Teilweise wurde es in letzter Zeit schon recht still rund um Google.
Natürlich gab es immer wieder kleine Verbesserungen und Änderungen an der Suche und auch andere Tools wurden gelauncht. So ein richtiger Kracher war aber in letzter Zeit nicht dabei.
Das hat sich nun geändert. Seit ein paar Tagen ist Google Wave in aller Munde und ich habe mir die neue Killer-App von Google mal angeschaut.
Verändert Google Wave wirklich das Web?
Was ist Google Wave?
Google Wave ist eine neue Applikation, welche im Browser läuft.
Doch anders als viele der Services, die wir bisher einzeln im Web nutzen, wie etwa eMail, Social Web, Instant Messenger, Chat, Wikis etc. verbindet Google Wave dies alles in einer Plattform.
Wie man an dem Screenshot sehen kann, sind verschiedene Funktionen, aber auch diverse Medien in einer Oberfläche eingebunden. So kann man natürlich auch Bilder, Videos, Dokumente etc. mit anderen teilen und gemeinsam bearbeiten.
Google Wave scheint wirklich die eierlegende Wohlmilchsau und DIE Lösung für die Echtzeit-Kommunikation mit anderen Nutzern zu werden.
Hier ist die komplette 80 minütige Präsentation von Google Wave:
Das besondere an Google Wave
Google Wave ist nicht einfach ein besserer eMail-Client, sondern eine ganz andere Herangehensweise an die Kommunikation.
Genau das macht es auch so schwierig zu beurteilen, ob Google Wave erfolgreich sein wird. Die Möglichkeit sind jedoch riesig.
Google Wave läuft im Browser und braucht keine Plugins. Die Google API Schnittstellen erlauben nicht nur die Programmierung von neue Features innerhalb der Browser-Anzeige von Google Wave, sondern auch die Entwicklung von Gadgets, die alle möglichen Funktionen erfüllen können. Also so was wie Facebook-Gadgets hoch 2.
Die Funktionen können auch in Websites oder Blogs eingebettet werden und es besteht auch die Möglichkeit Apps für Android oder das iPhone zu entwickeln.
Hier ein Video dazu.
Google Wave kann somit eben nicht nur im Browser genutzt werden, basiert aber auf “normalen” HTML-Websites.
Als Features von Google Wave gibt es auch eine Autokorrektur und eine On-The-Fly Übersetzung.
Witzig ist auch die Möglichkeit angefangene Konversationen nochmal nachzulesen, wenn man später hinzu stößt.
Etwas besonderes sind auch die sogenannten Robots. Das sind automatische Wave-Bestandteile, die bestimmte Aufgaben erfüllen. So könnte man damit z.B. seine Inhalte, die man auf anderen Seiten (z.B. auf Twitter oder im eigenen Blog) veröffentlicht hat, in Google Wave einbinden lassen.
Die unzähligen Möglichkeiten und die Tatsache, dass jeder direkt an Google Wave weiterentwickeln kann bzw. Apps dafür schreiben kann, lassen erahnen, was da auf uns zukommt.
Auswirkungen für Selbständige im Netz
Google Wave biete so viele Einsatzmöglichkeiten, dass es sein könnte, dass man bald seine Teambesprechungen, die Projektplanung, das gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten etc. in Google Wave macht.
Allerdings wird Google Wave sicher einfach und gut benutzen sein, Speziallösung wird man aber kaum ersetzen können. Zumindest vorerst, denn der Open Source Ansatz ermöglicht es ja Entwicklern, alle möglichen Erweiterungen hinzufügen.
Ein großer Vorteil ist aber, dass man Google Wave auch auf eigenen Servern laufen lassen kann und z.B. nur registrierte Nutzer zulässt. Intranet 2.0.
Man sollte sich darauf einstellen, dass viele Nutzer, gerade aus technikfreundlichen Zielgruppen, Google Wave nutzen werden.Statt einer eMail könnte ein Kunde oder Partner einfach Google Wave zur Kontaktaufnahme nutzen.
Google Wave wird sicher nicht von heute auf morgen alle anderen Kommunikationsformen ersetzen, ja man weiß ja noch nicht mal genau, ob sich Google Wave überhaupt durchsetzt. Nicht alles was Google anfasst wird zum Erfolg (z.B. Google Chrome).
Aber das Potential von Google Wave und die Tatsache, dass es Open Source ist, sollte für viele Entwickler und noch mehr Nutzer sorgen.
Nicht vergessen sollte man auch die Möglichkeiten, die einem Google Wave als Anbieter von Informationen bietet. So könnte man spezielle Apps schreiben (lassen), welche die eigenen Kunden mit bestimmten Infos versorgt. Man kann Informationen, Dateien etc. in den eigenen Blog oder die eigene Website einbinden. Auch eine direkte Kontaktaufnahme in Echtzeit über die Website ist möglich.
Und ob man in ein paar Jahren noch Newsletter verschickt oder Google Wave nutzt, wird wohl nur die Zeit zeigen.
Wann kommt Google Wave?
Auf wave.google.com kann man sich eintragen und wird dann über den Start von Google Wave informiert.
Derzeit haben nur ausgewählte Entwickler Zugang zu Google Wave. Wie lange es noch dauert ist nicht abzusehen. Allerdings befindet sich Google Wave laut den Entwicklern in einem noch sehr frühen Stadium und deshalb wird es wohl noch ein Weilchen dauern.
Bedenken?
Natürlich werde ich und wahrscheinlich auch ein paar andere mittlerweile immer etwas skeptisch, wenn Google ein neues Tool vorstellt.
Google Wave hört sich wirklich toll an, aber es riecht auch sehr nach einem neuen Datenmonopol. Wenn die User in Zukunft statt 5, 10 oder 20 externen Tools nur noch Google Wave nutzen, dann findet da natürlich wieder eine Informationskonzentration statt, die zumindest kritisch zu betrachten ist.
Ein weitere Sorge sind die technischen Probleme, die Google immer mal wieder treffen und die natürlich umso gefährlicher werden, je mehr man von einem Tool abhängig ist. Nutzt man nur G-Mail und das fällt aus, ist das zwar ärgerlich, aber man übersteht die Zeit.
Fällt Google Wave aus und man hat dort alle seine Kommunikationswege, dann ist das schon deutlich problematischer.
Nicht umsonst gab es in der Vergangenheit immer mal wieder Diskussionen über mögliche Stolperfallen, die Google die Marktführerschaft kosten könnten. Der technische Aspekt ist nur einer davon.
Insgesamt finde ich die Entwicklung aber spannend und ich denke, dass Google Wave noch viel von sich reden machen wird.
Die einzelnen Elemente sind nicht revolutionär, aber die Integration aller in eine Anwendung und die sich daraus entwickelnden Möglichkeiten könnten revolutionär werden.
Was haltet ihr davon?
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Also wenn ich das richtig sehe, will Google ähnlich wie bei Chrome auch Client und Server als Open Source veröffentlichen, was das ganze recht interessant macht. So kann man seinen eigenen Server einrichten, etc. Und dank dem Wave Protokoll sollen die Server auch untereinander kommunizieren können. So kann man interne Kommunikation intern lassen, aber auch extern kommunizieren. Ich bin mal gespannt was daraus wird.
SG
Erstmal werden die Spezifikationen freigegeben, die Software folgt später. Noch ist auch gar nicht bekannt gemacht worden, auf welchen Technology Stack das Ganze serverseitig aufsetzt. Ein Wave-Server “für jedermann” muss es also nicht unbedingt werden.
Ich freue mich irgendwie auf Google Wave, wobei ich auch etwas angst davor haben werde mich einfach dort anzumelden und los zu lesen. Den wenn sich alle meine Daten nur auf einer Plattform befinden dann muss ich mir wirklich 90%ig sicher sein das meine Daten auch dort sicher sind. Man könnte zwar jetzt sagen das Google aufgrund seiner Größe ein wohl renomiertes Unternehmen ist, aber trotzdem kann man eine Datenspeicherung und ein anbieten an 3te bei einer Suchmaschiene wohl nicht ausschließen. Den eine Suchmaschiene lebt von Daten… also ich werde warscheinlich erstmal abwarten wie sich das Programm entwickelt und mich erst regestrieren wenn es schon genug Leute nutzen und kennengelernt haben.
Ich bin auch schon gespannt auf Wave. Habe die ganze Präsentation angeguckt und finde sie ist sehr gut gelungen. Am besten hat mir Rosy (echtzeit Übersetzer). Ich finde die wird sehr nützlich sein, wenn man die Menschen weltweit miteinander kommunizieren lassen möchte. Tolle Idee.
PS: wer keine Lust hat die ganze Präsentation anzuschauen, kann bei mir kleine Wave Zusammenfassung durchlesen; dauert bestimmt weniger als 80 Min.
Das ist echt ein Riesenschritt in Richtung die global Kommunikation kontrollieren als Monopol. Wahrscheinlich geht der Plan am Ende auch halbwegs auf, weil ja doch brilliante Technik mit einer guten Usability dahintersteht.
Könnte wirklich schwierig werden sich dem zu entziehen, wenn erst man viele Menschen den Dienst nutzen, so wie Skype momentan.
Da möchte man dann auch nicht aussen vor stehen.
Bin sehr gespannt auf Wave. Nach der Präsentaton bin ich echt neugierig geworden.
Also das ganze mal anschauen.
Danke für Deinen Beitrag zu Wave!
Wir beginnen gerade das erste “German Wave Camp 2009″ anzuschieben:
http://WaveCamp.org
WaveCamp.org dient als Netzwerk zur Vorbereitung und Planung des German Wave Camp 2009 in Berlin sowie dem monatlichen WaveWednesday in Berlin.
Diese (Un-) Konferenzen sollen dazu beitragen die gesellschaftliche Innovation rund um das Google Wave Federation Protocol in Deutschland zu fördern und die an diesem Ziel Interessierten miteinander zu verbinden.
Das Netzwerk ist offen für alle, die gerne mitmachen möchten! In den Foren können auch kreative Gedanken ausgetauscht werden rund um den Einsatz von Wave in Bildung, Unternehmen, Organisationen usw.
Falls dich Wave noch mehr interessiert und du Lust an weiterem Austausch hast, schau einfach vorbei. Wir würden uns freuen dich auch dabei zu haben!
Liebe Grüße
Ingmar
Ist Google Wave offiziell jetzt schon draußen oder ist es noch im Preview Status?
Noch im Vor-Beta Stadium.
Google Wave macht mich neugierig, muss ich mal ausprobiern
Wann kann man die Wave Version mal testen? Hat da Google schon was bekannt gegeben?
Hi,
Ich Gehöre zu den Glücklichen Testern, und bin zufrieden mit Google Wave =)