
Ich hoffe ihr seid noch nicht im Bett oder hängt schon vor dem TV.
Zu fortgeschrittenerer Stunde möchte ich euch ein Interview mit Eddie Meisel von AdJug.de präsentieren.
Über AdJug.de hatte ich hier im Blog schon vor kurzem einen Artikel geschrieben: “AdJug.de – neue Einnahmequelle für Blogger?”. Da war das Netzwerk noch relativ neu, aber vielversprechend. Nun gibt es seit kurzem auch ein eigenes Team in Deutschland.
Nun konnte ich AdJug ein paar Fragen zum Stand und zur Zukunft des Werbenetzwerkes stellen.
1. Bitte stellen Sie ihre Online-Plattform AdJug.de meinen Lesern vor?
Adjug ist ein in UK bereits sehr erfolgreiches Unternehmen und ist mit seinem Deutschlandteam am 1. Dezember in München an den Start gegangen.
Adjug ist ein transparenter Online Werbemarktplatz auf dem Publisher Werbeplätze anbieten und Advertiser direkt beim Publisher über diese Plattform buchen können.
2. Wie unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz? Warum sollte man seine Werbeplätze gerade bei Ihnen anbieten?
Als Minderheitsbeteiligung von TomorrowFocus und der Vermarktung von Überkapazitäten aus dem ToFo Portfolio ziehen wir natürlich qualitativ hochwertige Advertiser an. Kleinere Websiten befinden sich damit in sehr guter Gesellschaft und können von diesem Zuspruch bei Mediaagenturen und Direktkunden profitieren.
Im Gegensatz zu unserer direkten Konkurrenz können wir unsere Kampagnen auf Post View Conversions optimieren.
Wir erheben auch keinen Anspruch auf eine Exklusivvermarktung sondern verstehen uns als weitere Möglichkeit zusätzliche Einnahmen zu generieren. Und mit der Backfill-Einstellung können auch andere Vermarktungsmöglichkeiten genutzt werden.
3. Wie stark ist die Nutzung Ihrer Plattform? Gibt es genügend Advertiser, die Werbung buchen?
Wir sind noch ein junges Unternehmen und das Team ist seit 1. Dezember an Board.
Bereits jetzt haben wir einige Kampagnen laufen und die Anfrage nach Kampagnen wächst mit jedem Tag.
4. Gibt es Zugangsbeschränkungen? Muss man bestimmte Besucherzahlen aufweisen, um bei Ihnen Werbeplätze anbieten zu können?
Es gibt Zugangsbeschränkungen im Bezug auf Content (Keine Gewalt, Porno, etc.) nicht aber wegen zu geringer Besucherzahl.
Viele Kampagnen laufen aber mit einem FC 1/24 und da macht es für sehr kleine Seiten nicht so viel Spass.
5. Welche Abrechnungsmodell gibt es bei Ihnen (TKP, Festpreis, CPC)? Wie und wann wird ausbezahlt?
Wir vergüten nach TKP und zwar innerhalb von zwei Monaten nach Zahlungseingang durch den Advertiser an die im Nutzerkonto hinterlegte Bankverbindung des Publisher. Über ein CPC Modell denken wir aber auch nach.
6. Welche Tipps können Sie Website- oder Blogbetreibern geben, die Werbeplätze verkaufen wollen? Wie bekommt man möglichst viele Werbepartner?
Nun, ein Marktplatz wie Adjug bietet die Möglichkeit über eine einzige Verkaufsstelle viele Advertiser anzusprechen.
Man sollte in der Preisgestaltung flexibel sein und ein bisschen Geld für unverkauftes Inventar ist immer noch besser als gar nichts.
7. Warum sollten man bei Ihnen Werbung buchen? Was sind die Vorteile für Advertiser?

Wir geben den Werbetreibenden volle Transparenz im Bezug auf Platzierung, Pricing und Conversions-Daten, also wo hat was am besten funktioniert.
Wenn wir ein Trackingpixel setzen können, dann optimieren wir jede Kampagne nach Werbemittel und Platzierung. Post View Conversion Tracking bis 30 Tage und mehr sind bei uns möglich.
Und eine Portion kostenloses Branding ist auf vielen unserer Topsites natürlich inklusive.
8. Welche Targeting-Möglichkeiten habe ich? Wie genau kann ich meine Werbebanner-Anzeige steuern?
Targeting nach Channels, Länder, Regionen, City, Wochentagen, Tageszeiten und Retargeting. Natürlich auch Cherry Picking nach einzelnen Websites, Platzierungen und Bannergrößen.
9. Welche Reichweite kann ich bei Ihnen erzielen? Kann ich auch für ein Nischenthema Werbung machen?
Der Marktplatz wächst mit jedem Tag. Momentan haben wir gut 300 Million Imps pro Monat und unser mittelfristiges Ziel ist es, die erste Milliarde Impressions ganz schnell zu erreichen.
10. Ab welchem Budget lohnt es sich, als Advertiser bei Ihnen anzuklopfen?
Wir akzeptieren jedes Budget. Vor allem kleinere Advertiser nutzen die self booking Möglichkeit und buchen ab ca. 100 Euro ein.
11. Welche wichtigen Tipps haben Sie für neue Advertiser, die das erste mal bei Ihnen eine Kampagne starten wollen?
Tipps sind hier nicht wirklich notwendig. Einfach anmelden und danach ist das Interface einfach zu bedienen.
Sollte etwas nicht klar sein, einfach eine Email schicken oder anrufen. Wir helfen gerne und können dann auch noch gezielt beraten.
12. Auf was kann man sich in Zukunft bei AdJug.de freuen? Wohin geht die Entwicklung in den nächsten Jahren?
An erster Stelle steht für uns zunächst die erfolgreiche Etablierung von Adjug in Deutschland. Wir wollen den besten Marktplatz aufbauen, mit qualitativen Seiten und Werbeplätzen zu fairen Preisen. Wir wollen nicht der billigste Anbieter werden, sondern der preiswerteste im Bezug auf Performance.
Der Service, die Betreuung unserer Kunden gepaart mit absoluter Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit stehen mit an vorderster Front.
Im Bezug auf die Entwicklung in den nächsten Jahren haben wir die Vision, dass Marktplätze wie Adjug die Marktstrukturen auf den Kopf stellen werden und Displaywerbung eines Tages vielleicht nur noch so vertrieben werden wird
Danke für das Interview.
Herr Meisel gibt in diesem Interview und kurze und knackige Übersicht über das Werbe-Netzwerk AdJug.de.
Das Team ist hier in Deutschland erst ein paar Tage alt und deshalb wird es sicher noch ein wenig dauern, bis die Jungs und Mädels die volle Betriebstemperatur erreicht haben.
Doch schon jetzt macht das Netzwerk einen guten Eindruck und die guten Kontakte zu den großen Playern lässt positives hoffen.
Allerdings ist auch hier eine Voraussetzung, dass man gute Traffic-Zahlen mitbringt. Da viele Advertiser eine Frequency Cap einsetzen, lohnt es sich erst ab einer gewissen Zahl von Besuchern je Tag.
Weitere Infos zu Adjug.de findet ihr wie schon erwähnt, in meinem AdJug.de Artikel von Oktober.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- AdJug.de – neue Einnahmequelle für Blogger?
- AdWords Webpages – Die Werbe-Alternative
- Werbeeinnahmen steigern – Interview mit AdShopping.de
- Interview mit AdLoft-Gründer Philipp Petrescu
- Interview – Patrick Breitenbach – werbeblogger.de
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Mir persönlich sind die Informationen auf der Webseite zu gering. TKP hin oder her – interessant wären Beispiele mit vergleichbaren Kennzahlen und vor allem, welche Zielgruppen angesprochen werden. Eine ausführliche Übersicht über Publisher fehlt ebenso – oder habe ich diese übersehen? Werden Angebote für Webseiten aus dem IT-Umfeld für B2B und B2C angeboten und welche Konditionen? Viele Fragen ….
edit: Übersicht über Advertiser – nicht Publisher …sorry. leider kann man Kommentare hier nicht editieren
Das die Advertiser unter Verschluss gehalten werden ist eigentlich ganz normal. Das ist bei Trigami so und bei anderen Werbenetzwerken ebenso.
Hängt sicher unter anderem damit zusammen, dass man nicht möchte, dass sich der Publisher direkt an den Advertiser wendet.
Wie auch immer, perfekt ist AdJug sicher noch nicht. Mal schauen, wie es da in Zukunft weiter geht.
Agenturen, welche ihre Advertiser “unter Verschluss” halten, fehlt schon von vornherein die notwendige Transparenz um auch mittlelgroße und große Weblogs anzusprechen – was allerdings logischerweise das Ziel der Advertiser sein dürfte. Der private Blog von “Max Mustermann” mit 100 PI im Monat dürfte kaum die Zielgruppe der Advertiser sein. Professionelle Blogs schauen sehr viel mehr auf transparente Strukturen ihrer Vermarkter als diese oftmals denken. Oder bin ich da ein Aussenseiter?
Nein, Transparenz ist schon etwas gutes, allerdings kann ich da zum Teil auch die Netzwerke verstehen.
Im Gegensatz zum Affiliate-Marketing (Tracking-Technik etc.), hat eine Werbe-Plattform eigentlich keinen wirklich Existenzgrund, außer eben zu vermitteln.
Man könnte eben auch direkt mit dem Advertiser Kontakt aufnehmen, gerade wenn man ein mittleres oder großes Projekt betreibt.
Wie transparent dann die Netzwerke sind, die erst ab 500.000 oder 1.000.000 PIs aktiv werden, kann ich allerdings nicht beurteilen.
Hallo,
hört sich auf jeden Fall interesannt an. Aber was versteht man unter FC 1/24?
Paul
FR bedeutet Frequency Cap.
Bei 1/24 wird ein Werbebanner für einen Besucher einer Website nur einmal innerhalb von 24 Stunden angezeigt. Das wird in der Regel über einen Cookie geprüft.
Damit will der Advertiser sein Werbebudget möglichst optimal auf möglichst viele User verteilen. Damit nicht ein User, der 30 Seiten anschaut auch 30 mal dieselbe Werbung sieht.
Für Websitebetreiber ist eine FC von 1/24 natürlich nicht so optimal. Viele Advertiser haben aber auch eine FR von 1 Stunde. Kommt ein User also nach 2 Stunden wieder, dann sieht er auch wieder die Werbung.
Wir halten unsere Advertiser nicht unter Verschluß. Nur funktioniert unser Marktplatz eben anders als ein Affiliate Netwerk. Publisher stellen bei uns ihr unverkauftes Inventar ein und Advertiser buchen dann auf ausgewählten Seiten ihre Kampagnen ein. Beim Affiliate Netzwerk ist das eben genau anders rum.
Ja, es funktioniert wirklich anders herum.
Trotzdem wäre es vielleicht schon vor der Anmeldung für einen Publisher interessant, ob denn genügend passende Advertiser für die eigene Branche zur Verfügung stehen.
Der Normalfall ist ja, dass man sich anmeldet und dann wartet. Und entweder es wird was gebucht oder nicht.
Danke für die nützliche Information!