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Braucht man überhaupt noch eine Firmenwebsite?
Peer Wandiger - 28 Kommentare - Kundengewinnung - Ähnliche Artikel


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Auf “daswebdesignblog.de” habe ich einen interessanten Artikel gelesen. Darin geht es um die Frage, ob man als Webdesigner heutzutage überhaupt noch eine aufwändige Website braucht.

Ich finde das Thema sehr spannend, gibt es doch einige Punkte, in denen ich dem Autor des Artikels zustimme. Andere Punkte sehe ich dagegen etwas anders.

B2B-Kundengewinnung

Der Autor stellt sich in dem Artikel die Frage, warum man als Webdesigner überhaupt noch eine Website benötigt. Schließlich hat er die Erfahrungen gemacht, und auch in vielen anderen Fällen ist es so, dass die allermeisten Kunden entweder über Offline-Werbung oder über Empfehlungen kommen.

Also warum überhaupt noch Arbeit in eine eigene Website stecken.

Ich möchte dazu mal 3 Punkte nennen, die mir in diesem Zusammenhang in den Kopf gekommen sind und auch meinen eigenen Erfahrungen entsprechen.

Unterschiedliche Kunden
Es macht schon einen großen Unterschied, ob man B2C Kunden anspricht oder B2B.

Wenn man für Firmen arbeitet, und das tun ja die meisten Webdesigner, dann funktioniert die Kundengewinnung schon anderes, als wenn man Endkunden erreichen will.

Ich habe selber auch die Erfahrung gemacht, dass die meisten meiner Kunden über Empfehlungen kommen. Offline-Werbung mache ich kaum noch.

Doch würde ich deshalb auf eine Website verzichten? Sicher nicht. Denn nicht jeder B2B-Kunde ist gleich und es hängt natürlich davon ab, welche B2B-Kunden man erreichen will. Sind es eher die technikscheuen regionalen Handwerker oder eher IT-Unternehmen? In welcher Altersgruppe liegen die potentiellen Kunden?

Meist kann man diese Fragen nicht eindeutig beantworten und das bringt mich zu meinem nächsten Punkt.

Teil des Gesamtpaketes
Eine Website ist für einen Webdesiger, wie auch für andere Dienstleister, ein Teil des Gesamt-Marketing-Paketes.

In der Regel wird man zum Teil potentielle Kunden haben, die gar nicht auf die Website schauen. Andere wiederum schauen auf jeden Fall auch auf der Website nach, ohne darüber aber Kontakt aufzunehmen. Ganz andere kommen direkt über die Website, was aber wie gesagt an der Zielgruppe liegt und wie gut man die eigene Website z.B. in Google platziert hat.

Oft genug ist eine Website auch Teil einer Marketing-Aktion, die sich über verschiedene Medien zieht. So könnte man auf einer Messe Visitenkarten verteilen, auf denen die Internetadresse steht. Oder man schaltet Print-Anzeigen und verweist auch dort auf die Website.

Es stellt sich also in meinen Augen gar nicht die pauschale Frage, ob eine Website notwendig ist oder nicht, sondern wie man diese einsetzt und nutzt. Einfach nur eine Website zu haben bringt niemandem etwas, auch Webdesignern nicht.

Aber natürlich kann es bei manchem auch so sein, dass eine Website nicht notwendig ist. Das muss man dann aber wirklich im Einzelfall herausfinden.

Aufwändig ist nicht unbedingt gut
Eine meiner Meinung nach typische Aussage von Webdesignern wurde auch in diesem Artikel getätigt: “… wie unfähig die meisten Kunden sind, ein qualitativ hochwertiges Webdesign zu erkennen.”

Diese Aussage zeugt nicht gerade von Respekt vor Internetnutzern und auch nicht für das Verständnis für die wirklich Bedürfnisse der Zielgruppe.

Und es zeigt auch in meinen Augen die Unfähigkeit vieler WebDesigner zu verstehen, worum es bei Firmenwebsites wirklich geht und was es bedeutet, das eigene Produkt (oder eben eine Website) an die Kundenbedürfnisse anzupassen und nicht zu verlangen, dass sich die Kunden an die Website anpassen.

Ich habe in dem Artikel wenig davon gelesen, wie man als Webdesigner mit seiner Website den “Nutzen für den Kunden” demonstrieren kann und wie man ihm zeigen kann, welche positiven wirtschaftlichen Effekte eine Firmenwebsite haben kann.

Stattdessen ging es um aufwendige Websites, tolles Design, JQuery-Effekte etc. Das ist auch der Grund, warum ich mich nicht als Webdesigner bezeichne.

Denn in meinen Augen sehen viele Webdesigner nur die Optik und das Design und nicht das eigentlich wichtige dahinter, nämlich die Wirtschaftlichkeit. Auch eine Firmenwebsite muss wirtschaftlich Sinn machen. Wenn das dadurch erreicht wird, dass man die Site sehr schön gestaltet ist das Okay. Wenn die Zielgruppe eher was einfaches möchte, was leicht zu bedienen ist, aber nicht unbedingt dem aktuellsten Designtrends entspricht, ist das auch Okay.

“Form follows Function”. Das gilt auch und gerade bei der Erstellung von Websites. Und deshalb sollten auch Webdesigner nicht ewig über kleine Designentscheidungen krübeln und AJAX-Feuerwerke abbrennen wollen, sondern sich erstmal überlegen, was potentielle B2B-Kunden von der Website eines Webdesigners erwarten.

Nur eine Portfolio-Seite

Den Ansatz mit der Portfolio-Seite finde ich nicht schlecht. Dabei handelt es sich um nur eine Seite, auf der das eigene Referenz-Portfolio vorgestellt wird und noch ein paar Kontaktdaten stehen.

Allerdings ist auch das keine Pauschallösung. So wird solch eine Site wahrscheinlich Probleme haben in Google ordentlich zu ranken. Denn mit nur einer Seite ist es problematisch thematische Schwerpunkte zu setzen und Keywords etc. gezielt einzusetzen.

Zudem könnte diese Lösung dazu führen, dass auch potentielle Kunden der Meinung sind, dass eine Seite reicht.

Nicht zuletzt gehört, wie ich oben schon gesagt habe, auch die Vermittlung des Kundennutzens zu einer Webdesigner-Website und nicht nur die Vorführung von tollen Referenzen. Und da wird es schon schwierig, dies alles auf einer Seite unterzubringen.

Das Paretoprinzip

Zu guter Letzt würde ich dem Autor des Beitrages und auch anderen Webdesignern das Paretoprinzip ans Herz legen.

Dieses Prinzip sagt im Grunde aus, dass 20 % der eingesetzten Zeit 80 % der Ergebnisse bringt. Es gibt also sehr effektive Maßnahmen, die viel bewirken. Wenn man sich allerdings mit vielen Kleinigkeiten aufhält, die nur wenig oder gar nichts bringen, ist das kontraproduktiv.

Bei der Softwareentwicklung spricht man da z.B. vom “Goldplating”. Da werden zusätzlich noch Features eingebaut und “Verschönerungen” vorgenommen, die eigentlich nichts bringen und teilweise sogar das Gegenteil bewirken.

Während des Studiums ist vieles nicht unbedingt in meinem Kopf hängen geblieben. ;-) Allerdings kann ich mich noch gut an die Kosten-Nutzen-Kurve erinnern.

Mit jeder Einheit Zeit, die man mehr eingesetzt hat, ist der gewonnene Nutzen weniger geworden. Ab einer bestimmten Stelle sollte man also aufhören zu optimieren, da es dann einfach nichts mehr bringt und nur Zeit und Geld kostet.

Man muss gerade auch bei eigenen Projekten akzeptieren, dass man es nicht perfekt machen muss.

Was ist eure Meinung?

Lesen hier vielleicht auch Webdesigner mit, die ähnliche Probleme bei der Gestaltung der eigenen Website haben?

Findet ihr Websites heute noch notwendig und wenn ja, wie und nach welchen Maßstäben entwickelt ihr eure eigenen Websites?

Welche Webdesigner leiden nicht an einem optischen Verwirklichungswahn, sondern orientieren sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Zielgruppe?


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
28 Kommentare und Trackbacks zu 'Braucht man überhaupt noch eine Firmenwebsite?'

Kommentare zu 'Braucht man überhaupt noch eine Firmenwebsite?' mit RSS

  1. 1 And kommentierte am 27.04.2009 um 11:44 Uhr

    Ich persönlich bin schon noch befürworter für eine eigene Firmenwebseite, da ich auch meine Rechergen übers Net mache und somit es für mich ein wichtiges Werbemittel ist.

  2. 2 iphoneler kommentierte am 27.04.2009 um 12:00 Uhr

    Ich finde es sehr sehr wichtg, dass ich von einem Designer auch eine eigene Website vorfinde, da man auch aus der selbstpräsentstion etwas über die Leidenschaft an der Arbeit erkennen kann. Desweiteren sind mir die Referenzen sehr wichtig, denn oft neigen Designer dazu ihren eigenen Touch zu stark einzuarbeiten. So das man auf 10 Seiten erkennt: das design stammt von webdesigner xyz.

  3. 3 simleser kommentierte am 27.04.2009 um 12:33 Uhr

    Erkläre einem Geschäftskunden mal das “must have”, wenn man selbst gar nicht im Netz ist.
    Wie (un-)aufwendig auch immer die eigene Site ist, ist sie besser als gar nichts.

    Zur Neukundengewinnung taugt sie warscheinlich nur bedingt. Habe die Erfahrung gemacht, dass Anfragen die über das Web kommen, meist nur auf einen Dumpingpreis aus sind. Andererseits habe ich aber auch Kunden gerade auf Grund der Referenzseite gewonnen, die die Vielfalt der verschiedenen Designs gut fanden.
    MfG

  4. 4 Elusian kommentierte am 27.04.2009 um 12:42 Uhr

    Hai,
    ich kenne auch den Beitrag von besagter Seite und habe mir dort meinen Kommentar verkniffen. Dieser Beitrag hier ist in meinen Augen recht gut getroffen und besonders hervorzuheben sei die Aussage:

    “Denn in meinen Augen sehen viele Webdesigner nur die Optik und das Design und nicht das eigentlich wichtige dahinter, nämlich die Wirtschaftlichkeit.”

    Einfach nur zu wahr, trotz der immer stärker zurückgehenden Spiegel und Glassoptik (den Wahn verstehe ich bis heute nicht), verbleiben immernoch welche dabei die an den unnötigsten Stellen noch irgend eine Grafik einbinden müssen um die Optik zu steigern und gleichzeitig die Ladezeit negativ beeinflusst (viele glauben ja auch das die Kunden allesamt mit 30MB Standleitung daherkommen, was auch irgendwie falsch gedacht ist). Vorallem schimpfen die sich dann auch noch Profis, ganz böse. Ganz böse!

    Im Übrigen kommen wir nichtmal zu einer Webpräsentation da wir mit Anbeginn einen Kundenstamm aufgebaut haben (damals ganz easy im Studium begonnen und angesammelt) und die Firma ein Selbstläufer geworden ist. Ja es gibt auch Firmen die brauchen keine Werbung, weil sie einfach gut sind und sich durch den Kunden selbstvermarkten.

    Eher schlimm finde ich die ganzen Flash-Portfolios und sonstigen Pseudo-Designer Seiten die eigentlich nichts aussagen ausser eine Aneinanderreihung von Bildchen und schlechter Rechtschreibung, ja da weiß man gleich wo man ist. Nur dafür gab es hier im Blog auch schon entsprechende Hinweise, die aber leider zumeist die falsche Zielgruppe liest.

  5. 5 Malte kommentierte am 27.04.2009 um 12:59 Uhr

    Hallo Peer,

    ich komme selbst aus dem Bereich Design und habe mir die Technik erst später angeeignet. Das erste was ich mache, wenn ich eine Website plane ist – den Rechner aus. Für mich macht das Design nur einen geringen Prozentsatz des Gesamtwerkes aus.

    Ich kenne die angesprochene Designverliebtheit eigentlich nur von Designern, die in Photoshop eine Website zusammenklicken und dann »Umsetzer« suchen, weil ihnen das Wissen dazu fehlt.

    Mein Ansatz im Design ist schon immer gewesen, dass ich verstehen muss was ich dort gestalte.

    Meinen privaten Blog handhabe ich jedoch anders. Da stelle ich das »Spiel« in den Vordergrund. Meinen Blog betreibe ich als eine Art virtuelle Spielwiese zum experimentieren und ausleben, während ich für Kunden bestmöglich berate und die Werkzeuge nach dem Konzept und der Idee wähle.

    Bei einem Projekt für einen Kunden geht es für mich nicht darum mich als Designer zu verwirklichen, sondern das bestmögliche Produkt zu erschaffen, was für den Kunden zu erreichen ist. Der Erfolg des jeweiligen Projekts hat aber meist nichts mit jQuery oder Technik zu tun – das sind lediglich die Werkzeuge der anschließenden sauberen Umsetzung einer vorangegangenen Idee.

    Wie sage ich immer so schön: »Für mich ist das gute Konzept der Nährboden für ein erfolgreiches Design!«

  6. 6 Alexander Langer kommentierte am 27.04.2009 um 13:07 Uhr

    Die Frage, ob man noch eine Website braucht ist natürlich hübsch plakativ, zumal die Einschränkung “als Webdesigner” nur nachgeschoben ist ;-)

    Als Webdesigner keine eigene Website zu haben halte ich für so sinnig wie als Mercedes-Chef ausschließlich Fahrrad zu fahren – kann man dem Kunden schwer “verkaufen”. Wie man seinen eigenen Auftritt gestaltet ist schlichtweg Geschmackssache. Ich habe endlose Stunden Ideen und Konzepte entwickelt, scheitere dann aber bei der Umsetzung regelmäßig an ein paar Punkten:

    1. Ich bin kein Designer, sondern Entwickler.
    2. Ellenlange Texte die rein dem SEO und der Selbstbeweihräucherung dienen liegen mir nicht und noch wichtiger: Keiner liest sie! Anders läge der Fall vllt. wenn ich Texter wäre..
    3. Wenn ich mich an die Umsetzung machen will, kommen mir Kunden in die Quere und danach gefällt mir mein Entwurf nicht mehr..

    Portfolio-Seiten sind m.E. ein guter Kompromiss, der dem Interessenten einen schnellen Überblick ermöglicht, nicht mit Bleiwüsten langweilt und vergleichsweise schnell zu erstellen und zu pflegen sind. Man kann sie ja durchaus mit Use Cases verbinden. So hat auch Texte und kann entsprechend Keywords unterbringen, den Kunden zu Wort kommen lassen, etc.

    Ob man da nun groß mit JQuery oder Flash herumwirbeln möchte, sollte jeder seinem Fokus entsprechend handhaben, denn immerhin setzt er auch damit eine Message. Mit One-Pagern habe ich auch kein Problem (habe selbst einen) und hätte auch kein Problem damit, wenn der Kunde eine One Page Website wünscht – das schließt meinen Hauptpart, nämlich CMS mit Drupal, ja nicht zwingend aus ;-)

    Letzten Endes geht es doch darum dem Kunden eine passende Lösung zu verkaufen und das kann auch ein One Pager sein. Lieber ein schicker One-Pager als ein hässlicher Mehrseiter mit lauter viel Laber-Rharbarber..

    Persönlich sehe ich meine Website als Ergänzung, als Teil einer Strategie und einen von diversen möglichen Anlaufpunkten. Folgt man dem weißen Kaninchen findet man mich auch in ein paar Fachforen meiner Zunft in Deutsch und Englisch, in meinem privaten Weblog und selbstverständlich auch im Xing. Natürlich passe ich auch ein wenig drauf auf, dass das alles ordentlich im Web verankert ist, um entsprechend gerankt zu werden.

  7. 7 Peer Wandiger kommentierte am 27.04.2009 um 13:15 Uhr

    @ iphoneler
    Ja, eine Präsentation der eigenen Arbeit ist natürlich für sehr viele Firmen sehr wichtig. Eben auch für WebDesigner. Es geht eben vor allem um das “wie” und nicht so sehr um das “ob”.

    @ simleser
    Es kommt sicher auf die Zielgruppe an. Ich habe z.B. viele Kunden, die eben nicht so stark im Internet unterwegs sind, aber trotzdem jetzt eine Internet-Seite wollen. Die suchen teilweise noch in den gelben Seiten. :-)

    Aber viele schauen eben zusätzlich auf die Website und allein deshalb ist es schon wichtig.

    @ Elusian
    Ich finde die Diskussion an sich schon wichtig. Allerdings offenbart der Artikel meiner Meinung nach schon das grundsätzliche Problem zwischen den Zeilen. Hier wird über Technik, Flash, AJAX und Co. diskutiert.

    Stattdessen sollten die Fragen nach dem Kundennutzen, dem Marketing-Mix, Usability etc. im Vordergrund stehen.

    Ich frage z.B. meine Kunden so gut wie immer danach, wie Sie denn auf mich aufmerksam geworden sind. Da kommt zwar meist ein “Sie wurden mir empfohlen”, aber im Nebensatz kommt dann auch ein “Ich habe mir Ihre Website angeschaut und fand die Referenzen gut”.

    Aber wie schon geschrieben, der Einzelfall ist oft ausschlaggebend.

  8. 8 Jerome kommentierte am 27.04.2009 um 13:20 Uhr

    UiUiUi,
    was für ein langer Beitrag. Den kann ich jetzt auf die schnelle gar nicht ganz lesen.

    Für einen Webdesigner sollten zumindest Referenzen Online verfügbar sein. Das übliche “Das bin ich”/”Das sind wir” (mit 10 aufgelisteten Praktikanten) kann man sich eigentlich wirklich sparan!

    Und natürlich noch ein Kontaktformular / eine E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer. Aber diese sollten natürlich sowieso im Impressum vorhanden sein.

  9. 9 Oliver kommentierte am 27.04.2009 um 13:29 Uhr

    Ich finde gerade für Webdesigner ist eine Referenzen bzw. Firmenhomepage enorm wichtig. Ein Designer sollte sich mit seiner Arbeit identifizieren und diese auch entsprechend präsentieren. Wenn ich auf der Suche nach einer Designagentur oder einem Freiberufler im Bereich Webdesign bin schaue ich mir, selbst wenn er mir empfohlen wurde zuerst seine Online Referenzen an. Hat er keine, wird er ausgesiebt. Es ist schließlich das was ich sehen will, er muss seine Arbeit mit Leidenschaft machen und da gehört gerade im Bereich Webdesign eine Portfolio bzw. Firmenpage dazu. Als perfektes Beispiel gibt es da z.B. Kai Brach. Wenn ich als Kunde auf eine solche Homepage stoße und das ganze in meinem Budget liegt, verlasse ich diese Seite sicherlich nicht ohne Kontaktaufnahme. Es ist der erste Eindruck der zählt. Auf anderen Seiten wäre das eventuell anders. Bookmarken und Alternativen suchen, erst später eventuell kontaktieren.

    Klar ist das nicht viel Traffic über Suchmaschinen kommt, aber die richtige und ausführliche Präsentation der eigenen Fähigkeiten sollte dennoch vorhanden sein. Auch für mich zählt z.B. die Auflistung des Teams zu einem wichtigen Faktor. So kann eine komplett durcheinander gewürfelte Truppe kreativer sein als Leute die alle ähnlich denken.

    Gruß
    Oliver

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 27.04.2009 um 14:09 Uhr

    @ Alexander
    Auch wenn es in diesem Fall speziell um Webdesigner-Websites ging, so betrifft das Thema doch auch generell Firmenwebsites.

    Deinen weiteren Ausführungen stimme ich voll und ganz zu.

    @ Oliver
    Ich bin immer wieder überrascht, was meine Kunden teilweise als schön oder als optimal bei Websites ansehen.

    Man sollte sein eigenes Know How natürlich einbringen und Kunden von besseren Lösungen überzeugen. Andererseits sollte man aber nie vergessen, dass 99% der Nutzer eben nicht Webdesigner sind und andere Ansprüche haben.

    Mein Professor sagte immer: “Mach dich nie zu deiner eigenen Zielgruppe”. Auch für Webdesigner sollte deshalb gelten, dass man sich erstmal darüber Gedanken macht, wie man die Zielgruppe am besten erreicht. Da muss das eigene Ego manchmal eben zurück stehen, auch wenn es schwer fällt. :wink:

  11. 11 Peter kommentierte am 27.04.2009 um 14:43 Uhr

    Ich sehe ein andere Problem. Manche Designer sind zum teil total verliebt in ihren Design und achten nicht darauf was der Kunde wirklich will.

    Als Ergebnis kommt dann oft ein Übergroße Seite heraus, oder zwar eine tolle und bestimmt passende Seite wo aber leider fast keine Notiz davon nimmt, weil “vergessen” wird den Kunden ein Mindestmass an Marketing mit auf den Weg zu geben. Dann sind aber auch die besten Seiten nur noch für die Tonne, weil kein erfolg sich einstellt.

  12. 12 Peer Wandiger kommentierte am 27.04.2009 um 15:13 Uhr

    Ja, mein Reden. :grin:

  13. 13 Florian kommentierte am 27.04.2009 um 16:21 Uhr

    Für mich stellt sich nicht die Frage, ob ich als “Ersteller von schlichten, einfachen und ansprechenden Internetseiten” (bin weder Grafiker noch Entwickler) selbst im Internet vertreten bin, sondern wie: statische Website vs. Blog ist da meine Überlegung. Ich hatte auch mal einen “Einseiter”. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Meine Kunden bekomme ich sowohl durch Empfehlung als auch über meine Website.

  14. 14 Sören kommentierte am 27.04.2009 um 16:38 Uhr

    Die Diskussion über “gut” gestaltete Websites ist ja nichts Neues. Letztlich ist es wichtig die bereit gestellten Informationen anschaulich und gut gegliedert darzustellen. Egal wieviel und welche Technologie dahinter steckt.

    Im Falle eines (Web)Designers halte ich eine eigene Website durchaus für sinnvoll. Die Frage sollte daher vielleicht lauten: Reicht eine eigene Website? Eine Corporate Website ist nun einmal nicht das Ende der Fahnenstange, sondern nur ein Teil der Selbstvermarktung.

    Viele Grüße

  15. 15 THL kommentierte am 27.04.2009 um 16:45 Uhr

    Am ehesten würde ich dem Punkt “Teil des Gesamtpakets” zustimmen. Wenn Kunden auf Empfehlung kommen heißt das nicht, dass Sie nicht auf der Website waren! Eine Kaufentscheidung ist in der Regel ein mehrstufiger Prozess. Auch wenn die Empfehlung der Anstoß war, muß der potentielle Kunde danach weitergeführt werden. Das kann natürlich im persönlichen Kontakt erfolgen. Bei den meisten meiner Kunden ist einer dieser Schritte der Blick auf die Website.
    Die Frage an den Kunden: Wodurch sind Sie zu uns gekommen? greift zu kurz. Sie legt den Fokus auf den größten Schritt des Kunden und läßt die anderen, ebenfalls notwendigen Schritte, außer Acht.
    Interessant wäre ja der Erfahrungsbericht eines Webdesigners, der seine Website abgeschaltet hat, weil seine Kunden auf Empfehlung kommen.
    Ich würde fast wetten, er schaltet sie bald wieder auf…

    Ich selbst hole in der Regel mehrere Empfehlungen ein, wenn ich einen Anbieter für Werweisswas suche. Dann schaue ich im Internet nach – wer keine Seite hat, fällt raus. Und dann will ich auf der Website mitbekommen, mit wem ich es zu tun habe. Wer da nur Referenzen angibt und noch nicht einmal ein Foto von sich selbst zeigt, macht sich unsympathisch.

    Eine Website ist heute ein Muss – wie eine Telefonnummer und eine eMail-Adresse. Nur ein paar Wenige, die auf dem Exoten-Status reiten, werden ohne Website besser fahren.

  16. 16 Paul kommentierte am 27.04.2009 um 20:37 Uhr

    Ich halte Firmenwebseite mittlerweile für selbstverständlich.
    Dort kann ich mich erkundigen und meine weiteren Schritte planen.
    Sogar viele Privatpersonen haben schon eine kleine Internetpräsenz.

  17. 17 Niklas kommentierte am 27.04.2009 um 23:13 Uhr

    Einen solchen treffenden Artikel habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Die genannten Punkte relativieren im Grunde genau das, worauf es wirklich ankommt -> die Zielgruppe. Wenn ich als Dienstleister ein Produkt an einen Kunden veräußern möchte, dann sollte ich mich umgehend personifizieren und das kann zwangsläufig über eine Website geschehen. Das kann ein One-Pager sein oder eine Seite mit viel Content. Solange es den eigenen Nutzen erfüllt und dem potenziellen Kunden genügend Informationen bietet, ist alles in Ordnung.

    In letzter Zeit beobachte ich desöfteren, dass “selbsternannte” Webdesigner Produkte für Kunden erstellen und sich anschließend darüber beschweren, dass sie die erstellte Website bis zu einer nahezu Neuschöpfung umkrempeln müssen. Doch da ist irgendwo auch ein Interessenkonflikt da. Ich selbst bekomme das meist durch einige gute Kontakte mit. Junge Leute haben zwangsläufig andere Vorstellungen von einer optimalen Website als Leute, die aus anderen Generationen stammen.

    Wer als Webdesigner jedoch heute wirklich erfolgreich tätig sein möchte, der wird um ein gesundes Marketing-Konzept nicht herum kommen. Dass hier widerum die eigene Präsentation im Vordergrund steht, ist ja wohl klar. Alte Hasen haben da gegenüber den Neueinsteigern sicher einige Vorteile. Durch einen gewissen Ruf in Verbindung mit einem aufgebauten Kundenstamm sind Aufträge via Empfehlungen meist deutlich ausgeprägter. In Zeiten, in den das Internet immer präsenter und wichtiger wird, sollte man meiner Meinung nach nicht auf eine Website verzichten. Sie muss nicht groß sein, hat aber dennoch eine Dasseinsberechtigung.

  18. 18 Badratgeber kommentierte am 28.04.2009 um 09:58 Uhr

    Ich bin der Meinung gerade in der jetzigen Zeit ist eine Firmen Webseite wichtiger als noch vor ein paar Jahren. Auch zur Neukunden Gewinnung kann so eine Seite durchaus beitratgen, viele Kunden hören etwas über ein neues Produkt oder über eine Firma von Freunden, Verwandten oder aus der Presse. Danach suchen sie fleißig bei Google nach dieser Firma und dann sollte wohl ganz oben die Webseite dieser Firma aufzufinden sein…. wie dann dort der Eindruck erweckt wird ist wiederrum ein Hoher Faktor ob dieser Kunde dann auch wirklich was kauft, also sollte man ein hübsches Design, Referenzen und eine gute Übersicht bieten können. Bei Stammkunden bzw. Gelegenheitskunden ist die Sache auch nicht viel anders, sie wollen auch neue Features und Neuheiten auf der Webseite des Unternehmens sehen um aktuell Informiert zu sein.

  19. 19 Mario kommentierte am 28.04.2009 um 10:50 Uhr

    Eine eigene Firmenwebsite ist meiner Meinung nach für Webdesigner und auch für jedes andere Unternehmen sehr wichtig. Ein guter Internetauftritt ist im Gegensatz zu klassischer Printwerbung eine ausgezeichnete Möglichkeit kostengünstig und effizient zu werben. Leider vergessen hier viele Webdesigner die “Wirtschaftlichkeit” wie Peer schon gesagt hat. Nachhaltiger Erfolg bleibt dann häufig aus (kein Wunder!).

    PS: Wer im Internet keine Website hat, “existiert” quasi nicht.

  20. 20 Michael Koren kommentierte am 28.04.2009 um 12:51 Uhr

    Man sollte sich eher die Frage stellen: Brauche ich heutzutage noch eine »eigene« Domain, unter der ich zu erreichen bin? Nicht unbedingt. Es gibt mittlerweile zahlreiche Webdienste, die es einem ermöglichen, sich selbst und seine Werke zu präsentieren. Auch in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit (Basic- oder Premium-Account) sowie der Funktionalität bestehen kaum noch Unterschiede. So gesehen ist eine »eigene« Firmenwebsite nicht zwingend vorgeschrieben.

  21. 21 Peer Wandiger kommentierte am 28.04.2009 um 12:57 Uhr

    @ Michael
    Auch ein sehr interessanter Diskussionsansatz. Durch die vielen Social Services ist es heute tatsächlich möglich ohne eigene Domain bzw. eigene Website sehr präsent zu sein. Das wird sicher mal ein interessanter Artikel.

  22. 22 Pat kommentierte am 28.04.2009 um 18:21 Uhr

    Wenn xing oder facebook diesen Bereich weiter ausbauen, werden viele Freiberufler Ihr
    Profil auch weiter ausbauen und präsenter sein mit Ihren Referenzen. Warum sollte man dann noch eine eigene Domain/Website pflegen und weiter Zeit und Geld investieren. Man
    tummelt sich da, wo die Kundschaft ist.
    Ich denke es wird die Zeit kommen, wo man nicht mehr in google/Jobbörsen nach Freiberuflern sucht, sondern einfach in dem Social Network die Suche beginnt.

  23. 23 Michael Koren kommentierte am 28.04.2009 um 19:35 Uhr

    @ Peer

    Wenn Du dazu meine Hilfe benötigst, kannst Du mich gerne kontaktieren. ;-)

  24. 24 Peer Wandiger kommentierte am 28.04.2009 um 19:44 Uhr

    Auf daswebdesignblog.de ist ein 2.Teil zu diesem Thema erschienen.

    Das Thema bewegt also wirklich die Gemüter.

  25. 25 Karolin kommentierte am 31.08.2009 um 13:47 Uhr

    Eine eigene Website ist doch heute das A und O für Firmen! Die wenigsten Kunden, Klienten oder Jobsucher rufen heute noch bei dem Unternehmen an, mit/bei dem sie arbeiten wollen, sondern informieren sich über die Homepage. Außerdem erreicht man dank eigener, möglichst mehrsprachiger Webseiten ein breiteres Publikum; ich würde nicht darauf verzichten, wenn ich eine Firma hätte!

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