Was sollten Blogger verdienen?

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Der Blogger Stefan Johne hat eine ganz interessante Diskussion angestoßen.

Er plant ein Projekt mit einem angestellten Blogger und überlegt natürlich nun, was dieser Blogger verdienen soll / darf.

Ein sehr interessantes und wie die Kommentare zeigen, kontroverses Thema.

Was sollten Blogger verdienen?

Wie die Diskussion in Stefan’s Blog zeigt, gibt es recht unterschiedliche Ansichten darüber, was ein angesteller Blogger verdienen darf / sollte.

Stefan hatte mal 1.000 Euro in den Raum geworfen und darüber sein seine Leser dann hergefallen.

Es gab grundsätzlich 3 Meinungen:

  1. Viel zu wenig Geld. Wer arbeitet schon für 1.000 Euro im Monat?
    Da muss man leider sagen, eine ganze Menge Leute. Heute wurde bekannt gegeben, dass die Zahl der Arbeitsnehmer, die zusätzlich Hartz 4 brauchen, weiter gestiegen ist. Mittlerweile sind es so circa 300.000 Menschen.

    Aber unrecht haben diese Leute auch nicht. Denn auf Dauer kann man sich nicht mit 1.000 Euro netto über Wasser halten. Auch Angestellte müssen zusätzlich fürs Alter vorsorgen etc.

  2. 1.000 Euro sind schon Okay
    Andere sind wieder der Meinung, dass 1.000 Euro schon Okay sind. Hier hängt sicher viel von den eigenen Erfahrungen ab. Wer als Angestellter 1.000 Euro oder weniger in einem miesen Job verdient, sieht 1.000,- Euro fürs Bloggen sicher positiver.

    Nicht vergessen sollte man aber, dass Selbständige die komplette Krankenversicherung, die Altersvorsorge und noch ein paar mehr Sachen aus der eigenen Tasche zahlen müssen. Allerdings müsste der Blogger sowieso angestellt sein, da es sonst sehr nach Scheinselbständigkeit aussieht.

  3. Das kann man so nicht sagen
    Und dann gibt es noch die gemäßigte Fraktion. Diese weißt zurecht darauf hin, dass diesem Betrag die Stunden gegenüber gestellt werden müssen. Ist es ein Halbtags-Job, sehen die 1.000 Euro schon viel positiver aus.

    Oder handelt es sich zum Beispiel um einen Studenten, der Abend 3-4 Stunden blogt. Auch der nimmt die 1.000 Euro sicher mit Handkuss.

Alles in allem lässt sich die Frage sicher nicht so einfach beantworten. Jemand aus Bayern hat sicher auch ganz andere Verdienstvorstellungen, als jemand aus Brandenburg.

Wirklich gute Qualität in einem 8 Stunden Tag wird man für 1.000,- Euro aber wahrscheinlich kaum bekommen. Hier wäre es auch wichtig zu wissen, ob dieser Blogger nur ein paar Web-News recyceln oder über seinen Morgenkaffee schreiben soll oder ob er Unique Content in einem Fachthema liefern soll.

Doch das Thema hat auch noch eine andere Sichtweite, nämlich die des Blogsinhabers.

Das Dilemma der Blogs

Die große Frage ist ja auch, was bringt der Blog ein.

Mein Blog hat 22 Monate gebraucht, bis ich die 1.000 Euro Grenze überschritten habe.

Nun würde ich mit den in den letzten 2 Jahren gemachten Erfahrungen einen Blog sicher schneller monetarisieren können, zumal ich ja pro Tag nur 2-3 Stunden meiner Freizeit investiere. Es ist kein Vollzeitjob.

Trotzdem muss ein Blog, der einen bezahlten Schreiber hat, möglichst schnell Geld einbringen. Und zwar soviel, dass der Bloginhaber auch genug verdient.

Vergütungsmodelle

Ein neuer Blog sollte entweder soviel Budget besitzen, dass man einen Schreiber einige Monate bezahlen kann, bis der Blog selber Geld abwirft.

Zudem sollte der Blog mit Tempo 100 starten, damit möglichst schnell Geld verdient wird.

Denkbar wäre es evtl. auch, dem Schreiber ein Grundgehalt zu zahlen und zusätzlich eine Erfolgsprovision. Damit wäre wahrscheinlich auch die Motivation des angestellten Bloggers höher. :-)

Ansonsten wäre es auch noch denkbar, einen Schreiber erstmal Teilzeit anzustellen und später dann vielleicht in Vollzeit.

Was sollten Blogger verdienen?

Was denken denn die Blogger bzw. Bloginhaber unter euch über die Bezahlung eines angestellten Bloggers.

Welchen Stundenlohn würdet ihr verlangen?
Was haltet ihr für angemessen?
Was würdet/könntet ihr selber einem Blogger bezahlen, damit er euren Blog füllt?


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Kommentare

  1. meint

    Im Grunde ist es doch ganz einfach:
    Weniger, als das was man durch die Arbeit des Bloggers einnimmt. Wieviel weniger ist im Endeffekt ja jedem Unternehmer/Arbeitgeber selbst überlassen.

    Was die 1000 Euronen angeht: Die meisten ausgebildeten Frisörinnen arbeiten für eine Halbtagsstelle von 400 Euro–> ganzen Tag als nichtmal 1000 Euro.

  2. meint

    Ich glaube, dass der Vergleich mit einer schlecht bezahlten Stelle, für die es 1000€ brutto gibt, nicht korrekt ist. Denn Blogger müssen zwangsläufig ziemlich schlau, wortgewandt und ausgebildet sein. Niemand würde einen Blog lesen, dessen Artikel schlecht geschrieben sind und die vor Rechtschreibfehlern nur so strotzen.

  3. meint

    Also mit 1.000 Euro kann man schon mal was anfangen! Allerdings nur wenn man nebenbei noch ein paar andere kleine Jobs machen darf / kann. Für einen Vollzeitjob kann ich mir das langfristig nicht richtig vorstellen, da wäre es einfach zu knapp! Vor allem, ich bin ich aus München, würde hier schon ein Großteil der 1.000 € für die Miete draufgehen…

    Wenn ich jetzt von meinem eigenen Blog aus denke, dann wären 1.000 Euro zuviel. Ich mach mit dem Blog max. 100 Euro im Monat trotz ca. 1000 Besucher am Tag. Und da ist ja klar, dass 1.000 Euro zuviel sind, aber mehr Werbung will ich auch nicht schalten, da es sonst zu überladen wäre. Also ein Blog, der sich das leisten kann, der sollten auch seinen “Angestellten” dann gut entlohnen, nur so wird die Qualität in den Artikeln gut sein.

  4. Holger meint

    Zunächst kommt es darauf an, ob es sich um einen allgemeinen Blog handelt, oder um einen Themenblog, wie z.B. selbstständig-im-netz.de oder einen Fachblog, wie z.B. meiner.

    Dann kommt die Frage: Sollen die Artikel ganz allgemein die Meinung des Bloggers (oder auch des Inhabers) darstellen oder soll das Ganze redaktionell journalistisch aufbereitet werden?

    Bei einem allgemeinen Blog mit nicht readaktionellem Inhalt sind 1000 Euro brutto angemessen.
    Bei einem Fachblog mit redaktionellem bzw. journalistischem Inhalt wäre da wohl kaum jemand zu finden der für so wenig Geld arbeitet. Im Grunde würden in dem Fall genau die selben Honorare gelten, als es bei Fachzeitschriften üblich ist.

  5. meint

    Es gibt Journalisten, die sich über 1000 Euro im Monat freuen würden, von Autoren rede ich erst gar nicht. Aber das sind halt Freiberufler. Wie ein allgemein gehaltenes Blog 1000 Euro einfahren soll, bleibt mir ein Rätsel, da es schon so viel davon gibt. Und die ganzen “Ich-weiß-wie ich-sehr-viel-geld-im-internet-verdienen-kann-blogs” dümpeln vor sich hin. Und das, obwohl sie sehr gut Bescheid wissen über SEO etc.
    Du hast ja mit dem Candy-College mal den Versuch gemacht und hast durch deine Erfahrungen geholfen. Was ist draus geworden? Verdient der jetzt wesentlich mehr?
    Ich glaube auch nicht, dass Blogs, die ohne Spaß, Lust und Laune betrieben werden, eine große Fangemeinde haben werden. Und wie man durch billigste “Ich-hab-das-neueste-Nacktfoto-von-was-weiß-ich-Beiträge” zwar Besucher gewinnt aber keine bleibenden bzw. solche, die auf Adsense oder sonstwas klicken, da gibt es auch Beispiele. ein “Prominenter” fällt mir dazu ein. Ob der Geld-Krieg(t).de? :mrgreen:

  6. meint

    1000EUR. Brutto? Netto? Halbtags, gantags? Lohnempfänger, Selbständiger, Freiberufler, Student, Schüler?
    Ein “meinLeben”-Blog, Fachblog, Themenblog oder einfachso-Blog?
    Ein Startup? Ein schon bestehender Blog? Eine Ergänzung eines schon bestehenden Blogs?
    Es gibt so viele Fragen, die man doch erst klären müsste, um sich darüber Gedanken zu machen…
    Wie dem auch sei. Softwareblog hat Recht – wenn der Blogger bzw. dessen Erzeugnisse einen Gewinn darstellen, der oberhalb von XEUR liegt, dann kann man eben auch X-Y EUR zahlen…
    Hmm… :evil:

  7. meint

    Die Frage ist, wo bekommt man einen Blogger her, der in der Lage ist, Blogposts zu erstellen, die die im Raum stehenden 1000 Euro wert sind, und der sie dann jemand anderem zur Verfügung stellt, damit der daran verdient. Wer das kann, bloggt selber und kassiert die Kohle. Selber essen macht dick. ;-)

  8. meint

    @fdb

    Naja hier hast ja Synergie Effekte – ging ja um einen ich sag mal “ergänzenden Blog”: im Endeffekt kann man ja runterrechnen wie viel Cent mich ein Besucher kostet bei einem guten Blogger und wenn ich das mit AdWords vergleiche sind Blogger ja doch ziemlich billig ;) (okay dummer Vergleich – ich weiß – AdWords liefert dafür besseren Traffic *g*).

  9. meint

    Wieso wird eigentlich immer die Frage nach dem “darf” gestellt? Wenn der Blogger ihm soviel einbringt, warum soll er dann nicht auch 1000 Euro Gehalt bekommen? Ich halte es eher aber für etwas ambitioniert. Aber um die Fragestellung beantworten zu können fehlt in der Tat die Art des Blogs und über welche Arten Geld verdient wird. Außerdem darf man ja auch nicht vergessen, dass jeder Blogger auch in gewisser Weise mit seinen Beiträgen in zukünftig Einnahmen des Blogs investiert und die aktuellen Monatseinnahmen etwas zu kurz greifen zur Bewertung.

  10. meint

    Ich glaube dass es dabei nicht wirklich um einen Vollzeitjob geht, denn man muss nicht wirklich 8 Stunden am Tag schreiben. Dafür wären 1.000 Euro wirklich zu wenig. Ich denke eher es geht um einen Halbtagsjob, und da wären 1.000 Euro schon in Ordnung.

  11. meint

    Zuerst kommt es darauf an was der Blogger eigentlich für Fähigkeiten haben soll. Soviel ich aus Stefan sein Beitrag entnehmen konnte, sollte der Blogger auch gut Englisch können. Mit gut Englisch meine ich nicht das man dies nur lesen kann, sondern dies auch umsetzen kann wie ein “Native Speaker” es macht.

    Hier schränkt sich schon der Kreis ein, da viele Blogger zwar gut Englisch lesen könnten, aber nur weniger es auch schaffen in diese Sprache wirklich Top Beiträge zu schreiben.

    Ich bin selber bis zu mein 18 Lebensjahr in ein Land aufgewachsen wo Englisch die Muttersprache ist (Australien). Leute wie ich könnten evtl. sowas machen, aber ein deutsche würde sich evtl. schwer tun. So wie ich mich immer noch schwer tue auch nach 26 Jahren perfekt deutsch zu schreiben….

  12. meint

    Peter, du hast den Job. Bitte wende dich an Stefan Johne und seine Anwälte, die die weiteren Einzelheiten mit besprechen und dir zeigen werden, wo du unterschreiben musst. =)

  13. meint

    Ich würde mich sogar mit 100 Euro freuen :) Aber leider ist dies nicht der Fall, sogar wenn ich 2-3 Stunden jeden Tag an meinem Blog sitzte… Aber egal, mir macht Bloggen so oder so mehr Spaß, als das Geld zu verdienen, aber Geld verdienen ist auch nicht schlecht.
    Ich würde mich freuen, wenn du mal nenn könntest, wie jugendliche (Teenagers) auch Geld verdienen könnten, welche dienste oder so, weil ich lese dein Blog sehr gerne, gefällt mir, und bei wer schreibt hier? steht:
    Egal ob du selbständig, angestellt oder noch “Schüler” bist.
    Und ich bin Schüler, aber muss nicht sein, nur so, damit ich auch bescheid weiß :):mrgreen:

  14. meint

    2-3 Stunden pro Tag, nicht schlecht Peer. Wenn man das ganze sieht, könnte man meinen, dass du am Tag locker das doppelte für SiN an Zeit opferst. :shock:

    PS: Meinst bestimmt beim Studenten die Kusshand und nicht den Handkuss :wink: Ansonsten würde ich selbst als Brandenburger nicht Vollzeit für 1000 Euro/Monat bloggen wollen….

  15. meint

    @ xcut
    Dann habe ich mich verhört. Das ist ja noch viel schlimmer.

    @ Christian
    Heißt das nicht “Kusshand”? Ich denke schon. :-)

    @ Peter
    Dafür ist dein Deutsch aber sehr gut. Wenn ich mir so manches Forum für Schüler anschauen, dann wärst du dort unter den absolut besten. :-)

    @ Jörg
    Das “darf” war in diesem Zusammenhang wahrscheinlich einfach unglücklich gewählt. Es ging um einen Business-Plan und nicht um eine ethische Diskussion, was Blogger verdienen.

    Das daraus dann genau diese Diskussion geworden ist, war von Stefan wahrscheinlich gar nicht beabsichtigt.

  16. meint

    Ich denke der Stundenlohn sollte sich an dem der offline schreibenden Zunft orientieren. Auch da gibt es Qualitätsunterschiede. Bei der Welt verdient man sicherlich mehr als bei einem Lokalblatt. Auch wenn sich einige Sträuben es zuzugeben: Bloggen ist im Prinzip Journalismus.

  17. webstyle meint

    Hmm, also für 1K Euro`s blogg ich dir jeden Tag was anständiges hin. Ob man mit 1K Euro gut leben kann? Ja kann man, ich bin Student und wenn man gut planen kann kommt man gut mit 1K aus, sicherlich müsste man dazu 2 solcher Jobs haben um fürs Alter vorsorgen zu können aber das wäre beim Bloggen ja ein leichtes oder?

  18. meint

    Für 1000€ würde ich mich definitiv anstellen lassen.
    1) Gehe ich auch davon aus, dass es eher für Artikel und nicht für Stunden gedacht ist. Und dabei kann man sich seine Zeit ja selbst einteilen und
    2) Habe ich nicht vor mich für die Zukunft auf das Bestehen eines Blogs zu verlassen. Ich würde selbstverständlich meine eigenen Projekte weiterverfolgen und mit Nebenjobs die Lücken stopfen.

    Wichtig ist mir dabei aber, dass sich das Ganze die Waage hält. Wenn das Blog 5000€ im Monat erwirtschaftet und 70% der Artikel sind von mir, dann würde ich schon das Gespräch suchen.

    Viel wichtiger ist mir aber, dass ich mich mit dem Inhalt und der Zielsetzung identifizieren kann.
    Ich könnte und wollte z.B. niemals für SEO- oder Technikblog schreiben. Dort sehe ich meine Stärken einfach nicht – und da könnten mich auch keine 3000€ locken.

  19. meint

    Hallo Peer,

    Danke für den Artikel. Ich bin selbst einer der besser verdienenden bereits mit Blogs , wobei ich ca 3-4 Stunden pro Tag investiere und dabei mehr als 1000 € pro Monat raushole.

    Ich glaube das man zum einen viel Aufwand , viel Zeit und viel Erfahrung braucht um das Umzusetzen. Derzeit bin ich noch in der Ausbildung und daher muss ich meine Arbeitszeit limitieren , sobald ich aber damit zuende bin , sollte eine weitere Steigerung noch möglich sein.

  20. meint

    @ Sebastian
    Leider ist Lohndumping an der Tagesordnung. Während es bei Selbständigen gerade zu Beginn der Selbständigkeit oft auch an Lohndumping grenzt (wenn man Einkommen und Arbeitsstunden gegenüberstellt), haben es Selbständige selber in der Hand.

    Angestellte haben es nicht in der Hand. Von daher bin ich auch ein Verfechter des Mindestlohns. Zumal es diesen in fast allen EU-Ländern gibt.

    Insofern sollte man auch Blogger entsprechend gut bezahlen. Das geht aber natürlich nur, wenn
    a) Der Blog genug Geld einbringt oder
    b) Der Blog “nur” ein Marketing-Instrument einer größeren Firma ist

    Irgendwo muss das Geld ja auch herkommen.

    @ Lilly
    Ja, das sehe ich genauso. Halbtags für 1.000 Euro bloggen und dann noch eigene Projekte haben ist doch ein guter Ansatz.

    @ Santa Cruz
    Meine Interview-Fragen trudeln in den nächsten Tagen bei dir ein. :-)

  21. meint

    @Peer,

    Danke für die Blumen. Ich habe immer noch Probleme mit der, die,das im deutschen. Hängt vielleicht damit zusammen das im Englischen sowas nicht gibt:)

    Beim Plattform Bloggerjobs gibt es jeder Menge Auftraggeber die meinen das ein gute Artikel höchstens €10 Wert ist. Ich habe mich damals mit ein Auftraggeber unterhalten. Ich meinte das ich mindestens eine Stunde brauche um ein guten Artikel zu verfassen inclusive alle Nebenarbeiten (vielleicht auch mehr). Er meinte in rund 20 Minuten wäre es möglich.

    Was will ich dazu sagen? Bei so ein Ausbeuter möchte ich nicht tätig sein.

  22. meint

    @Peter

    Wenn er meint dafür reichen 20 Minuten, dann bekommt er auch einen Artikel für 20 Minuten:mrgreen: Für 20 Minuten Schreibarbeit 10€ ist ja nicht so schlecht. Blos wird der Auftraggeber dann wahrscheinlich enttäuscht sein, wenn er sieht wie mager dann der Artikel geworden, der nur 20 Minuten gebraucht hat.

  23. Dr. Satori meint

    Als relevante Diskussion würde ich das “Kinder-Geplappere” in Sachen “Was sollten Blogger verdienen” nun wirklich nicht betrachten. Es sollte berücksichtigt werden, dass die Leute, die dort kommunizieren, fast allesamt sogenannte “Traffic-Blogger” sind – also Leute, die mit AdSense-Werbung, Bannerwerbung, undsoweiter Ihren Blog finanzieren wollen. Deren Blogs bestehen meist aus etwas umformulierten copy&paste Artikeln, die ungefähr so wertvoll wie eine kaputte Glühbirne sind.

    Das Alter der Diskutanten liegt zwischen 16 und 25 Jahren. Der selbsternannte Marketingexperte Stefan Johne überschätzt sich zuweilen sehr, was mit seinem Lebensalter zusammenhängen dürfte.

    Die “Diskussion” ist schlicht und ergreifend irrelevant. Kindergarten.

    Dr. Satori.

  24. meint

    Trotzdem finde ich die Diskussion die jetzt angestoßen würde gar nicht so schlecht.

    Was ist ein gute Vollzeitblogger den Wert?..

  25. meint

    Meiner Meinung nach kann man bezahlte Blogger eh in die Tonne treten. Wer nicht mit Leib und Seele an einem Blog hängt den kann man eh vergessen. Gerade der Zeitaufwand am Anfang und der Verdienst daran ist minimal man muss da schon mit seinem Herzblut drin stecken.
    Aber ich überlasse die Diskussion lieber den “erfahrenen” Bloggern ;)

  26. meint

    @ Dr. Satori
    Ich bin auch nicht unbedingt ein Fan der Ansichten von Stefan, aber ich lebe eher nach dem Motto “Leben und leben lassen”.

    Deine Kommentare bei Stefan im Blog zeugen auch nicht gerade von einer hohen Diskussionskultur, denn das bedeutet sich wirklich auch mit den Argumenten von anderen zu beschäftigen.

    Ich finde die Diskussion ebenfalls wichtig, da wir nicht alle von Satire leben können.

    @ Tobias
    Na dann kannst du ja gleich alle Millionen Angestellten in die Tonne treten. :wink:
    Das ist für mich kein Argument.

    Es gibt viele, viele Angestellte, die Ihren Job mit viel Leidenschaft machen und es gibt es genau so viele Freischaffende, die nur Müll verzapfen, um schnell Geld zu verdienen.

    Ich schaue mir da jeden Einzelnen an und bilde mir dann ein Urteil.

  27. meint

    Hehe, das klingt ja fast so, als wäre man blogtechnisch für die 1000 € dann quasi der Leibeigene.

    Die Diskussion ist auch absolut müßig, solange nicht geklärt ist, wie der Zeitaufwand ist. Für einen Studenten – als NEBENjob, der neben Vorlesungen und Lernen noch reinpasst, sicher eine nette Summe.
    Aber definitiv nicht als Hauptjob (das geht sowieso gerade mal bei einem asketischen Ledigen ohne Kinder)! Auch wenn hier angestrengt irgendwelche Friseurinnenbeispiele bemüht werden; man soll sich schließlich nicht an denen orientieren, die es noch schlechter machen!

    Ich würde einfach mal davon ausgehen, was jemand, der für mich arbeitet, für die zur Verfügung gestellte Arbeitszeit mindestens verdienen SOLLTE – egal, was er macht und ob er das einspielt. Und da sollte man die in den Raum gestellte Summer mal locker (brutto) verdoppeln – und wenn er gut ist und Spezialkenntnisse hat, auch noch mehr.
    Denn wer sich mit so wenig abspeisen lässt, der soll besser kellnern (Trinkgeld!) gehen oder wie ich in den letzten Jahren zur Studienfinanzierung Promotionjob Tags (auch da kommt ein Hunni am Tag raus, bei manchen Jobs mehr, man ist zwar auch gewerbetreibend, aber wenn man es nur als Nebenjob neben dem Studium macht, kann man das fast brutto = netto rechnen) machen. Alles, was unter 10 € pro Stunde liegt, geht zumindest im Westen und Süden mal gar nicht!
    Wer also lieber zum Dumpingpreis für Dritte bloggt, statt eine der von mir genannten Jobmöglichkeiten anzunehmen, der gehört echt mit dem Klammerbeutel gepudert!

    Wer dem Blogger nicht so viel zahlen kann, der sollte sich mal überlegen, ob sein Geschäftsmodell überhaupt tragfähig ist – am besten mal überlegen, ob man selbst den Job für den Preis machen würde, wenn man die Zeit dazu hätte. Wenn nein, dann eben nicht. Dann gibt es eben ein Blog weniger mit fragwürdigem Inhalt (denn if you pay peanuts, you get monkeys, aber sicher keine Qualitätsschreiber mit was in der Birne) – welch ein Verlust!
    Aber im Web 2.0 ist es ja ganz allgemein zur Mode geworden, alles erstmal in tausendfacher Ausführung hochzuschießen, bevor man hinterfragt, ob und wie man damit Geld verdienen kann.

    Blogs haben für mich 2 Existenzberechtigungen:
    a) ich blogge selbst, weil ich da Bock drauf habe; und wenn ich dabei durch Werbung etwas verdiene, habe ich da zwar nichts gegen, aber mache es nicht zur Grundvoraussetzung meines Bloggens. Wenn es also unwirtschaftlich ist, was Bloggen in den meisten Fällen ist, dann ist es auch egal
    b) als Corporate Blog zur existierenden Firmenseite. Dann ist es nur eine von eventuell vielen Werbemaßnahmen, und da weiß man ja bekanntlich, dass man bei Werbung immer die Hälfte des Geldes zum Fenster rauswirft, man weiß bloß nicht, welche Hälfte es ist. Dann generiert das Blog im besten Falle neue Kunden, und vielleicht kann ich diesen Erfolg sogar messen. Aber daran sollte nicht der Bloggende (der dann oft sowieso ein Firmenmitarbeiter mit auch noch anderen Aufgaben ist) gemessen werden.

    Wenn ich meine, halt trotzdem ein Blog aufziehen zu müssen, dessen (Werbe-)Einnahmen sich das Gehalt des Bloggers unterordnen muss, und letzteres dann einfach “zu wenig” ist, dann habe ich, auf Deutsch gesagt, eine Scheiß Geschäftsidee gehabt!
    Wir alle hier wissen doch, dass nur wenige wirklich Gute (wie eben Peer)mit viel Selbstdisziplin, Intelligenz und Kreativität es schaffen, so zu bloggen, dass es sich finanziell gemessen am Zeitaufwand lohnt – auch wenn das mit all de ganzen tollen Geldverdien-Themen allerorten immer schön unter den Teppich gekehrt wird und man sich selbst was vormacht! Leute mit diesen Eigenschaften sind da draußen im Allgemeinen aber nicht für ‘nen Appel und ein Ei zu haben!
    Merke: Bloggen ist meist kein gutes Geschäftsmodell!
    Einfach mit dem Geld, was man in die Hand nehmen will, was Erfolgversprechenderes aufziehen, was auch Arbeitsplätze jenseits vom Prekariat schafft!

  28. Warteschlange meint

    Ich frage mich, wo die 1000 Euro herkommen sollen. Alle die sagen, 1000 Euro ist nichts, können dann ja Mal sagen, woher das Geld kommt. Sicherlich ist es nicht einfach damit auszukommen, aber viele haben auch Spaß daran. Ich denke, es sollte ein ziemlich junger Mensch sein, der noch keine Familie hat und seine Ausbildung gerade beendet hat (Ausbildungsvergütung liegt ja auch fast immer unter 1000 Euro).

  29. meint

    Also 1000 Euro ist mal völlig daneben.
    Ich würde sowieso nicht auf Angestelltenverhältnis setzen, sondern nur die Inhalte extra Einkaufen.
    Im Höchstenfall geringfügig einstellen, und Vollzeitjob (40 Stundenwoche).
    Grundsätzlich bezweifel ich aber das die Rechnung für den deutschsprachigen Markt aufgehen kann und zwar wegen folgender Punkte:
    Bereits zu sehr umkämpfter und zum Teil besonders entwickelter Markt
    Zu hohes Lohnniveau

    Am besten ist soetwas in anderen Sprachen und Ländern umzusetzen, was ich im kommenden Jahr auch machen werde… ;-)

  30. Daniel meint

    Man sollte allerdings bedenken, wenn es ein Heimjob ist, dass die 1000 Euro ein gut verdientes Geld zum Jobben ist. Wird nach Stunden abgerechnet, Seiten, Beiträge oder Wörtern? Rechnet man bei einer Heimarbeit, die Zeit und die Fahrtkosten dagegen. Würde bei einem normalen Job, die Rechnung anders aussehen. Meine Kalkulation wären dann zwischen 1300-1400 Euro.

  31. Warteschlange meint

    Daniel, dafür trägst du dann eben die Heimkosten wie Strom, Telefon, Sanitär und Kaffee :-P
    Und eine Busfahrkarte brauch man dann vielleicht trotzdem, um in die Stadt zu kommen.

  32. meint

    Mir scheint diese Diskussion ist eher Linkbait als ernstgemeinte Fragestellung. Bei einem richtigen Angestelltenverhältnis hätte Stefan Johne ja zusätzlich noch nicht unerhebliche Nebenkosten zu tragen. Andererseits würde er für die 1000 Euro auch ganz schön viel Leistung bekommen! Auf dem freien Markt erhält man für 50 Euro sicherlich keine zwei bis vier gut recherchierte Artikel, die er ja täglich von seinem zukünftigen Angestellten erwartet.

  33. Dr. Satori meint

    @Matthias:
    Schön, dass endlich mal jemand gemerkt hat, dass diese ganze schrottige “Diskussion” nix weiter als das Sammeln von Linkbaits ist. Ein Marketing-Kind als Arbeitgeber… hmpfff…. Für 50 Euro bekommt man auf dem freien Markt einen Artikel – für die Printjournaille.

    Wenn dem Johne sein Arbeitssklave 3 bis 4 Artikel pro Tag reinklatschen soll, wären 150 bis 200 Euro pro Tag fällig…

    Jaja, diese Möchtegern-Marketing-Experten, die letztendlich dann so enden, wie ein gewisser Michael T., der mittels Schrottempfehlungen andere überreden will, sein wertloses Magazin für ein Heidengeld zu erstehen.

    Johnes Werbesprache ist der von Michael Timpe bereits sehr ähnlich. Immer an der Grenze zum Betrug. Moralisch freilich verwerflich.

    Glücksritter eben…

  34. meint

    Mal abgesehen davon, dass Linkbait im Netz an der Tagesordnung ist und es sicher verwerflichere Sache gibt, halte ich die grundsätzliche Diskussion trotzdem für Interessant.

    Ich kenne den Herrn (Nachname gekürzt) und seine Angebote nicht und von daher kann ich dazu nicht sagen und bitte auch darum, dass ihr hier niemand Anschuldigungen reinschreibt, die mir Ärger einbringen.

    Trotzdem kenne ich natürlich eine Reihe von sogenannten “Experten”, die sicher eher auf Dummenfang sind. Leider kennen manche Leute keine Hemmungen und kein Gewissen, gerade im Web.

    Nichts desto trotz ist so eine Diskussionen nicht uninteressant. Ähnliches gibt es gerade zum Einkommen eines Community-Managers.

    @ Michael
    Natürlich gibt es da weitere Kosten. Trotzdem ist die Diskussion ja gerade aus der Sicht eines angestellten Bloggers interessant, da für diesen natürlich der Netto-Lohn entscheidend ist.

  35. meint

    Darf ich fragen womit Du hier über 1.000 EUR pro Monat verdienst? Also damit meine ich, was wird hier verkauft? Oder läuft das über die Werbebanner?

  36. meint

    Klasse! Die Kommentare sind echt eine Wucht. Und es schreiben Blogger , die in 3-4 Sunden mehr als 1000 € rausholen!
    Einen angestellten Blogger als Heimarbeiter möchte ich auch mal gerne sehen ;-)
    Sicher sind die Vorgaben von Stefan zu unpräzise. Und wenn eine Lohnsumme genannt wird, so ist es bei einem Angestellten immer Brutto, da sich das Netto bei verschiedenen Steuerklassen unterscheidet.

  37. meint

    Hallo Peer! Die grundlegende Frage nach dem Lohn für einen Blogger ist grundsätzlich schon interessant, da kann ich dich schon verstehen. Allerdings gibt es hier wohl keinen “Fix-Kurs”. ;) Ein guter bzw. professioneller Blogger bzw. Autor mit entsprechendem Fachwissen kann natürlich deutlich mehr verlangen als ein “armer Schüler/Student”, der dies nur tut um sein Taschengeld aufzubessern.

  38. meint

    1000 Euro für Vollzeitbloggen? mh. Das ist nicht der Hit für den Schreiber, allerdings unter umständen sehr effektiv für den Eigentümer ;-)

  39. meint

    Hallo,

    für mich stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, mit was auf dem Blog verdient werden soll. Mit Werbung? Mit einem Shop? Mit Affiliate? Oder mit einer originären Dienstleistung. Also der Blog nur als Unterstützung der eigenen Tätigkeit, wie bei mir.
    Sozusagen als Marketing-Instrument. Ein angestellter Blogger für 1.000 € müßte ganz schön viel schreiben bei mir:grin:. Ich mache das so nebenbei mit.

    Eine zweite Frage, die mich brennend interessiert: würde jemand auf Erfolgsbasis sinnvolles Marketing für einen Blog machen?

    Gruß JVG

  40. Martin Brosy meint

    Meine Meinung ist, dass Blogger, welche es wirklich ernst nehmen einen ganz normalen 8 Stunden Job haben. Denn das ist meiner Meinung nach journalistische Arbeit, man mus recherchieren und und und. Deshalb finde ich 1000 Euro viel zu wenig. Bin aber der Meinung, dass Blogger, wenn Sie kontinuierlich 8 Stunden täglich bloggen früher oder später mehr verdienen.

  41. meint

    Also, woher kommt denn nun der Wert von 1000 Euro, irgendwie wäre da die Rechnung mal interessant.. nämlich wie Kosten / Nutzenrechnung für den Arbeitgeber ist… geht mir zu wenig in die Tiefe ? ansonsten super, dass das Thema mal angerissen wurde…

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