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Das Management-Tool CONSIDEO MODELER
- 9 Kommentare - Peer Wandiger | Geschäftsmodelle, Planung, Selbständig



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Vor einer Weile hat mich die Firma Consideo GmbH kontaktiert und angefragt, ob ich an der Testversion ihrer Business-Software “CONSIDEO MODELER” interessiert sei.

Nach ein wenig Informationsaustausch war klar, dass es eine recht interessante Software ist, die mich spontan an ein Mind Mapping Tool erinnert hat, aber doch etwas anderes ist.

Ich habe mir die Software in den letzten Tagen angeschaut und finde den Ansatz, den die Software geht, wirklich interessant. Doch was genau macht dieses Management-Tool?

Der CONSIDEO MODELER

Um es gleich vorweg zu sagen, es handelt sich tatsächlich um ein Management-Tool. Es ist weder eine SEO-Software, noch etwas ähnliches für den schnellen Erfolg im Web.

Stattdessen ist die Software primär für Unternehmen gedacht, die ihre komplexen Unternehmensprozesse visualisieren und analysieren wollen. Auch die Referenzenseite, mit Unternehmen wie Otto, Philips, DB etc.zeigt, dass es sich nicht um ein Tool für Selbständige handelt.

Was macht die Software

In 5 Phasen kann die Software Geschäftsabläufe und komplexe Zusammenhänge darstellen.

Dazu legt man erstmal ein Projekt an und definiert einen Zeitraum.

Im zweiten Schritt kommen Erinnerungen an Mind Mapping Tools auf. Denn hier sammelt man Ideen und die Teilbestandteile des anvisierten Projektes. So kann man Märkte für die zu analysierenden Produkte festlegen, die Produkte selbst definieren und z.B. auch Vertriebskanäle zusammentragen. Aber auch Risiken und Chancen sind hier einzutragen. Am Ende des 2. Schrittes hat man also eine große Sammlung an einzelnen Elementen.

Consideo
Im dritten Schritt beginnt dann die Magie so langsam zu wirken. Hier verknüpft man die einzelnen Elemente und schafft so Ursache-Wirkungs-Modelle. Was passiert bei B, wenn ich bei A etwas ändere. Und das natürlich auch komplexer.

So baut man sich nach und nach alle Einflussfaktoren und Bestandteile des eigenen Problems/ der zu analysierenden Situation zusammen.

Im 4. Schritt kann man die einzelnen Elemente dann noch detaillierter definieren und z.B. Formeln einbauen und Daten importieren. Das führt uns dann zum letzten Schritt.

Consideo
Hat man die Zusammenhänge alle erfasst und den einzelnen Elementen Werte, Daten, Bedingungen etc. hinzugefügt, kann man mit diesem komplexen Ursache-Wirkungsmodell “herumspielen”.

Man kann die einzelnen Faktoren ändern, Einflüsse verändern etc. um zu sehen, wie sich das auf das Gesamtgebilde auswirkt. Welche Maßnahmen haben den größten Einfluss und welche haben keinen.

Auf der Website gibt es einige sehr schöne und sehr komplexe Beispiele für den Einsatz in großen Unternehmen zu sehen. Aber auch ein paar Beispiele aus unser aller Leben, z.B. ein Autokauf, wurde mit dem Tool nachgebildet. Und diese Beispiele geben auch einen sehr guten Eindruck davon, wie diese Software funktioniert und was der Sinn dieser Software ist.

Ein Video fasst die Funktionsweise des Tools sehr gut zusammen.

Wer braucht so was?

Auch wenn die Software kleine Zusammenhänge aus unserem Privatleben oder unserer Selbständigkeit abbilden könnte, so eignet sich die Software doch vor allem für die Management-Etagen größerer Firmen.

Dort wo bestimmte Situationen so komplex sind, dass man die Auswirkungen der einzelnen Bestandteile kaum noch überblicken, geschweige denn alle sofort einschätzen kann, ist so ein Tool sicher Gold wert.

Denn genau wie beim Mind Mapping sorgt schon allein das “Aufschreiben” der einzelnen Faktoren, Ideen, Bestandteile etc. dafür, dass man nicht den Überblick verliert.

Und diese zusätzlichen Analyse- und Simulationsfunktionen sind in dieser Form auch sehr interessant und ein neuer Ansatz.

Neben dem Handbuch, welches angenehm dünn ist und damit zeigt, dass die Software recht intuitiv zu bedienen ist, gibt es auch ein zusätzliches Buch mit dem bekannt klingenden Namen “Modelst Du schon – oder tappst Du noch im Dunkeln”.

Darin werden auf unterhaltsame Art die Funktionen der Software erklärt und Beispiele für den Einsatz aufgeführt. Es enthält auch Tipps, wie man das Tool bei Meetings am besten einsetzen kann.

Was kostet das?

Es gibt eine eingeschränkte Freeware-Version, mit der man erstmal ein wenig spielen kann. Die Vollversion kostet 595,- Euro, was für eine Business-Software wirklich günstig ist.

Eine Enterprise-Lösung mit OLAP-Anbindung kostet dann 1.785,- Euro. Aber auch das ist für große Unternehmen eher ein Schnnäppchen.

Fazit

Die Software geht an die Modellierung komplexer Unternehmenszusammenhänge auf eine sehr interessante Art heran.

Aber genau das ist auch der Punkt. Die Software lohnt sich erst in größeren Unternehmen, in denen auch die entsprechenden Bedürfnisse bestehen und auch das Management-Personal vorhanden ist, solche eine Software wirklich zu nutzen. Dann aber kann es eine lohnenswerte Investition sein.



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Kommentare

9 Kommentare und Trackbacks zu ' Das Management-Tool CONSIDEO MODELER '

Kommentare zu 'Das Management-Tool CONSIDEO MODELER' mit RSS

  1. 1 Andy kommentierte am 25.04.2009 um 22:41 Uhr

    Die Frage ist ob sie für den Preis wirklich noch lukrativ ist.

  2. 2 Peer Wandiger kommentierte am 26.04.2009 um 00:18 Uhr

    Wie gesagt, ich sehe die Software eher in größeren Unternehmen und da sind 600 oder auch 1.800 Euro für eine Software nichts.

  3. 3 Sven kommentierte am 26.04.2009 um 09:55 Uhr

    Ich habe mir die Software nach der Cebit mal angesehen, und halte Sie für sinnlos. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine Theoretiker mag :-)

  4. 4 Peer Wandiger kommentierte am 26.04.2009 um 12:14 Uhr

    Ja, das ist sehr viel Theorie (auch wenn es natürlich auf der Praxis basiert). Deshalb habe ich auch geschrieben, dass gerade Selbständige meist nicht die Nerven und auch nicht die Zeit haben, sich mit diesem Tool zu beschäftigen. Für viele wäre es auch einfach mit Kanonen auf Spatzen schießen.

    Für große Firmen sieht das schon anders aus.

  5. 5 FoolMoon kommentierte am 26.04.2009 um 12:19 Uhr

    Ich werde mal einem Bekanten von mir, der Professor an unserer Universität ist, diese Appliaktion zeigen. Er beschäftigt sich viel mit solchen Analysen und Ablaufplänen. Ich hab aber von vielen Gehört das man solche Vorgehensweise nicht unterschätzen darf. Letztendlich profitieren alle Teilnehmer eines Projekts oder Unternehmens davon.

  6. 6 Badratgeber kommentierte am 27.04.2009 um 10:26 Uhr

    Sicherlich ein interssantes Produkt, aber eindeutig nur für große Unternehmen sinnvoll… und für diese ist es bei diesem Preis wohl ein 1A Produkt.

  7. 7 Franc Grimm kommentierte am 27.04.2009 um 11:23 Uhr

    Hi, vielen Dank für die nette Diskussion. Als Consideo-Vertreter habe ich einige Anmerkungen bzgl. Preis und Relevanz für Selbständige. Zuerst zum Preis: jeder hat die Möglichkeit die KOSTENLOSE FREEWARE zu nutzen, die das Erstellen von Ursache-Wirkungs-Diagrammen erlaubt. Zudem kann die getSTARTED-Version für 29,95 EUR für den privaten Gebrauch genutzt werden. Also, der Preis ist nicht wirklich eine Einstiegshürde, oder? :grin:

    Nun zur Relevanz für Selbständige: Hat nicht jeder Selbständige auch komplexe Dinge zu lösen? Muss nicht jeder seine Gedanke zu Themen wie Umsatz(steigerung) trotz Krise sortieren und diese gemeinsam mit Kollegen etc. diskutieren? Und gestalten sich derartige Diskusssionen nicht selten sehr schwierig? Denn wer kennt das nicht: Jeder hat eine andere Sichtweise zu einem Thema – sieht unterschiedliche Ursachen, Wirkungen und Lösungsmöglichkeiten. (Dies gilt insbesondere dann, wenn verschiedenen Fach-Disziplinen an der Diskussion beteiligt sind – der Ingenieur denkt anders als der Betriebswirt.) Der CONSIDEO MODELER stellt diese Sichtweisen erstmalig transparent dar, verdeutlicht Zusammenhänge und identifiziert die entscheidenden Hebel für erfolgreiche Maßnahmen. Hierdurch verkürzt der MODELER wertvolle Meetingzeit, vermeidet Fehler und fördert bessere Entscheidungen – auch für Selbstständige: Wie komme ich in Krisenzeiten zu höheren Umsätzen, wo kann ich sparen und welche Auswirkungen hat dies auf das mittel- und langfristige Geschäft, wie gestalten sich meine Marketing- und Vertriebsprozesse, was kostet mit ein Lead, mit welchen zeitlichen Verzögerungen muss ich rechnen etc.? Das sind doch relevante Themen, die nicht mehr aus dem Bauch heraus entschiedenen werden dürfen, oder?

    Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Trotzdem versuchen wir tagtäglich unsere Argumentationsketten verbal zu beschreiben und nutzen kaum Visualisierungsmöglichkeiten. Das Resultat: man bleibt unverstanden, dreht sich im Kreis, vergeudet viel Zeit für Meetings, das Problem bleibt ungelöst und erzeugt dadurch Meetingsfrust.

    Also, warum nicht ausprobieren. Alles lohnt sich und rentiert sich bereits nach der ersten Anwendung.:grin:

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 27.04.2009 um 13:01 Uhr

    Hier kommt es sicher auf den Einzelfall an. Die Freeware ermöglicht es auch jeden Fall schon mal in das Programm reinzuschauen. Zudem ist die getStarted-Version wirklich sehr günstig und man kann damit sehr gut feststellen, ob man damit arbeiten kann oder will.

  9. 9 Dustin Leitol kommentierte am 27.04.2009 um 16:19 Uhr

    Hier möchte ich den Interessenten noch die wichtigsten Features der getSTARTED-Aktion gegenüber der Freeware aufzeigen, modeln sie mehr als 20 Faktoren:

    -Auch bei einer Anzahl von über 20 Faktoren kann man die Ursache-Wirkungs-Matrix und die Einflussmatrix nun benutzen, die wichtigsten Fuktionen zur Entscheidungsfindung
    - Die Pfeilstärke und somit die qualitative Gewichtung zwischen den Faktoren kann weiterhin variiert werde
    -Mindmap-Import ist nun möglich…

    Schauen Sie einfach vorbei: http://www.consideo.de



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