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Webstandards-Magazin – neue Ausgabe und tiefe Einblicke
24. September 2009 - 12 Kommentare - Peer Wandiger

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Webstandards-Magazin
Die neue Ausgabe des Webstandards-Magazin 03/2009 liegt seit heute im Bahnhofs- und Flughafen-Buchhandel aus.

Es ist die dritte Ausgabe des Magazins für Webdesigner und -entwickler und sie enthält wieder viele nützliche und praktische Artikel.

Ich hatte die Ausgabe gestern schon in meinem Briefkasten und das hat einen besonderen Grund.

Webstandards Magazin

Und der Grund dafür ist, dass ich einer der Autoren der aktuellen Ausgabe bin.

Vor ein paar Monaten kam Ansgar Hein, seines Zeichens Chefredakteur, auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, einen Artikel für das Webstandards Magazin zu schreiben.

Und da ich nicht nein sagen kann und natürlich auch der große Ruhm auf mich wartete ;-) , habe ich zugesagt.

Natürlich war es dann recht stressig, denn wirklich Zeit hatte ich dafür nicht übrig. Und 4 Seiten bedeuten rund 10.000 Zeichen. Das muss man auch erstmal schreiben.

Aber nach diversen Korrekturläufen und Überarbeitungen in Zusammenarbeit mit den sehr netten Mitarbeitern des Verlages war es geschafft.

Das Ergebnis findet ihr auf den Seiten 58 bis 61 unter dem Titel “Aller Anfang ist schwer – Informationsarchitektur einer Startseite”.

Für Print schreiben

Webstandards-MagazinIch schreibe ja nun wirklich viel. Hier auf Selbständig im Netz sind mittlerweile fast 1.100 Artikel erschienen und den absoluten Großteil davon habe ich selber geschrieben. Die Wortmenge hätte für mehrere Romane gereicht.

Trotzdem ist es immer noch etwas anderes, wenn man für eine Print-Publikation schreibt. Mal abgesehen davon, dass ich mich viel mehr im Rahmenlicht fühle, als wenn ich hier in meinem Blog etwas veröffentliche, ist der Aufwand bei der Erstellung eines Artikels ungleich höher.

Wenn ich einen Blog-Artikel schreibe, dann läuft dies in der Regel in den folgenden Schritten ab:

  1. Ich bekomme durch eigene Erfahrungen, Leser-Kommentare, Twitter-News, andere Blogs etc. eine Idee für einen Artikel und notiere mir diese Idee als Entwurf.
  2. Je nach Dringlichkeit des Themas sammle ich entweder in Ruhe nach und nach weitere Informationen dazu oder setze mich an den Artikel und recherchiere aktiv und schnell nach Infos.
  3. Wenn ich den Artikel schreibe, strukturiere ich den Artikel erstmal durch und setze Zwischenüberschriften und notiere Stichpunkte.
  4. Dann schreibe ich den Artikel am Stück.
  5. Danach folgt die Korrekturphase. Hier wird inhaltlich verbessert und auch die Rechtschreibung möglichst gut bereinigt.
  6. Zum Ende hin werden Bilder eingefügt, Meta-Tags gefüllt und der Artikel letztlich veröffentlicht.

Bei der Erstellung eines Print-Artikels läuft dies durch das Zusammenspiel mit den Redakteuren etwas anders ab:

  1. Der Redakteur kam mit einer Artikel-Idee auf mich zu und fragte mich, ob ich gern den Artikel schreiben würde.
  2. Ich sagte zu und erfuhr den Abgabetermin. Nun blieb der Artikel erstmal liegen bis kurz vor der Deadline. ;-)
  3. Im Stress sammelte ich Ideen und Informationen und versuchte eine erste Struktur in den Artikel zu bekommen.
  4. Ich schrieb dann am Stück den Artikel von rund 3.000 Wörtern und sendete diesen an den Redakteur.
  5. Nun folgten einige Korrekturläufe, in denen sowohl gekürzt wurde, als auch viele Formulierungen geändert wurden.
  6. 2-3 Monate nach dem ersten Kontakt war ich dann am Ziel angekommen und der Artikel wurde angesegnet.
  7. Nochmal einen Monat später liegt das gedruckte Exemplar im Briefkasten.

Der Unterschied in den Abläufen ist schon sehr stark und ich muss ehrlich sagen, dass ich die Publikation in meinem eigenen Blog bevorzuge.

Natürlich hat es was, einen gedruckten Artikel von einem selbst vor sich liegen zu haben. Aber insgesamt gefällt mir das Schreiben für Print aus mehreren Gründen nicht so sehr:

  • Es dauert viel zu lange zwischen erstem Kontakt/Idee und dem endgültigen Erscheinen. Ich mag es, dass ich einen Artikel in meinem Blog schreibe und kurz danach ist er auch schon für alle lesbar.
  • Ich mag es auch, selbst die Kontrolle über Inhalt und Länge zu haben. Manchmal wäre es sicher nicht schlecht jemanden zu haben, der über die Rechtschreibung schaut, aber wenn ich mir vorstelle, ich müsste jeden Artikel noch ein paarmal mit jemandem abstimmen, dann ist das kein erstrebenswerter Gedanke (egal, wie nett dieser Jemand ist).0
  • Auch bei der Länge kann ich in meinem Blog machen was ich will. In einer Zeitschrift muss man auf eine bestimmte Länge schreiben, damit es auf genau X Seiten passt.
  • Mir fehlt bei Print auch einfach das Feedback. Im Blog bekomme ich durch Kommentare sofort Rückmeldungen.

Es war eine gute und interessante Erfahrungen, aber ich bleibe dann doch lieber beim digitalen Publishing. Besonders der “jetzt schreiben und sofort veröffentlichen” Faktor macht für mich den Unterschied

Der Inhalt von Ausgabe 3

Nun aber genug der Einblicke. Ich möchte noch kurz auf den Inhalt der dritten Ausgabe des “Webstandards Magazin” eingehen.

Auf 96 Seiten gibt es unter anderem folgende Artikel:

  • Twitter Tools
  • Impressums-Pflicht
  • Grids vs. Design
  • CSS-Frameworks
  • Accessibility-Tools
  • Grafikformate
  • PHP-Frameworks
  • Adressverwaltung mit Adobe Air und SQLite
  • und einiges mehr

Im Gegensatz zum letztens hier vorgestellten Weave-Magazin ist das “Webstandards Magazin” wirklich für den praktischen Webdesigner gedacht. Hier geht es um Umsetzung und Praxis und das finde ich sehr angenehm und nützlich.

Mit 7,80 Euro ist das Magazin im Vergleich auch deutlich günstiger, komplett farbig und sehr gut lesbar. Das Magazin erscheint alle 3 Monate.

Von allen derzeit erhältlichen Webdesign/-programmierung-Magazinen gefällt mir das Webstandards noch am besten.

Allerdings fehlt mir persönlich so eine richtiges Internet-Business-Magazin, in dem es nicht um HTML und CSS geht, sondern und Websitemonetarisierung, Affiliate Marketing, Traffic-Generierung usw. Das gibt es irgendwie gar nicht. :-(

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Kommentare

12 Kommentare und Trackbacks zu ' Webstandards-Magazin – neue Ausgabe und tiefe Einblicke '

Kommentare zu 'Webstandards-Magazin – neue Ausgabe und tiefe Einblicke' mit RSS oder TrackBack abonnieren.

  1. 1 Ibrahim kommentierte am 24.09.2009 um 10:33 Uhr

    “Allerdings fehlt mir persönlich so eine richtiges Internet-Business-Magazin, in dem es nicht um HTML und CSS geht, sondern und Websitemonetarisierung, Affiliate Marketing, Traffic-Generierung usw. Das gibt es irgendwie gar nicht.”

    Danach suche ich auch.

  2. 2 Andreas Gerads kommentierte am 24.09.2009 um 11:03 Uhr

    “Allerdings fehlt mir persönlich so eine richtiges Internet-Business-Magazin, in dem es nicht um HTML und CSS geht, sondern und Websitemonetarisierung, Affiliate Marketing, Traffic-Generierung usw. Das gibt es irgendwie gar nicht.”

    Danach suche ich auch.
    —————

    In meinen Augen könnte T3N das am besten umsetzen, die müssten es nur wollen :)

    Grüße

    Andreas

  3. 3 Nico Schubert kommentierte am 24.09.2009 um 11:09 Uhr

    Naja dann solltet Ihr Euch mal die Zeitung “WebSelling” ansehen, dort ist ab und zu was zu der Thematik drin, aber die gehen mir auch zuviel auf die Oberfläche ein und behandeln zu wenig das Insiderwissen.

  4. 4 Peer Wandiger kommentierte am 24.09.2009 um 11:29 Uhr

    Ja, das geht schon in die Richtung, ist mir aber noch zu viel Mischmasch. Da ist eben auch Usability, Newsletter, Design etc. mit drin.

    Ich will eine reine Business-Zeitschrift fürs Web. Das wäre nicht schlecht.

  5. 5 Alex kommentierte am 24.09.2009 um 11:53 Uhr

    Na, da habt ihr vllt. eine Marktlücke entdeckt. Jetzt müsst ihr sie nur noch füllen. Ist zwar dann nicht mehr das Thema “Geld verdienen im Web”, aber trotzdem mit Web. :lol:

  6. 6 Christian - Internetgründung.de kommentierte am 24.09.2009 um 13:01 Uhr

    Ja genau, eine Zeitung mit Interviews, Tests von Partnerprogrammen, Erfahrungsberichten, Neuvorstellungen, Optimierungsmöglichkeiten, SEO, usw. An sowas habe ich auch schon gedacht. Das wäre echt genial, würde ich auf jeden Fall kaufen. In den aktuellen Zeitschriften ist mir leider auch immer zu viel Webdesign enthalten, was mich einfach nicht mehr so sehr interessiert. So was suche ich mir dann doch lieber selbst im Internet zusammen, da es sich hier meist sowieso nur um irgendwelche Probleme handelt, die man mal eben fixen muss. Und da ist Google dann immer noch am Besten für geeignet. :eek:

  7. 7 Heiko kommentierte am 24.09.2009 um 13:30 Uhr

    Danke für die Information, bisher kannte ich dieses Magazin noch nicht, werde es mal testen. Denn was wirklich gutes im Bereich Printmagazine fehlt mir auch noch, da bietet das www einfach mehr Informationen.

    Die Schritte zum fertigen Blog-Artikel finde ich auch ganz interessant, so ähnlich gehe ich auch an meine Artikel ran oder versuche es wenigstens.

  8. 8 Matzek kommentierte am 24.09.2009 um 16:34 Uhr

    Also ich würde auch sagen, dass das t3n Magazin am besten zutrifft. Die aktuelle Ausgabe habe ich auch hier liegen und bin ganz zufrieden damit. Immerhin lese ich lange Texte und umfangreiche Artikel doch lieber auf gedruckten Papier.
    So und jetzt hör ich auf mit der Schleichwerbung :D
    Aber die Webdesigner stellen wohl die größte Zielgruppe für die Verlage dar…

  9. 9 paul kommentierte am 24.09.2009 um 18:59 Uhr

    In meiner Bahnhofsbuchhandlung gibt es dieses Magazin leider nicht. Wirst Du diesen Artikel demnächst auch hier im Blog veröffentlichen oder kann man Deinen Artikel sonst irgendwie bekommen? Das Thema Deines Artikels interessiert mich nämlich.

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 24.09.2009 um 23:57 Uhr

    @ paul
    Das kann ich noch nicht sagen. Ich muss mich mit Ansgar noch mal kurz schließen.

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