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Barack your Business – Was Selbständige von Obama lernen können
- 13 Kommentare - Peer Wandiger | Selbständig, Strategie, Selbständig



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Vor nicht mal einer Woche hat es Barack Obama geschafft. Nicht nur, dass er der erste schwarze amerikanische Präsident ist, was allein schon dafür gesorgt hat, dass Amerika und seine Bürger in einem ganz neuen Licht stehen.

Er hat es auch auf eine besondere Weise geschafft. Denn er hat sich gegen die üblichen politischen Gepflogenheiten gestellt und auf eine andere Weise gewonnen.

Im Folgenden möchte ich auf die meiner Meinung nach wichtigsten Eigenschaften von Barack Obama eingehen und wie man mit diesen auch in der Business-Welt erfolgreich sein kann.

Ich möchte hier noch vorausschicken, dass es hier wirklich um das Wörtchen “Kann” geht. Natürlich gibt es auch andere Einstellung und Prinzipien, wie man sein Business führen kann und wie man erfolgreich sein kann.

Jeder muss seinen Weg für sich herausfinden.

keine schmutzigen Taktiken

Mal davon abgesehen, dass es sicher nicht einfach für Barack Obama werden wird, die gemachten Versprechen auch einzuhalten, hat mich eine Sache fast noch mehr gefesselt.

Es war die Art, wie er den Wahlkampf geführt hat. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten, egal ob Hillary Clinton oder John McCain, hat er einen verhältnismäßig sauberen Wahlkampf geführt.

Er hat weder die Ausrutscher von Sarah Palin ausgenutzt, noch den doch immer wieder mal etwas verwirrten John McCain unter der Gürtellinie angegriffen. Und Möglichkeiten genug hätte es bei beiden gegeben.

Stattdessen hat er Integrität bewiesen und damit viel mehr gewonnen, nämlich auch viele Stimmen der Republikaner.

Was kann man als Selbständiger daraus lernen?
Man sollte sauber spielen. Lasst eure Kunden ohne wenn und aber gehen, wenn sie das möchten. Ich kenne Selbständige, die dann noch nachtreten.

Ebenso sollte man seine Konkurrenz nicht schlecht machen, sondern sich ganz klar auf fachlicher Ebene mit Ihnen auseinander setzen.

Wer sich so in seinem Geschäftsumfeld bewegt, hinterlässt auch keine verbrannten Brücken und baut ein positiven Image auf.

positive Lebenseinstellung

Im Gegensatz zu sehr vielen Politikern hat Barack Obama die Hoffnung und das Positive in den Vordergrund gestellt. Und er hat damit die Politik der Angst, mit der die Republikaner seit Bush Jr. die Massen kontrolliert haben, besiegt.

Was kann man als Selbständiger daraus lernen?
Leider höre ich von anderen Selbständigen sehr viel Gejammer und negative Aussagen. Alles wird schlechter, alle sind gegen mich, die Angestellten sind schlecht, die Kunden undankbar usw.

Nur selten wird sich an die eigene Nase gefasst und eine positive Einstellung der Zukunft gegenüber hat kaum jemand.

Wer aber positiv nach vorn schaut, die Chancen erkennt und sich aktiv um sein eigenes Schicksal kümmert, wird auch langfristig die Früchte ernten können.

Zuhören

Im gegensatz zu McCain, der seine Verdienste in Vietnam etc. immer hervorgehoben hat, hat Obama weniger über sich erzählt, sondern von den Sorgen und Hoffnungen der Menschen.

Er hat den Menschen zugehört und ihnen damit eine Stimme gegeben.

Was kann man als Selbständiger daraus lernen?
Zuhören ist eine sehr wichtige Eigenschaft für Selbständige. Nur wer seinen aktuellen, potentiellen und ehemaligen Kunden zuhört, wird sein Geschäft weiter etablieren und verbessern können.

Neue Wege gehen

Anstatt die übliche Leier von “Wenn es der Wirtschaft gut geht, dann geht es auch den Menschen gut” und “In Amerika ist alles super. Wer zurückbleibt ist selber schuld” hat Barack Obama einen anderen Weg gewählt. Er hat die Probleme beim Namen genannt und den Finger in die Wunden gelegt. Er hat den Menschen einen positiven Weg aus diesen Problemen in die Zukunft gezeigt. Etwas, was sich schon lange niemand mehr in diesem Maße getraut hat.

Aber er hat auch beim Wahlkampf selbst neue Wege beschritten. Die Nutzung des Internets zur Kommunikation und zur Spendensammlung war einzigartig.

Was kann man als Selbständiger daraus lernen?
Neue Wege und die Dinge anders zu machen als die Konkurrenz sind ein wichtiger Baustein für den Erfolg. Indem man sich von der Konkurrenz abhebt, fällt man auch auf. Indem man blaue Ozeane sucht, wird man wirtschaftlich erfolgreicher. Und wer die aktuellen Möglichkeiten der Technik nutzt, verschafft sich einen Vorteil.

Es geht um den Kunden, nicht um mich

Wie schon gesagt, hat sich Barack Obama nicht selber in den Vordergrund gestellt. Er hat vor allen den Menschen zugehört und deren Sorgen und Wünsche in den Mittelpunkt gestellt. Damit konnte er eine persönliche Ebene zu den Menschen aufbauen, wie McCain es nie geschafft hat.

Was kann man als Selbständiger daraus lernen?
Als Selbständiger sollte man nicht sich, sein Unternehmen oder die eigenen Produkte in den Mittelpunkt stellen. Man sollte die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt stellen.

Sei es auf der eigenen Website, in den Werbeanzeigen oder wo auch immer, die Kunden und deren Bedürfnisse sind das wichtigste. Viel Selbständige und Unternehmen präsentieren aber viel lieber sich selbst.

Zusammen, nicht gegeneinander

Die Kernaussage von Obama war, dass man die Probleme nicht gegeneinander, sondern nur miteinander lösen kann. Seine ganze Kampagne war deshalb auf ein geeintes Amerika ausgerichtet, während die Republikaner das gewohnte “Wer nicht für uns ist, ist gegen uns”-Prinzip gefahren haben.

Was kann man als Selbständiger daraus lernen?
Leider sehe ich in meiner täglichen Arbeit immer wieder Selbständige, die der Meinung sind, die ganze Welt ist gegen sie. Die Kunden sind nicht loyal, die Angestellten schaden einem eher, als das sie dem Business helfen, die Lieferanten zocken mich aber und über den Staat wollen wir erst gar nicht reden.

Wer erwartet da noch eine positive Entwicklung des eigenen Geschäftes?
Man sollte seine Kunden nicht als Feinde sehen, sondern als die besten Partner die man haben kann. Indem man versucht Win-Win Situationen zu schaffen, von den beiden Partner profitieren, wird man erfolgreich werden.

Und auch die Konkurrenz ist nicht immer der Feind. Ich habe gute Kontakte zu einigen Konkurrenten und das hat sich alles in allem sehr positiv ausgewirkt.


Hart arbeiten

Fast 2 Jahre ununterbrochener Wahlkampf. Ich bin schon sehr erstaunt, wie Barack Obama das durchgestanden hat. Gegen viele Widerstände hat er nie diese positive Energie verloren.

Was kann man als Selbständiger daraus lernen?
Auch als Selbständiger ist die tägliche Arbeit manchmal wie der sprichwörtliche Kampf gegen Windmühlen. Davon sollte man sich aber nicht unterkriegen lassen und immer wieder aufstehen. Denn nur wer den Glauben nicht verliert, wird am Ende auch den verdienten Erfolg einfahren können.


Teamarbeit

Man glaubt kaum, wie groß das Team um Barack Obama ist. Hunderte Berater und engste Mitarbeiter umfasste allein sein Kern-Wahlteam. Nicht zu reden von den hunderttausenden freiwilligen Helfern, die seinen Erfolg erst möglich gemacht haben.

Was kann man als Selbständiger daraus lernen?
Allein wird man auf Dauer wohl selten erfolgreich sein. Wer Kontakte knüpft, ein Netzwerk aufbaut und Arbeit delegiert, der hat viel bessere Chancen, erfolgreich zu werden.


Fazit

Natürlich gibt es erfolgreiche Selbständige und Unternehmen, die mit anderen Prinzipien erfolgreich sind, als die hier genannten.

Dennoch halte ich die oben genannten Punkte vor allem langfristig für deutlich erfolgsversprechender als so manche negativen Methoden, die sicher kurzfristig auch erfolgreich sein können.

Aber das muss jeder für sich entscheiden und seinen Weg finden. :-)

Was denkt ihr über die angesprochenen Punkte? Wo stimmt ihr zu und was seht ihr ganz anders?



weiterführende Artikel zu diesem Thema
  1. Obama gegen Clinton – Der Wahlkampf als Vorbild für Selbständige?
  2. So können sich Selbständige immer verbessern
  3. Wie Selbständige Geld sparen können
  4. Die 3 Regeln der Motivation Teil 1 – Das Business, das Dich begeistert
  5. No Esoterics – Feng Shui fürs Business
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Kommentare

13 Kommentare und Trackbacks zu ' Barack your Business – Was Selbständige von Obama lernen können '

Kommentare zu 'Barack your Business – Was Selbständige von Obama lernen können' mit RSS

  1. 1 Lucas kommentierte am 10.11.2008 um 20:46 Uhr

    mal wieder ein sehr guter Beitrag und sehr schön herausgearbeitet.

  2. 2 Ute kommentierte am 10.11.2008 um 21:10 Uhr

    Tja, in diesem Fall ein eher langweiliger Kommentar… :wink:
    Ich habe mir gestern die Rede nach dem Sieg angehört, diese bestätigte meinen bisherigen sehr ähnlichen Eindruck von Obama, wie du ihn auch beschreibst.

    Nun, und auch zu den Vergleichen bezüglich der selbstständigen Tätigkeit sehe ich es ganz ähnlich.
    Für mich ist zusammengefasst ein ganz wichtiger Punkt:

    “Egal was, wie und mit wem ich etwas mache, ich muss es so tun, dass es zu mir passt, nur dann kann es auch langfristig klappen.”

  3. 3 Holger kommentierte am 10.11.2008 um 21:16 Uhr

    Obama spielt genau so sauber, wie es ihm seine millionenschweren Berater empfehlen. Bei aller Euphorie sollte man nicht vergessen, das es im US-Wahlkampf um Milliardenschwere Kampagnen und sehr viel Macht geht. Obama kommt in den Medien recht nett rüber, aber das genau ist sein Job, den er beherrscht. Obama kann sich für die Deutschen Unternehmen auch sehr schnell zum Fallstrick entwickeln, wie schon andere renomierte Journalisten und Publizisten mehrfach warnten! Obama wird in erster Linie die Interessen der USA verfolgen und bei allem Selbstmut und der cineastischen Darstellung um dessen Person sollte man die Überlegung, welche Rolle Europa und Deutschland (inkl. der Selbstständigen, des Mittelstandes und der Konzerne) für die USA überhaupt spielen!

    Meiner Meinung nach werden da Interpretationen hoch gelobt, die nachhaltig (wenn überhaupt) lediglich für eine Inspiration, aber keinesfalls für eine begründete Prognostik ausreichen.

  4. 4 Alexander Langer kommentierte am 10.11.2008 um 21:17 Uhr

    Man kann auch daraus lernen, dass man mit etwas Kreativität aus allem irgendwas Sinnvolles ableiten kann ;-)

  5. 5 Peer Wandiger kommentierte am 10.11.2008 um 21:32 Uhr

    Natürlich wird er vor allem für Amerika wichtig sein. Er ist schließlich der amerikanische Präsident!

    Und es wird in manchen Dinge sicher auch den ein oder anderen Nachteil für deutsche Unternehmen geben.

    Langfristig wird ein offenes und liberales Amerika aber auch für die deutsche Wirtschaft von Vorteil sein.

    Zumal es in diesem Artikel nicht darum ging, welche positiven und negativen Effekte Obama auf die deutsche Wirtschaft hat.

    Wenn man sich seine Lebensgeschichte anschaut, dann wird schnell klar, dass er so ist wie er auftritt. Seine politischen und sozialen Erfahrungen passen in das Bild, dass er in der Wahl abgegeben hat.

    Dass er viele, viele Berater braucht (wie ich im Artikel auch geschrieben habe), ist ganz normal. Bei allen positiven Einstellungen und Anlagen, niemand weiß alles oder ist in allem ein Experte.

  6. 6 Holger kommentierte am 10.11.2008 um 22:00 Uhr

    Mit Kreativität allein wird niemand erfolgreich sein. Egal ob in einem Wahlkampf oder im Business – es kommt allein auf eine konsequente und hirarchische Vermarktung an ( ähnlich der ABC Kunden) und das ist meiner Meinung genau das, was Start-ups und Unternehmer aus der US-Wahl ableiten können.

  7. 7 Peer Wandiger kommentierte am 10.11.2008 um 22:08 Uhr

    Das es allein auf konsequente und hierarchische Vermarktung ankommt würde ich so auch nicht stehen lassen.

    Aber das ist ein sehr wichtiger Baustein, keine Frage.

  8. 8 Sven kommentierte am 11.11.2008 um 17:59 Uhr

    Der Beitrag hat mir gefallen. Man kann oft eine ganze Menge mehr erreichen, wenn man kooperiert – in allen Bereichen (Wettbewerb, Lieferanten) als hinter den Menschen immer Abzocke und Betrug zu vermuten.

    Letztendlich projeziert derjenige ja auch nur sein Innerstes nach außen. Wer anderen nicht vertrauen kann, kann sich selbst nicht vertrauen.

    Ich werde jetzt noch etwas weiter auf dieser schönen Homepage stöbern!

  9. 9 Michael kommentierte am 11.11.2008 um 20:05 Uhr

    Altha, “Barack your Business” das ist ja mal eine geile Überschrift welche eben auch 100% stimmt. Was der Mann an Marketing geleistet hat ist schon beachtlich. Vor allem alles nur über Spenden finanziert! ;-)

  10. 10 Günter kommentierte am 11.11.2008 um 23:34 Uhr

    Der Artikel spricht mir aus der Seele. In Zeiten in denen Buchtitel wie: “Verbotene Rhetorik: Die Kunst der skrupellosen Manipulation” oder “Asshole, wie ich lernte ein Schwein zu sein und dabei reich und glücklich wurde” Konjunktur haben ist es schön zu sehen, dass es auch Arbeitnehmer und Unternehmer gibt, die auf andere Werte bauen. Schade, dass Spiegel-Online heute schon titelt: “Bye-bye, Obamania, Ernüchterung erfasst die USA”.

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