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Was sollte man für eine Arbeitsstunde berechnen?
Peer Wandiger - 15 Kommentare - Selbständig - Ähnliche Artikel


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Ich hatte schon in der Vergangenheit Artikel zum Thema “Stundensatz Kalkulation” veröffentlicht.

Das ist kein leichtes Thema, mit dem man sich eigentlich recht ausführlich beschäftigen sollte. Doch viele Selbständige nehmen hier die Abkürzung bzw. machen es sich zu leicht.

Wie kommt der eigene Stundensatz zustande?

Man schaut sich an, was die Konkurrenz nimmt und richtet sich dann meist etwas darunter ein.

Die Marktpreise sind natürlich auch nicht unwichtig, aber ein Selbständiger muss viele Dinge mehr aus der eigenen Tasche bezahlen, als das z.B. ein Angestellter muss. So muss man von den Einnahmen nicht nur wieder die Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen (daran denken viele auch nicht, bis die große Forderung kommt), sondern auch die gesetzliche oder private Krankenversicherung bezahlen, eine Altersabsicherung finanzieren und einiges mehr.

Und natürlich braucht man auch Geld zum Leben und auch das eigene “Geschäft” braucht mehr oder weniger hohe Investitionen. Und das immer wieder.

Man sollte sich also ausführlich Gedanken darüber machen, was man als Stundensatz (aus dem sich dann ja auch ggf. Festpreise errechnen) nehmen will.

Denn hat man erstmal zu niedrige Preise am Markt eingeführt, kann es unter Umständen schwer sein, diese wieder anzuheben.

Der Stundensatz-Kalkulator

Stundensatz Kalkulator
Mit dem Guru-20.info-Stundensatz Kalkulator kann man sehr detailliert den optimalen Stundensatz errechnen lassen.

Dieser ist für Freelancer gedacht, eignet sich aber auch für Selbständige, die hauptsächlich im Büro arbeiten.

geschäftliche Kosten
In einer sehr langen Liste kann man im 1.Schritt die geschäftlichen Ausgaben eintragen. Darunter fallen Punkte wie etwa die Kosten für das Büro und die Reisekosten. Aber auch Kosten für die Ausstattung und die Büromaterialien werden berücksichtigt.

Reicht einem die Eingabe einer Summe für so einen Teilbereich nicht aus, kann man noch jeweils eine Detailansicht aufklappen. Dann sieht man noch detaillierte Eingabefelder. Beim Büro kann man so einzeln die Quadratmeter, den Strom- und Wasserverbrauch, die Heizungskosten und sonstige Ausgaben eingeben.

Das ist alles schon sehr ausführlich gemacht. Bei jedem Punkt gibt es zudem eine kleine Erläuterung. Sehr schön.

private Kosten
Weiter geht es mit dem Punkt “Das Leben”.

Hier fallen private Ausgaben, wie etwa die Wohnung, Freizeit, Essen etc. drunter. Auch diese Liste ist schön ausführlich und die einzelnen Positionen können nochmal aufgeklappt werden.

Arbeitsstunden
Im 3. Schritt geht es an die Eingabe der Arbeitsstunden.

Hier zählen nicht nur die tatsächlichen Arbeitsstunden, sondern auch, wie viel Prozent davon man wirklich einem Kunden in Rechnung stellen kann.

Urlaub und Krankheit müssen auch bedacht werden.

Gewinn und Steuern
Im vorletzten Punkt soll man seinen Wunschgewinn und die Steuerbelastung eingeben. Vor allem letzteres ist noch nicht optimal gelöst. Es wäre schön, wenn einem ein kleiner Rechner den ungefährer Steuersatz vorgeben würde. Das sollte möglich sein.

Das Ergebnis
Hat man alles ausgefüllt, dann präsentiert der Stundensatz-Rechner die Ergebnisse. Aus dem Jahresumsatz und den Kosten errechnet sich ein Stundensatz.

Zudem bekommt man den Break-Even Stundensatz, unter den man auf gar keinen Fall gehen darf.

Stundensatz Kalkulation
Aber das ist nicht alles. Der Rechner gibt auch noch Empfehlungen. So vergleicht das Tool den eigenen Stundensatz mit dem Durchschnitt in Österreich. Richtig gelesen, es ist kein Tool aus Deutschland. Aber das ist nicht so tragisch. Denn auch in Deutschland gibt es riesige Unterschiede. Ich möchte mal die Stundensätze in Bayern und in Mecklenburg-Vorpommern sehen.

Hat man die Detailfelder ausgefüllt, wird einem auch mitgeteilt, ob man z.B. genug für Werbung ausgibt oder nicht und wie viel man für zukünftige Investionen ungefähr zurücklegen sollte.

Fazit

Alles in allem ist es ein sehr guter Stundensatz-Kalkulator. So viele Details habe ich noch in keinem andere Kalkulator gesehen und das macht die Nutzung auch zeitaufwendig.

Aber wer sich gerade in die Selbständigkeit stürzt, der sollte sich die Zeit auf jeden Fall nehmen. Schon beim Eingeben der Kosten wird vielen ein Licht aufgehen. Es sind doch mehr, als man normalerweise denkt.

Ich finde den Kalkulator zwar noch etwas unübersichtlich und man hätte die einzelnen Punkte auf jeweils eine extra Seite packen können, aber insgesamt kann ich den Stundensatz-Kalkulator von Goru-10.info jedem Existenzgründer ans Herz legen.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
15 Kommentare und Trackbacks zu 'Was sollte man für eine Arbeitsstunde berechnen?'

Kommentare zu 'Was sollte man für eine Arbeitsstunde berechnen?' mit RSS

  1. 1 Nico Schubert kommentierte am 17.04.2009 um 15:32 Uhr

    Huhu,

    das Tool ist richtig gut. Habe eben mal mein Stundenpreis ausgerechnet und bin auf das gleiche Ergebnis gekommen wie ich zur Zeit verlange. Echt gut das Tool, man spart sich viel Zeit mit rechnen wenn sich was an den Kosten ändert.

    Grüße Nico

  2. 2 Elusian kommentierte am 17.04.2009 um 16:53 Uhr

    Schönes Tool, kann einem echt nur ans Herz gelegt werden, zumindest weiß ich jetzt das ich bisher weit über meine Verhältnisse verdient habe *g*

    Was so einiges erklärt xD

  3. 3 Peter kommentierte am 17.04.2009 um 17:14 Uhr

    Gute Tool der sicherlich manche zum Nachdenken zwingen wird :)

  4. 4 Kai Köpke kommentierte am 17.04.2009 um 17:31 Uhr

    Kann mich nur anschließen, ein super Tool, welches ich auch für meine Kalkulation verwende. Der Rechner berücksichtigt echt alles.

    Gruß, Kai

  5. 5 David Gerlach kommentierte am 17.04.2009 um 19:54 Uhr

    Auch von mir vielen Dank für den Tipp. Vor allem auch, weil ich in letzter Zeit mal wieder Kollegen kennengelernt hab, die super Arbeit geleistet, sich aber eindeutig “unter Wert” verkauft haben, also eigentlich weit mehr Geld für ihre gute Leistung hätten nehmen können. Ich denke, dass diese nicht an die Zukunft und den Fiskus am Ende des Jahres gedacht und entsprechend kalkuliert haben. :-)
    Werde das Tool ich auch direkt mal weiterempfehlen!
    Beste Grüße, David

  6. 6 Wahrheit Online kommentierte am 19.04.2009 um 08:53 Uhr

    Das BMWi hat einige “interaktive Tools”:

    http://www.softwarepaket.de/9.2/online-hilfen/interaktiv/54,0,0,1,0.html

  7. 7 datenkind kommentierte am 19.04.2009 um 14:51 Uhr

    Was ich nur raten kann: Kalkuliert großzügig. Als Selbstständiger hat man auch mal mehrere Tage, wenn Pech Wochen, Leerlauf. Dann muss Kapital da sein. Setzt nicht zu tief an, Arbeitszeit kostet nunmal Geld. Wer zu tief ansetzt kommt da nur schwer wieder raus, wenn er irgendwann, aufgrund gestiegener Kosten, neukalkulieren muss. Dass dann dem Kunden zu erklären wird meist noch schwieriger.

  8. 8 kostenlose sms kommentierte am 20.04.2009 um 14:43 Uhr

    ja datenkind, das stimmtwohl, aber dennoch ist in dieser zeit es sowieso schwer hohe kosten zu rechtfertigen, klar geben die leute mitlerweile wieder gerne mehr geld aus um etwas vernünftiges zu haben, aber dennoch wollen die meisten doch alles umsonst oder für nen appel und nen ei. ich denke die seite ist schon ganz gut, aber setzt doch ziemlich hoch an, ich selbst habe den ca. 2/3 Stundenpreis, als der, der dort angegeben ist. Bei höheren Preisen würde kaum einer meine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Das sollte man bedenken….

  9. 9 Kevin kommentierte am 21.04.2009 um 12:48 Uhr

    Auch nochmal ein Dankeschön für den guten Link, kommt mir gerade recht.
    So ausführlich, da muß man sich zuerst einmal ernsthaft Gedanken über die eigenen Kosten machen muß.

    Tolle beschreibende Texte und Auswertungen die mitgeliefert werden, kann man nur weiterempfehlen.

  10. 10 Nils kommentierte am 21.04.2009 um 22:08 Uhr

    Super Tool, aber hoffentlich zahlt der Kunde dann auch den Preis den man sich ausgerechnet hat…

  11. 11 Juergen kommentierte am 25.04.2009 um 21:38 Uhr

    Sicherlich muss man vieles berücksichtigen, aber ein schöner Stundensatz ohne Auftrag bringt auch nichts. Sicherlich muss man Beträge errechnen , die die eigenen Kosten decken, aber ebenso muss man seine eigene Schmerzgrenze definieren.

  12. 12 Timmy kommentierte am 25.04.2009 um 21:51 Uhr

    Man sollte aber einen Bereich haben, mit dem man leben kann. Ohne Aufträge bringen auch tolle Stundensätze nichts…

  13. 13 Peer Wandiger kommentierte am 25.04.2009 um 21:57 Uhr

    Ja, aber ohne genug Bezahlung bringen auch viele Aufträge nichts. Man muss sicher den Mittelweg finden. Dafür muss man aber erstmal wissen, was man minimum verdienen sollte und dann kann man schauen, was am Markt durchsetzbar ist.

  14. 14 r.vornwald kommentierte am 26.04.2009 um 16:42 Uhr

    Ein guter Ansatzpunkt dieser Kommentar.
    Viele angehende Existenzgründer berücksichtigen oftmals bei der Planung Ihres Unternehmenskonzeptes die Kalkulation nur ungenügend oder zu allgemein. Wenn dann das gespräch mit der Bank ansteht und Fragen zur Kalkulation auftauchen, kommen viele Gründer oftmals ins Schwitzen. Daher schadet es nie, sein Unternehmenskonzept nochmals prüfen zu lassen, ein Gründungsberater oder Steuerberater kann hierbei wertvolle Hilfe geben, da diese solche Fallstricke kennen und ein geprüftes Konzept bei der Bank oftmals einen höheren Stellenwert geniesst.Dies sollte auch im Interesse eines jeden angehenden Existenzgründers liegen, will er schwarze Zahlen schreiben und nhct etwa “draufzahlen.Weitere Informationen für angehende Existenzgründer auf
    http://www.gruneder-konzepte.de

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