Tipps für erfolgreiche Business und Corporate Blogs

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Corporate Blogs und Business Blogs


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Karl-Heinz Wenzlaff ist Blog-Trainer, Unternehmensberater und Seminarveranstalter. Er hat sich auf Corporate Blogs und Business Blogs spezialisiert.

Deshalb habe ich im einige Fragen über das Bloggen im Firmenumfeld gestellt und er war so freundlich, diese zu beantworten.

Wer also mehr darüber wissen möchte, wie man als Selbständiger oder Unternehmen einen Blog am besten nutzt und erfolgreich macht, der sollte jetzt weiterlesen. Aber auch allen anderen Bloggern kann ich das Interview empfehlen.

1. Bitte stell Dich und Deinen Blog “blogtrainer.de” meinen Lesern vor.

Erst einmal vielen Dank, Peer, für die Einladung zu diesem Interview und einen herzlichen Gruß an die Leser deines Blogs!

Blogtrainer.de” habe ich Anfang 2007 als Business-Blog ins Leben gerufen, als ich mich als Unternehmensberater für moderne Online-Kommunikation selbstständig machte.

Ich lebe in Bernau bei Berlin und berate Unternehmen und Organisationen, die mit Corporate Blogs und Business Blogs starten möchten. Blogs sind aber nur dann erfolgreich, wenn die Autoren verstehen, was sie da treiben. Deshalb ist der wichtigste Teil meiner Beratung das Training der Mitarbeiter dieser Unternehmen. Aus dieser Aufgabe hat sich Anfang 2008 auch mein Geschäft als Seminarveranstalter und Trainer abgeleitet.

Seitdem leite ich im monatlichen Wechsel Blogging Seminare in Frankfurt am Main und in Berlin. Das sind acht verschiedene Seminartypen für sehr unterschiedliche Teilnehmergruppen, vom Online-Redakteur über den PR-Profi bis zum Online-Händler.

2. Du bist Web 2.0 Berater, Trainer und Coach. Welchen Stellenwert hat Dein Blog für Deine Arbeit?

Das Blog ist zunächst einmal meine Unternehmenswebsite, und somit mein wichtigster Kommunikations- und Vertriebskanal. Mehr als die Hälfte meiner Seminarteilnehmer buchen direkt über mein Blog.

Auch die Anfragen nach Inhouse-Seminaren und Beratungsanfragen erreichen mich hauptsächlich über das Blog. Ich spare mir also eine „klassische“ Homepage und bündele auf diese Weise auch im SEO-Sinn alle externe Linkkraft auf mein Angebot.

3. Was waren Deine Ziele beim Start des Blogs?

Internet-Dienstleistungen lassen sich am besten übers Internet verkaufen. Da es in Deutschland nur noch ein einziges relevantes Internetportal gibt, habe ich mich voll auf dieses eine konzentriert.

Welches Portal das sein soll? Kleiner Tipp: Es ist exakt 352 Pixel breit und 18 Pixel hoch ;-) und heißt „Google-Suchschlitz“.

Es war mir also wichtig, mit meinen Angeboten dort nach vorn zu kommen. Das war mit einem Blog und der richtigen Keyword-Effizienz-Analyse viel leichter als mit einer herkömmlichen Seite.

4. Wie verlief der Start Deines Blogs und wie hast Du ihn bekannt gemacht? Welche Vermarktungsmaßnahmen waren besonders effektiv?

Spezielle Blogpromotion ist bei einem Business-Blog genauso wichtig wie bei privaten Blogs. Das behandele ich ausführlich in meinen Seminaren.

Noch wichtiger aber ist aktive Kommunikation: Lies andere Blogs deiner Nische, schreibe dort gehaltvolle Kommentare, reagiere positiv auf Kommentare auf deinem eigenen Blog und bedanke dich bei deinen Kommentatoren.

5. Wie hilfreich ist ein Blog, wenn es darum geht, sich als Experte für ein bestimmtes Thema zu positionieren? Hat Dir Dein Blog dabei geholfen?

Ich sehe im Moment kaum ein besser geeignetes Mittel als ein Blog, um sich selbst als Experte zu positionieren. Das Schreiben eines oder mehrerer Fachbücher bei guten Verlagen erreicht vielleicht noch ähnliche Effekte.

Um ein Beispiel zu nennen: Wenn du heute ein Problem im Onlinerecht hättest, sagen wir mal eine krumme Abmahnung, wo würdest du Hilfe suchen? In den Gelben Seiten oder bei den Top 10 der bloggenden Rechtsanwälte in Deutschland?

6. Was ist das Geschäftsmodell hinter Deinem Blog? Du bietest Leistungen und Seminare auf Deinem Blog an? Wie gut funktioniert die Kundengewinnung per Blog?

Corporate Blogs und Business Blogs
Für Internetdienstleistungen funktioniert Kundengewinnung per Blog ganz ausgezeichnet, wenn man seine Leser erst einmal an das Blog „gefesselt“ hat.

Einerseits braucht dieser Prozess Zeit, andererseits lohnt es sich, viele Wege auszuprobieren, die Kunden auf das Blog aufmerksam zu machen. Dazu gehört Präsenz in alten und neuen Foren, Twitter, Präsenz in Social Network Services und Social Newsrooms wie Friendfeed.


7. Welche Tipps hast Du für Selbständige, die sich selber und ihre Leistungen auf einem Blog präsentieren wollen?

Ziehen Sie weder gedanklich noch technisch eine Demarkationslinie zwischen Blog und Website. Blogs sind die besseren Corporate Websites, besonders für Einzelunternehmer und Freiberufler.

Starten Sie auf eigener Domain. Es bringt nichts, wenn Sie Ihr Business Blog bei Massenhostern wie Blogger.com (Blogspot) oder WordPress.com einrichten. Das ist verschenkte Zeit und verschenkte Mühe, und Sie arbeiten gewissermaßen für fremden Ruhm. Falls Sie es schon getan haben sollten: Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen da raus.


8. Würdest Du heute mit Deinem Blog nochmal alles genauso machen oder gibt es Dinge, die Du heute anders machen würdest?

Ich würde mich beraten lassen! Einige Businessblogger neigen dazu, alles selbst machen zu wollen, vom Layout über die Inhalte bis zur Suchmaschinenoptimierung.

Dadurch verlieren sie enorm viel Zeit und zahlen Lehrgeld ohne Ende. Zwischenzeitlich hat ihr Wettbewerber das Thema schon längst besetzt und sich einen guten Namen gemacht.


9. Du berätst Firmen unter anderem bei der Umsetzung von Corporate Blogs? Welchen Stellenwert haben diese heute in der Wirtschaft?

Große Unternehmen sind zögerlicher mit der Einführung von Blogs als kleine. Teilweise steckt die Angst dahinter, Kontrollverluste zu erleiden. Auch die Schwerpunkte liegen anders.

Bei großen Unternehmen findet man oft Mitarbeiter- oder Azubiblogs, die dem Recruiting, der Mitarbeiterbindung und der Außendarstellung der Unternehmenskultur dienen.

Weitaus spannender finde ich Service- und Produkt-Blogs, die direkt der Kundenbindung und Umsatzsteigerung dienen. Hier tut sich aktuell sehr viel auf dem deutschen Markt.


10. Was ist Dein wichtigster Tipp für jemanden, der einen Corporate Blog starten will?

Für „Small Business Blogger“: Nie ohne Konzept starten, auf jeden Fall Beratung suchen.

Für große „Corporate Blogs“: Die richtige Auswahl und Schulung der Projektteilnehmer ist entscheidend für den Erfolg, nicht das Blogsystem oder das Design des Blogs.


Danke Karl-Heinz für deine Antworten.

Ich denke, dass hier ein paar wichtige Punkte angesprochen wurden. Gerade wenn man einen Blog professionell betreiben will, kommt es auf Qualität und Schnelligkeit an. Alles selber machen zu wollen ist da nicht immer eine gute Idee.

Wer viel Erfahrungen mit Blogs hat, kann sicher einiges selber umsetzen. Jedoch stellen auch Business und Corporate Blogs besondere Anforderungen, die nicht jeder kennt.

Und das letzte was man als Selbständiger oder Unternehmen will ist, alle Fehler nochmal zu machen, die andere schon vorher durchgemacht haben. Professionelle Beratung lohnt sich also nicht nur auf Grund des höheren Know Hows, sondern auch durch die Zeitersparnis.

Im Web 2.0 fressen nicht unbedingt die Großen die Kleinen, sondern eher die Schnellen die Langsamen.

Wer interessante Informationen zu Business und Corporate Blogs haben möchte, der sollte sich den Feed von Blogtrainer.de abonnieren.


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Kommentare

  1. meint

    Gelungendes Interview, hat mir echt gefallen und war sehr Informativ. Aber es ist ja iwie doch wie bei jeder Sache man sollte nicht immer alles alleine machen auch wenn man Ahnung von hat. Ist ja wie beim Auto wenn man immer alles selber repariert und wartet weil man die ahnung von hat, kann man durchaus mal etwas vergessen oder die Qualität leidet darunter weil einfach die zweite Meinung bzw. Person fehlt, die es aus einer andern Sicht sieht.

  2. meint

    Bin zwar schon länger im Blogger Buisness aber ich werde mir den Tip bzw. die Website mal anschauen =) Allerdings bezweifle ich , das für mich selbst noch viel neues und unbekanntes rausspringen wird.

  3. meint

    Gerade bei Bloggern, aber auch bei vielen Selbständigen ist es aber so, dass man versucht alles selber zu machen. Das spart Kosten.

    Allerdings ist das sicher nicht optimal. Aber es fällt halt vielen schwer, Arbeit auszulagern und externes KnowHow zu nutzen.

  4. meint

    Ich weiß nicht warum mich persönlich diese “ich muss mich umbdingt gut Verkaufen”-Masche in diesem Interview stört. Das ganze klingt ja so, als müsste man fürs bloggen erst mal in einen Kurs gehen, bis das man das kann.

    Wohingegen doch Bloggen gerade durch Persönlichkeit und eigenem Stil ausgemacht wird. Wie man einen Blog monetarisiert, ok, das würde ich noch verstehen, das sollte man mal gelernt haben, weil sonst der Weg steinig ist, aber sonst…

    Ich meine, an Blogs fasziniert mich (auch an diesem z.B.:) dass es sehr natürlich wirkt, nicht gestellt. Wenn man sich immer, bei den Besuchern bedankt, Kommentare auf anderen Blogs nur schreibt, um Besucher anzulocken etc. , sowas merkt man.

    Grundsächlich stimme ich zwar dem Blogberater da zu, aber vom Gefühl her, wirkt es so, als wär das gestellt und mit Absicht wichtig geredet….

  5. meint

    @ Humanity
    Du hast grundsätzlich recht. Firmen-Blogs wirken oft nicht natürlich, sondern gestellt. Und das ist nicht gut.

    Allerdings musst du folgendes bedenken:

    Für dich und mich sind Blogs etwas ganz normales. Für viele Firmen sind sie es nicht. Da hilft ein Berater schon sehr weiter. Und Beratungen sind in der Wirtschaft ganz normal. Man kauft sich eben Know How ein.

    Und das “Sich Verkaufen” ist für Firmen und Selbständige elementar. Ich höre immer wieder “Meine Produkte/Dienstleistungen sind so gut, die verkaufen sich schon.” Nein tun sie nicht. In einer Welt, die voll von Werbung ist und wo alle um Aufmerksamkeit buhlen, muss man als Firma und als Selbständiger professionell an die Sache ran gehen und sich bestmöglich verkaufen.

  6. meint

    Mittlerweile sollte man Blog nicht mehr von anderen CMS Systemen formal trennen. Die redaktionelle Geschwindigkeit wird von vielen grossen Internetseiten seit langer Zeit vorgelegt. Ich warte nur darauf, das wir einfach insgesamt von Artikrln reden, egal ob es ein. Log oder ein Zeitungsergebniss ist.

  7. meint

    Gutes Interview, das alle wesentlichen Punkte zusammenfasst.
    Ich habe selbst vor zweieinhalb Jahren mit meinem ersten Blog angefangen und war über die Besucherresonanz, die sich mit der Zeit ntwickelte, sehr überrascht. Auch Kundengewinnung und – wie in meinem Fall – Promotion meiner Persönlichkeitsseminare – funktioniert ausgezeichnet über den Blog.

    Das wichtigste sind gute, packende Beiträge aus meiner Sicht.

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