Alle reden über Twitter. Zumindest hat man in der Internet-/Blogger-Szene das Gefühl, dass es so wäre.
Doch wie wichtig ist Twitter wirklich und welchen Stellenwert nimmt Twitter im Social Web ein?
Was heißt Wichtig?
Das ist natürlich erstmal die grundsätzliche Frage. Wichtig ist für viele Menschen etwas anderes.
Für den einen bedeutet Wichtig, dass Twitter den persönlichen Kontakt zu anderen Nutzern ermöglicht. Personen zu folgen, die man kennt oder schätzt ist eine neue Dimensionen des persönlichen Kontakts, der vorher so nicht möglich war.
Bei anderen Bloggern ist Twitter mittlerweile der zweitwichtigste Traffic-Bringer nach Suchmaschinen. Regelmäßige Tweets mit interessanten Links (natürlich auch eigenen) sorgen für relativ viele Besuche. Diese kommen nicht nur von den eigenen Followern, sondern z.B. auch von der Twitter-Homepage.
Es gibt also unterschiedliche Sichtweisen auf Twitter. Je nachdem wie man selber die Schwerpunkte setzt und zu welchem Zweck man Twitter nutzt.
Nur wenige nutzen Twitter
Schaut man sich die absoluten Zahlen an, dann scheint Twitter nicht wirklich wichtig zu sein.
Twitter hat in Deutschland derzeit so um die 100.000 Nutzer. Die Zahl steigt seit einigen Monaten deutlich, liegt aber immer noch weit hinter den Nutzerzahlen anderer Social Websites zurück.
Twitter scheint also (noch?) nicht im Massenmarkt angekommen zu sein, auch wenn die Bekanntheit deutlich höher zu sein scheint.
Schaut man sich dagegen die Nutzung des neuen “Microblogging”-Features von studiVZ an, dem Buschfunk, dann sieht man ganz andere Zahlen.
Dieser Dienst wurde recht gut angenommen und aktuell gibt es wohl 12.000 Aktualisierungen pro Minute. damit gibt es dort in ein paar Minuten so viele Beiträge, wie bei Twitter in Deutschland an einem Tag.
Allerdings ist es natürlich schwer den Buschfunk von studiVZ mit Twitter zu vergleichen. Der Ansatz ist doch ein anderer und studiVZ hat mit 5 Millionen Mitgliedern natürlich auch ein ganz anderes Startpotential.
Qualität und Quantität
Mehr ist nicht immer besser. Deshalb ist der Vergleich der Beiträge beim Buschfunk und Twitter Deutschland natürlich auch nur bedingt aussagekräftig.
Ich kenne auf Twitter mittlerweile viele Leute, die wirklich nur wichtige Informationen verbreiten. Seien es Links, Termine, Hinweise, News oder ähnliches. Das bestätigt auch eine Umfrage von trnd.
Der studiVZ Buschfunk ist dagegen wirklich eher ein Chat-Ersatz und daher mit Twitter auch nicht wirklich zu vergleichen. Hier steht Entertainment und Unterhaltung im Vordergrund.
Es scheint zudem so zu sein, dass Twitter doch eher von Internet-Freaks und Early Adoptern genutzt wird und weniger von der Masse der Social Web Nutzer. Allerdings gibt es natürlich auch bei Twitter viele Selbstdarsteller und massig sinnfreie Beiträge.
Ob sich das ändert ist schwer abzusehen. Viele Nutzer einer Social Web Community wie studiVZ fühlen sich innerhalb dieser Community sehr wohl und würden wohl keinen Service von Außerhalb nutzen.
Und ganz ehrlich, viele Twitter-Nutzer sind ganz froh, dass das so ist und auch bleibt.
Die offene Frage
Bleibt die Frage offen, ob Twitter nun wirklich wichtig ist oder nicht. Zumindest in Deutschland ist Twitter kein Massenmedium und deshalb ist es nicht für jeden gleich wichtig.
Gerade wenn man Twitter auch aus geschäftlichen Gründen nutzen will oder als Blogger ein neues Marketing-Instrument sucht, sollte man sich vorher darüber klar werden, ob die eigene Zielgruppe Twitter überhaupt nutzt.
Sucht man als Blogger oder Selbständiger Kontakt zu Gleichgesinnten, dann kann Twitter ebenso sehr gut passen. Man merkt aber schon im Gespräch mit Kollegen und Bekannten, ob Twitter da eine Rolle spielt oder eben nicht.
Ein Wundermittel ist Twitter aber, zumindest in Deutschland, nicht.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.







Ich bringe mal den Sinn von Twitter auf den Punkt.
“Verbreite Deine Botschaft in der Zielgruppe der Early Adopters viral.”
Problem bei Twitter ist die wenige Perlen aus die große Masse zu finden.
@Peter: Genau das ist die Schwierigkeit…Man findet nie das was wirklich einen Interessiert. So geht es mir zumindest.
Was ist schon wichtig?
Wenn man den richtigen Leuten folgt ist es eine gute Informationsquelle und man wird auch nicht mit Spam überhäuft. Darüber hinaus ist Twitter in meinen Augen eine Kombination aus Chat, Blog und Forum. Man kann kommunizieren, Fragen stellen und sich über bestimmte Themen bzw. Ereignisse informieren.
Ich kann Twitter ehrlich gesagt schlecht einschätzen. Zuviele Faktoren spielen in Hinblick auf eine “lohnenswerte” Traffic-Quelle mit. Ich kann beispielsweise tausenden Leuten followen, ob die sich dann wirklich langfristig für meine Links interessieren ist eine andere Frage. Was ich Twitter allerdings zu gute halte, ist die Schnelllebigkeit. Innerhalb weniger Sekunden weiß ich, wie die Meinungen zum jünsten “Schlag den Raab” sind. Hat man außerdem die richtigen Follower, die sich aktiv am Twitterverse beteiligen, dann sorgt das meines erachtens für hochwertigen Traffic. Die Problematik dabei ist jedoch, dass man nur das liest, was einem angezeigt wird. Man muss sich also gut überlegen, wann man seine Artikel oder seine Tweets abschickt, um eine möglichst große Leserschaft zu mobilisieren und zu erreichen.
ich denke von “Wichtigkeit” kann keine Rede sein.
Ich bezweifle, dass jemand in seinem Job, seiner Freizeit, seinem Leben überhaupt nicht ohne Twitter kann.
Bisher ist es vielerorts ein nettes Gadget um sich auszutauschen. Zum Mainstream ist noch ein langer weg.
–
http://twitter.com/stelten
Von wichtig im Bezug auf Twitter kann keine Rede sein, sowas ist eher unwichtig. Genau so wichtig / unwichtig, wie wenn in china ein Sack Reis umfällt.
Das einzige was mich freut im Bezug auf Twitter ist, wenn es mal einen Ausfall gibt.
Schöner Artikel, dem ich zustimme.
@Peter: für mich ist das Problem eher, die Perlen (z.B. dein Produkt) an die große Masse zu bringen. Deinen Fall kann jeder zum Teil selbst beinflussen, indem er den “richtigen Leuten” folgt.
Ich gestehe, dass ich noch kein “Follower” bin und keinerlei Einschränkungen deswegen spüre…
<– auf die Frage, “Wie wichtig Twitter wirklich ist?”
Gutes Thema, Peer. Wenn es um die Wichtigkeit von Twitter für deutschsprachige Nutzer geht, dann würde ich ebenfalls sagen: Nein, kaum einer interessiert sich dafür. In April 2009 waren es beispielsweise “nur” 62.000 Accounts, die getwittert haben. Dafür, dass es Twitter seit 3 Jahren gibt, ist die Zahl einfach zu unbedeutend.
Aber wie du schon richtig angesprochen hast, kommt es auf die Zielgruppe an – wenn Twitter überhaupt aus der Unternehmenssicht genutzt wird. In meinem Fall passt es perfekt: Die Nutzer des wpSEO Plugins kennen, nutzen und schätzen Twitter als Kommunikationsplattform und folgen mir entsprechend sehr gerne. Man darf sie nur nicht enttäuschen und schon gewinnt das Medium an Bedeutung.
wichtig… man nehme 10000 follower, poste hin und wieder was privates, dann ein affili link und das geld fliesst… twitter ist für mich wie ne mailingliste.
Ich kann mit Twitter (und vielen anderen Social-Stylo-Trendy Angeboten) nicht viel anfangen. Ich nutze die Communities, in denen ich meine Freunde und Bekannte finde und zwar ohne, dass ich erst 100 Leute einladen muss.
Buschfunk bei Studi ist ok…mehr aber auch nicht. Es wird von vielen als reine Chatmöglichkeit genutzt, ohne den eigentlichen Sinn des “Ich mache gerade xyz” zu erfüllen.
@ Sergej
Ja, da stimmt die Zielgruppe. Und so ein wenig elitär zu sein, dass hat doch auch was.
@ Mike
Das ließt man in den USA mittlerweile auch sehr häufig. Wenn die Masse da ist, setzt der Aldi-Effekt ein.
@Mike @Peer
Richtig, die Masse macht’s. Doch in DE bleibt sie meist aus.
Twitter ist einer der großen Unsinnsseiten die das Web 2.0 in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Das ist für Leute mit gestörtem Mitteilungsbedürfnis, die es für wichtig erachten sich mit unsinnigen und nicht tiefgreifenden Dingen zu beschäftigen. Das ist so wie diese Zeitung lesen mit den großen vier Buchstaben.
Deswegen bin ich auch der Meinung, dass Twitter unsinn ist und eher zur Volksverdummung beiträgt.
Anstatt sich gute ausgearbeitete Artikel mit Hintergründen durchzulesen (wie das mal war, in den großen Zeitungen) geht der Trend immer mehr dahin, wie bei SMS, möglichst kurze Nachrichten, Zusammenfassungen mit wenig Inhalt zu verbreiten.
Oft sind die Nachrichten nicht mal welche sonder gehaltlose Dinge. Das ist wie mit StudiVZs Buschfunk. Was interessiert mich das, ob XY gerade beim nach Hause weg vom Einkaufen nass geworden ist? Der größte Unsinn!
Durch diese Flut der unwichtigen Informationen und durch das Pushen solcher durch Dienste wie Twitter oder den Buschfunk nimmt die Überflutung unserer Reize und die Schwierigkeit wichtigem von unwichtigem zu trennen immer weiter zu.
Wer ist denn heute noch in der Lage einen Satz zu lesen in dem zwei oder drei Kommas auftauchen? Die Konzentration reicht nur noch soweit wie der Arm lang ist.
Außerdem neigen Dienste wie Twitter dazu inhaltsschwangere Dinge als wichtig hervorzuheben und sich ihrer anzunehmen. Viele im Netz die bspw. auch Twitter nutzen neigen dann dazu solche vermeintlichen “Probleme” (die in Wirklichkeit nur unnötiges Gebrabbel sind) zu ihrem eigenen Problem zu machen und sich “darum zu kümmern”.
Da kann ich nur sagen: Wenn man sonst nichts wichtigeres zu tun hat als seine Zeit mit so einem Müll zu verplempern und sein Gehirn mit Informationen zu überfluten dann geschieht es einem ganz recht so!
Ich folge wie gesagt nur sehr wenigen Leuten und da ist die Qualität Okay für mich.
Sobald aber jemand anfängt zu schwätzen und nur die Zahl der Tweets hochtreiben will, fliegt er bei mir raus.
Abwarten würde ich sagen. facebook ist auch noch nicht dominant in Deutschland, aber auf dem Weg dahin. Nur weil in Deutschland hinter Trends hinterherhinkt, bedeutet das nicht, dass die Welle die twitter international schon vor facebook gespült hat uns hier nicht auch erfasst.
Die richtige Frage wäre: “Wie wichtig ist twitter schon jetzt?” Also in unserem ersten Hype-Jahr
Momentan habe ich zwar noch den Eindruck, dass ein großer Teil der Zwitscherer das nur tut um seine eigene Website irgendwie zu pushen oder zu promoten.
Ich gehe aber davon aus, dass schon bald die breite Masse erreicht wird und Twitter wieder mehr dem ursprünglich geplanten Nutzen dient.
Daher denke ich auch, der Titel sollte besser lauten: wie wichtig ist twitter schon heute.
Bald werden wir auch darüber reden müssen, wie gefährlich twitter ist, da sich die ersten süchtigen nicht mehr vom computer wegtrauen, aus angst irgendein geflüster zu verpassen…^^
also ich persönlich würde mich freuen, keine Beiträge über Twitter mehr sehen zu müssen.
Der Hype um Twitter, ist ja bei Bloggern, wie DSDS bei gmx.
Kaum hat ein Kandidat dort, seinen Knöchel verletzt, steht das auf der Startseite und 500 Leute finden Gründe dafür Kommentare zu schreiben. Schön für GMX, aber sinnlos Ende nie.
Kaum hat irgendjemand was neues zu twitter irgendwo aufgeschnappt. schreiben X Blogs darüber und mind. 20 Leute müssen ihre Meinung dazu schreiben, was sie glauben, dass in X Monaten passieren wird in und rum twitter.
Sorry, wenn ich mich darüber auslasse, aber über twitter, gibt es einfach nichts zu berichten, dass zur Zeit einen Artikel Wert wäre (außer aber, man muss beim Keyword twitter, mit neuen Phrasen ranken und baut diese ins Title und in die Überschriften ein) … sorry, Peer, dass ich so kritisch war.
@ humanity
Also ich finde das Thema spannend. Gerade weil es mal wieder so eine Sache ist, die gerade von Business-Leuten massiv genutzt wird und man nicht weiß, wohin die Reise gehen wird.
Und wenn man davon ausgeht, dass derzeit gerade mal 100.000 Leute Twitter nutzen, ist noch genug Potential für neue Artikel da.
Du musst Sie ja nicht lesen.
Also für mich hat Twitter sich selbst verfehlt, zumindest bisher. Mittlerweile steht der Austausch unter Bekannten nicht mehr im Vordergrund, jeder schüttet jeden mit Links und Trash voll, doch kaum jemanden interessieren die Updates wirklich. Die Suchfunktion nach Personen aus dem eigenen bekannten Kreis ist spärlich und ungenau. Was ich ziemlich daneben finde, ist wenn Leute nur ihre neuen Blogbeiträge in Twitter ankündigen, dann ist der Sinn von Twitter total verfehlt. Hätte sich Twitter als Kommunikationsmittel zu Freunden etabliert um beispielsweise Partys und Treffen zu planen, wäre ich nun auch schon ein aktives Twittermitglied, aber durch die Bugs scheint es mir ja momentan nicht möglich zu sein Twitter selbst zu testen (http://www.elexpress.de/archives/2009/05/30/twitter-ein-programmierhobbyubungsprojekt/).
Ich weiß nicht, ob Twitter wichtig ist. Möchte ich wirklich wissen, dass xy gerade von seiner Freundin verlassen wurde und gern Leberwurstbrot zum Frühstück ist?! Eher nicht! Im world wide web kann jeder sein mehr oder weniger sinnvolles Palaver zum Besten geben und sich wichtig fühlen! Ich möchte den besonders mitteilsamen Kern der Bevölkerung aber nicht vom Twittern abhalten und freue mich auf neckische Details aus dem Leben anderer Leute, die ich von mir nie preisgeben würde;-)
Seit 3 Tagen ist nun endlich die erste deutsche Twitter-Community online. Sie ist ähnlich aufgebaut wie die Portale Xing oder MeinVz was das Profil betrifft und beschäftigt sich rundum mit allen Themen und Bereichen aus Twitter.
Die deutschen Nutzer haben nun endlich auch die Möglichkeit, mehr über den Nutzer hinter der Twitter Nachricht zu erfahren und kann gleichzeitig neue Kontakte knüpfen, Geschenke sammeln, Blogs- und Foruminfos lesen, aktuelle Links verfolgen und seine Twitter Nachrichten direkt auf dem Profil veröffentlichen. Gleichzeitig kann man für diese und andere verschiedene Aktivitäten Punkte sammeln und diese in Zukunft gegen Werbung auf dem Portal eintauschen. Diese Funktion wird noch weiter ausgebaut, damit bald jeder davon etwas hat. Desweiteren gibt es Spiele gegen Langeweile, einen Marktplatz für Kleinanzeigen und einen überregionalen Chat. Das Portal ist kostenfrei, was sich auch in Zukunft nicht ändern wird. Zu finden ist das ganze auf www.fangoo.de
Twitter ist zunächst ein Kommunikationsphänomen einer internationalen Zielgruppe mit Schwerpunkt USA, deren Nutzerzahlen sich allerdings rasch Richtung Europa verschiebt.
Unter den professionellen Nutzen sind es vermutlich hauptsächlich der Zugang zu interessanten Branchenartikeln, die steigende Akzeptanz als B2B PR-Kanal und die effiziente Einsetzbarkeit für Social Media Marketing und Seeding von internationalen Consumer Brands. Die Vielzahl von Websites und Software, die Twitter nutzen bzw. verbessern, sowie die Aktivitäten der Nutzer haben Twitter so rasch weiterentwickelt, dass heute selbst Marketer mit wenig Web2.0 Kenntnissen mit Twitter und Derivativen beachtliche Ergebnisse erzielen können.
Twitter wird es vermutlich nicht ewig geben, aber heute ist es die beste Plattform für rasche und effiziente Marketing-Kommunikation.
Könnte ” Twitter ” nicht auch etwas sein, das zur Überwachung ins Leben gerufen wurde, von WEM auch immer ? Überall wird auf Datenschutz, Passwortschutz, Privatspähre etc. auf Deubel komm raus geachtet – warum nicht auch hier ? Twitter und -VZ, genialer Einfall zur Unterwanderung.
Tock tock tock………Aufwachen !
Nicht wirklich.
Schließlich muss man Twitter nicht nutzen. Und was soll man mit den Infos von Twitter schon anfangen.
Schließlich muss jeder lernen, mit solchen neuen Medien verantwortlich umzugehen. Wer in Twitter, VZ und Co. seine Geheimnisse ausplaudert ist selber Schuld.