Webanalytics für die Ohren – der Mole2 Podcast im Interview

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Heute folgt das vorerst letzte Podcast-Interview.

Diesmal habe ich mich mit Patrick Ludolph vom Mole2-Podcast unterhalten und ihn unter anderem zur statistischen Messung von Podcasts befragt.

Patrick gibt interessante Einblicke in die Entstehung seines Podcasts und gibt Tipps für Hardware, Software und Produktion.

Viel Spaß beim Lesen.

1. Bitte stell dich und deinen Podcast “Mole2″ meinen Lesern vor.

Mein Name ist Patrick Ludolph, ich bin 37 Jahre alt und arbeite hauptberuflich als Berater für einen amerikanischen Anbieter von Web Analytics Software. Privat betreibe ich den Blog Webanalyse-News.de, wo ich seit etwa 2,5 Jahren über das Thema Webanalyse schreibe.

Der Podcast Mole2 dreht sich ebenfalls ausschließlich um Webanalyse. Dort sitze ich etwa einmal pro Monat mit Timo Aden (www.timoaden.de) zusammen und gemeinsam schnacken wir über aktuelle Trends der Webanalyse-Szene und geben Tipps zum Einsatz von Webanalyse im Unternehmen.

2. Wann habt ihr mit dem Podcasten begonnen und wie kamt ihr auf die Idee? Was sind eure Ziele mit dem Podcast?

Podcast Webanalytics - Mole2
Mole2 wird bald 1 Jahr alt. Mit Timo bin ich schon seit mehreren Jahren befreundet und da wir beide sehr aktive Blogger zum Thema Webanalyse sind und die Informationsquellen noch recht überschaubar sind, haben wir uns überlegt was man noch machen könnte um das Thema weiter voranzutreiben.

Ich hatte schon einmal privat einen kleinen Podcast mit zwei Freunden gestartet, wo ich sehr viel Erfahrungen mit der Technik sammeln konnte und so kam die Idee einen Web Analytics Podcast zu starten. Da ich mich mit Timo sehr gut verstehe, wir beide aus Hamburg kommen und beide hauptberuflich in der gleichen Branche unterwegs sind lag es also nahe gemeinsam Mole2 zu starten.

3. Du machst die Podcasts ja nicht allein. Wie muss ich mir die Zusammenarbeit beim Podcasten vorstellen? Was sind die Vorteile Podcasts im Team zu machen?

Der Podcast ist in sofern ideal, da wir im Grunde nichts anderes machen als ein Gespräch zwischen uns aufzuzeichnen. Wir spielen uns gegenseitig die Bälle ein wenig zu, stellen uns Fragen und philosophieren dann ein wenig darüber.

Diese Situation würde sich in einem gemeinsamen Blog nur schwer rüberbringen lassen. Allerdings wussten wir zu Beginn selbst nicht, ob die Welt überhaupt einen Web Analytics Podcast braucht, immerhin gab es noch keinen und so konnten wir hier die ersten sein.

Mittlerweile bekommen wir auch immer mal Feedback, dass sich Hörer die Folgen im Auto oder in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit anhören. Der Podcast stellt somit eine ganz gute Ergänzung zu unseren Blogs da.

4. Wie sieht bei euch die Ideenfindung für eine Podcast-Folge aus? Wie erfolgt die Vorbereitung auf den Podcast?

Die Vorbereitung ergibt sich zwangsläufig aus unserer täglichen Arbeit. Wir haben jeden Tag mit dem Thema zu tun, so fällt es leicht Themen zu finden.

Meistens entscheiden wir uns ganz spontan über was wir in der aktuellen Ausgabe plaudern. Die Vorbereitung findet dann meistens direkt vor der Sendung bei einem Bierchen statt und passt auf eine halbe DIN A4-Seite ;-)

5. Wie läuft die Podcast-Aufnahme bei euch ab? Haben sich da bestimmte Routinen entwickelt?

Ja, das ist mittlerweile sehr gut eingespielt. Wir besprechen vorher kurz worum es gehen soll, starten dann die Aufnahme und los geht’s.

Die Folgen werden fast immer in einem Rutsch aufgenommen, ohne daran rumzuschneiden. Anschließend wird das MP3 erzeugt und hochgeladen. Fertig, das war’s schon.

6. Mit welcher Technik und Software nehmt ihr die Podcasts auf? Verwendet ihr professionelles Equipment? Was ist deiner Meinung nach die Einsteiger-Ausstattung?

Wir verwenden Garageband auf einem Macbook Pro, ein kleines Zweikanal-Audiointerface von Alesis (IO2) und zwei Mikrofone (T.Bone SC400).

Am Anfang hatten wir immer mal wieder Probleme mit der Tonqualität, was aber vorbei ist, seitdem wir die neuen Mikros haben. Gute Mikros sind das Allerwichtigste bei der Aufnahme.

Wenn man alleine einen Podcast aufnehmen möchte reicht auch ein gutes Mikro, das man direkt am USB-Port anschliesst. Da wir aber zu zweit sind, brauchten wir auch Mikros, die sich getrennt aussteuern lassen.

Garageband ist ideal, es ist supereinfach zu bedienen und liefert sehr gute Qualität. Es gibt sicherlich umfangreichere Software, aber zum Podcasten ist es ideal.


7. Das Thema eures Podcasts ist “Web Analytics”. Wie messt ihr den Erfolg eures Podcasts? Geht das statistisch überhaupt?

In unseren Sendungen predigen wir immer, dass man Erfolg nur dann messen kann, wenn man Ziele hat. Unser Ziel ist primär eine große Hörerschaft zu erreichen.

Das lässt sich zum einen über die Anzahl der Downloads und zum anderen über das Feedback in Form von Kommentaren messen.

Allerdings gibt es da auch einige technische Hürden, denn es ist schwierig genau zu tracken, ob jemand den Podcast nur öffnet oder ihn auch wirklich bis zum Schluss hört. Wir messen allerdings einfach nur die Downloads, was zugegeben eine sehr unzuverlässige Zahl ist. Einen Trend können wir dennoch sehr gut erkennen.


8. Hosting ist bei Podcasts eine wichtige Sache. Schnell kommen da GB an Traffic zusammen. Welche Hosting-Lösung nutzt ihr?

Wir verwenden einen eigenen Server mit Flatrate für den Traffic.


9. Vermarktest du eure Sendungen aktiv im Web? Welche Maßnahmen waren erfolgreich und welche weniger?

Von Vermarktung kann man nicht sprechen, wir promoten die Sendungen jedoch. Natürlich bloggen wir jeweils über die neusten Sendungen, kündigen diese bei Twitter, Facebook und Xing an, was auch sehr gut klappt.

Der Trafficausschlag bei jeder neuen Folge ist deutlich. Bisher verdienen wir jedoch keinen Cent mit dem Podcast, wir tun das momentan ausschließlich für Ruhm und Ehre.


10. Was ist deiner Meinung nach der große Vorteil von Podcasts gegenüber “klassischen” Blogs?

Siehe dazu auch die Antwort auf Frage 3. Es ist nun mal ein anderes Medium, welches sich auf andere Art konsumieren lässt. Ich denke auch, dass es Themen gibt, die man besser über einen Podcast abdecken kann. So ein Interview wie dieses ist ein gutes Beispiel.

Der Text wird sehr lang, viele Leser haben vielleicht gar keine Lust bis zum Ende zu lesen, aber den Podcast kann man wie Radio nebenher hören. Außerdem bietet ein Podcast viel mehr Möglichkeiten für Emotionen.


11. Hast du zum Abschluß des Interviews noch ein paar wichtige Tipps für angehende Podcaster?

Am wichtigsten ist, sich nicht zu übernehmen. Wer vorhat einen Podcast zu machen, der sollte sich Gedanken machen wie oft er senden möchte. Das kann ganz schnell zu einem großen zeitlichen Aufwand werden.

Ansonsten ist es wichtig sich auf ein Thema zu konzentrieren. Mein erster Podcast-Versuch ist eingeschlafen, weil wir keinen Fokus hatten. Im Grunde sassen einfach drei Männer beim Bier zusammen und haben Quatsch gesabbelt, das will keiner hören.

Ebenso ist die Länge eines Podcasts wichtig, die meisten beschränken sich auf ca. 15-20 Minuten pro Folge, was wir jedoch noch nie geschafft haben ;-)

Ansonsten einfach ausprobieren, die technischen Hürden sind gering, aber man muss sich schon etwas Zeit zum probieren nehmen.


Danke Patrick für deine Antworten.

Und auch Patrick hat wieder vielen angehenden Podcastern einige gute Tipps mit auf den Weg gegeben.

Zum einen sollte man schon ein relativ genaues Ziel haben. Was will man mit dem Podcast erreichen und üm was soll es eigentlich gehen? Hat man sich vorher ein paar Gedanken gemacht, dann fällt es auch leichter, Themen für den Podcast zu finden.

Die Technik ist nicht unwichtig. Ein gutes USB-Mikro muss nicht teuer sein, verbessert die Qualität aber deutlich. Auf dem Mac ist Garageband sicher das Einstiegsprogramm schlechthin.

Das Podcasten im Team bietet eine Reihe von Vorteilen, die in einem Solo-Podcast fehlen. Man kann sich gegenseitig die Bälle zuspielen und es wird auch einfach lustiger. Ein Solo-Podcast kann allzu schnell in einen monotonen Vortrag münden.

Für alle, die sich für Webanalytics interessieren sei der Podcast Mole2 nochmal sehr empfohlen. Die aktuelle 11.Folge ist vor wenigen Tagen erschienen.


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Kommentare

  1. meint

    Ich wundere mich ja immer wieder, wie du exakt die Themen herausfindest, die mich z.Zt. interessieren – kaum wird in meinem Umfeld ein Podcast-Projekt geplant, kommt der Peer mit dem passenden Artikel angewackelt ;)

    Als nächstes dann das große Webcomic-Special über 5 Seiten, und alle sind glücklich!

  2. meint

    Tja Timo Peer is watching you :grin:
    Spass beiseite … ich hatte mir auch überlegt einen eigenen Podcast zu starten aber Zeitfaktor war bei mir zu gewichtig. Ein Blog ist da doch deutlich pflegeleichter wenn auch vielleicht nicht so schön konsumierbar. Der Podcast ist bytheway recht interresant hab gleich mal reingehört.

    Grüße Andi

  3. meint

    Hey Peer, wann startet bei dir eigentlich ein Podcast und wem spielst du die Bälle zu? :-)

    Schönes Interview, werde ich mir auf jeden Fall mal anhören, was Mole2 zu bieten hat.

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