Vor einer Weile hat mich die Firma Consideo GmbH kontaktiert und angefragt, ob ich an der Testversion ihrer Business-Software “CONSIDEO MODELER” interessiert sei.
Nach ein wenig Informationsaustausch war klar, dass es eine recht interessante Software ist, die mich spontan an ein Mind Mapping Tool erinnert hat, aber doch etwas anderes ist.
Ich habe mir die Software in den letzten Tagen angeschaut und finde den Ansatz, den die Software geht, wirklich interessant. Doch was genau macht dieses Management-Tool?
Der CONSIDEO MODELER
Um es gleich vorweg zu sagen, es handelt sich tatsĂ€chlich um ein Management-Tool. Es ist weder eine SEO-Software, noch etwas Ă€hnliches fĂŒr den schnellen Erfolg im Web.
Stattdessen ist die Software primĂ€r fĂŒr Unternehmen gedacht, die ihre komplexen Unternehmensprozesse visualisieren und analysieren wollen. Auch die Referenzenseite, mit Unternehmen wie Otto, Philips, DB etc.zeigt, dass es sich nicht um ein Tool fĂŒr SelbstĂ€ndige handelt.
Was macht die Software
In 5 Phasen kann die Software GeschÀftsablÀufe und komplexe ZusammenhÀnge darstellen.
Dazu legt man erstmal ein Projekt an und definiert einen Zeitraum.
Im zweiten Schritt kommen Erinnerungen an Mind Mapping Tools auf. Denn hier sammelt man Ideen und die Teilbestandteile des anvisierten Projektes. So kann man MĂ€rkte fĂŒr die zu analysierenden Produkte festlegen, die Produkte selbst definieren und z.B. auch VertriebskanĂ€le zusammentragen. Aber auch Risiken und Chancen sind hier einzutragen. Am Ende des 2. Schrittes hat man also eine groĂe Sammlung an einzelnen Elementen.

Im dritten Schritt beginnt dann die Magie so langsam zu wirken. Hier verknĂŒpft man die einzelnen Elemente und schafft so Ursache-Wirkungs-Modelle. Was passiert bei B, wenn ich bei A etwas Ă€ndere. Und das natĂŒrlich auch komplexer.
So baut man sich nach und nach alle Einflussfaktoren und Bestandteile des eigenen Problems/ der zu analysierenden Situation zusammen.
Im 4. Schritt kann man die einzelnen Elemente dann noch detaillierter definieren und z.B. Formeln einbauen und Daten importieren. Das fĂŒhrt uns dann zum letzten Schritt.

Hat man die ZusammenhĂ€nge alle erfasst und den einzelnen Elementen Werte, Daten, Bedingungen etc. hinzugefĂŒgt, kann man mit diesem komplexen Ursache-Wirkungsmodell “herumspielen”.
Man kann die einzelnen Faktoren Ă€ndern, EinflĂŒsse verĂ€ndern etc. um zu sehen, wie sich das auf das Gesamtgebilde auswirkt. Welche MaĂnahmen haben den gröĂten Einfluss und welche haben keinen.
Auf der Website gibt es einige sehr schöne und sehr komplexe Beispiele fĂŒr den Einsatz in groĂen Unternehmen zu sehen. Aber auch ein paar Beispiele aus unser aller Leben, z.B. ein Autokauf, wurde mit dem Tool nachgebildet. Und diese Beispiele geben auch einen sehr guten Eindruck davon, wie diese Software funktioniert und was der Sinn dieser Software ist.
Ein Video fasst die Funktionsweise des Tools sehr gut zusammen.
Wer braucht so was?
Auch wenn die Software kleine ZusammenhĂ€nge aus unserem Privatleben oder unserer SelbstĂ€ndigkeit abbilden könnte, so eignet sich die Software doch vor allem fĂŒr die Management-Etagen gröĂerer Firmen.
Dort wo bestimmte Situationen so komplex sind, dass man die Auswirkungen der einzelnen Bestandteile kaum noch ĂŒberblicken, geschweige denn alle sofort einschĂ€tzen kann, ist so ein Tool sicher Gold wert.
Denn genau wie beim Mind Mapping sorgt schon allein das “Aufschreiben” der einzelnen Faktoren, Ideen, Bestandteile etc. dafĂŒr, dass man nicht den Ăberblick verliert.
Und diese zusÀtzlichen Analyse- und Simulationsfunktionen sind in dieser Form auch sehr interessant und ein neuer Ansatz.
Neben dem Handbuch, welches angenehm dĂŒnn ist und damit zeigt, dass die Software recht intuitiv zu bedienen ist, gibt es auch ein zusĂ€tzliches Buch mit dem bekannt klingenden Namen “Modelst Du schon – oder tappst Du noch im Dunkeln”.
Darin werden auf unterhaltsame Art die Funktionen der Software erklĂ€rt und Beispiele fĂŒr den Einsatz aufgefĂŒhrt. Es enthĂ€lt auch Tipps, wie man das Tool bei Meetings am besten einsetzen kann.
Was kostet das?
Es gibt eine eingeschrĂ€nkte Freeware-Version, mit der man erstmal ein wenig spielen kann. Die Vollversion kostet 595,- Euro, was fĂŒr eine Business-Software wirklich gĂŒnstig ist.
Eine Enterprise-Lösung mit OLAP-Anbindung kostet dann 1.785,- Euro. Aber auch das ist fĂŒr groĂe Unternehmen eher ein SchnnĂ€ppchen.
Fazit
Die Software geht an die Modellierung komplexer UnternehmenszusammenhÀnge auf eine sehr interessante Art heran.
Aber genau das ist auch der Punkt. Die Software lohnt sich erst in gröĂeren Unternehmen, in denen auch die entsprechenden BedĂŒrfnisse bestehen und auch das Management-Personal vorhanden ist, solche eine Software wirklich zu nutzen. Dann aber kann es eine lohnenswerte Investition sein.
Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:
Die besten Artikel zum Thema 'Geschäftsmodelle'












Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.










Über mich
Folge mir auf Twitter
Ich bei Google+
Die besten Artikel
Die Frage ist ob sie fĂŒr den Preis wirklich noch lukrativ ist.
Wie gesagt, ich sehe die Software eher in gröĂeren Unternehmen und da sind 600 oder auch 1.800 Euro fĂŒr eine Software nichts.
Ich habe mir die Software nach der Cebit mal angesehen, und halte Sie fĂŒr sinnlos. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich keine Theoretiker mag
Ja, das ist sehr viel Theorie (auch wenn es natĂŒrlich auf der Praxis basiert). Deshalb habe ich auch geschrieben, dass gerade SelbstĂ€ndige meist nicht die Nerven und auch nicht die Zeit haben, sich mit diesem Tool zu beschĂ€ftigen. FĂŒr viele wĂ€re es auch einfach mit Kanonen auf Spatzen schieĂen.
FĂŒr groĂe Firmen sieht das schon anders aus.
Ich werde mal einem Bekanten von mir, der Professor an unserer UniversitÀt ist, diese Appliaktion zeigen. Er beschÀftigt sich viel mit solchen Analysen und AblaufplÀnen. Ich hab aber von vielen Gehört das man solche Vorgehensweise nicht unterschÀtzen darf. Letztendlich profitieren alle Teilnehmer eines Projekts oder Unternehmens davon.
Sicherlich ein interssantes Produkt, aber eindeutig nur fĂŒr groĂe Unternehmen sinnvoll… und fĂŒr diese ist es bei diesem Preis wohl ein 1A Produkt.
Hi, vielen Dank fĂŒr die nette Diskussion. Als Consideo-Vertreter habe ich einige Anmerkungen bzgl. Preis und Relevanz fĂŒr SelbstĂ€ndige. Zuerst zum Preis: jeder hat die Möglichkeit die KOSTENLOSE FREEWARE zu nutzen, die das Erstellen von Ursache-Wirkungs-Diagrammen erlaubt. Zudem kann die getSTARTED-Version fĂŒr 29,95 EUR fĂŒr den privaten Gebrauch genutzt werden. Also, der Preis ist nicht wirklich eine EinstiegshĂŒrde, oder?
Nun zur Relevanz fĂŒr SelbstĂ€ndige: Hat nicht jeder SelbstĂ€ndige auch komplexe Dinge zu lösen? Muss nicht jeder seine Gedanke zu Themen wie Umsatz(steigerung) trotz Krise sortieren und diese gemeinsam mit Kollegen etc. diskutieren? Und gestalten sich derartige Diskusssionen nicht selten sehr schwierig? Denn wer kennt das nicht: Jeder hat eine andere Sichtweise zu einem Thema – sieht unterschiedliche Ursachen, Wirkungen und Lösungsmöglichkeiten. (Dies gilt insbesondere dann, wenn verschiedenen Fach-Disziplinen an der Diskussion beteiligt sind – der Ingenieur denkt anders als der Betriebswirt.) Der CONSIDEO MODELER stellt diese Sichtweisen erstmalig transparent dar, verdeutlicht ZusammenhĂ€nge und identifiziert die entscheidenden Hebel fĂŒr erfolgreiche MaĂnahmen. Hierdurch verkĂŒrzt der MODELER wertvolle Meetingzeit, vermeidet Fehler und fördert bessere Entscheidungen – auch fĂŒr SelbststĂ€ndige: Wie komme ich in Krisenzeiten zu höheren UmsĂ€tzen, wo kann ich sparen und welche Auswirkungen hat dies auf das mittel- und langfristige GeschĂ€ft, wie gestalten sich meine Marketing- und Vertriebsprozesse, was kostet mit ein Lead, mit welchen zeitlichen Verzögerungen muss ich rechnen etc.? Das sind doch relevante Themen, die nicht mehr aus dem Bauch heraus entschiedenen werden dĂŒrfen, oder?
Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Trotzdem versuchen wir tagtĂ€glich unsere Argumentationsketten verbal zu beschreiben und nutzen kaum Visualisierungsmöglichkeiten. Das Resultat: man bleibt unverstanden, dreht sich im Kreis, vergeudet viel Zeit fĂŒr Meetings, das Problem bleibt ungelöst und erzeugt dadurch Meetingsfrust.
Also, warum nicht ausprobieren. Alles lohnt sich und rentiert sich bereits nach der ersten Anwendung.:grin:
Hier kommt es sicher auf den Einzelfall an. Die Freeware ermöglicht es auch jeden Fall schon mal in das Programm reinzuschauen. Zudem ist die getStarted-Version wirklich sehr gĂŒnstig und man kann damit sehr gut feststellen, ob man damit arbeiten kann oder will.
Hier möchte ich den Interessenten noch die wichtigsten Features der getSTARTED-Aktion gegenĂŒber der Freeware aufzeigen, modeln sie mehr als 20 Faktoren:
-Auch bei einer Anzahl von ĂŒber 20 Faktoren kann man die Ursache-Wirkungs-Matrix und die Einflussmatrix nun benutzen, die wichtigsten Fuktionen zur Entscheidungsfindung
- Die PfeilstÀrke und somit die qualitative Gewichtung zwischen den Faktoren kann weiterhin variiert werde
-Mindmap-Import ist nun möglichâŠ
Schauen Sie einfach vorbei: http://www.consideo.de