Sicher gegen den Datencrash! Datensicherung für Selbständige

DirectAds
Werbung

In den letzten Tagen ist mir wieder mal bewusst geworden, wie wichtig eine gute Datensicherung ist.

Ein Webdesign-Kunde hatte das Problem, dass sein Hauptcomputer sich verabschiedet hat, besser gesagt seine Festplatte und er nun wichtige Daten nicht mehr rekonstruieren konnte. Er hatte zwar die wichtigsten Daten noch auf Papier, aber so ein Crash kann schon die Existenz einer Firma oder eines Selbständigen bedrohen.

Deshalb möchte ich heute mal ein paar einfach Tipps geben, wie man mit wenig Kosten und wenig Aufwand für mehr Daten-Sicherheit sorgen kann.

Warum sollte man seine Daten sichern?

Datensicherung ist ein typisches Beispiel für eine Sache, die man meist erst dann macht, wenn das Kind schon mal in den Brunnen gefallen ist.

Es gibt sicher immer wieder Selbständige, die schon von vornherein verstehen, wie wichtig eine gute Datensicherung ist. Leider sehen aber viele erstmal nur den Aufwand und die Kosten und werden erst nach dem ersten “Vorfall” sensibel.

Gründe für Datenverluste gibt es viele. So kann es technische Probleme geben (Überspannung, normale Festplattenschäden, unbeabsichtigtes Löschen, Virenbefall etc.) die zu Datenverlusten führen.

Aber auch externe Gründe, wie z.B. ein Brand, ein Wasserrohrbruch oder ein Einbruch können dafür sorgen, dass wichtigen Daten verloren gehen.

All diese Gefahren bedrohen die wichtigsten Daten, ohne die so manche Firma dicht machen kann.

Welche Daten sichern?

Werbung
Die erste wichtige Frage ist, welche Daten man sichern sollte.

Grundsätzlich sind dies alle Daten, die man nicht wieder mit vertretbarem Aufwand herstellen könnte und deren Verlust eine Katastrophe wäre.

Darunter fallen natürlich unter anderem Buchhaltungsdaten, die ja sowieso für eine rechtssichere Buchführung sicher aufbewahrt werden müssen.

Aber auch andere kritische Daten, wie etwa Passwörter, Zugangsdaten, selbst entwickelte Programme, Daten von diverse Anwendungen, Software-Lizenzen, Kundendaten usw. Kurz um alles, was nicht verloren gehen darf.

Dagegen sind installierte Programme meist nicht so dramatisch, da diese wieder neu installiert werden können.

Man sollte sich also vorher genau überlegen, welche Daten wirklich wichtig sind und unbedingt gesichert werden müssen.

Wie kann man seine Daten sichern?

Es gibt im Grunde 2 Möglichkeiten wichtige Daten zu sichern.

Zum einen kann man einzelne Ordner oder Dateien sichern, indem man vorher genau auswählt, was wichtig ist und auch nur diese Daten sichert.

Oder man erstellt ein komplettes Festplatte-Image, was nicht nur die wichtigsten Daten sichert, sondern einen weiteren Vorteil bietet.

Mit einem kompletten Festplatte-Image kann man im Notfall in einem Rutsch den kompletten PC wiederherstellen, inkl. aller Programme, Einstellungen, Treiber etc. Allerdings sind solche Festplatte-Images natürlich auch entsprechend groß und dauern je nach Datenvolumen auch ihre Zeit.

Für komplette Festplatten-Images gibt es zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Programme. Ich will und kann hier gar nicht alle vorstellen.

DriveImage XML
DriveImage XML - DatensicherungGute Erfahrungen habe ich mit dem für Privatanwender kostenlosen Tool “DriveImage XML” gemacht.

Diese Software ermöglicht es, sehr einfach ein Festplatten-Image zu erstellen, auch während man weiter am PC arbeitet.

Zudem kann man die Daten auch komprimieren und im Nachhinein einzelne Daten aus dem Image wieder herstellen.

Wie die meisten Tools ist auch DriveImage XML für den privaten Einsatz kostenlos. Für den Business-Einsatz ist eine kostenpflichtige Lizenz notwendig.

Hier ein Video, welches die Funktionsweise von DriveImage XML vorstellt:

Wie man DriveImage XML automatisch regelmäßig Backups ausführen lässt, erklärt diese Seite.

Paragon Drive Backup Professional
Paragon Drive Backup - DatensicherungEine kostenpflichtige Alternative ist “Paragon Drive Backup Professional“*.

Diese Software ist nicht kostenlos, aber es gibt sie aktuell bei Softwareload in einer Aktion für nur 29,90 Euro inkl. MwSt (statt 49,95 Euro).

Damit kann man natürlich die komplette Festplatte sichern, aber man kann auch einzelne Dateien automatisiert sichern. Und die Software ist in Deutsch.

DirSync
DirSync Backup - DatensicherungMit DirSync, einem Freeware-Tool, kann man im Hintergrund einzelne Ordner auf ein externes Medium synchronisieren lassen. Das Tool läuft im Tray immer mit und mit der Batch-Funktion kann man regelmäßige Backups durchführen.

DirSync kommt ohne Installation aus und ist sehr einfach zu bedienen.

Es gibt noch eine Pro Version die ein paar zusätzliche Features bietet.

SyncFolder
SyncFolder Backup - DatensicherungEtwas weiter geht das Tool SyncFolder. Damit kann man nicht nur Backups von Verzeichnissen machen, sondern diese synchronisieren.

Je nach Einstellung bedeutet dies, dass z.B. nur die Daten gesichert werden, die sich seit dem letzten Backup geändert haben. Das spart natürlich viel Zeit und Speicherplatz.

Mit SyncFolder kann man aber nicht nur auf Windows-Pfaden (also Festplatten etc.) sichern, sondern auch über FTP, was natürlich auch nicht schlecht ist.

SyncFolder ist 30 Tage lang kostenlos zu testen und kostet 19,90 Euro inkl. MwSt.

MozBackup
Datensicherung für Firefox und ThunderbirdAls letztes möchte ich noch ein Tool vorstellen, welches für alle Nutzer von Mozilla-Produkten nützlich ist.

Mit MozBackup kann man Backups der Daten aller Mozilla-Programme durchführen. So kann man z.B. die Bookmarks von Firefox sichern, die Mails aus Thunderbird usw.

MozBackup ist kostenlos.

Weitere Backup-Tools findet ihr z.B. auf Soft-ware.net.

Wohin sichern?

Die nächste Frage ist dann, wohin man die Daten sichert. Es gibt viele Möglichkeiten.

So kann man eine Backup-Partition auf der eigenen Festplatte anlegen und dort die Daten sichern. Aber da sich das Backup dann auf dem selben physikalischen Medium befindet besteht die Gefahr, dass auch das Backup von physikalischen Schäden der Festplatte betroffen ist und unbrauchbar wird. Zudem sind die Daten so auch nicht vor Feuer und Diebstahl geschützt.

Besser geeignet ist da schon eine 2.Festplatte. Entweder intern oder als externe Version. Solche USB-Festplatten*haben zudem den Vorteil, dass sie mittlerweile recht günstig sind und man sie zur Not auch mit nach Hause nehmen kann. Das ist zwar mit einer gewissen Organisation verbunden, aber so hat man dann wirklich ein sicheres Backup.

Aber man kann die Daten z.B. auch über das Netzwerk auf einem Server oder einem anderen Rechner sichern. Auch die Sicherung über FTP und damit über das Netz ist möglich.

Es gibt zudem auch Web-Services, die einen gesicherten und verschlüsselten Speicherplatz anbieten. Ein Anbieter ist z.B. Gigabank*. Dort bekommt man auch einen kostenlosen Service mit 1 GB Speicherplatz für 5 Jahren. 10 GB kosten z.B. nur 59,90 Euro für 5 Jahre. Das ist gerade mal rund 1 Euro pro Monat. Gigabank gibt es nicht nur für Windows, sondern auch für Mac.

Weiter Möglichkeiten zur Datensicherung sind USB-Sticks, die es mittlerweile mit großem Speichervolumen gibt.

Auch das Brennen von Daten auf DVDs wird oft praktiziert. Allerdings sind selbsgebrannte DVDs nicht gerade die langfristigste Speichermethode. Mit Tools, wie etwa dvdisaster, kann man aber DVDs sicherer machen und sogar dann noch alle Daten rekonstruieren, wenn es schon Lesefehler gibt.

Die Bandsicherung ist zwar nicht mehr besonders modern. Viele Firmen setzen aber solche Sicherungsbänder immer noch ein. Denn sie funktionieren noch immer.

Auf welchem Medium man seine Daten sichert, muss jeder selbst entscheiden. Man sollte sich dabei aber genau überlegen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Medien bei den möglichen Gründen für Datenverlust (technische Probleme, Feuer, Diebstahl, Virenbefall) haben.

So schützt eine externe Festplatte zwar vor technischen Problemen, wenn man sie aber im Büro am Rechner lässt, dass ist Diebstahl und Feuer natürlich trotzdem ein Problem.

Wie sollte man sichern

Es gibt die unterschiedlichsten Sicherungs-Strategien.

Das Generationenprinzip
Eine sehr beliebte Sicherungs-Strategie ist das Generationenprinzip. Dies wird auch das “Großvater-Vater-Sohn-Prinzip” genannt.

Dieses Prinzip wird besonders gern bei der Bandsicherung angewendet. Aber auch bei anderen Sicherungs-Methoden ist dieses Prinzip gut anwendbar.

Im Grunde funktioniert diese Sicherung so:

  • Von Montag bis Donnerstag je eine Sohn-Sicherung.
  • Jeden Freitag eine Vater-Sicherung.
  • Und jeden letzten Freitag im Monat eine Großvater-Sicherung.

Natürlich überschreibt man die Sohn-Sicherungen jede Woche, so dass immer nur 4 Sohn-Backups vorliegen. Vom Vater-Backup, welches jeden Freitag gemacht wird, gibt es auch immer nur 4 Stück.

Das Großvater-Backup bleibt dagegen erhalten, so dass man zur Not auf ein Backup je Monat zurückgreifen kann, wenn die Sohn- und Vater-Backups beschädigt sind.

In der Wikipedia gibt es eine ausführliche Erläuterung des Generationenprinzips.

Wenn man das auf die eigene Sicherung, zum Beispiel auf eine externe Festplatte, überträgt, dann bedeutet das, dass man z.B. täglich ein Backup macht. Das Freitags-Backup sichert man dann aber in einem anderen Ordner.

In der folgenden Woche überschreibt man wieder die Montag- bis Donnerstag-Backups der letzten Woche. Nur das Freitag-Backup kommt wieder in einen eigenen Ordner.

Ist der Monat rum, dann nimmt man das letzte Freitags-Backup und sichert es in einem dritten Ordner, dem Großvater-Ordner.

Nun kann der neue Monat beginnen und man überschreibt nun nicht nur die Tagesbackups der Vorwoche, sondern auch die Freitagsbackups des Vormonats. Nur das Großvater-Backup bleibt erhalten.

Einfach Backups
Oft reicht es aber auch, wenn man z.B. wöchentlich die Festplatte spiegelt oder die wichtigen Ordner sichert.

Hin und wieder sollte man dann auch mal ein paar alte Backups löschen, damit das Speichermedium nicht zu voll wird.

Wenn man eine Synchronisierungssoftware einsetzt, dann läuft die Sicherung sowieso in der Regel im Hintergrund.

Sind die Backups sicher?
Hin und wieder sollte man auch die Backups testen. Ist die USB-Festplatte technisch Okay? Lassen sich die Daten von der DVD noch lesen?

Es kam schon häufiger vor, dass Backup-Daten ebenfalls beschädigt waren. Eine Bookmark-Anbieter aus den USA musste z.B. vor einer Weile den Betrieb einstellen, da nicht nur die aktuellen Daten auf dem Server gecrashed sind, sondern auch die Backups schon beschädigt waren. Man hatte monatelang zwar Backups gemacht, aber die Daten waren schon beschädigt und sind nach und nach immer mehr beschädigt wurden. Das ist für die Nutzer eines solchen Dienstes natürlich dramatisch.

Deshalb lohnt es sich meist 2 Backup-Arten zu kombinieren. So kann man die Daten regelmäßig auf eine externe Festplatte sichern. Zusätzlich speichert man die Daten dann noch einmal im Monat auf eine DVD.

Da hat man dann wirklich eine sehr gute Sicherheit.

Wie sichert ihr eure Daten?

Wie sichert ihr eure Daten und welche Software könnt ihr empfehlen?

Schreibt einen Kommentar unter diesen Artikel und nehmt bitte an der Umfrage teil.

Sicherst du deine wichtigen Daten?

Ergebnis anschauen

Loading ... Loading ...


Werbung
Werbung

Kommentare

  1. meint

    Zu meinen sehr langen PC-Zeiten war ich ein Sicherungsmuffel – aber da war ich eben auch noch nicht selbständig. Dann und wann habe ich meinen Kram, der in eigenen Ordnern schlummerte, auf eine externe Platte geschoben. Wäre was hopps gegangen, hätte ich natürlich den AUfwand gehabt das System komplett neu aufzusetzen und hätte alle Bewegungsdaten seit der letzten manuellen Sicherung verloren.

    Seit meinem Umstieg auf Mac und der ein paar Monate später erfolgten Verselbständigung läuft es anders. Mit Time Machine kommt eine im Hintergrund arbeitende inkrementelle Backup-Software mit Mac OS X freihaus. An meinem iMac daheim hängt ne dicke externe Platte per Firewire 800 (nach meinen Messungen deutlich flotter als USB2), auf die das System autom. inkrementell gesichert wird. Würde mein iMac crashen, könnte ich sogar von dieser Platte booten und komplett restoren.

    Mein MacBook hänge ich alle Tage mal kurz für ein TIme Machine Backup per USB (hat ja kein FW) an dieselbe Platte. Einen Verlust von zwischenzeitlichen Bewegungsdaten muss ich aber dennoch nicht fürchten, denn wenn ich abends heimkomme, dann sychronisiere ich alle Kundendaten via ChronoSync + ChronoAgent zwischen iMac und MacBook, so dass ich daheim auf demselben Stand bin wie im Büro.

    Zu PC-Zeiten fand ich es tierisch nervig mich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen, weil es zu viele unterschiedliche Lösungen gibt und alle nur Scherereien machen. Ich bin hier in einer Büro-WG mit einem EDV Service und bekomme da die ganzen PC-Wehwehchen von deren Kunden und deren Backup-Lösungen sowohl auf Clients als auch auf Servern mit.

    Im Nachhinein betrachtet rentieren sich die Macs schon alleine aufgrund dieser kinderleichten Lösungen von Alltagsproblemchen, bzw. über die Tatsache solche Probleme nicht zu haben. Ich verdiene mein Geld schließlich nicht damit mich ständig mit meinem System und der Software herumzuärgern..

  2. meint

    Wenn ich mein Backup mache, dann auf mehreren Festplatten die sich untereinander selber regulieren sozusagen. Weil wenn dann mal eine der Festplatten ausfällt, so habe ich immer noch die Andere zur Sicherheit. Zusätzlich mache ich 1 mal im Monat eine Sicherung auf DVD, wobei das nur die wichtigsten Daten dann sind, keinerlei Programme. ;)

    Liebe deine Daten, mach ein Backup!

  3. meint

    Mir war das von dir erwähnte “Generationenprinzip” nicht bekannt. Danke für den Tipp. Werde ich am Wochenende direkt mal für näher betrachten und wahrscheinlich entsprechend anwenden.

  4. meint

    Ich mache regelmäßig so alle 2 Wochen ein vollständige Backup auf eine externe Festplatte. Diese nütze ich nur für diese Zwecke und schaue auch immer das diese in Ordnung ist. Nach 2 Jahren kaufe ich mir eine neue externe Festplatte und beginne diesen Spiel von neuen.

    Übrigens lagere ich diese Festplatte nicht im gleichen Raum wie mein Computer.

  5. Alex meint

    zum Glück muss ich mir über Datensicherung keine Gedanken machen, da mein Mac ständig während des arbeiten Backups mit der Timemachine macht :D Sowas sollte auch mal für Win entwickelt werden wenn das möglich ist. Was besseres kenn ich persönlich nicht.

  6. meint

    Ich habe jetzt nur den Hauptartikel gelesen und die Kommentare überflogen, aber wurde schon die möglichkeit eines NAS mit AUTOMATISCHER Sicherung genannt?

    Gruß,
    Henry

  7. meint

    Hallo Henry,
    nein das habe ich nicht. Mir ging es in dem Artikel eher um Methoden für den Hausgebrauch. Ein NAS ist da vielleicht etwas überdimensiert.

    Allerdings finde ich NDAS ganz interessant und werde dazu vielleicht mal einen weiteren Backup-Artikel schreiben.

  8. meint

    Also, ich hab letztens nen 1 TB Nas für unter 150€ gesehen, inkl der BackUp Software… so übertrieben find ich es nicht.

    Ich allerdings hole mir keins, da man ein NAS nicht verschlüsseln kann…

  9. meint

    Wenn der aktuelle kleine “Drobo” nicht so teuer wäre, dann würde ich mir das Teil zulegen. Zu finden bei http://www.cyberport.de ! Das wäre dann wirklich eine sichere Variante um seine Daten zu sichern, mittels mehrere Festplatten die untereinander automatisch sich absprechen sozusagen. :D

  10. Dennis meint

    In dem Artikel steht, dass man möglichst 2 verschiedene Backups haben sollte. Dies kann ich in dem Voting aber nicht auswählen ;)
    Ich nutze bei mir die Time Machine. Zusätzlich habe ich mein Daten-Verzeichnis auf die Dropbox verlinkt.
    So habe ich ein stündliches Backup, was bedingt durch die HDD-Größe nur 2 Monate zurück geht und ein weiteres Backup in der Dropbox. Diese unterstützt nämlich auch Revisionen von Dateien und kann gelöscht Daten wiederherstellen. In der kostenlosen Variante aber nur 30 Tage rückwirkend.

    https://www.getdropbox.com/referrals/NTIzMDM1Njk (Referral-Link)

    Gruß
    Dennis

  11. meint

    NAS mit RAID ist schön und gut, man sollte sich aber, ehe man das Geld in die Hand nimmt, klar sein, was das in der Praxis bedeutet. Es bedeutet schlichtweg (bei RAID1 und RAID5), dass wenn im RAID-Array eine Platte ausfällt dort keine Daten verloren gehen. Man ersetzt die defekte Platte, das Array wird neu organisiert und das isses, so lange kann man es meist normal weiterbenutzen.

    Wenn nicht zufällig gerade auch noch der Rechner abkackt während die Sicherungsplatte hinüber ist und alle Daten dort verschwinden (jaja, ich kenne Murphy auch pesönlich), habe ich mit RAID erstmal nichts gewonnen, denn auch ohne RAID habe ich ja alle Daten noch immer aufm Rechner. Es sei denn ich lage extern auch noch Daten, die ich nicht noch aufm Rechner vorhalte (Uraltprojekte und dergleichen). Darum, wie gesagt, sollte man sich vorher überlegen was Sinn macht.

    Und ich muss Peer widersprechen, wenn er andeutet, NAS sei nichts für den Hausgebrauch. Es gibt Router an die ich eine Festplatte anschließen kann – das ist NAS. Es gibt, wie shcon kommentiert wurde, günstige Ein-Platten-NAS-Lösungen, es ibt Apples TimeCapsule, es gibt Drobo, es gibt sog. Media-Festplatten, usw. usf. Halte ich allesamt für sehrwohl für ready für den Hausgebrauch – selbst für DOSen. ;-)

  12. Dirk meint

    Ich sichere meine wichtigen Daten/Dokumente immer auf 2 USB Sticks. Mit einem arbeite ich und bin somit mobil und kann an jedem pc arbeiten durch die Daten auf dem Stick + Portable Apps auf dem Stick. Und _jeden_ Abend werden die Daten auf einem 2ten USB Stick mit dem OpenSource Programm “Synkron” – synchronisiert. Sollte recht sicher sein. :razz:

  13. meint

    Also eine extern Festplatte ist günstig und riesengroß, doch schon das wöchentliche “aus-dem-Schrank” holen birgt echte Risiken. Und wenn die Bude abbrennt oder ausgeraubt wird, bringt das Backup nix!

    Also sollte ein Backup außer Haus sein, doch dann muß man wirklich Geld in die hand nehmen. Oder mal schauen, welche große Anbieter (kleine sind nach 1 jahr wieder weg) wieviel für den eigenen Bedarf bietet.

    1&1 bietet ein ActiveSync mit 1 TB an, wenn man deren DSL-Angebot HomeNet nutzt.

  14. meint

    Nicht jeder will oder kann ein paar hundert Euro in die Hand nehmen, auch wenn er dann natürlich schon eine sehr gute Backup-Lösung bekommt.

    Oft reicht schon die angesprochene “2 verschiedene Backups”-Lösung (externe Festplatte plus DVD-Sicherung z.B.).

    Am Ende muss jeder für sich entscheiden, was er bereit ist auszugeben.

    Für viele Selbständige, so zumindest meine Erfahrung, wäre es schon ein Fortschritt überhaupt ein regelmäßiges Backup zu machen.

    Ach ja, ich habe bei der Umfrage erlaubt, dass man 2 Einträge auswählen kann. :grin:

  15. meint

    Also ich Backupe immer auf mein Nas. Denn so sind meine Backups auch gleich per Raid 1 gesichert. So wäre es auch nicht so schlimm wenn eine Festplatte von dem Nas ausfällt.

  16. meint

    Wieder ein sehr interessanter Artikel, der mir (ich gebe es zu) die Augen geöffnet hat. Ich habe bisher nur Datensicherungen für meine Blogs und Webseiten erstellt. Den Festplatten meines PCs habe ich bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
    Das werde ich auf alle Fälle ändern!

  17. meint

    Absolut hervorragender Beitrag!
    Über das Thema habe ich mir bis jetzt noch nicht so viele Gedanken gemacht, aber jetzt werd ich mir wohl endlich ne externe FP zulegen. Momentan speichere ich alle Dateien, an denen ich so arbeite auf nem USB-Stick und mach davon hin und wieder ein Backup, dass ich dann aufm Rechner speichere und auf CD brenne. So hab ich z.B. die Webseiten online gespeichert und aufm USB-Stick und hin und wieder eine gebrannte Version. Scheint mir relativ sicher zu sein.

  18. meint

    Danke für die Übersicht und die Sicherungsideen! :smile:
    Meine Backup-Kombo heißt “Acronis True Image” und eine 1 Terabyte große “Trekstor DataStation”. Damit hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht – mein “Großvater-Backup” mache ich damit sogar einmal pro Woche. Projekte, an denen ich gerade arbeite, werden auf einem kleinen USB-Stick abends gesichert.
    Viele Grüße
    David Gerlach

  19. Christoph meint

    Windows XP Prof. bietet eine hauseigene Sicherungssoftware namens “ntbackup” (bei XP Home muss diese von der Setup-CD nachkopiert werden).

    Ich arbeite derzeit mit diesem Programm. Über geplante Tasks wird jeden Sonntag Abend eine komplette Sicherung meiner persönlichen Daten auf eine externe Festplatte mit RAID1 gesichert. Am Mo bis einschließlich Sa werden inkrementelle Sicherungen durchgeführt. Ich arbeite wechselseitig mit zwei Sicherungssätzen, d.h. an einem Sonntag ist Satz 1 dran, am folgenden So Satz 2, darauf die Woche wieder Satz 1 (wird überschrieben) usw. So bin ich auch für den Fall gerüstet, dass der PC just in dem Moment den Geist aufgibt, während er gerade eine komplette Sicherung durchführt.

    Für die Systempartition verwende ich einmal die Woche True Image von Acronis. Alle Programme neu einzuspielen nimmt erfahrungsgemäß auch viel Zeit in Anspruch, daher finde ich, gehört auch die Systempartition hin und wieder gesichert. Es gibt Leute, die pfeifen auf Sicherungsprogramme, die ihre eigenen Image-Formate haben mit den Argumenten “Was ist in 5 Jahren? Sind die dann immer noch zu öffnen?” oder “Wenn das Image beschädigt ist, sind alle Daten im Image futsch”, aber da meine System-Sicherungen höchstens einen Zeitraum von 6 Monaten abdecken und ich bisher noch keine Probleme mit nicht (mehr) zu öffnenden Images hatte, sehe ich da kein Problem.

    Ich finde, es muss nicht unbedingt ein NAS sein. Wer ein Router mit USB-Anschluss hat, kann eine stinknormale (und günstige) USB-Festplatte anschließen. Man sollte dann allerdings eine LAN-Verbindung zum Router haben. Viel Spaß dem, der eine Sicherung von z.B. 10 GB via WLAN versuchen will. :grin:

    Hmmh, ich merke gerade – im Übereifer – mein Kommentar verdient seinen Namen gar nicht mehr. :oops:

    Gruß,
    Christoph

  20. Mario H. meint

    Schöne Zusammenstellung von tollen tools … sind auch welche dabei die ich noch nicht kannte … mal ausprobieren :)

  21. Steffen B meint

    Hi

    also bei uns läuft das so ab, es gibt einen Server wo die ganzen Daten liegen.
    Der Server hat komplett ein RAID 10 mit 4 GB Platten.

    Zusätzlich wird einmal in der Woche (Sonntag) eine Vollsicherung auf ein iSCSI Storage gemacht, dass auch wiederrum RAID 5 besitzt. Ansonsten werden unter der Woche jeweils inkrementelle Sicherung durchgeführt.

    Glaub ich bin da persönlich sehr gut aufgestellt, falls jemand noch Optimierungsbedarf sieht bin ich gerne für Vorschläge offen.

    Mfg Steffen

  22. meint

    Ich sichere seit einem knappen Jahr meine Daten per Timemaschine (externe Festplatte, nutze einen Mac) mindestens 1x die Woche. Das Sichern geht automatisch, sobald ich die externe Festplatte einschalte und dauert wenige Minuten. Je nach dem was für neue Daten sich angesammelt und Aktualisierungen seite dem letzten Bachup statt gefunden haben.

    MozBackup habe ich auf meinem PC auch öfters verwendet, allerdings hat mich das Programm einmal im Stich gelassen und die Sicherung war fehlerhaft (sehr ärgerlich), sonst hatte es immer prima geklappt. Dennoch ein Grund für mich die Firefox Sicherung nur noch manuell zu machen.

  23. meint

    Hallo,

    von Datensicherungen im Netz halte ich aus Datenschutzgründen nichts. Internationale Web-Dienstleister halten sich hier nicht immer “genau” an die deutsche Rechtsprechung.

    Wir haben unsere Daten zentral auf einem Fileserver (Windows 2003 NAS-System) vorrätig, täglich wird mit Cobian-BackUp ein BackUp auf ein RAID-System gemacht. Da sind auch ein paar GB schnell kopiert.

    Wer sich preiswert mit NAS beschäftigen möchte, dem empfehle ich FreeNAS (einfach mal googlen), ein einfacher PC und ein paar alte HDs, schon kann’s losgehen.

    Alternativ tut’s als kleine Firma auch ein WIndows-PC mit einem externen RAID über SATA oder USB 2.0.

    Datenverschlüsselung muss – so denke ich – in einem kleinen Unternehmen wirklich nicht sein.

    Wer ganz sicher geehn will, der sollte mindestens einmal im Monat die Daten dann nochmals auslagern (DVD oder ext. USB HD) und diese dann an einem anderen Ort als im Büro lagern. Dann kann im GAU (“Größter Anzunehmender Unfall” – Büro ausgeraubt oder abgebrannt) wenigstens das meiste wieder hergestellt werden.

    Gruß,

    Stefan

  24. meint

    Hallöchen,

    ich persönlich sichere meine Daten nach dem Kind- Eltern- Prinzip (O.K. hab’ ich gerade erfunden, aber es klingt gut). :roll: Wöchentlich eine Sicherung auf einen USB- Stick, und ca einmal im Monat eine weitere Sicherung auf USB- Stick, den ich dann bei meinen Eltern lagere. So kann ich meine wichtigsten Daten auch im Falle eines GAUs wieder herstellen.

    Güße Marion

  25. meint

    Unsere Strategie ist, das alle relevanten Daten auf Fileservern oder DB-Servern etc. gespeichert werden. Wo das nicht möglich ist, wird zumindest automatisiert ein Backupscript etwa mit Robocopy dazu genutzt die Arbeitsplätze auf einen solchen File-Server zu speichern. Die Server laufen immer als VM auf Hardware mit RAID 1 / 5 / 10. Auf Grund der VM-Nutzung können wir schnell Backups der kompletten Server anlegen. Fällt die physikalische Maschine aus, muss man nur noch die VMs auf eine neue Hardware aufspielen und alles geht weiter.

Trackbacks/ Pingbacks

  1. Sicher gegen den Datencrash – Datensicherung für Selbständige…

    Sind die eigenen Daten sicher gegen einen Crash auf dem PC? Dieser Artikel gibt Tipps und Software-Empfehlungen für die Datensicherung für Selbständige….

  2. Sicher gegen den Datencrash! Datensicherung für Selbständige…

    Sind die eigenen Daten sicher gegen einen Crash auf dem PC? Dieser Artikel gibt Tipps und Software-E…

Werbung