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Mobil im Internet mit HSDPA
- 27 Kommentare - Peer Wandiger | Technik, Selbständig



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Von unterwegs ins Internet. Das ist nicht nur im Urlaub interessant, sondern natürlich auch für Selbständige im Netz sehr wichtig.

Doch statt sich beim Kunden einen Internetanschluss zu suchen oder nach einem Hotspot zu fahnden, kann man auf UMTS bzw. HSDPA setzen.

Was das genau ist, was es kostet und ob es zu empfehlen ist, erklärt Gastautor Jens Lindner in diesem Artikel.

Was bringt HSDPA?

Das mobile Internet ist gerade in aller Munde. Da das DSL Geschäft mittlerweile auf der Stelle tritt, kann UMTS oder HSDPA mit ordentlichen Wachstumszahlen in die Außendarstellung gehen. Das belegen auch die neuesten Zahlen. Hier rechnen die Netzbetreiber, trotz Wirtschaftskrise, mit einem dicken Plus. Laut Marktforschungsinstitut EITO ist für 2009 und 2010 in Europa mit einem Umsatzanstieg von 10% zu rechnen.

Der Unterschied zwischen UMTS und HSDPA ist in der Übertragungsgeschwindigkeit zu suchen. HSPA setzt auf die bekannte und mittlerweile veraltetet UMTS (Download) / HSUPA (Upload) Technik auf. Die Netzbetreiber sind allerdings angehalten die Funkmasten entsprechend zu erweitern, um diese Technik anbieten zu können. UMTS wird oft auch als 3G (3. Generation) HSDPA erhielt den Brand 3G+, da es sich nicht um eine gänzlich neue Technik handelt.

Immer mehr Nutzer der Industriestaaten nutzen den UMTS bzw. HSDPA Zugang. Großbritannien liegt die Akzeptanz für das mobile Internet am höchsten. Gefolgt von Deutschland die demnach den zweiten Platz belegen.

In den Entwicklungsländern, die bislang noch keine Telekommunikations-Struktur aufgebaut haben, machen gleich den Sprung zu der drahtlosen Anbindung. Hier treibt der afrikanische Kontinent sowie Indien den Ausbau besonders schnell voran.

Wenn man die Frage stellt, was das mobile Netz so attraktiv macht, wird zuerst auf die schnelle und ungebundene Anbindung verwiesen. Die UMTS Technik im HSDPA / HSUPA ist sicherlich unter idealen Testbedingungen eine vertretbare Lösung.

Die Provider locken mit 7,2 Mbit/s und einen HSDPA Flatrate-Angebot von 20 – 40€ pro Monat (lt. HSDPA Vergleich von umts-stick.org). Zusätzliche Hardware wird, oft für 1 Euro, dazu gegeben. Hierbei handelt es sich meistens um einen UMTS-Stick oder auch ein hochwertiges Laptop.

Diese Angebote erscheinen auf dem ersten Blick überaus verlockend, allerdings muss man sich über einige Dinge im Klaren sein.

HSDPA Flatrate

Die Flatrate bezieht sich ausschließlich auf die Kosten, jedoch nicht auf die Leitung. Die Provider behalten sich vor, bei einer übermäßigen Nutzung die Geschwindigkeit von max. 7200 Kbit/s auf 56 Kbit/s zu drosseln.

Diese Sperre greift ab einem Volumen von 5 GB. Für massiven Download ist eine HSDPA Flatrate demnach nicht geeignet. Für ein „normales Surfverhalten“ jedoch vollkommen ausreichend.

HSDPA 7,2 Mbit/s

Sicherlich bieten T-Mobile und Vodafone diesen Surfspeed an. Allerdings nicht flächendeckend. Die Maximalgeschwindigkeit ist lediglich an ausgewählten Standorten wie zum Beispiel Bahnhöfen oder Flughäfen verfügbar.

Eine gute Netzabdeckung genießt das HSDPA 3,6 Mbit/s welches in den meisten Ballungsgebieten bereitgestellt wird.

Weiterhin ist zu bedenken, das sich alle Nutzer die sich bei einem Funkmast eingeloggt haben, den Speed teilen müssen. Somit werden schnell aus 3,6 Mbit/s weit weniger als man erwartet.

Dieser Umstand wird von den Netzbetreibern sehr gerne verschwiegen. Somit ist HSDPA nur bedingt als DSL Ersatz zu verwenden.

Praktischer Einsatz von HSDPA

Für Selbstständige, die oft Kunden vor Ort besuchen, kann ein mobiler Internetzugang die ideale Lösung sein. Während der Reise mit dem Zug kann problemlos im Internet gearbeitet werden. Auch bei Kundenpräsentationen ist man völlig unabhängig und gewährleistet eine stabile Verbindung.

Die Sicherheit von UMTS entspricht dem von DSL. Einige Provider wie beispielsweise Vodafone unterbinden unnötige eingehende TCP oder UDP Verbindungen. Falls so ein Connect benötigt wird, muss man speziell bei dem Netzanbietern nachfragen ob es möglich ist.

Nutzen von HSDPA

Das mobile Internet ist trotz oben genannter Einschränkungen zu Empfehlen, wenn die entsprechende HSDPA Verfügbarkeit im Wohnort bereitgestellt wird.

Um gänzlich auf einen DSL Anschluss verzichten zu können, sollte man vorher die mobile Verbindung testen. Bei O2 hat man die Möglichkeit den UMTS / HSDPA Zugang, ohne Angabe von Gründen, innerhalb von 4 Wochen zu kündigen. Leider verfügt diese Netzbetreiber nur über ein HSDPA Netz von 3,6 Mbit/s.

Vodafone und T-Mobile bieten diese Option leider nicht.

Wohin geht die Reise?

Aktuell wird geprüft ob genügend Akzeptanz vorhanden ist, um mit dem HSDPA+ an den Markt zu gehen. Dieser mobile Zugang nutzt die Mehr-Antennen-Technik um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Hier sollen bis zu 42Mbit/s Downloadspeed möglich sein. Der Upload kann bis zu 11 Mbit/s betragen.

Der Vorteil für die Netzbetreiber liegt darin, das sie an der vorhandenen Infrastruktur keine Änderungen vornehmen müssen. Lediglich der Endkunde benötigt eine neue Hardware. O2 hat bereits für das zweite Halbjahr 2009 die ersten Versuche angekündigt. Der Start soll in München sein und sich dann, nach Bevölkerungsdichte, in anderen Metropolen fortsetzen.

Wenn dieses System flächendeckend am Markt ist, könnte das den DSL Anschluss gänzlich überflüssig machen.

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Kommentare

27 Kommentare und Trackbacks zu ' Mobil im Internet mit HSDPA '

Kommentare zu 'Mobil im Internet mit HSDPA' mit RSS

  1. 1 Gewinnspiel-Gewinner.de kommentierte am 23.07.2009 um 14:17 Uhr

    *lach* Gerade vor 2 Tagen habe ich die Telefonanbieter nach nem neuen Handyvertrag durchsucht und mich gefragt, worin wohl der Unterschied zwischen UMTS und HSDPA liegt – danke für den Gartartikel! P.s.: Kleiner Typo: In der Einführung meinst du sicher “faHnden”, oder?

  2. 2 David kommentierte am 23.07.2009 um 14:37 Uhr

    Ich kann ohne Surfstick nicht mehr leben / arbeiten. Er begleitet mich überall. In Großstädten ist die Geschwindigkeit teilweise schneller als bei manchen Unternehmen ;-) Ob HSDPA den DSL-Anschluss überflüssig macht, wage ich zu bezweifeln. In geschlossenen Räumlichkeiten muss man immer mit schwacher Signalleistung rechnen. VoIP ist grundsätzlich untersagt, weil es zu hohem Traffic und wie erwähnt zur Drosselung der Geschwindigkeit führt. Die Datenmengen, die man im Unternhemen hat, sind auch viel zu hoch, um im Dauerbetrieb mit HSDPA zu arbeiten.

  3. 3 Peer Wandiger kommentierte am 23.07.2009 um 15:10 Uhr

    Danke für den Typo-Tipp. Hab es geändert.

  4. 4 Alex kommentierte am 23.07.2009 um 15:23 Uhr

    Also ich kann nur sagen, das ich ohne den UMTS-Stick von Fonic nicht mehr auskomme. Das Ding ist echt super. Selbst das Selbstregulieren der Geschwindigkeit von UMTS bis GPRS klappt wunderbar.

  5. 5 paoulo I DSL Alternative UMTS kommentierte am 23.07.2009 um 16:03 Uhr

    Bin ca. seit 11/2 Jahren mit einem USB-Stick im Gange. Leider nur Edge verfügbar und das auch noch sehr schwankend – besonders in letzter Zeit. Alternativen im Moment Fehlanzeige. Über Satellit ist einfach zu teuer. Bin mals gespannt wann die groß angekündigte Konjunkturspritze in Richtung Breitband endlich greift.
    Die verlinkte Seite zeigt übrigens einen kleinen Vergleich der momentanen Anbieter.

  6. 6 Marcel kommentierte am 23.07.2009 um 16:07 Uhr

    “HSPA setzt auf die bekannte und mittlerweile veraltetet UMTS (Download) / HSUPA (Upload) Technik auf”

    Also ich wäre froh, wenn es die veraltete Technik doch providerweit flächendeckend geben würde. ;)

  7. 7 Startup Chicken kommentierte am 23.07.2009 um 16:18 Uhr

    Mhhh für mich ist der Beitrag ein wenig oberflächlich, da ich bereits seit fast einem Jahr mit HSDPA unterwegs bin aber für Anfänger ok. Wünschenswert wären z.B. Vergleiche der einzelnen Vertragsvarianten (Prepaid, Postpaid, Tarif-Option etc) sowie eine Recherche darüber, wer z.B. VOIP und Messaging tatsächlich unterbindet und wer nicht. Denn nicht jeder Provider tut dies …

  8. 8 Dennis kommentierte am 23.07.2009 um 17:00 Uhr

    Die verlinkte Seite (http://umts-stick.org) ist nicht wirklich informativ und unvollständig!
    Sonst ist der Artikel gar nicht so schlecht. Hätte mir ein paar Empfehlungen (Hardware, Tarife) gewünscht.

  9. 9 Dirk kommentierte am 23.07.2009 um 17:45 Uhr

    Ich habe auch schon überlegt mir so ein Stick zu kaufen. Aber die 5 GB Drossel schreckt mich zu sehr ab. Was sind schon 5 GB wenn man sich auf Youtube nen Paar Video anschaut? Mal schauen, vlt lohnt es sich in 1-2 Jahren. :wink:

  10. 10 Gerhard kommentierte am 23.07.2009 um 22:44 Uhr

    Das ist alles schön und gut. Aber außerhalb der Großstädte steht noch immer nur eine recht langsame Anbindung zur Verfügung. Obwohl die manchmal schneller als über das auf 64 Kilobit / Sekunde begrenzte Festnetz ist.

  11. 11 Sebbi kommentierte am 23.07.2009 um 23:04 Uhr

    Für reines Surfen kann UMTS DSL wahrscheinlich ablösen. Videos streamen und am TV anschauen und für Spiele ist es aber nicht geeignet. Zu wenig Bandbreite (sie wird ja nur geteilt) und zu hoher Ping.

    Schade dass Wimax nie richtig angezogen hat …

  12. 12 Coach Henri kommentierte am 23.07.2009 um 23:40 Uhr

    Ich benutze den Surf-Stick von O2 und bin zufrieden: Kann bloggen, emailen etc. Sogar im Schwarzwald hat es funktioniert!

  13. 13 Maik kommentierte am 24.07.2009 um 00:27 Uhr

    Ich als bislang nicht Nutzer eines UMTS Sticks finde den Gastartikel ganz okay. Er gibt einen guten ersten Einblick.
    Der Beitrag passt auch hervorragend in die Affiliate Reihe … der Autor, der rein zufällig der Betreiber der gelinkten Seite ist, hat es genau richtig gemacht. Guter Schachzug Herr Lindner :mrgreen: !

  14. 14 Jan kommentierte am 24.07.2009 um 02:11 Uhr

    Eine mit einem mittelmäßigen Artikel gepushte Affilate-Seite, naja.

    Die dann auch noch abmahngefährdet ist…

  15. 15 Peer Wandiger kommentierte am 24.07.2009 um 08:18 Uhr

    Gastautoren dürfen natürlich ihre Website verlinken. Das ist die Gegenleistung. Ansonsten finde ich das Thema auch ganz interessant, denke aber auch, dass man da vielleicht noch 1-2 Jahre warten sollte.

  16. 16 Ringo kommentierte am 24.07.2009 um 13:15 Uhr

    Beschäftige mich jetzt auch schon seit fast einem Jahr ausführlich mit diesem Thema. Durfte sogar schon in einer Ratgebersendung im Fernsehen Surf-Sticks testen. Meiner Meinung nach wird diese Technik, die DSL-Leitung auf Sicht von 5 – 10 Jahren sogar verdrängen.

  17. 17 Karsten kommentierte am 24.07.2009 um 21:54 Uhr

    @Jan: Affiliate-Seite ja eindeutig, aber warum abmahngefährdet? Wegen der verwendeten Logos/Bilder?

  18. 18 PrepaidRadar kommentierte am 25.07.2009 um 09:51 Uhr

    Danke für die Erklärung zum Unterschied zwischen UMTS und HSDPA, mal sehen, ob es für meine Region eine Verfügbarkeit gibt!

    Grüsse Toni

  19. 19 umts lover kommentierte am 17.08.2009 um 03:48 Uhr

    Netter Artikel! Nutze UMTS auch schon seit vielen Jahren. HSDPA hat die 3G-Welt eindeutig revolutioniert! Allerdings sollte man erst einmal das HSPA-Netz stabil weiter ausbauen bevor man über noch schnellere Geschwindigkeiten nachdenkt.

  20. 20 Alex kommentierte am 14.09.2009 um 22:09 Uhr

    @ umts lover: Genau das ist das Problem. T-Mobile und Vodafone haben ja bereits angekündigt punktuell von 7,2 auf 14,4 Mbit/s hochzugehen. Die sollten eher mal zusehen flächendeckender HSDPA wenn auch mit niedrigeren Geschwindigkeiten anbieten zu können, gerade in Gegenden mit schlechter DSL-Verfügbarkeit sollte das doch durchaus lukrativ sein.

  21. 21 Andy kommentierte am 19.05.2010 um 23:46 Uhr

    Genau wie mein Vorredner schrieb: Ersteinmal überal ausbauen damit dies auch jeder zur verfügung hat wie eben GPRS und dann schritt für Schritt nach oben aber allgemein, sonst ist bei einem gerade noch GPRS verfügbar und bei den anderen überal schon HSDPA mit 14,4 Mbit/s was in der Geschwindigkeit schon sehr unterscheidend ist.

  22. 22 ted kommentierte am 01.08.2010 um 15:24 Uhr

    Ich kann mich den beiden letzten Kommentare nur anschließen. Aber der Ausbau hat sich doch schon stark verbessert, wenn man die enwicklung alleinen im letzten Jahr sieht ist es schon sehr gut geworden mit den Übertragungsraten. Das T-Mobile und Vodafone natürlich ein Geschäft machen will ist doch klar. Es ist halt so wie mit DSL da wurde auch viel versprochen am Anfang. Ich meine ganz am Anfang. Ja Sie bkommen eine 2000 DSL Leitung natürlich… grins, und was ar noch nicht mal 1000 war drinnen. aber so sit das .. und jetzt haben Sie ja sogar einen 6000 oder noch mehr. Marketing und Gewinn stehen immer im Fordergrund solcher Unternehemn. Es wird aber auf jeden Fall besseer werden… da können allle beruhigt sein . Ma sollte vieleicht auch mal die Kosten der Unternehmen im Auge haben… Kosten müssen reingeholt weden… Also bis denne:wink:

  23. 23 lillebor kommentierte am 09.10.2010 um 13:28 Uhr

    Ich war kürzlich mit meinem UMTS Stick von Vodafone in der DB quer durch Deutschland unterwegs. Meine Güte, welche Mühsal… Hoffentlich wird es vor allem in ländlichen Gegenden bald erträglicher mit der Netzabdeckung. Der momentane Zustand verursacht mir vor Allem graue Haare.
    LG Lillebor

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