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Die Wirkung von Farben im Web Design
Peer Wandiger - 11 Kommentare - Design, Webdesign - Ähnliche Artikel


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Kerstin Schubert hat bereits ausführlich über das Thema Usability hier im Blog geschrieben (z.B. über einen “Usability-Schnelltest für die eigene Firmenwebsite“). Heute geht es im ersten Teil einer kleinen Artikel-Serie um die Wirkung von Farben im Web Design.

Heute wird es bunt, denn ich habe mir das Thema „Farbe und deren Wirkung“ vorgenommen.

Da die Wirkung von Farbe auf bewussten und unbewussten Vorgängen beruht, ist die Farbe ein wesentliches Element der Psychologie. Farbe ist ein Erlebnis, das das Verhalten der Menschen ständig beeinflusst. Daher ist das Thema auch für Internetseitenbetreiber in meinen Augen von Bedeutung.. Dieses Farbempfinden wollen wir uns nun genauer anschauen, vor allem, wie die Wirkung von Farbe zustande kommt und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Jeder Mensch hat einen Bezug zu Farbe. Deshalb orientiert man sich im Alltag auch nach Farbe. Denkt nur mal an den Straßenverkehr, bei der Kleiderauswahl oder eurer Einrichtung. Doch warum bevorzugen wir bestimmte Farben in bestimmten Zusammenhängen?

Bevor wir die Wirkung von Farben unter die Lupe nehmen, sollten wir zuerst auf das menschliche Farberleben eingehen.

Farbwahrnehmung

Farbe ist für uns eine Eigenschaft von Gegenständen, d.h. wir charakterisieren Gegenstände oft über Farbe.

Beim Wahrnehmen der Farbe ist der Farbreiz – die sichtbare Strahlung -, sowie die Farbvalenz – die sichtbare Wahrnehmung durch die Netzhaut im Auge – bei jedem gleich. Erst bei der Empfindung, dem Sinneseindruck im Gehirn, treten Unterschiede auf.

Somit ist die persönliche Farbwahrnehmung für das Farberleben jedes einzelnen verantwortlich. Nehmen wir also Farbe wahr, spielt unsere Vorerfahrung eine große Rolle, wie wir diese Farbe empfinden.

Harald Braem spricht in seinem Buch „Die Macht der Farbe“ vom Archetypischen, von der Urprägung. Damit meint er die Gefühle, die ursprünglich mit Farbe identifiziert werden und die kulturellen Anmutungsqualitäten, die im Laufe der Zeit mit den Farben verbunden werden.

So sind seiner Meinung nach Farben eng mit den vorgeschichtlichen Erfahrungen der Menschheit verknüpft. So beeinflusst Farbe den Menschen körperlich sowie seelisch und wirkt nicht nur optisch. Farbe wirkt sich auf unsere Gefühle und auf unser Denken aus und beeinflusst somit unsere Emotionen.

Kurz gesagt: Wir als Internetseitenbetreiber können unsere Leser durch Farbgebungen beeinflussen.

Farberleben

Betrachten wir also das Erleben von Farbe mal genauer.

Grundsätzlich wirken sich sechs Faktoren auf unser Farberleben aus, die sich in einer Pyramide darstellen lassen. Sämtliche Faktoren der Farberlebnisse bauen nämlich auf einander auf und stellen so das persönliche Farberleben eines Menschen zusammen. (Die gleiche Pyramide gibt es übrigens auch zu den Bedürfnissen von Menschen. Aber das ist ein anderes Thema).

Die biologische Reaktion findet auf der physiologischen Ebene statt. Somit sind diese Reaktionen bei jedem Menschen gleich und haben keine Auswirkungen auf das, was ein Mensch über eine Farbe denkt.

Sie besteht aus dem Zusammenwirken von Licht, dem Auge und dem Gehirn. Jeder von uns hatte in Bio das Auge (vielleicht habt ihr das wie ich damals auch an einem Schweineauge genauer auseinander nehmen dürfen ;-) ), deswegen möchte ich hier nicht weiter darauf eingehen. Es sei denn, einer von euch hat Lust auf Biounterricht ;-)

Die energetische Sehbahn leitet das einfallende Licht bzw den Farbreiz direkt zum Zwischenhirn. Von dort wird dann der Stoffwechsel und die Organfunktion beeinflusst. Aus diesem Grund erhöht sich z.B. bei Sehen von Rot der Pulsschlag, die Atmung wird rascher und der Herzschlag beschleunigt sich. Bei Blau sinkt er wieder und die Atmung wird auch wieder langsamer. Aber das nur nebenbei…

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Das kollektive Unbewusste – der nächste Sockel der Pyramide – ist der Bereich unserer Psyche, der das Unbewusste widerspiegelt. In diesem Bereich wirken sich Urprägungen, Urerlebnisse und Erfahrungen auf das Farberleben aus. Für uns bedeutet das, dass wir auf die urbildliche Bedeutung der jeweiligen Farbe Rücksicht nehmen müssen. Es spielen die Natur, Kultur und vor allem die Religion eine wesentliche Rolle.

Bei der bewussten Symbolik spielen die Erfahrungen in der Natur eine Rolle, die von den meisten Menschen gleich interpretiert werden. So ist für alle der Himmel blau und Wiesen grün.

Trotz der universellen Assoziation gibt es auch kulturspezifische Symbolwerte der Farbe. Diese sind meist Farbaussagen aus Religion, Philosophie und Tradition eines Volkes. Diese werden in der nächsten Ebene festgehalten.

Eine weitere Rolle spielen die Trends, die sich meist jährlich ändern. Doch trotz der Kurzlebigkeit eines Farbtrends wird unsere Farbbeurteilung beeinflusst. Dabei können sogar neue Assoziationen geweckt werden.

Die letzte Ebene stellt das persönliche Verhältnis dar und zeigt das Farberleben von persönlichen Ablehnungsfarben und den bevorzugten Farben. Allerdings verändert sich uner Empfinden zur Farbe wie sich auch die Persönlichkeit des Einzelnen entwickelt.

Weitere Reaktionen auf Farbe hängen ebenfalls von Faktoren wie:

  • Farbton, Farbsättigung und Helligkeitsgrad
  • Wie und wo der Farbton angebracht wird und für welchen Zweck
  • Zeitdauer, der man einer Farbe ausgesetzt ist

ab.

Aus diesen Gründen muss bei der Farbgestaltung sehr vorsichtig vorgegangen werden. Dazu ein Beispiel von Frau Heller:
Weiß ist ideal, um eine Versuchsperson bei Tests in die Irre zu führen. Füllt man Waschpulver in einen Salzstreuer, so vermutet die Testperson einen salzigen Geschmack. Presst man es zu einer Tablette, wird ein neutraler Geschmack vermutet usw. Die Versuchsperson wird die Farbe immer mit etwas, das sie aus der Erfahrung kennt, assoziieren. Probiert die Person jedoch das Mittel, wird sie sofort merken, dass es Waschpulver ist. „Das zeigt, wie stark eine Farbwirkung vom Vorwissen abhängt. Und es zeigt, dass vor jeder emotionalen Wirkung die Vernunft steht und nach jeder emotionalen Wirkung wieder die Vernunft“ (Heller, 2000, S. 173).

Synästhesie

Allgemein lösen Farben, die visuell wahrgenommen werden, bestimmte Empfindungen beim Betrachter aus.

Neben der visuellen Wahrnehmung regt Farbe auch andere Sinnesorgane an. Dazu hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Farbhören
    Frühe, berühmte Komponisten haben schon versucht der Musik Farbe zu verleihen.

    Beethoven soll z. B. das B moll als einen schwarzen Ton empfunden haben, Raff den Klang der Flöte himmelblau und Rimsky-Korsakoff empfand das C-dur als gelbe Sonnenstrahlen und dachte bei moll an kalte Farben, wie Blau und Grün.

    Viele haben darauf versucht, Melodien in Farbfolgen zu übersetzen. Dabei zählt aber nur die innere Logik, nicht das Schema c = gelb, e = rot, g = blau usw. Die logische Betrachtung ist, je reiner die Töne auftreten, desto reiner ist auch die mentale Farbe, die der Mensch mit dem Ton verbindet. Tiefe Töne bekommen einen dunklen Farbwert zugeschrieben, hohe Töne werden meist mit hellen, metallischen Farben verbunden.

    Das Farbhören gibt es meistens nur im musikalischen Bereich, ungeordnete Tonerlebnisse, wie Lärm und Krach werden selten farbig übersetzt, höchstens in grauen, verwaschenen Farben.

  • Geruchswirkung
    Da Gerüche sehr schwer zu beschreiben sind, bezieht man meist andere Sinneswahrnehmungen mit ein. Die Parfümindustrie macht sich die Synästhesiewirkung in der Werbung zunutze. Daher werden auch blumig-süße Düfte eher mit Rosa oder rötlichen Farben auf der Verpackung gestaltet, weil die Farbe an den Duft der Rosen und dem Lieblichen erinnert.

    Verpackungen mit herben, frischen Duftnoten werden hingegen eher türkis, grün oder blau gestaltet.

    Allgemein ist z. B. Gelb = säuerlich, Rot = süß, kräftig, Grün = frisch, Blau und Weiß = geruchslos, Schwarz = muffig.

  • Geschmackssinn
    Wieso sind Bonbons eigentlich bunt? Wahrscheinlich würde niemand farblose Bonbons kaufen, da sie erstens nicht ansprechen und zweitens ohne Farbe fad und langweilig schmecken würden.

    Fazit ist, dass man beim Hinzufügen von Farbstoffen in Lebensmitteln eine Geschmacksverstärkung hervorruft, obwohl das Produkt immer noch das gleiche ist.

    Wenn wir an das Gelb einer Zitrone denken, wird der Geschmack des Gelben sauer empfunden. Rot und Rosa dagegen wirken süßlich. Der fruchtige Geschmack wird mit Grün verbunden, Blau schmeckt dagegen eher wässrig aufgrund der Assoziation Wasser und Blau.

    Salziges ist Weiß, da auch das Mineral eine weiße Farbe hat, Weiß kann aber auch das Süsse im Zucker ausdrücken. Man kann also sagen, dass das Farbempfinden im Geschmack automatisch aus der Geschmackserfahrung entnommen ist und daher von jedem gleich verstanden wird.

  • Tastsinn
    Auch im Tastsinn wird Farbe durch die Erfahrung mit bestimmten Objekten empfunden.

    Weiße Oberflächen wie Plastikvermantelungen von Produkten sind meistens glatt, Violett fühlt sich samtig an, da viele samtige Stoffe aus violetter Farbe sind, Schwarze Gegenstände wirken meistens hart und kalt. Eine große Rolle spielt auch das Wärme- und Kältempfinden.

    Farben wie Rot, Gelb und Orange werden als warm empfunden, bläuliche Farbtöne wirken kalt und grüne Töne verhalten meist sich neutral. In der Raumgestaltung ist es sehr wichtig die Temperaturwirkung der Farben zu beachten. Eine rote Wand lässt den Raum viel wärmer erscheinen als reine weiße Wände, obwohl die Temperatur des Raumes gleich ist.

  • Muskelsinn
    Farben haben immer eine unterschiedliche Gewichtung. Helle Farben werden leichter empfunden als dunkle. Eine schwarze Kiste wirkt z. B. viel schwerer als eine weiße. Im Verpackungsdesign muss deshalb auch auf den Zusammenhang Farbe – Gewichtung geachtet werden.

(Frieling, 1990, S. 197-203 und Radtke, S. P., Pisani, P., Wolters, W., 2001, S.76 f.)

Subjektive Farbbeurteilung

Die Farbvorlieben bei Jugendlichen variieren nicht so stark wie bei Erwachsenen. Auch hängen sie nicht von der Region oder der Kultur, in der sie leben, ab.

Anders bei Erwachsenen: Sie mögen durchschnittlich mehr Pastellfarben und verhüllte Farbtöne als Heranwachsende. Diese verhüllten Farbtöne sind jedoch meist orts- und artgebunden.

So findet man z. B. in der Schweiz eine erhöhte Vorliebe zu Braun und z. B. im Ruhrgebiet sind Farben wie Rosa und Lichtblau beliebter als in Süddeutschland.(Frieling, 1990, S. 125)

Das verdeutlicht, dass sich auch unser Farbempfinden verändert und dass wir je nach Alter unterschiedliche Farbbevorzugungen sowie Ablehnungen aufweisen. Dazu hat Frieling eine Untersuchung gemacht, an der rund 10.000 Versuchspersonen teilgenommen haben:

  • 5 – 8 Jahre:
    Vorzug: Purpurviolett, Rosa, Zitron, Lila, Rot
    Ablehnung: Schwarz, Weiß, Grau, Dunkelbraun, (Braun)

    Hier wird deutlich, dass die Kinder alles Absolute und Verdunkelte ablehnen. Frieling deutet
    das Ergebnis damit, dass die Kinder in einem Prozess der Integration von Psyche und
    Umwelt stehen.

  • 9 – 10 Jahre:
    Vorzug: Rot, Purpur, Grünblau, Rotorange und Braun gewinnen an Beliebtheit
    Ablehnung: Grau, Dunkelbraun, (Lichtgrün, Lichtblau)

    Hier werden Farben abgelehnt, die einer regulativen inneren Reizverarbeitung entsprechen. Die bevorzugten Farben deuten auf eine Freiheits- und Wandlungstendenz und die Bildung
    von Trotz an.

  • 11 – 12 Jahre:
    Vorzug: Grün, Gelb, Ulramarin
    Ablehnung: Oliv, Lichtgrün, Violett, Lila

    Unnatürliche und kränkliche Töne werden abgelehnt. Dabei entwickelt sich bei dieser Altersgruppe ein Interesse für natürliche, materialisierte Farben.

  • 13 – 14 Jahre:
    Vorzug: Ulramarin, Blau, Rot, Grün, Orange, Rotorange
    Ablehnung: Lichtgrün, Braun, Dunkelbraun

    Dies bedeutet nach Frieling (1990, S. 133) „Desintegration in schizothymer Tendenz (Blautöne), Bedeutung des Denkens und Aufnehmens mit erwachender Triebaktivität (Orange)”

  • 15 – 16 Jahre:
    Vorzug: hohe Werte von Ulramarin, Rot, Grün und Gelb, allerdings keine Maximalbildung
    Ablehnung: hohe Werte von Violett und Maigrün

    Charakteristisch ist, dass in diesem Alter ein Wechsel der Geschlechtsbevorzugung hinsichtlich Farben stattfindet. Hier findet also ein allgemeiner Wendepunkt statt, der das Ende der Kindheit bedeutet.

  • 17 – 19 Jahre:
    Vorzug: Ultramarin, Rot, Grün, Gelb, Rotorange, Orange, Blau; auch die Bevorzugung für Schwarz, Grau und Ocker steigt.
    Ablehnung: Rosa, Lila, Purpur

    Dies bedeutet nach Frieling, dass sich die Jugendlichen mit dem Schicksal auseinandersetzen. Die Ablehnung von Rosa zeigt, dass sie nicht sentimental wirken wollen.

  • 20 – 28 Jahre:
    Vorzug: keine Veränderung, Anstieg von Weiß und Dunkelbraun, außerdem steigt die Vorliebe für Pastelltöne
    Ablehnung: Purpur

    Das Weiß bedeutet einen Neubeginn bzw. das Offensein für eigene Erlebnisse und selbständige Kräfte. Zeit des Mündigwerdens und der Bildung von Objektivität.Die Geschlechter verhalten sich in ihrer Farbsympathie allerdings unterschiedlich.Allerdings kann man nicht immer sagen, ob eine Farbe von Männern oder Frauen bevorzugt wird, da sich die Beziehung zur Farbe im Laufe der Entwicklung stark ändert oder sogar umkehrt. So ist Schwarz in der Jugend bei Jungs beliebter als bei Mädchen. Allerdings ändert sich das, da durch den Modeeinfluss Schwarz von weiblichen Erwachsenen bevorzugt wird.

Eindeutig erkennbar ist jedoch, dass Blau die generelle Lieblingsfarbe ist.
So bevorzugen ca. 46 % der Männer und 44 % der Frauen Blau. Fast keiner bezeichnet Blau als Ablehnungsfarbe (nur ca. 1 % der Männer und 2 % der Frauen).

So geht es weiter

Im nächsten Artikel zum Thema “Wirkung von Farben im Web Design” geht Kerstin auf die Wirkungsweisen der Farben ein. Wie wirken Farben psychologisch und welche Wirkung entfalten diese z.B in der Politik oder im Design.

Target Grafix ist ein „Full-Service-Netzwerk“, das im Jahr 2002 von Kerstin Schubert gegründet wurde.

Die Arbeiten konzentrieren sich auf Usability, Print- und Onlinemedien. Dabei richtet Target Grafix den Blick auf Analyse, Konzeption, Beratung, Design und Evaluation.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
11 Kommentare und Trackbacks zu 'Die Wirkung von Farben im Web Design'

Kommentare zu 'Die Wirkung von Farben im Web Design' mit RSS

  1. 1 Synapsenleinwand kommentierte am 23.09.2009 um 19:51 Uhr

    Der Artikel ist ziemlich grün. :mrgreen:

    Zur Farbe und Psychologie:
    Dem unrasierten Holländer wird die “Schablone” Asperger nachgesagt , so soll er des öfteren seelische Erschütterungen durch eine rote Mohnblume im Weizenfeld erlitten haben.

    Wenn die Farbachterbahn rege interessiert dann sei grundlegend- Kandinsky: “Über das geistige in der Kunst” – empfohlen.
    Sicher werden Kandinskys buntere Bilder dem einen oder der anderen dabei helfen, auf den Erwerb des Buches verzichten zu können.
    Wer also das Geld für das Buch sparen will und kann, der liest Kerstins nächsten Artikel, in dem Sie vielleicht auch kurz auf die dreieckige Schubkarre aus Ägypten eingehen wird. :wink:

  2. 2 Christof kommentierte am 24.09.2009 um 08:49 Uhr

    Vielen Dank für den schönen Beitrag. Meine nächste Seite werde ich unter diesen Gesichtspunkten erstellen. Ansonsten wollte ich auch ein generelles Lob an dieser Stelle anbringen. Viele der Themen dieser Seite werden auf wenigen bis keinen Seiten behandelt
    Grüße Christof :grin:

  3. 3 SantaCruze kommentierte am 24.09.2009 um 17:30 Uhr

    Der Artikel über die Farbwahrnehmung zeigt anhand deiner Grafik deutlich an, wieso Hyperlinks im Netz Blau sind ;) Aber auch ohne diese Wahrnehmung sind die meisten meiner Blogs im blauen Stil gehalten, obwohl manche schon fast zu Dunkel wirken und wo die Grenze zum Schwarz schon fast wieder da ist, was in der Grafik ja nicht gerade vorteilhaft dargestellt wird.

  4. 4 Martina kommentierte am 25.09.2009 um 09:43 Uhr

    Interessanter Artikel!

    Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn man sich mit Farben und ihre Wirkungen auf den Betrachter beschäftigen möchte, auch unbedingt die Farblehre von Goethe zu lesen bzw. zu studieren. Diese ist als Komplett”ausgabe” im Web zu finden.

    Zur Farbwirkung im Internet: Mit dieser Thematik befasste ich mich schon um 2000, um entsprechende “Empfehlungen” geben zu können. Bei diesem Artikel fehlt IMHO aber noch ein wichtiger Punkt, der maßgeblich die Farbempfindung und -wirkung der Betrachter beeinflusst:

    Alle Farben, so wie wir sie im Internet wahrnehmen, werden von “hinten” durch den Monitor beleuchtet, während Farben im “off”-Leben über “reflektiertes Licht” transportiert werden.

    Aber aus diesem Grund (Monitorbeleuchtung) wirken z.B. die Primärfarben wesentlich intensiver und auch direkter auf das Auge, die Kontraste werden auch “härter” wahrgenommen.

    Dazu kommt dann noch, dass die Struktur der Oberfläche die Farbwirkung beeinflusst. Raues Papier gibt Farben anders wieder als hochglänzendes. Farbige Seide wirkt anders als Baumwollstoff. Bei Monitoren kann ein und der selbe RGB-Wert anders erscheinen. Hier wird die Farbgestaltung durch die Kalibrierung oder aber ob Röhren- oder RTF-Monitor beeinflusst.

    Und nun noch ein letzter Punkt, der die Farbwahrnehmung auf Internetseiten anders wahrnehmen lässt: Der Blick. Während im “off”-Leben das Auge andauernd (auch mit Mikrobewegungen) seine Umwelt “wahrnimmt”, sitzt der Betrachter mit einem “starren” Blick vorm Monitor. Dies führt nicht nur zur Ermüdung des Auges, sondern auch zu einer direkteren emotionalen Beeinflussung.

    Es ist ein komplexes Thema, wenn man sich mit der Farblehre und Farbwirkung auf Webseiten befasst; was ich aber glaube, ist, dass der alte Herr von Goethe heute aktueller den je ist, was seine Farbtheorie anbelangt. Wobei meines Wissens nach allerdings die psychologische Farbwirkung auf Websites noch nicht hinreichend genug erforscht wurde.

  5. 5 Peer Wandiger kommentierte am 25.09.2009 um 09:54 Uhr

    Martina,
    damit hast du sicher recht. Es ist ein komplexes Thema und wird hier sicher auch nochmal aufgegriffen.

  6. 6 Martina kommentierte am 25.09.2009 um 11:31 Uhr

    Ich weiß, dass das ein komplexes Thema ist! Es ist beinahe zu komplex.. :mrgreen:

    Und eben wegen seiner Komplexität verzweifel ich manchmal, wenn ich bei meinen Online-Projekten nach den entsprechenden Farben suche, die eingesetzt werden sollen.

    Ich bin auf den nächsten Bericht zu diesem Them wirklich gespannt.

    Eine kleine Ergänzung zu deiner Auflistung “Alter->Farbvorliebe”. Bei Monet aber auch bei anderen Künstlern wurde etwas festgemacht: Altersbedingt “vergilbt” langsam aber sicher jeder Augapfel. Dies bedeutet, dass je älter wir werden, die Farbwahrnehmung sich verändert. Die Farben werden “gelber”, wobei wir das gar nicht bewusst wahrnehmen. Entwickelt man also eine Website für “Silverager” usw. muss auch dies berücksichtigt werden.

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