Dieser Gastartikel wurde von Rebecca Neuerberg geschrieben.
Googles Anzeigenblöcke, Contentlinks und Banner flimmern über so manche Website im Netz. Als Seitenbetreiber hat man natürlich die Absicht die Einnahmen, die sich aus dieser cleveren Werbeform ergeben, zu maximieren.
Vielmals werden diesbezüglich allerdings völlig falsche Schlussfolgerungen angestellt, wie etwa dass man versucht möglichst viele Anzeigenblöcke auf einer Seite unterzubringen und so die Klickwahrscheinlichkeit eines einzelnen Besuchers vermeintlich zu erhöhen.
Andere Betreiber versuchen die Werbung farblich so anzupassen und zu “tarnen” dass es zu einer Verwechslung mit normalen Content kommt. In einigen Sonderfällen kann dies tatsächlich zu einer (meist nur kurzfristig andauernden) Einnahmensteigerung führen, doch in der Regel schadet es der Seite als solcher und schreckt die Besucher ab.
Wie geht man das Ganze also professionell an?
1. Profitable Themen wählen
Vergleicht man die durchschnittlichen Gutschriften pro Klick einer Seite für Flashspiele mit einem Portal für Finanznachrichten, so wird man schnell feststellen, dass bei Letzterem ein Vielfaches rumkommt.
Anzeigen die neben oder innerhalb von Finanznachrichten, Kredittipps, Immobilienthemen und Ähnlichem platziert werden verfolgen ganz andere Absichten als ein Banner der lediglich dazu verleiten soll sich bei einem Browsergame anzumelden.
Somit ist klar dass hinter contentabhängiger Werbung der genannten Themen einfach Investoren mit wesentlich mehr Kapital und gesteigerten Interesse am Besucher stecken.
Ein potenzieller Kunde der auf eine Seite geleitet wird, auf der er sich vielleicht gleich eine neue Kreditkarte zulegt oder gar einen Immobilienkredit beantragt, ist einfach eine ganze Ecke mehr Wert und dementsprechend werden solche Klicks zumeist auch wesentlich besser vergütet.
Generell lässt sich hierzu also sagen, dass, sofern es möglich ist, versucht werden sollte AdSense Werbeflächen nahe solcher Inhalte zu platzieren. Wer meint ein Projekt zu betreiben bei dem nur oder hauptsächlich minderwertige Klicks ausgeführt werden oder schlichtweg die Quantität der Klicks als gering einschätzt, der sollte sich überlegen, ob er nicht lieber auf View-vergütete Modelle, Layer- oder Magic-Corners anderer Anbieter zurückgreift.
2. Werbemittel richtig platzieren
Es ist wichtig, ein angebrachtes Mittelmaß zwischen Aufdringlichkeit und dezenter Zurückhaltung zu wahren. Werbung sollte nicht als störend empfunden werden, darf aber auch nicht so platziert werden dass sie gänzlich übersehen wird. Einige Seitenbetreiber greifen hier auf den Trick zurück das Werbemittel für den Betrachter als eine exklusive Empfehlung erscheinen zu lassen.
Wird beispielsweise ein Beitrag über Handytarife verfasst und am Ende oder im Fazit dieses Textes ein AdSense-Werbemittel eingebaut, so kann dies als weiterführende Information zum Bericht, den der Besucher hoffentlich aufmerksam gelesen hat aufgefasst werden.
Die Klickwahrscheinlichkeit ist dementsprechend um ein Vielfaches höher und es besteht auch ein gesteigertes Interesse sich den Inhalt hinter der angeklickten Seite genauer anzuschauen.
3. Nicht zu viel AdSense pro Seite
Oft lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Link- oder Bannerklicks steigern indem man statt einer Anzeige gleich zwei platziert. Es ist allerdings ein Trugschluss, wenn man nun meint dass eine dritte oder gar eine vierte Anzeige auf ein und derselben Unterseite automatisch zu einer weiteren Steigerung führt.
Eine Seite sollte auf keinen Fall mit AdSense überfrachtet werden! Auch hier muss ein gesundes Maß gefunden werden, an dass man sich in den meisten Fällen auch Stück für Stück herantasten muss. Es schadet nichts gelegentlich eine Anzeige hinzuzunehmen oder eine andere zu entfernen und zu untersuchen, wie sich dass auf die Einnahmen insgesamt auswirkt.
4. AdSense verteilen
Man kann zum Beispiel den Ansatz verfolgen, dass immer mindestens eine Anzeige sichtbar ist. Handelt es sich um eine Unterseite mit sehr viel Text, durch die gescrollt werden muss, so kann man die Entfernung von einer zu nächsten Anzeige so wählen, dass sich stets ein Werbemittel im sichtbaren Bereich befindet.
Zusätzlich oder in Verbindung damit macht es unter Umständen Sinn AdSense Werbung im kleinen Umfang zu nutzen um leere Flächen der Seite auszufüllen.
Fazit
Ist man auf den maximalen AdSense Profit aus, so ist das Einrichten entsprechender Werbung also ein Thema, dass schon im frühen Entwicklungsstadium eines Webprojektes bedacht werden sollte.
Schon in der Planung sollte man sich Gedanken darüber machen, wo man welche Werbeblöcke am besten und profitabelsten Unterbringen kann und welche Themen man für ein Webportal wählt.
Ist ein Webportal oder ein Blog also werbetechnisch richtig konzipiert, umgesetzt, beworben und besucht, so lassen sich mit Google Ad-Sense beste Einnahmen erzielen.
Anmerkungen durch den Blog-Inhaber
Grundsätzlich kann ich den Aussagen in diesem Gastartikel nur zustimmen. Er richtet sich an Neueinsteiger in die Materie und behandelt deshalb die Basics im Umgang mit AdSense.
Aus diesem Blickwinkel wurden die wichtigsten Themen behandelt und man bekommt einen guten Überblick über die Funktionsweise von AdSense und wie man die AdSense-Anzeigen am besten einbaut.
Der große Einfluss des Themas und die richtige Platzierung sind sehr wichtig für den Erfolg mit AdSense.
Allerdings möchte ich noch ein paar Dinge ergänzen:
- Soweit ich weiß, sind pro Seite nur 3 AdSense-Anzeigen-Blöcke einer Art erlaubt. Man kann also max. 3 Text-Banner einbauen und könnte zusätzlich z.B. noch Linkblöcke einbauen.
- AdSense zeigt automatisch im ersten AdSense-Block im Code die teuersten Anzeigen an. Es kommt also darauf an, an welcher Stelle im Quellcode einer Seite eine AdSense-Block kommt. Der AdSense-Block mit der höchsten Klickrate sollte deshalb auch als erster im Quellcode erscheinen.
Meist tritt dieses Problem auf, wenn man im Header einen AdSense-Block hat und im Content. Oft ist die Klickrate des Content-AdSense-Blocks höher, aber die teureren Anzeigen stehen im Header, da dieser Block als erstes im Code vorkommt.
- Wie bei vielem im Netz heißt es auch bei AdSense-Werbung testen, testen, testen. Verschiedene Positionen sollten durchgetestet werden. Unterschiedliche Farben und Größen sollten ebenfalls probiert werden. Aber immer nur eine Sache ändern und dann eine Weile beobachten.
Weitere Tipps für die Optimierung von AdSense-Anzeigen findet ihr in meinem Artikel “15 AdSense Tipps“.
Du hast Interesse einen Gastartikel hier auf “Selbständig im Netz” zu veröffentlichen? Dann einfach eine eMail mit kurzer Vorstellung und Artikelideen an autor@selbstaendig-im-netz.de senden.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- AdSense-Einnahmen verdoppeln – ein AdSense-Erfolgsrezept
- 32% mehr Einnahmen mit diesem einfachen AdSense-Trick
- Einnahmen von AdSense, Linklift, Text-Link-Ads
- Google beendet AdSense-Partnerprogramm
- 15 Google AdSense Tipps für mehr Klicks und höhere Klickpreise
Im Forum von Selbständig im Netz diskutieren
Der Eintrag hat Dir gefallen?
Dann abonniere den Blog-Feed!



















Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









In dem Artikel kommt es ein bisschen so rüber, als ob man es anstatt mit einer Nische lieber mit einem hart umkämpften Begriff versuchen soll. Und genau darin sehe ich den Fehler. Natürlich könnte ich mir eine Seite über Detektive oder Krankenversicherungen erstellen, nur wo soll da der Traffic herkommen? Als Nicht-SEO oder Einsteiger ist man da doch komplett chancenlos. Aus diesem Grund würde ich jedem Einsteiger raten es erst einmal mit Nischen zu probieren und eher auf die Konkurrenz bzw. die SERPs zu achten, anstatt auf die Klickpreise bei AdSense.
Grüße, Flo
Danke wiedereinmal für die hilfreichen Tips.
@Flo
Es gibt durchaus eine beachtliche Suchvolumen zu diesen Themen. Die Frage ist eigentlich nur, wie kanalisiere ich diese zu meine Seite?
@ Flo/Peter, da muss ich dir widersprechen. Meiner Meinung nach ist es besser – wenn man mit Adsense Geld verdienen will – ein großes, gutbezahltes Thema aufzugreifen. Wie die Besucher kommen? Über Long-Tail-Keywords. Natürlich braucht man dazu viel guten Content. Also es reicht nicht, dass man 3 Seiten hat und auf das große Geld hofft, aber mit 50-100 guten Artikeln und guter Offsite-Optimierung lässt sich auch ordentliches Geld machen.
Gruß
@Peter: Das sicherlich, nur glaube ich nicht, dass es für einen Einsteiger (wie Peer ihn erwähnte) besonders einfach ist, mit Keys wie “Girokonto” oder “Tagesgeld” gut zu ranken. Kein gutes Ranking = kein Traffic = kein Umsatz. Dann nehme ich doch lieber den geringeren Umsatz mit schwächeren Keywords.
Ich gebe Flo Recht. Natürlich kann ich Nachrichten aus dem Finanzbereich aufgreifen und auch schön Adsense einbinden, aber die Seite muss für ein wenig Umsatz auch Traffic haben. Und – machen wir uns nichts vor – Traffic, gerade im Nachrichtenbereich kommt zu 95% von Google. Bis so eine Finanznachrichtenseite aufgebaut ist und auch entsprechende Rankings vorweisen kann und somit auch Traffic bekommt, gehen viele, viele Monate ins Land und natürlich muss man auch zu Beginn Geld investieren. Sicherlich eine gute Sache für Webmaster, die schon eine entsprechende Domain in dem Thema besitzen und ein kleines Netzwerk haben, für Anfänger aber definitiv nicht der richtige Tipp.
Auf AdSense zu setzten, von dem Gedanken solltet ihr euch überhaupt mal trennen.
Pauschal behaupte ich mal, das man durch Direktvermarktung mehr Einnahmen zusammen bekommen würde, als mit AdSense.
@ nastorseriessix
Also man kann mit AdSense schon ganz nette Sümmchen rausholen. Allerdings ist dafür viel, viel Traffic notwendig.
Für Blogs gibt es da sicher oft effektivere Alternativen.
Also Ihr habt da jetzt echt auf ne Idee gebracht. Habe früher mal Day Trading hauotberuflich an der New Yorker Börse betrieben. Leider ohne dauerhaften Erfolg, aber vielleicht ist es eine Idee in Finanzblogs tätig zuwerden…
@Andy
Ich habe heute auch schon meine BWL-Mutti angequatscht, ob sie nicht Lust hat, ein paar Finanz-Artikel für mich zu schreiben.
@haviki
Long-Tail ist natürlich eine Möglichkeit, da gebe ich dir Recht. Trotzdem denke ich, dass es für einen Einsteiger einfacher und erst einmal sinnvoller ist, wenn er auf Nischen-Begriffe optimiert. Wenn es sich bei dieser Nische auch noch um ein Produkt handelt, dann kann man zusätzlich mit Amazon eine Stange Geld verdienen. So würde ich es zumindest bevorzugen, aber es gibt viele Wege zum Ziel und jeder Jeck ist anders.
Das kommt dabei heraus, wenn man einen Artikel wegen des Backlinks schreibt. Das ist der mit Abstand dünnste Text, den ich hier seit langem gelesen habe. Und hätte Peer nicht noch ein paar handfeste Informationen injiziert, wäre er glatt umgekippt. Schade.
Microsoft startet Konkurrenten zu Googles AdSense:
aktien-boersen.blogspot.com/2009/04/microsoft-startet-konkurrenten-zu.html
Meinungen?
@maine: Meinungen? Klar! Mit Abstand eine der beschissensten Webseiten die ich je gesehen habe. Content 1 zu 1 kopieren und die Seite mit unverschämt viel Werbung zu bombadieren. Eine echte Seuche …
Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass der Kommentar nicht manuell erstellt worden ist.
Also die gute Fee Rebecca sagt wie man Adsense verteilen soll und im Nachsatz dann das:
“Soweit ich weiß”, sind pro Seite nur 3 AdSense-Anzeigen-Blöcke einer Art erlaubt.
Aja, soweit ich weiß … ist es nachts draußen kälter wie drinnen … oder so …
wenn man solche Tipps gibt, sollte man doch über den aktuellen Stand informiert sein?
Oder nicht?
Bella
Ach Bella,
da war ich einfach zu faul die Quelle raus zu suchen. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen.
Die entsprechenden Google-Richtlinien findet ihr auf der Google AdSense Seite.
Max. drei Anzeigenblöcke pro Seite. Zusätzlich max. 3 Linkblöcke und 2 Suchergebnisfelder.