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Twitter – Hype oder Zukunft?
13. Mai 2009 - 40 Kommentare - Peer Wandiger

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Twitter
Twitter boomt derzeit ohne Ende.

Doch neben denen, die sich darüber freuen und schon das Ende für Blogs und Suchmaschinen vorhersagen, gibt es auch viele kritische Stimmen, die eine riesige Blase befürchten, die bald platzen wird.

Ich widme mich heute der Frage, ob Twitter wirklich das Tool der Zukunft ist oder ob sich hier wieder ein Crash anbahnt.

Was ist Twitter?

Zu allererst muss ich vorausschicken, dass ich Twitter in diesem Artikel natürlich unter Business-Gesichtspunkten analysiere. Also was bringt Twitter für Selbständige, Blogger und Unternehmen. Privatleute mögen eine ganz andere Sicht auf Twitter haben und das ist auch Okay so.

Bei Twitter handelt es sich um eine Alternative zu Instant Messengers auf der einen Seite und SMS auf der anderen.

Als Jack Dorsey im Jahr 2000 die erste Idee zu Twitter hatte, nannte er sein Baby damals noch my.stat.us. Dieser Domainname verdeutlicht das Prinzip von Twitter sehr gut, auch wenn das Twitter, wie wir es heute kennen, erst 2006 umgesetzt wurde.

Es handelt sich um einen kostenlosen Kurznachrichten-Dienst. 140 Zeichen stehen zur Verfügung. Im Gegensatz zu SMS kann man Personen “followen” und bekommt die Tweets (einzelne Twitter-Nachrichten) in das Twitter-Tool seiner Wahl.

Natürlich kann man aktuelle Tweets aber auch direkt auf der Twitter Homepage lesen oder eines der vielen, vielen Twitter-Tools nutzen, die es gibt.

Twitter Earth
Ganz nett ist z.B. die Website twittearth.com, auf der ihr in Realtime Tweets seht, die auf der Weltkarte dem jeweiligen Ort zugeordnet werden.

Im folgenden Video wird nochmal erklärt, was Twitter ist:

Der Twitter-Boom

So richtig in Fahrt kam Twitter erst Ende 2008. Barack Obama hat getwittert und seinen Anhängern News und Infos über den Wahlkampf zukommen lassen. Das brachte dem Dienst erste größere Aufmerksamkeit.

Twitter Nutzerzahlen
Anfang 2009 explodierte die Nutzung von Twitter dann geradezu. Die Massenmedien haben über Twitter berichtet und gerade in den USA wird Twitter massiv genutzt. So konnte man z.B. vor kurzem bei der NFL Draft auch über Twitter aktuelle Infos erfahren.

Die Daten von Comscore zeigen, dass die Nutzung von Twitter extrem gestiegen ist, und mittlerweile 17 Millionen U.S. Nutzer pro Monat den Service genutzt haben.

Weltweit sind die Zahlen natürlich noch höher, auch wenn so ein Boom nicht überall zu verzeichnen ist. Aber das ist ja mit vielen neuen Technologien und Anwendungen so.

Es gibt auch schon erste Berichte, die von massiven Traffic-Anstiegen durch Twitter berichten. Was man sonst nur von großen amerikanischen Social Networks kannte, scheint nun auch über Twitter möglich zu sein.

Allerdings benötigt man dafür eine Menge Follower, die dann ihrerseits den Tweet an die eigenen Follower weitersenden (retweeten).

Wenn das massiv passiert, dann kann auch schon mal ein großer Blog zusammenbrechen.

Ist Twitter der größte Blödsinn aller Zeiten?

Es gibt nicht wenige, die Twitter als den größten Blödsinn aller Zeiten bezeichnen. Und auch ich war ziemlich skeptisch bzgl. Twitter, da ich nicht viel von Nachrichten wie “Ich esse gerade Müsli zum Frühstück und rasier mich danach” halte.

Einer der Hauptkritikpunkte ist die Belanglosigkeit, die in Twitter dominiert. Hier wird über jede Kleinigkeit aus dem eigenen Leben berichtet und ein “Seelenstriptease” veranstaltet. Das ist umso erstaunlicher, als dass es oft dieselben Leute sind, die sich sonst aufregen, dass der Staat oder Google zu viele Daten über sie sammelt.

Das folgende Video hatte ich auch schon mal im Blog. Es verdeutlich ganz gut die Kritikpunkte an Twitter, die ich auch selber sehe.

Das Leben ist eh schon voller Informationen und man hat es schwer die wirklich wichtigen von der Masse der Belanglosen zu trennen. Twitter treibt diesen Info-Overkill auf die Spitze und viele kritisieren gerade das.

Allerdings finde ich eine weitere Sache sehr negativ. Und das ist die Jagd nach Followern. Viele Twitter-Nutzer wollen einfach nur die Zahl ihrer Follower steigern, um damit anzugeben oder sonst was.

Wer tausenden Twitter-Nutzern folgt, hat doch gar keine Zeit mehr, dass alles zu lesen und genau das ist das Problem. Es ist oft gar kein Dialog mehr, sondern alle Welt haut im Sekundentakt Tweets raus und kaum einer ließt es.

Twitter kann auch Sinn machen

Aber natürlich kann Twitter auch Sinn machen. Ich nutze Twitter nun seit einer Weile und ich selber veröffentliche nicht täglich Tweets und schon gar nicht irgendwas belangloses. Wenn ich interessante Artikel im Web gefunden habe, dann schreibe ich einen Tweet. Und auch wenn ich einen guten neuen Artikel geschrieben habe.

Und so bin ich auch sehr wählerisch bei den Leuten, denen ich folge. Dort sollte einerseits schon wirklich ein Mehrwert rüberkommen, das heutige Mittagessen interessiert mich nicht.

Zum anderen beende ich das “Abo” schon mal gern, wenn am Tag von einer Person 30 Tweets kommen. Das gleich meiner Vorgehensweise mit Blogs sehr. Auch da muss die Qualität stimmen und der Blogger sollte es nicht übertreiben.

Ich habe über Twitter so schon eine Menge Link-Tipps bekommen, die entweder in den Blogs untergegangen wären oder wo sich einfach ein Blog-Artikel nicht gelohnt hätte.

Deshalb sehe ich Twitter auch überhaupt nicht in Konkurrenz zu Blogs. Twitter ist sehr zeitnah und für kurze Infos gedacht. Blogs sind eher längerfristig interessant und für ausführlichere Abhandlungen sinnvoll.

Aber auch für eine direkte Kommnunikation zwischen einzelnen Personen eignet sich Twitter sehr gut.

Das Schöne an Twitter ist aber auch, dass es jeder so nutzen kann wie er das möchte. Gerade die belanglose Selbstdarstellung ist für viele Twitter-Nutzer der eigentliche Grund diesen Dienst zu verwenden. Schneller konnte man sich der Welt bisher nicht mitteilen. Wie viele dann wirklich zuhören, steht auf einem anderen Blatt.

Platzt die Twitter-Blase bald?

Irgendwie erinnert mich Twitter an Hypes wie Second Life und Co.

Alle haben darüber berichtet, sehr viele haben es sich angeschaut, aber nur wenige haben es dann wirklich konstant genutzt.

Natürlich ist es schwer einzuschätzen, ob Twitter eine dauerhafte Nutzerbasis aufbauen kann oder ob es derzeit einfach IN ist, Twitter zu nutzen. Dieselben Trend-Nutzer könnten nächstes Jahr schon wieder einem neuen Trend hinterherlaufen.

Laut einer Analyse von Nielsen Online bleiben 60 % der Twitter Nutzer nur einen Monat und gehen dann wieder. Das muss aber auch nichts negatives sein. Es zeigt sich aber wohl, das Twitter dann eben doch kein Massen-Tool ist, sondern eher für eine bestimmte Nutzergruppe interessant ist.

Es wird auch schon in vielen Medien diskutiert, ob Twitter wirklich so erfolgreich ist, wie es die Szene gern darstellt wird. Fakt ist, von den normalen Web-Nutzern kennt kaum jemand Twitter.

Twitter Google Trends
Laut Google Trends scheint der erste Twitter-Hype in den Medien schon wieder vorbei zu sein.

Aber das ist bei einem solchen Hype auch nicht anders zu erwarten. Die Presse stützt sich auf so ein Phänomen und wenn man es ausgeschlachtet hat, geht es weiter zum nächsten Thema.

Das Geschäftsmodell von Twitter

Ganz einfach gesagt: Es gibt bisher kein Geschäftsmodell.

Es wurde schon spekuliert, ob Firmen gegen einen Geldbetrag bestimmte Twitter-Features nutzen können oder ob es Premium-Profile für Nutzer geben wird, die bestimmte Beschränkungen, die es derzeit gibt, aufheben.

Auch über Werbung in Twitter wird natürlich nachgedacht.

Doch bisher verdient Twitter keinen müden Dollar und die Kosten dürften durch die Traffic-Explosion auch nicht gerade gesunken sein.

Die Zukunft von Twitter hängt sicher stark davon ab, ob man es schafft mit dem Dienst Geld zu verdienen, ohne die Nutzer zu vergraulen. Wie schwer das ist, zeigt nicht zuletzt Google mit Youtube.

Boom or Bust

Ob Twitter weiter erfolgreich sein wird oder die Blase irgendwann platzt, wird erst die Zukunft zeigen.

Es gibt für beide Szenarien Anhaltspunkte und die Diskussion wird sicher weitergehen.

Twitter Visual Guide
Einen interessanten Überblick über Twitter habe ich noch für euch in Form des “Twitter Visual Guides“.

Dort werden nochmal die einzelnen Aspekte von Twitter gezeigt und z.B. auch Möglichkeiten zur Nutzung in Unternehmen angesprochen.

Vom “Elektronischen Reporter” gibt es noch einen Report zum Thema Microblogging, welches das Pro und Contra recht gut zusammenfasst und Twitter nochmal vorstellt.

Eure Meinung

Was haltet ihr von Twitter? Nutzt ihr Twitter regelmäßig oder ist es für euch doch eher die ultimative Zeitvernichtungsmaschine?

Ich halte Twitter für ...

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Kommentare

40 Kommentare und Trackbacks zu ' Twitter – Hype oder Zukunft? '

Kommentare zu 'Twitter – Hype oder Zukunft?' mit RSS oder TrackBack abonnieren.

  1. 1 Webstandard-Team kommentierte am 13.05.2009 um 11:55 Uhr

    Sicherlich wird Twitter gerade gehypt, aber auch das wird sich normalisieren. Ebenso wenig kann und wird Twitter Blogs und Suchmaschinen ersetzen. Twitter hat meiner Meinung nach die Möglichkeit ein Teil der zukünftigen Kommunikation im Web zu werden, mehr aber auch nicht. Jeder Hype wird sich irgendwann mal normalisieren und das wird bei Twitter nicht anders sein ;o)

  2. 2 Phil kommentierte am 13.05.2009 um 12:45 Uhr

    Irgendwie erinnert mich Twitter an Hypes wie Second Life und Co.

    Mich auch!

  3. 3 Andy kommentierte am 13.05.2009 um 12:57 Uhr

    Eine wirklich Interessante frage, aber wie die entwicklung weitergeht ist für mich schwer abzuschätzen. Wenn aber eine finazielle Beteiligung in den Raum kommt, dann denke ich hat es sich für Twitter erledigt.

  4. 4 Francis Collis kommentierte am 13.05.2009 um 13:33 Uhr

    Hi Peer, vielen Dank für die Erwähnung meins Artikels. Du hast das Thema, wie immer, sehr gut zusammengefasst. Wie es mit Twitter weitergeht ist meiner Meinung sehr fraglich, denn letztendlich ist es immer ein Frage eines mittel- oder langfristig tragfähigen Konzeptes und genau das sehe ich zur Zeit nicht. Auch hinter den vielen Übernahmeangeboten in Millionenhöhe ist m.M. keine klare Ausrichtung zu erkennen. Von daher, abwarten und weiter tweeten :-)

  5. 5 Peter kommentierte am 13.05.2009 um 13:49 Uhr

    Twitter wird demnächst ein ähnlichen Schicksal unterliegen wie Second Life. Dann kräht fast kein mehr darüber.

    Die Gründe warum?

    Ganz einfach. Sicherlich mag es ein paar gute Meldungen bei Twitter gegen, nur findet man diese kaum noch wie viele nur über ihr Fast Food Besuch berichten, oder mit erfundene Geschichten glänzen wollen

    Twitter ist 99% Müll und nur 1% Perlen.

  6. 6 Mirco kommentierte am 13.05.2009 um 15:07 Uhr

    Erstmal ein Lob der Artikel ist echt umfangreich und gut beschrieben!

    Meiner Meinung nach ist twitter noch dabei seinen Weg zu finden, klar der Hype wird sich legen aber das ist bei fast allen Projekten so. Doch der Name Twitter wird jedem im Kopf bleiben!

    Ein richtiges Geschäftmodell weisst Twitter natürlich nicht auf obwohl es schon eine Umsetzung für Unternehmen gibt http://www.exectweets.com/ diese wird von Microsoft bezahlt uns ist somit der erste Kunde von Twitter.

    Weiter meine ich das Twitter noch viel Potenzial hat nehmen wir z.B die Echtzeit suche mit der ich aktulle Themen und News sofort finden kann.

    Ob Twitter ein Erfolg wird ? Wer weiß, dass wird sich erst nach ein paar Monaten raustellen , wenn die Entwickler vielleicht ein Geschäftsmodell haben, dass den Usern auch gefällt bzw. nicht verkrault.

    Bis dahin werde ich Twitter weiter im Auge behalten.

  7. 7 m.o.m. kommentierte am 13.05.2009 um 15:16 Uhr

    Falls jemand eine Geschäftsidee für Twitter hat. Ich hätte noch http://twitterworx.com und http://tweetworx.com abzugeben.

    Ansonsten halte ich Twitter im Moment für gelungen und unkompliizert. Ich denke die SMS Buden haben eher ein Problem damit.

  8. 8 Flowsen kommentierte am 13.05.2009 um 15:18 Uhr

    Gude,

    ah, ein prima Artikel. Ich hatte auch schon überlegt so einen zu verfassen. Da ich mir oft darüber gedanken mache “warum Twitter” ?!

    Ich glaube ich würde Twitter bis heute nicht nutzen, allerdings hatte vor ein paar Monaten ein Kumpel von mir, für mich einen Account angelegt. Dieser blieb dann erstmal monatelang ungenutzt. Ich sah keinen Sinn in Twitter und habe mich oft gefragt, was der Sinn dahinter ist?!

    Als ich mit meiner Ausbildung fertig war und in mein eigenes Büro gezogen bin, suchte ich natürlich Möglichkeiten mit anderen Kontakt auf zu nehmen und neue Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig nahm der Twitterhyp immer mehr zu und so loggte ich mich bei Twitter ein und fing an zu twittern.

    Das ganze nahm reichlich zu und mittlerweile bin ich soweit von meinem ipod Touch aufm lokus zu twittern, aber mittlerweile habe ich auch einen Twitter-Client (TwitterPod) aufm Mac, damit ich immer sehe, wer, wann, was und warum twittert. Natürlich auch, damit ich schneller twittern kann.

    Es wird wohl nur noch eine Frage der zeit sein bis sich zum Wort googlen im Duden auch das Wort twittern gesellen wird, davon bin ich überzeugt.

    Erst beschwere ich mich über Twitter und nun nutze ich es selbst und für mich ist es ein klarer Zeitfresser. Sicherlich nicht, wenn ich vom Klo aus twittere, aber sicherlich während der Arbeitszeit.
    Dennoch ist es (genau wie Adium und Skype) zu einem für mich nicht uninteressanten und wichtigen Arbeitsmittel geworden.

    Ich denke Twitter ist ein hype und wird früher oder später wieder an popularität verlieren. Ich glaube der Kommentar von “Peter” “Twitter ist 99% Müll und nur 1% Perlen.” irgendwie zustimmen. Aber es kommt auch darauf an, wen man “followed” ob ich Nachrichten-Seiten verfolge oder meinen besten Kumpel der über seinen Ententeich twittert.

    Nicht zu vergessen ist aber auch die Kommunikation für Blogs, die damit auf sich aufmerksam machen und via Links auf Ihre Blogs und ausführlichere Artikel verweisen.
    Es ist was es ist! :mrgreen:

  9. 9 humanity kommentierte am 13.05.2009 um 15:19 Uhr

    Wenn man selbst viel im Netz hängt und “vernetzt” ist, durch Blogs, RSS, Social Bookmarks, Newsseiten, Foren, etc und vorallem mit anderen venetzt ist, die auch das alles mitmachen. Ist twitter nur die Quelle der Masse an Meldungen, Beiträgen, etc. die man sich eben so durchliest. Leider werden auch weniger gute Beiträge und Sites verlinkt, aber mit eindrucksvollsten Überschriften versehen.

    Langsam nervts. Trotzdem finde ich twitter gut, um z.B.: Stammleser über neue Beiträge zu informieren oder einfach mal einen besseren Kontakt zu denen auzubauen, als Blogger. Ist für manche angenehmer als RSS.
    Wirtschaftlich könnte man das als Firma auch nützen, aber dazu mag ich mich nicht äußern wie ^^

    Als Spaß, finde ich twitter sehr schwach, auch für “witzige” und “lustige” Sachen verschicken, eher schlecht. Dazu nervts mich schon zu viel :)

  10. 10 Oliver kommentierte am 13.05.2009 um 19:05 Uhr

    Für mich ist Twitter zu einer echten Newsquelle geworden. Ich bekomme Tweets zu News und Informationen, die ich wahrscheinlich sonst nicht entdeckt hätte. Wichtig ist Leuten zu folgen, die Tweets mit Mehrwert liefern und keinen Spam verteilen. Ich denke nach ein oder zwei Tagen kann man die Person einschätzen, in welche Kategorie man sie packt. Wie es weiter geht, keine Ahnung.

    Hier gibt es einen ähnlich guten Artikel:
    http://netzwertig.com/2009/05/12/programmierschnittstellen-facebook-und-twitter-sind-gekommen-um-zu-bleiben/

  11. 11 Das Wort kommentierte am 14.05.2009 um 01:42 Uhr

    TWITTER ist absolut wertlos und ein unnützliches Ding, das einzige warum es soooo erfolgreich im moment ist, weil es erstens was komplett neues ist und zweitens halt was kurzfristig “geiles” – was sich aber bald wieder legen wird.
    Darum wird TWITTER selbst nie profitabel werden können, zahlen wird nie jemand etwas für einen solchen Dienst und wenn man im nachhinein Werbung schaltet wird dies derart viele vergraulen, das es früher oder später in die Bedeutungslosigkeit verfallen wird, oder zuvor Pleite gehen.
    Ich selbst habe einmal Twitter besucht, als ich sah wie dies aufgebaut ist und funzt, habe ich die Seite wieder verlassen, ist nur ein reines Zocken, nicht mehr und nicht weniger. Ich denke vor allem aus gewerblicher Sicht her, gibt es dutzend bessere möglichkeiten wie man bekannter werden kann, als sich über TWITTER irgendwelche Verfolger aufzubauen.

  12. 12 Dirk kommentierte am 14.05.2009 um 07:53 Uhr

    Ich kann für keine der 5 Optionen stimmen. Twitter ist für mich weder ein Traffic- oder Newstool, noch der größte Blödsinn oder die beste Erfindung aller Zeiten; auch damit, sich die Zeit wegfressen zu lassen, hört man, wenn es sich um die Arbeitszeit handelt, ziemlich schnell wieder auf. Twitter hat aber meine Tage am Rechner und wohl die Tage vieler allein arbeitender Freiberufler (und davon gibt es ja immer mehr) jedenfalls positiv verändert und eine Art Sozialleben im Netz geschaffen.

    Link erlaubt?
    http://www.1gramm.de/on-air/twitter-und-das-publizieren-von-belanglosigkeiten/

  13. 13 Peer Wandiger kommentierte am 14.05.2009 um 09:11 Uhr

    Wie ich sehe, gehen die Meinung beim Thema Twitter sehr stark auseinander. Optimale Voraussetzungen für mehr Artikel zu Twitter. :grin:

  14. 14 SantaCruze kommentierte am 14.05.2009 um 10:56 Uhr

    Hab mich seid gut 4 Wochen auch zu Twitter hinreißen lassen , obwohl ich derzeit Twitter eher als RSS Ersatz oder Kombo nutze um mehr Leute zu erreichen. Selbst hab ich net genug Zeit und Laune , jede paar Minuten was hinzuschreiben und dafür gibts ja auch genügend Twitter Dienste.

  15. 15 yannick kommentierte am 14.05.2009 um 11:49 Uhr

    Genau wie Santa Cruze schrieb. Twitter ist der perfekte RSS-Ersatz und ich denke sogar das dieser Dienst RSS ablösen könnte, denn wirklich gute Sachen werden in Twitter weiter getwittert. Im RSS hingegen landet aller Schrott!

  16. 16 Peer Wandiger kommentierte am 14.05.2009 um 12:07 Uhr

    @ yannick
    Das sehe ich eigentlich ganz anders herum, aber das ist ja auch das Schöne an Twitter.
    Jeder kann das Tool so nutzen, wie er es möchte.

    Und in Schrott landet sowohl in Twitter, als auch in RSS-Feeds. :wink:

  17. 17 humanity kommentierte am 14.05.2009 um 13:56 Uhr

    Seien wir ehrlich, müssen wir nach Minuten bescheid wissen, was es Neues gibt, etc.?

    Ich finde twitter gut für “Schlagzeilen”. Zumindest ist das was ich am meisten getwittert bekomme. 140 Zeichen bringt einen dazu, Schlagzeilen zu schreiben.

    Blogs sind vergleichbar mit Zeitschriften in einem anderen Format. Schwer “Kolumnen” nachgeahmt. Und das zieht eben Leser an und ist angenehm zu lesen. RSS utnerstütz es eben, seinen “Lieblingsbloggern” zu folgen. Twitter hat einfach keine Barrieren, keine tools, um Twitter-Nachrichten zu begrenzen, auszuschließen. Das ist wie, wenn man den Inseratteil einer Zeitung liest. Ganz schön unangenehm.
    Das lese ich lieber die Kolumnen. :)

    Interesant wäre es, wenn man den eigenen Blog mit einer Art Newsseite verbindet. Das wäre mMn sehr modern ;) und würde viele Leute ansprechen.

    mfg
    humanity

  18. 18 David Gerlach kommentierte am 14.05.2009 um 14:22 Uhr

    Ich denke, Twitter wird es schon noch etwas länger geben. Allerdings muss man mal klar unterscheiden, wofür es sich eignet:

    Für den kleinen, persönlichen “Seelenstriptease” – na klar!
    Für Marketing von nationalen oder internationalen arbeitenden Geschäftsleuten und Firmen – auf jeden Fall!
    Für kleine, lokal begrenzte Geschäftsleute – sicher nicht!

    Genau letzteres hab ich letztens entdeckt: Eine kleine EDV-Firma (3 Mitarbeiter), die nur in einer Stadt tätig ist (dafür aber anscheinend gut im Geschäft), twittert den ganzen Tag. Aber zu welchem Zweck bitte? Das bringt weder Transparenz noch PR, sondern verschwendet doch nur Arbeitszeit.
    Leute wie Gary Vaynerchuk (www.twitter.com/garyvee), der zum Social-Media-Mogul mutiert, hat es sehr gut verstanden mit Twitter PR zu machen. Aber da ist das Ziel auch ein anderes und das Klientel nicht auf einen engen, regionalen Rahmen begrenzt.

    Beste Grüße, David Gerlach

  19. 19 stevie kommentierte am 14.05.2009 um 15:06 Uhr

    Meiner Meinung nach ist Twitter ne recht interessante Messagingplattform, die aber immer mehr von Spammern bevölkert wird. Das macht das alles wiederrum eher uninteressant! Sei´n wir doch mal ehrlich! Kurze Messages über den derzeitigen Gemütszustand oder die aktuelle persönliche Situation zu zwitschern mag lustig sein, aber wer in Gottes Namen liest sich das auch alles durch?! Also ich hab besseres zu tun als ewig nur zu lesen “hab hunger”, “bin besoffen” oder “jetzt steh ich grad in timbuktu”.

    Für alle diejenigen die es für kurze Notizen im Job nutzen ist es echt hilfreich und nützlich! Aber im privaten Bereich sind wir einfach zu übersättigt mit web2.0 socialnetworks!
    Die Schnittstelle Handy-Blog-Twitter(feed) ist durchaus ne coole technische Spielerei, aber wird das wirklich in der Zukunft weiter genutzt? Glaube nicht…

    Wie gesagt, beschränkt man sich auf das wesentliche bei Twitter und liest/schreibt nicht unbedingt alle 3min. nen neuen (belanglosen,werbe) Tweet so kann es durchaus brauchbar sein.

    Gebe dem SantaCruze in dem Punkt auch Recht das es auch eine sehr gute Kombo zum RSS ist! Als Ersatz zwar nicht unbedingt..aber in Kombination echt gut!

  20. 20 @kreuzwort kommentierte am 14.05.2009 um 16:56 Uhr

    Sehr informativer Artikel. Anhand der vielen und ausführlichen Kommentare kann man jetzt schon absehen, dass uns das Thema #Twitter noch etwas länger beschäftigen wird. Wohin genau die Reise für Twitter geht, kann aber heute noch niemand wissen, behaupte ich mal.

    Vielleicht ist ja schon das Ferkel geboren, welches demnächst als Sau durchs Dorf getrieben wird? #oink #grunz

    @kreuzwort

  21. 21 Julia Stern kommentierte am 14.05.2009 um 18:52 Uhr

    Twitter ist ein klasse Marketing- Tool. Das sage ich aus eigenen Erfahrungen. Man sollte es selbst aber mal testen. Interessante Tweets schreiben, Leuten folgen usw. dann wird es jeder selbst merken.

    Grüße
    Julia

  22. 22 Peer Wandiger kommentierte am 14.05.2009 um 19:24 Uhr

    Ja, es ist schon eine nette Sache. Es ist halt immer die Frage, wie ich ein Tool nutzen will. Und Twitter lässt einem da viele Möglichkeiten offen.

    @ kreuzwort
    Ich freu mich auch schon auf das nächste Ferkel. :lol:

  23. 23 Hofnarr Florian kommentierte am 15.05.2009 um 12:31 Uhr

    Twitter als Ersatz für Blogs ist unsinnig, aber als Ergänzung zum Blog ideal.

  24. 24 Marco kommentierte am 16.05.2009 um 17:40 Uhr

    Interessante Diskussion! Meines Erachtens ist der Hype vorbei, weil Twitter sich in vielen Bereichen bereits etabliert hat… leider aber nur in einer relativ homogenen Gruppe. Bin gespannt, ob Facebook auf auf Dauer das Rennen macht, weil die Nerd-Dichte nicht so hoch ist.

  25. 25 Millus kommentierte am 17.05.2009 um 03:05 Uhr

    Twitter ist gerade in Mode und durch die Einfachheit des System ist es schon fast ein Garant für dauerhaften Erfolg. Eine kleine Übersicht über Twitter, was Twitter ist, wo Twitter Geld verdient und wie man Twitter richtig nutzt findet sich hier:
    http://superhais.de/bloggen/2009/05/03/twitter-richtig-nutzen-tipps-tricks-und-tools/

    Wenn demnächst die ganzen Funktionen für Twitter von Twitter an den Start gehen wird es wohl den zweiten Boom erleben.
    Heute beim Eurovision habe ich erlebt wie nützlich und angenehm Twitter ist. Es ist intimer als eine Email oder Kommentar in einen Blog oder Forum, aber distanzierter als ein Chatroom. Dieses Feeling ist sehr benutzerfreundlich.

    Und die @ Funktion ist klasse, ist wie emails abfragen. Macht irgendwie Spaß und verleitet selbst zum zurückschreiben. Es ist wie ein kleines Spiel. Dieser Spieltrieb wird wohl von Twitter ausgebaut werden. Wahrscheinlich wird man demnächst Twitter in games etc. einbauen können. Oder in TV Sendungen Twitternachrichten ablaufen lassen, wie Emails oder SMS Grüße bei Giga oder Viva.

  26. 26 Alexander Langer kommentierte am 18.05.2009 um 19:42 Uhr

    Ich bin selbst erst seit wenigen Wochen dabei und erlaube mir auch mal einen Großteil des Tages Twitter Twitter sein zu lassen, eben wege der erwähnten Informationsflut. Twitter selbst, also die Website, ist recht unspannend. Erst durch ordentliche Clients gewinnt Twitter an Mehrwehrt.

    Ein Client Tweets sortiert nach Hashwords ausgeben kann ist Gold wert. So kann man aus dem ganzen globalen Gezwitschere und dessen Banalität das herausziehen, was man selbst brauchen kann – so man denn einen Fokus hat für den es gängige Hashwords gibt. Bei mir ist es z.B: #drupal für das gleichmaige CMS mit dem ich meine Brötchen verdiene.

    So bekome ich flott News mit, komme mit anderen Druaplistas rund um die Welt in Kontakt, etc.

    Ohne solche Mechanismen könnte ich an Twitter auch herzlich wenig finden. Letzten Endes kommts aber wie so häufig darauf an ein Werkzeug zu seinem eigenen Vorteil nutzen zu können.

  27. 27 Millus kommentierte am 25.05.2009 um 21:24 Uhr

    Seit heute ist es offiziell, dass Twitter im TV genutzt werden wird. Es wird ein eigenes TV Format für Twitter entwickelt. :)
    http://news.yahoo.com/s/ap/20090525/ap_on_en_tv/us_tv_twitter_show

  28. 28 Peer Wandiger kommentierte am 25.05.2009 um 22:50 Uhr

    Was es nicht alles gibt. :-)

  29. 29 Alex kommentierte am 26.05.2009 um 16:09 Uhr

    Twitter hat den Vorteil, dass keine Zensur herscht. In Deutschland mag das irrelevant erscheinen, aber wenn ich daran denke, dass ganz China twittern kann, so würde dieser Service zu mehr Pressefreiheit beitragen.

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