Heute habe ich ein Interview mit einem sehr neuen Blog für euch.
Diesmal ist der Erfolg also noch nicht da, aber zumindest die Einstellung stimmt.
Martin war so nett mir meine Fragen zu beantworten und uns einen Einblick in einen neu gestarteten Blog zu geben.
(Der Blog selber ist auf Wunsch von Martin nicht mehr verlinkt.)
1. Bitte stell dich und deinen Blog meinen Lesern vor.
Mein Name ist Martin, ich bin erst 16 Jahre alt und Schüler der 10. Klassenstufe eines Gymnasiums, habe also noch ein wenig Zeit bis zu meinem Abitur.
Der Blog befasst sich mit den alltäglichen Dingen im Leben, nämlich der Technik.
Der Einsatz von modernen Hilfsmitteln ist nicht mehr wegzudenken, deswegen kam ich gemeinsam mit Andreas auf die Idee, einen Blog aufzusetzen, der Testberichte, Neuigkeiten und Tutorials veröffentlicht.
Jeden Tag erscheinen neue Berichte, daher Werbung in eigener Sache: Vorbeischauen lohnt sich!
2. Warum hast du den Blog gestartet? Er ist ja noch sehr neu.
Ich finde es immer sehr schade, wenn man sieht, dass Menschen auf Kosten des Staates leben und keinen Finger krumm machen möchten, um Arbeit zu finden. In manchen Fällen lässt sich das natürlich auf Grund von Krankheit nicht vermeiden. Ohne Perspektiven möchte ich nicht enden und versuche schon jetzt einige Erfahrungen für das spätere Berufsleben zu machen.
Auf der Suche nach einem passenden Minijob, habe ich mich auf diversen Internetplattformen umgesehen, doch leider gab es immer wieder das Mindestalter, welches jenseits meines Alters lag. Nach etlichen Fehlanläufen bin ich auf Andreas gestoßen, der mich bei dem Blog unterstützt, berät und sich um Marketing und Suchmaschinenoptimierung kümmert.
Am 5. September 2008 wurde dann offiziell gegründet und die ersten Berichte wurden von mir veröffentlicht. Natürlich kann ich nicht verleugnen, dass ich immer von einen Gewinn geträumt habe, dass dies aber eine Zeit lang dauert, habe ich so richtig erst jetzt verstanden.
3. Welche Ziele hast du dir zu Beginn gesetzt? Wie sah die Konkurrenz aus?
Für mich war das Bloggen völliges Neuland, deswegen musste ich mich vollkommen auf die Erfahrung von Andreas verlassen, der bisher sehr erfolgreiche Blogs vermarktet hat.
Mein Hauptaugenmerk beschränkte sich anfangs nur auf den Gewinn, das war ein Fehler von mir. „Von nichts kommt nichts“ – Diesen Spruch halte ich mir nun immer vor Augen. Und tatsächlich einige Zeit später hat sich die harte Arbeit schon ein wenig bezahlt gemacht.
Meine jetzigen Ziele sind das tägliche Schreiben von Berichten, die den Besuchern und Lesern bei einer Kaufentscheidung behilflich sein sollen, außerdem dass die Qualität meiner Artikel stetig ansteigt und nicht nachlässt.
Mit der Konkurrenz habe ich mich auch erst einige Zeit später beschäftigt. Immer wieder bin ich auf Technik-Blogs gegangen, um mir den ein oder anderen Schreibstil anzueignen und zu erfahren, was die Leser interessiert.
Jeder Blog ist anders, auch wenn die selben Themen angesprochen werden, deswegen sehe ich die Konkurrenz eher als Ansporn immer weiterzumachen, statt als Rivalen.
4. Wie verlief der Start deines Blogs und wie hast du den Blog bekannt gemacht? Welche Vermarktungsmaßnahmen waren besonders effektiv?
Eigentlich befindet sich mein Blog noch mitten in der Startphase und Bekanntmachung, deswegen muss ich da gar nicht zu weit in die Vergangenheit blicken.
Direkt zu Beginn musste ein passendes kostenloses Template für WordPress her, denn ich würde auf keiner Internetseite bleiben, wenn sie mich zu sehr abschreckt.
Nachdem die Kategorisierung stand, wurden die ersten Berichte veröffentlicht. Je mehr man am Anfang schreibt, desto eher wird man Lorbeeren ernten, das ist sehr wichtig.
Um den Blog bekannt zu machen, haben wir Linkbuilding betrieben, dieser Vorgang wird niemals abgeschlossen sein, ansonsten entwickelt sich ein Projekt niemals weiter. Immer wieder haben wir Kommentare in anderen Blogs hinterlassen, die uns neue Besucher beschafften.
So richtig Werbung haben wir nicht betrieben, dafür haben wir allerdings Links in Signaturen bei bekannten Foren hinterlassen. Der Aufbau von Blogpartnern ist ein sehr wichtiger Punkt, deswegen haben wir viele Links gesetzt und Backlinks erhalten.
Immer wieder schreibe ich extra für Partnerblogs Berichte mit bestimmten Keywords. Außerdem tauschen wir Links sozusagen um die Ecke, das ist intensiver und professioneller. Ab und zu haben wir uns in Kataloge und Verzeichnisse eintragen lassen, denn Kleinvieh macht auch Mist und brachte Besucher auf unseren Blog.
Langsam kam die ganze Sache ins Rollen und mein Blog wurde bekannt. Natürlich müssen wir immer weitermachen, bis die Besucher von ganz alleine in Massen zu uns kommen.
5. Welche Erfahrungen hast du während des Starts gesammelt? Welche Tipps hast du gesammelt?
Seit dem Start habe ich jede Menge gelernt. Nicht nur, dass ich mir neues Fachwissen zum Thema Technik angeeignet habe, sondern auch dass ich in Erfahrung bringen konnte, welche Schritte notwendig sind, damit bei WordPress alles so funktioniert wie es gewünscht wird, wird sich mir früher oder später bestimmt als nützlich erweisen.
Selbstverständlich konnte ich mir von Andreas den ein oder anderen Marketing-Trick abgucken, das ist erforderlich, damit ich meine Berichte nach einem bestimmten Prinzip schreiben kann. Insgesamt wurde mir viel erklärt und ich kann mich bei allen Beteiligten für die Geduld nur bedanken, nun weiß ich, dass ein Technik-Blog nach einem bestimmten Schema aufgebaut sein sollte, um erfolgreich zu werden.
Man benötigt zum Start fünf Säulen, die die Besucher anziehen und Wissen übermitteln sollen. Diese Anzahl muss immer wieder erhöht werden, damit man eine größere Zielgruppe ansprechen kann, die restlichen Berichte sind dann dazu da, um zu unterhalten und Besucher zu informieren.
6. Kannst du uns ein paar statistische Eckdaten für den heutigen Stand deines Blogs verraten?
Gern veröffentliche ich erstmals Statistiken und Informationen:
- Startdatum: 05.09.2008
- Artikel online: circa 160
- Artikel je Tag: 3,3 im Durchschnitt
- Besucher Gesamt: circa 2.500
- Besucher je Tag: 50 im Durchschnitt
- Kommentare: 14
- Spamkommentare: 19
- Pagerank: 3
- Verweise auf meinen Blog: circa 350
7. Wie verdienst du mit deinem Blog? Welche Einnahmequellen hast du erschlossen?
Da der Blog noch sehr neu ist, kann man nicht von großen Summen sprechen. Wir verkaufen ein wenig Werbung an Unternehmen, aber da verdienen wir noch nicht viel.
Wir können uns demnächst ein kostenpflichtiges Webdesign für WordPress entwickeln lassen, das ist unser nächstes Ziel.
Sobald viele Besucher unseren Blog erreichen, werden wir Geld durch Provision von Amazon beziehen. Dann denke ich, werden wir weit oben in der Liste der erfolgreichsten Blogs mitspielen können, das ist unser Hauptziel und dafür arbeiten wir täglich.
8. Wie kommt man als Blogger an exklusive Infos? Wie machst du das?
Es ist nicht immer einfach, interessante Produkte vorzustellen oder Nachrichten ausfindig zu machen, die Leser wirklich interessieren und fesseln, deswegen ist Recherchieren sehr wichtig.
Häufig kaufe ich mir Computerzeitungen oder andere Magazine, aus denen ich wesentliche Informationen beziehe und stark umschreibe. Oft surfe ich auch im Internet und suche mir dort passende Berichte heraus.
Da ich vor einigen Monaten noch auf dem Verbraucherportal Ciao! aktiv war, habe ich den Trick raus, woher ich Informationen beziehen kann. Interessante Seiten kommen bei mir direkt in die Favoritenliste im Firefox, damit ich später erneut einen Blick darauf werfen kann und auf meinem Blog von dem ein oder anderen Produkt berichten kann.
9. Was ist dein wichtigster Tipp für jemanden, der einen neuen Nischen-Blog startet?
Ich denke, es gibt so viel, was man beachten sollte.
Am Anfang muss man viel Durchhaltevermögen aufbringen und schreiben, was das Zeug hält. Für mich darf es keinen Tag geben, an dem kein neuer Bericht erscheint, deswegen schreibe ich manchmal vor.
Man darf sich niemals unterkriegen lassen und sollte nicht zu sehr auf die Konkurrenz achten. Eine grundlegende Voraussetzung für den Start seines Nischen-Blogs ist wohl, dass man sich auf dem Gebiet auch ein wenig auskennt und weiß, woher man Informationen beziehen kann, auf die man sich verlassen kann.
Danke für die Einblicke in deinen Technik-Blog
Martin gibt schöne Einblicke in einen frisch gestarteten Blog. Wie man sieht, ist die erste Zeit sehr hart, das kenne ich selber.
Es ist ein Balanceakt. Einerseits sollte man sich natürlich mit der bestehenden Konkurrenz beschäftigen. Man sollte schauen, was es bisher am Markt gibt, was funktioniert und was man selber besser machen könnte.
Allerdings sollte man auch nicht zu sehr an der Konkurrenz hängen und irgendwann sein eigenes Ding durchziehen. Man merkt ja auch sehr schnell, was die eigenen Leser mögen und was nicht.
Am wichtigsten ist aber gerade in der Anfangszeit das Durchhaltevermögen. Die Schritte nach vorn sind am Anfang eher klein, aber davon darf man sich nicht entmutigen lassen.
Jeder neue Artikel trägt dazu bei, dass man erfolgreicher wird und nach einer gewissen Zeit wird man auch größere Besucherzahlen erreichen können. Es ist wichtig das große Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und dafür zu arbeiten.
Sehr wichtig ist auch ein “professionelles” Blog-Theme. Nun ist es natürlich Definitionssache, was professionell ist. Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass man einen hohen Wiedererkennungswert besitzt und optisch auch zum Thema passt.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- Interview – Werbung im eigenen Blog verkaufen
- Effektiver Start eines neuen Blogs – Interview mit Daniel Zellfelder
- Feng Shui im Web – Interview mit Gerhard Zirkel
- Liebhaber-Blogs – Interview mit Biggi Mestmäcker
- Besser sein als die Konkurrenz – Interview mit Leonard Quack
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









So jung und schon PR 3. Wie geht denn das? 3 Artikel am Tag sind auch nicht schlecht, das ist schon fast hauptberuflich.
ganz wichtig ist die Eigenmotivation…das Thema und das Bloggen muss einem Spass machen, nur so hält man das Tempo kontinuierlich durch…der Erfolg kommt dann irgendwann von selbst…
Um den Bekanntheitsgrad zu steigern bieten sich Gewinnspiele an….das Prinzip “Es wird ein toller Preis unter allen Bloggern verlost, die über meinen Blog einen Artikel schreiben”…ist immer sehr erfolgsversprechend
3 Artikel am Tag ist wirklich gut. Ob er das lange durchhalten wird bezweifle ich aber. Gerade als Schüler wird das sehr schwer… Das Design ist cool, mit dem hab ich Anfang diesen Jahres auch angefangen.
Wieder einmal ein recht interessantes Interview
Blogs mit hoher Affinität zu technischen Themen sind sehr beliebt. Hauptgrund ist, wie ich meine, die hohe Technisierung der Gesellschaft. Computer, Handys und mobiles Internet sind heutzutage für die meisten Leute völlig alltäglich und mehr und mehr Menschen interessieren sich auch für Neues in der Welt der Technik.
Für einen neuen Blog sind dies zunächst gute Voraussetzungen für Zielgruppen, allerdings ist die Konkurrenz grade in diesem Bereich enorm. Gadget- und Computerblogs gibt es allein in Deutschland unzählige. Um mit einem neuen Projekt da erfolgreich zu werden bedarf es sehr viel Arbeit und vor allem Durchhaltevermögen. Mal eben “auf die Schnelle” gehts da nichts, weder Traffic noch “schnelles Geld Online” ….
Aus meiner Erfahrung ist es gut, wenn man innerhalb seiner Hauptzielgruppe noch einige kleinere Nieschen sucht und versucht, diese möglichst effizient zu migrieren.
Ein Corporate Design für einen Blog ist sicher für die Präsentation gut, ist aber für den Anfang aus meiner Sicht nicht unbedingt notwendig. Wird die Seite bekannter, dann kann man immernoch an der Identity arbeiten.
Hallo,
also das kann echt was werden. Ich habe auch erst Ende September 2008 einen neuen Blog/ Newsseite (http://www.allthemedia.de) gestartet mit anderen Leuten zusammen. Gestern hatte ich mit dieser Newsseite über 900 Besucher gehabt – mit etwas SEO ist auch dies möglich. Ich habe allerdings den Vorteil gehabt, dass ich schon Blogs betreibe (http://www.webmasterwatchblog.de) und konnte daher schon etwas an Erfahrung mitbringen, was mir sehr für das neue Projekt geholfen hat. Man weiß, wie man an besucher rankommt und für Aufmerksamkeit sorgt.
Aber für das erste Projekt ist es wirklich gut – da scheint man auch seh viel Ehrgeiz reinzustecken, aber einen Tipp: Nur nicht übernehmen. Das merke gerade ich sehr stark (vor einiger Zeit), teilweise hat man dann überhaupt keine Lust was zu schreiben.
Dennoch viel Erfolg mit dem ersten projekt.
Paul
Ich muss sagen, dass sich dein Blog für mich als einer meiner Lieblingsquellen herausgestellt hat. Ich lese jetzt schon sehr lange sehr viele Feeds und ich habe in NetNewswire kein Blog mehr »geflaggt« als diesen. Wollte das nur mal angebracht haben …
Das Interview ist super. Er gibt einen guten Einblick für BlogBeginner. Ich zähle auch wieder dazu. Ich habe schon zweimal Blogs angetreten und dann habe ich diese an andere Leute abgetreten. Es waren Blogs von der Uni und der Studierendenvertretung und diese sollten länger an der Uni bleiben als ich
Jetzt habe ich seit kurzem meinen ersten eigenen Blog und bringe ihn ins Rollen. Ich glaube noch einmal würde ich kein Blogprojekt starten können, denn der Aufwand ist wirklich groß. Ich habe das Theme komplett angepasst und so bestückt wie ich es gern hätte. Dann noch die Beiträge neben dem Diplom und der Arbeit. Aber ich frage mich nie warum, denn es ist Spass pur. Ich liebe das Internet und das Bloggen.
Danke an dieser Stelle für die guten und sachlichen Beiträge!
Danke für die positive Resonanz. Der Blog hat sich bei einem Contest beteiligt und daher haben wir sehr viele Verweise auf den Blog erhalten.
Wenn ich das richtig gesehen habe, dann besteht das (!) vorgestellte Blog hauptsächlich aus “fremden” Informationen. Ist es das, was man unter einem Weblog verstehen sollte?
Ich denke, erst eigene Texte, Informationen und Erfahrungsberichte machen sowas doch interessant und einzigartig.
Hi Papa,
ich sage lieber der Blog, auch wenn das Blog richtiger wäre. Da bin ich eben rebellisch
Was die Inhalte betrifft, so ist der Blog natürlich ein Newsblog. Hier geht es also um aktuelle Techniknews.
Aber du hast sicher nicht unrecht. Wenn der Betreiber des Blogs es noch schafft wirklich einzigartige Inhalte umzusetzen, dann wirkt sich das sicher positiv aus.
So könnten in meinen Augen Spezialartikel sinnvoll sein, die aktuelle Netbooks, Handys etc. vergleichen.
Auch ein paar Blogposts zu persönlichen Ansichern des Autors wären nicht schlecht. Was denkt er z.B. über Google Android.
Hi,
also den Artikel nenn ich jetzt mal echt gelungen! Wirklich klasse Arbeit und sehr hilfreich, danke!
Grüße
Statement24.de