Online-Tools sind eine interessante Sache.
Es gibt hunderte, ja tausende davon im Web und auch wenn nicht alle gut und sinnvoll sind, so schaffen viele davon doch eine Menge Traffic heran.
Als Beispiel seien da nur die ganzen Backlink-Analyse-Tools genannt.
Der Vorteil eines eigenen Online-Tools liegt auf der Hand. Wenn es erstmal erstellt ist und auf Interesse stößt, erhält man viel Traffic für wenig Pflegearbeit.
Heute gibt es deshalb ein Interview mit Alex Pisculla von der Firma activ value. Eines der bekanntesten Projekte ist sicherlich Seitwert.de.
Mit Alex habe ich ein Interview zu Seitwert.de geführt. Man bekommt auch einen Eindruck davon, wie populär so ein Tool werden kann.
1. Bitte stellen Sie Seitwert.de und Ihre Firma active value meinen Lesern vor.

active value ist eine Online-Agentur aus Düsseldorf, die auf der einen Seite klassische Kundenprojekte abwickelt, andererseits aber auch eigene Applikationen auf die Beine stellt.
Eine der ersten dieser Applikationen war Seitwert, ein Tool, das aus verschiedenen Faktoren (Gewichtung bei Google, Zugriffszahlen, Social Bookmarks, Technische Details, Gewichtung bei Yahoo und weitere Faktoren wie z.B. Wikipedia-Einträge) einen Wert zwischen 0 und 100 berechnet und so einen groben Überblick über Stärken und Schwächen einer Webseite gibt.

Weitere Dienste von active value sind Web2Null.de, Seitzeichen.de und Bookmerken.de.
Ein weiterer Dienst (im Twitter-Umfeld) ist in der Entwicklung.
2. Wie kamen Sie auf die Idee zu Seitwert.de und was waren/sind Ihre Ziele damit?
Wir brauchten ein Tool, mit dem man schnell und unkompliziert die Eckdaten zu einer Webseite erfassen kann.
Eine ähnliche Motivation wie bei Web2Null, das primär als active-value-eigene Sammelstelle für Web 2.0 Applikationen gedacht war.
Da das Ganze auch für andere nützlich sein kann, haben wir jeweils frei zugängliche Webseiten daraus gemacht.
3. Wie haben Sie Seitwert.de bekannt gemacht? Welche Vermarktungsmethoden waren besonders effektiv?
Aktiv gemacht haben wir eigentlich nicht viel. Als die erste Version im Netz war, haben das ein paar Blogs aufgeschnappt (u.a. Kollege Basic) und von da an war das ganze ein Selbstläufer.
4. Was ist das Geschäftsmodell hinter Seitwert.de? Wollen Sie damit Geld verdienen?
Wie schon in Punkt 2 beschrieben, stand nicht unbedingt ein Geschäftsmodell hinter der Seitwert-Entwicklung.
Mittlerweile können wir aufgrund der recht ansehnlichen Zugriffszahlen aber auch Einnahmen über Banner und Sponsoring erzielen.
5. Können Sie uns ein paar statistische Eckdaten für den heutigen Stand von Seitwert.de verraten?
Wir nähern uns gerade der 500.000 PIs/Monat-Grenze.
6. Seitwert.de ist nicht unumstritten. Für die einen ist es ein sehr gutes Analyse-Tool, für andere nicht zu gebrauchen. Wie genau und aussagekräftig sehen Sie die Analyse durch Seitwert.de?
Seitwert ist sicherlich kein Tool, das eine ausführliche SEO-Analyse bietet. Das war auch nie so geplant. Es soll vielmehr einen kurzen Überblick über Stärken und Schwächen einer Webseite geben.
Die Punktzahl und das Ranking sollte man sicherlich nicht überbewerten.
7. Die Auswertung von Seitwert.de basiert sehr stark auf technischen Aspekten. Ist es für die Zukunft angedacht auch inhaltliche Analysen durchzuführen? Ist das in absehbarer Zeit überhaupt zuverlässig machbar?
Den Inhalt qualitativ zu bewerten ist kaum möglich. Sowas ist nicht geplant.
8. Sie bieten eine kleine API für Seitwert.de an. Warum und wie wird diese genutzt?

Die Seitwert-API schlummerte schon etwas länger in der Schublade. Als Tobias Redmann auf uns zukam und die Seitwert-Daten aus dem Homepage-Button “parsen” wollte, haben wir die API dann freigeschaltet.
Erstes Projekt war dann das MacOSX-Widget von Tobias.
Mittlerweile ist auch schon ein WordPress-PlugIn vorhanden.
9. Seitwert.de ist sicher noch nicht perfekt. So habe ich einen Wikipedia-Eintrag, der nicht erkannt wird. Wie viel Arbeit stecken Sie in die Weiterentwicklung von Seitwert.de?
Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Abfragen. Grundlage dafür sind oft die Anfragen/Beschwerden der Seitwert-Nutzer, die wir alle nachprüfen (auch wenn wir nicht jede Anfrage persönlich beantworten können).
Oft werden uns aber Grenzen durch die abgefragten Dienste selber aufgezeigt. So werden beispielsweise bei DMOZ die Einträge erst nach einer gewissen Zeit in den dortigen Suchindex aufgenommen (und den benötigen wir für unsere Abfragen).
Zu Deinem konkreten Problem: Auch Dein Wikipedia-Einrag ist über die Wikipedia-Linksuche nicht zu finden.
10. Auf was dürfen wir uns in Zukunft bei Seitwert.de freuen?
Es wird demnächst eine History-Funktion geben, mit der man die Seitwert-Entwicklung einer Seite verfolgen kann.
Weiterhin hoffen wir, dass wir den Bereich “Zugriffszahlen” (z.B. durch die Integration von “Google Trends”) verbessern können. Die Alexa-Daten, die wir momentan nutzen, machen teilweise doch etwas Sorgen.
Danke für das Interview
Es ist interessant zu sehen, wie populär so ein Online-Tool doch werden kann. Wenn man also eine gute Idee für ein Online-Tool hat, dann kann das ein richtiger Selbstläufer werden.
Man sollte allerdings darauf achten, das es solch ein Tool noch nicht gibt, oder man zumindest eine bessere Variante veröffentlicht.
Die kontroversen Meinungen zu Seitwert.de scheinen dem Online-Tool auch geholfen zu haben. So wurde viel (sowohl positiv, als auch negativ) darüber berichtet und das brachte viel Aufmerksamkeit und viele Backlinks.
Man sollte also darauf achten, dass ein eigenes Tool das Potential mitbringt, Aufmerksamkeit und gern auch kontroverse Meinungen zu erzeugen.
Zur Vermarktung tragen dann aber auch noch weitere Faktoren bei. So kann ein Widget sehr nützlich sein und die Nutzerzahl erhöhen.
Alles in allem ist ein eigenes Online-Tool sicher ein Überlegung wert. Gerade wenn man eine bestimmte Nische bedient und sich dort gut auskennt, kommen einem automatisch Ideen für nützliche Online-Tools.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Hey, schönes informatives Interview. Ich kann das nur bestätigen, dass Online-Tools Besucher anziehen. Ich selber hab einen Stundensatz- Rechner für Selbständige programmiert und in meinem Blog integriert. Seit ich den online hab, kommen bei mir auch merklich mehr Besucher
Hey Peer, der Verbesserung der Abfragen-Link funktioniert leider nicht. Da scheint wohl ein http zu fehlen
Es gibt auch noch seittest.de. Die haben kein Problem damit, eine Website maschinell auch inhaltlich zu bewerten. Was natürlich völliger Unfug ist. Aber damit hatte ich seitwert.de zunächst verwechselt und mich über die Aussage “Den Inhalt qualitativ zu bewerten ist kaum möglich. Sowas ist nicht geplant.” gewundert.
@fdb, wurde sogar mal kurz hier angesprochen:
http://www.selbstaendig-im-netz.de/2008/11/07/tipps/links-der-woche-amazon-window-website-test-social-web-krieg-und-mehr/
@mattes:
Ne, da steht noch ein ein wenig zu viel drin.
Seitwert ist ein nettes Tool – stimmt genau.
Mit kleinen Programmen, Tools oder Plugins lässt sich die Besucher- und auch die Stammleserzahl gut steigern, auch mit Themes