbeit investieren muss.

    Und gerade der Fakt, dass man quasi mit 0 Euro starten kann, sorgt dafür dass eine Menge Konkurrenz vorhanden ist.

    Es ist alsom wie schon oben beschrieben, wichtig, dass man sich richtig reinhängt. Von nichts, kommt nichts.

  12. 12 green kommentierte am 20.10.2008 um 22:27 Uhr

    der beitrag ist plump und bringt nix neues. einfach mal die gängigen ansichten zusammengepackt und auf’s internet bezogen… da kann ich ja gleich zeitung lesen :roll:

  13. 13 Peer Wandiger kommentierte am 20.10.2008 um 22:45 Uhr

    Hi Green,
    danke für deine offene Meinung. Was genau hättest du dir von so einem Artikel gewünscht?

  14. 14 Rata kommentierte am 21.10.2008 um 17:47 Uhr

    »Hi Rata,
    schade, dass du nicht mehr vorbei schaust. Mein Feedreader zeigt auch die Kommentare an.«

    Peer,
    darum geht es ja nicht, vorbeischauen werd’ ich sowieso, dafür ist Deine Site zu informativ und die Mails über neue Artikel bekomme ich ja.
    Es verhält sich anders: für mich bauen sich die Seiten zu langsam auf, was an den Spaniockeln liegen kann und Feedreader benutze ich überhaupt keine :twisted:

    Du weißt aber sicherlich schon, das PlugIn wurde überarbeitet, die Hoffnung stirbt also wieder zuletzt: http://www.infogurke.de/2008/10/weiterentwickelt-subscribe-to-comments/
    Also, leg los, ran an die Klamotten :mrgreen: , nicht so faul hier :???: , bist schließlich selbständig :P

    ¡Venga!

    Lieber Gruß
    Rata

  15. 15 Peer Wandiger kommentierte am 22.10.2008 um 08:36 Uhr

    Ich schaue mir das Plugin nochmal an und dann sehen wir weiter.

  16. 16 Forex Vergleich kommentierte am 23.10.2008 um 13:05 Uhr

    Ich bin auch einmal gespannt wohin sich diese Krise samt der momentan aufkommenden Rezessionsangst entwickeln wird. Die Spekulationsblase an den globalen Finanzmärkten ist ja nicht der alleinige Auslöser dieser Krise, denn es kommen aditiv betrachtet noch die Rezessionsangst, die rückwärtige Wirtschaftsleistungsentwicklung und ein flauender Export hinzu. Drei Mechanismen, die eine Wirtschaft ganz schön ins straucheln bringen können.

    Mal sehen, wie wir da heraus kommen.

    Grüße

    Andreas

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