Im Affiliate-Markt ist einiges in Bewegung.
Gerade in der Zeiten der wirtschaftlichen Krise scheinen die Affiliate-Netzwerke aktiv zu werden, um ihre Marktposition zu sichern oder auszubauen.
In diesem Artikel stelle ich einige der aktuellen Geschehnisse im Affiliate-Markt vor.
affilinet@home

Eine spannende Idee hat Afilli.net in den letzten Tagen präsentiert.
Der mit rund 1.500 Partnerprogrammen selbsternannte Marktführer in Deutschland bietet unter dem Namen “afillinet@home” einen neuen Service ein.
Man möchte mit Spezialisten aus den Bereichen Publisher Development, Technik, Product Management und Key Account Management ausgewählten Partnern unter die Arme greifen und 2 Tage lang die Arbeit des Affiliates vor Ort optimieren.
Es scheint sich natürlich um einen Service zu handeln, der vor allem für große Affiliate-Publisher gedacht ist. So will man diese weiter an sich binden und man erzielt durch diese Aktion natürlich auch viel Aufmerksamkeit und kann sich als Service-Anbieter präsentieren.
Aus dieser Perspektive hat Affili.net alles richtig gemacht. Die kleinen Publisher haben davon jedoch erstmal nichts. Man kann nur hoffen, dass durch diese Aktion Affili.net auch selber das Publisher-Backend optimiert, wovon dann ja alle etwas haben.
Hier findet ihr die Pressemitteilung mit allen wichtigen Infos, falls ihr euch bewerben wollt.
Tradedoubler sorgt für Aufruhr
Tradedoubler* ist kein schlechtes Affiliate-Netzwerk. Dort finden sich einige sehr interessante Partnerprogramme von großen Firmen.
Allerdings hat Tradedoubler in den letzten Tagen doch für einigen Unmut unter den Affiliates gesorgt. Anscheinend haben mal wieder Anwälte das Ruder übernommen und doch einige sehr “interessante” neue Klauseln in die AGBs eingebaut.
So wurde z.B. die Vertragstrafe für die Affiliates von 1.000 Euro auf 10.000 Euro hochgesetzt.
Und auch der Punkt über das tägliche Einloggen der Affiliates wurde mit Schmunzeln und Kopfschütteln aufgenommen.
Insgesamt ist es schon recht merkwürdig, was sich Tradedoubler da hat einfallen lassen. Und das Statement seitens Tradedoubler im Kundenbereich des eigenen Tradedoubler-Accounts ist auch nicht gerade aussagekräftig und konkret.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sich Affiliate-Netzwerke massiven Manipulations-Versuchen ausgesetzt sehen und es leider immer wieder Leute gibt, die unrechtmäßig Provisionen kassieren wollen.
Ob man mit dieser Maßnahme da allerdings Erfolg hat, darf bezweifelt werden. Damit verprellt man sich nur die große Zahl der ehrlichen Affiliates und die unehrlichen finden schon einen Weg, weiter zu machen.
Zanox-Apps
Der Apps-Wahn geht um.
Nun hat Zanox ganz offiziell seinen eigenen Apps-Bereich in englischer Sprache gestartet. Es handelt sich dabei um eine Open Beta, was auch sonst.
Zusammen mit der neuen Single Sign On Lösung “zanox Connect” ermöglicht man es Entwicklern eigene Tools zu programmieren und kostenlos oder kostenpflichtig anderen Affiliates zur Verfügung zu stellen.
Darunter befinden Sie z.B. Widgets, aber auch ganze Software-Lösungen. Die Idee ist sicher sehr gut, schafft man doch so einen ganz neuen Bereich.
So gibt es z.B. ein Zanox-Produkt-Karussel, welches ausgewählte Produkte wie bei Amazon anzeigt. Natürlich gibt es bisher nicht viele Apps, aber da wird sicher einiges kommen. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird.
Hier noch ein Video, wie Zanox Apps funktioniert und was es ist:
Zum Start von Zanox Apps gibt es zudem einen Entwickler-Wettbewerb, bei dem man bis zu 2.000.000 US-Dollar an Venture Capital bekommen kann.
Weitere Informationen dazu gibt es im offiziellen Blog.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- erfolgreiches Affiliate-Marketing – Interview mit Karsten Windfelder
- Affiliate – Die Einnahmequelle der Zukunft?
- Streuen Sie Ihr Risiko – Warum Sie möglichst viele Einnahmequellen haben sollten!
- Affiliate-Tipps – Interview mit SuperClix.de
- Big Player im Affiliate-Marketing – affilinet im Interview
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Ich finde es immer wieder erstaunlich wie einige mit Affiliat-Programmen richtig Geld verdienen. Blogger, die das hinbekommen haben echt meine Hochachtung. Bei meinen Blogs hat das bisher irgendwie noch nie so richtig funktionert.
Richtig interessant finde ich das mit Zanox, damit kann man bestimmt einiges an Mehrwert schaffen, auch wenn das vielleicht erstmal nur ein visueller Mehrwert ist
@Carsten: Es ist wundert mich irgendwie nicht, dass jemand, der ein Post liest nicht sofort das passende Produkt dazu kauft. Bei Büchern klappt das schon eher, außer man empfiehlt jeden Tag eines. Da ist auch schon der Haken.
Websites, die einen Lifestyle präsentieren, die leben von Affiliate-Programmen. Fem.com mit ihren zahlreichen Partnerschaften ist da zum Beispiel stark unterwegs. Das Problem: Wer sich z.B. für Finanzwirtschaft interessiert kauft noch lange keinen Aktienfonds, wenn er auf meine Website geht – er sucht Informationen. Hast Du eine Trend-Seite? Dann wollen es Menschen auch haben, was Du vorstellst und Affiliate-Programme laufen besser.
@Gero:
hey danke für die Erläuterungen. Wenn ich das richtig verstehe bedeutet das also auch, dass nicht jedes Blog- Thema trotz passender Affiliate-Programme gleich erfolgsversprechend ist, was ja meinen Erfahrungen entspricht. Danke nochmal
Meine Meinung nach hat Affiliate Marketing durchaus noch viel Wachstum Potenzial vor sich. Hier wird auch sicherlich noch vieles kommen.
Zur Trade Doubler kann ich nur sagen, mit solche AGBs kann man sich auch selbst ins Abseits bringen.
Interessant finde ich, dass die in der Pressmitteilung erwähnte Webseite kfz.net keine affili.net-Banner auf der Seite hat. Ich sehe da nur adbutler und vor allem adsense.:roll:
Besonders von der Wirtschaftskrise profitiert das Affiliat Marketing. Die Firmen suchen nach Werbung die Sie gezielt analysieren und auswerten können. Sprich der Erfolg ist Messbar. Dies ist fast ausschließlich beim Affiliat Marketing möglich. Weder Printwerbung noch TV-Spots bieten eine solche Möglichkeit.
Ich höre schon seit Jahren von mehreren Seiten, dass bei Affiliate-Marketing das größte Potential steckt, aber wenn man sich anschaut, dass auch so erfahrene Blogger wie Peer um Lichtjahre besser mit Direktwerbung als mit Partnerprogrammen fahren, dann relativiert sich die Aussage sehr.
@ Perun:
Probleme bei den Netzwerken sind einfach die (viel zu hohen) Gebühren und der schlechte Kommunikationsweg zum Merchant. Eigene Deals bringen rund 30% mehr und man erreicht den Merchant sofort. Und wenn man sich dann noch so ne Schoten wie von Tradedoubler ansehen muss, wird eine Direktvermarktung schnell sinnvoller.
ich denke die Affiliate-Anbieter haben auch ihre Krise. Am Anfang versuchen die Unternehmen mit mehr Ausgaben für Werbung die Flaute abzufangen, da aber alle so handeln wird es dann doch zu teuer und dann gehen die Ausgaben für Werbung zurück. Die Affiliate-Anbieter verdienen weniger, die Krise ist auch da angekommen.