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Alles kostenlos im Netz? Wie man trotzdem Geld verdient!
27.05.2009 - Peer Wandiger - 18 Kommentare - Geld verdienen, Geschäftsmodelle - Ähnliche Artikel


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Axel Schröder
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Mit dem Internet ist auch eine ganz neue Form des Konsums entstanden.

Die Erwartungshaltung, dass man alles umsonst bekommt, ist besonders stark bei jĂŒngeren Zielgruppen ausgeprĂ€gt und beeinflusst in vielen Bereichen den Aufbau von neuen GeschĂ€ftsmodellen.

Viele klassische GeschÀftsmodelle im Bereich Informationen und Dienstleistungen funktionieren im Internet nicht mehr.

Wie kann man trotzdem Geld verdienen?

Kostenlos ist nicht gleich Kostenlos?

Nicht alles, was wir landlÀufig als kostenlos ansehen, ist auch wirklich kostenlos.

Einige Varianten von “Kostenlos” sind:

  • komplett kostenlos
    Hierunter fallen z.B. Hobby-Software-Projekte, die Wikipedia, wirklich werbefreie Blogs etc.
    Menschen machen etwas in der Freizeit, verwirklichen sich selbst und tun es einfach zu ihrer eigenen Befriedigung.
  • teilweise kostenlos
    Oft es ist im Software-Bereich so, dass die Software kostenlos ist, aber der Support etwas kostet. Das funktioniert teilweise sehr, sehr gut.
  • werbefinanziert
    Hierbei handelt es sich um indirekte Kosten. Ich muss mir Werbung anschauen.
  • Querfinanzierung
    Ein Produkt finanziert das andere. Monetarisierung ist auf andere Produkte oder auf einen spÀteren Zeitpunkt (durch gewonnene Marktanteile) verlagert.

Daran sieht man, dass wirklich nur die wenigsten Angebote wirklich kostenlos sind. Und gerade im Business-Bereich hat natĂŒrlich niemand etwas zu verschenken.

Die Frage ist nun, wie man als Unternehmen oder SelbstĂ€ndiger in der “Kostenlos-Kultur” ein GeschĂ€ftsmodell etablieren kann.



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Ist das alles neu?

Auch wenn man derzeit das GefĂŒhl hat, dass das Thema “kostenlos” ein neues PhĂ€nomen ist, welches durch das Internet entstanden ist, so gibt es dies doch schon viel lĂ€nger.

Es war 1895 als ein Herr Gillette darĂŒber nachdachte, wie er in der harten Konkurrenzsituation erfolgreich sein könnte. Eines Tages kam ihm die Idee, statt der bisher ĂŒblichen Rasiermesser, austauschbare Rasierklingen zu entwickeln.

In den folgenden Jahren versuchte er alles mögliche, um seine Produkte an den Mann zu bringen. Auch wenn die Idee genial war, verkaufte er im ersten Jahr gerade mal ein paar hundert Rasierer.

Nach vielen Marketing-Maßnahmen kam er auf die Idee, den Rasierer selbst zu verschenken (bzw. sehr, sehr gĂŒnstig abzugeben) und nur die Rasierklingen zu verkaufen.

Das Ergebnis war, dass Millionen MĂ€nner einen Rasierer hatten und nun Klingen brauchten.

Solche Beispiele gab es danach haufenweise und viele Firmen haben sich dieses GeschÀftsmodell zu eigenen gemacht.

Handys bekommt man kostenlos, man bezahlt nur fĂŒr die Dienste etc.
Kaffeeautomaten werden in Firmen kostenlos aufgestellt und man verdient am Verbrauch.
usw.

Das GeschĂ€ftsmodell “Kostenlos” ist also nicht neu. Es hat mit dem Internet nur eine neue Dimension erreicht. WĂ€hrend es mit physikalischen Produkten noch recht gut kalkulierbar und kontrollierbar war, ist es mit digitalen Produkten eine ganz andere Sache.

Ohne Produktions- und Vertriebskosten ist es viel einfacher digitale Produkte kostenlos zu veröffentlichen. Und deshalb ist es im Internet auch schwieriger, das Gillette-Modell umzusetzen.

Das musste z.B. Netscape erfahren, die Mitte der Neuziger die Software-Welt revolutionierten, indem sie ihren Browser verschenken. Leider ging das GeschĂ€ftsmodell (spezielle Software fĂŒr Unternehmen zu verkaufen, die auf den Netscape-Browser zugeschnitten war) nicht auf, da andere daraufhin ebenfalls kostenlose Software veröffentlichten und niemand mehr dafĂŒr bezahlen wollte.

Es stellt sich also die Frage, wie man in Zeiten des Internets trotz der vielen, vielen kostenlosen Informationen Geld verdienen kann.

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Es gibt kein wirkliches GeschĂ€ftsmodell “kostenlos”

Wie man schon weiter oben an den Varianten gesehen hat, gibt es kein wirkliches GeschĂ€ftsmodell “Kostenlos”. Unternehmen haben unter dem Strich nichts zu verschenken.

Um also mit denen zu konkurrieren, die kein Geld verdienen mĂŒssen, muss man sich schon etwas besonderes einfallen lassen.

Werfen wir dafĂŒr erstmal einen Blick auf die Nachteile von kostenlosen Informationen:

  • Wenn etwas kostenlos ist, wird es oft beliebig. Man freut sich zwar ĂŒber kostenlose Infos, verbindet damit aber oft keinen Wert. Viele Leute verbinden physische GĂŒter mit Kosten. Musik auf CD darf etwas kosten, als MP3-Datei will man die Musik aber kostenlos.
  • Wenn etwas kostenlos ist, kann es nicht besonders gut sein. NatĂŒrlich kann man das nicht pauschalisieren. Aber viele Buchautoren werden als kompetenter wahrgenommen, als z.B. Blogautoren. Zumindest in klassischeren Zielgruppen.
  • Viele Kostenlos-Startups sind heute nur darauf aus, Marktanteile zu gewinnen und dann gekauft zu werden. Das funktioniert aber leider nur bei den wenigsten.
  • Es gibt Erfolgsstories, die einzelne Firmen, Bands, KĂŒnstler etc zeigen, die mit kostenlosen “Produkten” erfolgreich waren. Das funktioniert aber nur, wenn nur ein Teil dies so macht. Wenn alle Bands ihre Musik kostenlos bereitstellen wĂŒrden, wĂŒrde das Modell nicht mehr funktionieren. Und auch heute wird nicht jede Band, die ihre Musik bei MySpace rein stellt, erfolgreich.

Das Problem, was sich uns also stellt, ist, dass kostenlose Informationen und Produkte zwar sehr gern genommen werden und ein große Verbreitung finden, dass aber kaum jemand bereit ist, fĂŒr diese Dinge spĂ€ter Geld zu bezahlen.

Das heißt im Umkehrschluss, dass “kostenlos” nur ein Teil unserer Strategie sein kann. Die Frage ist also nicht, wie kann ich mit kostenlosen Produkten erfolgreich sein, sondern wie kann ich kostenlose Produkte nutzen, um meine kostenpflichtigen Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen.

Vorteile von bezahlten Informationen gegenĂŒber der Masse an freien Infos

Auch wenn hier im Blog immer wieder Leser schreiben, dass es doch alles kostenlos gibt und sie nie fĂŒr Informationen / Produkte bezahlen wĂŒrden, so ist das nur die halbe Wahrheit.

Die folgenden Liste der möglichen Vorteile eines kostenpflichtigen Produktes zeigen in vielen Punkten auch Nachteile der kostenlosen auf.

  • Die Informationen in einem Fachbuch sind in der Regel gut zusammengefasst, geordnet und bauen aufeinander auf. Informationen ĂŒber Suchmaschinenoptimierung findet man im Internet haufenweise. Meist sind es aber immer nur Artikel ĂŒber einzelne Aspekte, die dann auch vom Alter und damit der AktualitĂ€t schwanken.
  • Die PrĂ€sentation von kostenpflichtigen Produkten ist oft besser. Ich vermisse schon immer mal wieder ein schönes und informatives Booklet, wenn ich ein neues Album auf iTunes runterlade.
  • Über den Punkt QualitĂ€t kann man sicherlich diskutieren. Allerdings bekommt man hĂ€ufig doch eine bessere QualitĂ€t (in verschiedenen Bereichen wie Inhalt, Aufbau, Rechtschreibung etc.) bei kostenpflichtigen Produkten, Dienstleistungen und Informationen.
  • Es dauert doch recht lange, bis man im Internet bestimmte Informationen zusammen gesucht hat. Gerade fĂŒr Einsteiger in eine Materie ist der Punkt Zeitersparnis oft ein wichtiger. Und den bezahlt man dann auch gern.
  • Die VerfĂŒgbarkeit ist bei digitalen Produkten so eine Sache. Gerade bei zeitlosen Informationen will man spĂ€ter immer mal wieder darauf zugreifen. Und da ist es einfacher ein Buch zur Hand zu nehmen oder z.B. in sein Mitgliedsbereich zu gehen und dort die gesammelten Infos liegen zu haben. Die spezielle Info nochmal ĂŒber Google zu suchen, ist meist aufwendiger und nicht immer von Erfolg gekrönt.
  • Kostenpflichtige Produkte und Informationen bieten oft einen zusĂ€tzlichen Support an.
  • Wenn eine Dienstleistung oder Information etwas kostet, dann sorgt dies auch fĂŒr eine gewisse ExklusivitĂ€t. Und zumindest fĂŒr einen Teil der Zielgruppe ist das Grund genug, Geld dafĂŒr hinzulegen.
  • usw.

Diese Vorteile mögen nicht fĂŒr jeden von euch ausreichen, um Geld dafĂŒr hinzulegen. Aber das muss auch nicht sein.

Denn die Grundphilosophie des GeschĂ€ftsmodell “Kostenlos” ist:
Kostenlose Produkte sorgen fĂŒr Reichweite, die man dann nutzt, um an einen Teil dieser Gruppe dann kostenpflichtige hochwertige Produkte zu verkaufen.

Das ist das eigentliche Geheimnis hinter diesem GeschĂ€ftsmodell und die Antwort auf die Frage “Alles Kostenlos im Netz? Wie man trotzdem Geld verdient!”.

So nutzt man kostenlose Inhalte

Es gibt viele Beispiele fĂŒr dieses GeschĂ€ftsmodell.

So haben z.B. Microsoft und Adobe lange Jahre das Raubkopieren ihrer Software-Produkte geduldet, da man so eine große Marktdurchdringung erreicht hat. Photoshop ist z.B. der Quasi-Standard im Bereich Bildbearbeitung geworden.

Heute nutzen viele Jugendliche Photoshop und wenn sie dann in Firmen kommen, haben Sie bereits viele Erfahrungen mit Photoshop und die Firmen kaufen dann diese Software.

Firefox vertreibt seinen Browser auch kostenlos, verdient aber Millionen damit. Wie? Google bezahlt viel Geld, damit als Standard-Suchmaschine in Firefox eben Google eingestellt ist.

Mit Runes of Magic ist ein kostenloses Rollenspiel erschienen, welches viel Geld in der Entwicklung gekostet hat. Um schneller im Spiel voran zu kommen, kann man im Spiel aber Items kaufen, wenn man das möchte.

Das Wall Street Journal bietet den Großteil seiner Inhalte kostenlos an. Nur ein kleiner, dafĂŒr sehr exklusiver Teil ist weiter kostenpflichtig und das auch bei einem ziemlich hohen Preis.

Viele Experten veröffentlichen hochqualitative Inhalte im Web, verdienen dann aber ihr Geld mit Consulting oder VortrÀgen.

Freemium

So wĂ€re es zum Beispiel denkbar, dass ein Blogger ein Freemium-GeschĂ€ftsmodell umsetzt. Einen Teil der Inhalte veröffentlicht er kostenlos, z.B. die Artikel einer thematischen Serie. ZusĂ€tzliche Informationen im Form von Video, Audio, Checklisten, einer einstĂŒndigen pesönlichen Beratung etc. kosten aber Geld.

Man könnte auch die selben Infos in diversen Varianten anbieten, die dann auch unterschiedlich viel kosten:
1) Einzelcoaching
2) als kostenpflichtiger Kurs inkl. Support
3) kostenpflichtiges eBook + Audio + Video
4) als kostenloser PDF-Download (Basisinfos)

Wer eine persönliche Betreuung haben will, der bezahlt am meisten. Usw.

Man könnte Informationen auch zeitlich staffeln. Wer bestimmte Infos sofort haben will, der muss dafĂŒr bezahlen. Das habe ich erst letztens bei einem Blog fĂŒr Finanzinfos gesehen. Wer Börsen- und Aktiennews schon frĂŒh um 7 Uhr haben wollte, der musste dafĂŒr bezahlen. Ab 12 Uhr waren Sie dann kostenlos.

Oder man gibt so große Teile seiner Produkte kostenlos heraus, dass man die Nutzer damit schon bindet und bereit sind, fĂŒr den Rest zu zahlen. Bei einem Online-Rechnungs-Service könnten bis zu 10 Rechnungen im Monat kostenlos sein. Wer mehr braucht, der zahlt dann dafĂŒr.

Wichtig ist dabei:
Kostenlose Infos sind die, deren Kosten fĂŒr mich relativ niedrig liegen (deshalb bieten sich gerade digitale Info-Produkte an). Also Infos, die ich z.B. sowieso habe als SelbstĂ€ndiger.

Ich habe z.B. einen Kunden, der renoviert Treppen. Er verkauft auch recht gĂŒnstig das notwendige Material und stellt die Anleitung dafĂŒr und Tipps online in seiner Website bereit. Es könnten die Kunden also auch selbst ihre Treppen renovieren, nur zu den Material-Kosten.

Er bekommt aber viele AuftrĂ€ge. Warum? Viele denken erst: “Das mache ich selber”. Doch die Anleitung zeigt ihnen dann, dass es wohl doch ein Profi machen sollte. QualitĂ€t und Zeitersparnis sind hier der Grund dafĂŒr, dass die Leute bereit sind, mehr Geld zu zahlen.


Fazit

Es ist ein sehr komplexes Thema, welches in den nÀchsten Jahren weiter spannend bleiben wird.

Und ich weiß auch, dass es genĂŒgend Leute geben wird, die nun denken “Ich bezahle trotzdem nicht fĂŒr Info, die ich im Web finde.” Doch gerade im B2B Bereich sind Unternehmen sehr oft bereit Geld hinzulegen, auch wenn es die notwendigen Infos im Web kostenlos gibt.

Es hÀngt eben auch stark von der Zielgruppe ab.

“Alles kostenlos” ist jedenfalls nicht die Zukunft, auch wenn der ein oder andere das voraussagt.

Die Masse an kostenlosen Informationen ist mittlerweile so gewaltig, dass Kosten auch bereinigend und regulierend wirken können.

Man muss also keine Angst vor “kostenlos” haben. Im Gegenteil, wenn man kostenlose Dinge optimal fĂŒr sich nutzt, kann man davon sehr profitieren.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
18 Kommentare und Trackbacks zu 'Alles kostenlos im Netz? Wie man trotzdem Geld verdient!'

Kommentare zu 'Alles kostenlos im Netz? Wie man trotzdem Geld verdient!' mit RSS

  1. 1 Carsten kommentierte am 27.05.2009 um 12:29 Uhr

    Hallo Peer,

    danke fĂŒr diesen gelungenen Beitrag, einer Deiner besten Artikel, wie ich finde :smile:

    Wo wir gerade beim Thema sind, weißt Du wie die Machner von WordPress mit Ihrem Produkt Geld verdienen?
    Das hab ich nÀmlich bisher noch nicht so richtig durchschaut.

    Gruß Carsten

  2. 2 Alex kommentierte am 27.05.2009 um 13:15 Uhr

    Blogs, die nebenberuflich als Hobby betrieben werden, haben in meinen Augen einen weiteren Vorteil. Denn die Inhalte, die hier kostenlos publiziert werden, können manchmal zu Anfragen von Firmen ĂŒber VortrĂ€ge und Ă€hnliches fĂŒhren.

    Wer also bei seinen Artikel auf sehr gute QualitÀt achtet, der kann unter UmstÀnden anders davon profitieren als vorher angedacht war.

    So könnte man den Blog als AushĂ€ngeschild fĂŒr die eigenen Arbeiten betrachten, die wiederum fĂŒr weitere Auftrage außerhalb des Internets sorgen.

  3. 3 Peter kommentierte am 27.05.2009 um 14:16 Uhr

    Gute Artikel der zum Nachdenken anregt. Vielleicht ĂŒberdenken auch manche Blogger ihr GeschĂ€ftsmodell indem die nicht mehr nur auf Werbung im Blog als alleinige Weg nehmen.

  4. 4 Seitenreport - Die Homepage Analyse kommentierte am 27.05.2009 um 14:51 Uhr

    Ich denke, dass besonders Start-Up-Webseiten stark davon profitieren, wenn sie Produkte, Leistungen oder Informationen kostenlos anbieten.

    Dies hilft neuen Portalen vor allem aus marketingtechnischer Sicht,
    da Informationen ĂŒber Webseiten mit kostenlosem Mehrwert gerne weitergereicht werden.
    Infolgedessen kann die Seite rasch bekannter werden, wodurch potenzielle Einnahmequellen steigen.

    Das Anbieten von Freebees wĂ€re damit bei etwa gleichem Nutzen bedeutend preisgĂŒnstiger als eine herkömmliche Werbekampagne.

    Auch zum Geldverdienen stÀnden weiterhin viele Möglichkeiten offen
    (großteils von Peer bereits genannt):

    WerbeplÀtze oder Backlinks verkaufen, Premium-Abos,
    Spenden einsammeln (halte ich nicht fĂŒr so sinnvoll), Support, AuftrĂ€ge, unabhĂ€ngige Eigenprojekte pushen etc.

    Alles in allem also eine gute Sache.

    Matthias

  5. 5 kloni kommentierte am 27.05.2009 um 16:08 Uhr

    Wirklich ein guter Artikel, danke dafĂŒr! ;)

    Ja mit kostenlos im Inet ist so eine Sache … eine spezielle Sache! Vor allem an Infos (z.B. von diversen OnlineMedien), die man kostenlos erhĂ€lt. Die Kosten dafĂŒr werden von anderen getragen und das Angebot dadruch finanziert, nĂ€mlich von den Advertisern.

    Und wenn dieses Gleichgewicht irgendwie verĂ€ndert wird, ich denke da vor allem an Werbeblocker, kann das relativ schnell wieder das Ende von “kostenlos” sein…!

    kloni

  6. 6 Wolfgang kommentierte am 27.05.2009 um 17:16 Uhr

    Hallo Peer,

    einer der interessantesten Themen des Internets ĂŒberhautpt: Alles ist kostenlos, trotzdem will/muss man irgendwie fĂŒr seine Arbeit entlohnt werden.
    Vielleicht hat jemand hier einen Tipp fĂŒr mich.

    Ich werde im Herbst eine Fachseite fĂŒr SchĂŒler starten. Also statt ein statisches Fachbuch zu schreiben, möchte ich die Inhalte online stellen. Das hat in meinen Augen folgende Vorteile.

    1. Der Inhalt kann dynamisch wachsen.
    2. Zur ErklĂ€rung eines Sachverhaltes können Animationen, Videos, … verwendet werden.

    Die große Frage, die sich stellt ist: Kann ich mit diesem Fachbuch/dieser Fachseite auch Geld verdienen?

    Folgende GeschÀftsmodelle hatte ich mal angedacht.

    Kostenpflichtiger Download einzelner Premium-Kapitel als pdf.
    Da SchĂŒler gut miteinander vernetzt sind, wĂŒrde, denke ich, solche Kapitel je Klasse oder je Schule genau 1 x runtergeladen werden und dann auf den Kopierer gelegt.

    Kostenpflichtige Video-Tutorials
    Auch hier wĂŒrde nur 1 x gekauft und dann kopiert werden.

    Kostenpflichtiger Mitgliedbereich
    Hans MĂŒller meldet sich an. Anschließend arbeiten alle MitschĂŒler mit diesem Account.

    Erstellung von kostenpflichtigem Content fĂŒr Lernplattformen wie moodle
    Leider kann dieser Content auch einfach kopiert werden.

    PrÀsenzseminare
    Das wÀre eine Möglichkeit. Da ich die Seite aber nebenberuflich (passives Einkommen) betreiben möchte, möchte ich zunÀchst gern rein virtuell bleiben.

    Bannerwerbung
    Also wieder der klassische Weg zumindest die Hosting-Kosten wieder reinzukriegen ?

    Vielleicht hat ja jemand von Euch eine Idee…

    Viele GrĂŒĂŸe

    Wolfgang

  7. 7 Badratgeber kommentierte am 27.05.2009 um 17:22 Uhr

    Sehr schöner Artikel … hat mich echt zum nachdenken angeregt. Eigentlich bietet ja niemand ohne hintergrund etwas kostenlos an, er möchte ja auch immer etwas davon haben.

  8. 8 Kein Keyword kommentierte am 27.05.2009 um 21:25 Uhr

    @Peer: Tooler Artikel. Als OpenSource Programmierer kann ich ein Lied davon singen, das viele Menschen nicht mal bereit sind 10€ zu spenden, obwohl sie ein qualitatives Produkt entgeldfrei bekommen, welches sie dann teilweise sogar noch geschĂ€ftlich einsetzen. Im Forum fragen sie aber dennoch gerne nach und erwarten dann aber auch schnelle und kompetente Hilfe *grummel*

    In der Tat habe ich aber so auch schon einige AuftrÀge von Firmen bekommen, an die ich, ohne die Referenz der Software, nicht herangekommen wÀre.

    @Badratgeber: Wegen solchen Kommentaren gibts immer mehr nofollow Blogs, geh bookmarken wenn Du eh nichts zu sagen hast… *grummel^2* :mrgreen:

  9. 9 Wolfgang kommentierte am 28.05.2009 um 09:25 Uhr

    Etwas off-topic:
    Schön zu sehen, wie Google den Text analysiert und passend Adsense-Anzeigen zu “kostenlosen” “Rasierklingen” liefert:cool:

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 28.05.2009 um 09:28 Uhr

    Was sagt uns das? Es ist noch Raum fĂŒr ein neues Startup, welches bessere Anzeigenauslieferungen hinbekommt.

    Google mag der Platzhirsch sein, aber technischer Fortschritt ist immer noch möglich.

  11. 11 Gero kommentierte am 28.05.2009 um 22:08 Uhr

    Wir versuchen mit Free-Copy ein StĂŒck des Studiums kostenlos anzubieten. Auch Internet-Werbung könnte man in Zukunft kostenlos anbieten. Wie viele Werbepartner gewinnt man fĂŒr eine kostenlose Werbeaktion auf der eigenen Website? FĂŒr Targeting auf bestimmte Zielgruppen kann man dann Geld verlangen. Wer weiß, wer in der Zukunft mit “kostenlos” auf sich aufmerksam macht…

  12. 12 Mario H. kommentierte am 29.05.2009 um 13:36 Uhr

    sehr interessantes Thema das zunehmend an bedeutung gewinnt. Bei mir im unternehmen gehen wir auch immer mehr in diese Richtung und machen gute Erfahrungen damit :)

  13. 13 Gewinnspiel Gewinner kommentierte am 29.05.2009 um 13:47 Uhr

    Hatte leider nur Zeit zum Überfliegen, aber zumindest in der Auflistung oben fehlt der Bereich “Kostenlos, aber nur nach vorheriger Anmeldung” (und monetarisierung ĂŒber die Userdaten).

  14. 14 Peer Wandiger kommentierte am 29.05.2009 um 17:07 Uhr

    @ Gewinnspiel Gewinner
    Da hast du recht. Die Daten vor der Herausgabe von kostenlosen Infos abzufragen, ist heute eine beliebte Methode.

  15. 15 Julia Stern kommentierte am 30.05.2009 um 13:17 Uhr

    Eine wirklich tolle Auflistung der verschiedenen Möglichkeiten. Meine persönliche Erfahrung: Im Web wird hÀufig ziemlich schnell gemosert, wenn etwas mal kostet. Andererseits giltet aber auch wieder: Was nichts kostet ist nichts wert.

  16. 16 Dominik kommentierte am 30.05.2009 um 17:51 Uhr

    @ Carsten da gebe ich dir Recht wirklich einer der besten Artikel hier.

    In dem Artikel wird sehr zum nachdenken angeregt und eine Menge Wissen verabreicht.
    Ich tendiere in der “realen” Welt viel schneller dazu Geld auszugeben als im Internet, vielleicht
    ein Grund weil fast alles “kostenlos” ist? Oder vielleicht ein Grund weil im Internet viel hĂ€ufiger
    BetrĂŒge aufgedeckt werden?

    Auf jeden Fall konnte ich mit mir die Erfahrung machen, dass ich viel schneller dazu bereit
    bin fĂŒr etwas Geld auszugeben, wenn ich es vorher kostenlos und ohne FunktionseinbĂŒĂŸen
    testen konnte. Beispielsweise kann man online kostenlos Faxe versenden, dann meldet man
    sich an hat ein Contigent von 10 und danach muss man halt bezahlen. Hier weiß ich wofĂŒr
    ich mein Geld ausgebe und wie der Service funktioniert.

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