Die 10 Gebote des Social Media Marketing

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Im heutigen Gastartikel von Daniel Gremm geht es um den richtigen Umgang von Selbständigen und Unternehmern mit dem Phänomen des Social Web. Wie kann man diese neuen Kanäle nutzen und welche Fehler sollte man vermeiden?

Haben Sie einen Blog?

Ist Ihr Facebook-Profil in die Marketing-Strategie eingebunden?

Und unter welchem Namen finde ich Sie bei Twitter?

Diese und viele weitere Fragen werden Ihnen als Selbständige heute immer häufiger gestellt, wenn Sie im Internet aktiv sind. Dahinter steckt das noch relativ junge “Social Media Marketing”, das sich dank Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter & Co. rasant steigender Beliebtheit erfreut.

So nutzen allein die erst 2004 gegründete Kommunikationsplattform Facebook schon heute über 250 Millionen Menschen weltweit.

Social Media Marketing ist kein Instrument und keine Strategie

Wenn Sie nun denken, Social Media Marketing sei einfach ein neues Marketing-Instrument oder eine neue Marketing-Strategie, dann irren Sie sich. Das Thema Social Media lässt sich auch nicht dauerhaft an einer Plattform oder einer Technologie im Internet fest machen.

Vielmehr verändert Social Media Marketing die bestehenden Instrumente und Strategien im Internet nachhaltig und passt sich ständig neuen Plattformen und Technologien an.

Wo im klassischen Marketing- und Medien-Denken 1:n Beziehungen vorherrschen, kein Rückkanal zur Kommunikation besteht sowie insbesondere kaum Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Kunden, da bricht Social Media im Internet viele Strukturen auf. Werbende wie Medienhäuser sind künftig nur noch ein gleichberechtigter Teilnehmer unter vielen im Internet.

Die 10 Gebote des Social Media Marketing machen Sie fit für die Zukunft

Social Media Marketing - FacebookWie insbesondere Sie als Selbständige mit Social Media Marketing in dieser neuen Situation Wettbewerbsvorteile erlangen können, zeigen die nachfolgenden 10 Gebote des Social Media Marketing:

  • 1.) Lernen Sie zuzuhören.
    Suchen Sie im Internet nach Ihrer Firma und Ihrem Produkt und hören Sie in Foren, Blogs etc. zu, was Ihre Kunden dort über Sie zu sagen haben.

    Die hier gewonnenen (kostenlosen) Erkenntnisse können Sie auch für die Verbesserung Ihrer Produkte nutzen. Dadurch steigern Sie nicht nur Ihren Absatz, sondern Ihre Kunden fühlen sich auch ernst genommen, was zur Steigerung der Kundenbindung führt.

  • 2.) Nehmen Sie Kritik ernst.
    Die meisten Internetnutzer sind passiv im Internet unterwegs. Nach wie vor sind nur die wenigsten Surfer dazu bereit, sich aktiv im Netz zu beteiligen. Wenn nun Ihre engagierten Kunden im Internet über Sie oder Ihre Produkte kommunizieren, dann sollten Sie dies würdigen. Berücksichtigen Sie auch, dass eine vielfache passive Kundenzahl die aktive Kommunikation mitverfolgt.

    Der Fahrradschloss-Hersteller Kryptonite hat beispielsweise vor einigen Jahren den Hinweis eines einzelnen Kunden im Internet nicht ernst genommen, dass eines ihrer Fahhradschlösser leicht zu knacken sei. Dieser Kunde hat sich so über die Ignoranz geärgert, dass er kurzerhand ein [Video des Knackens] [linkto: http://www.youtube.com/watch?v=t8XxcOj3Seo] aufnahm und ins Internet stellte.

    Die Folge: Hunderttausende sahen das Video, diskutierten in Foren und Blogs und bescherten dem Unternehmen neben schlechter PR insbesondere einen deutlichen Umsatzrückgang.

  • 3.) Kommunizieren Sie offen, ehrlich und kritikfähig.
    Wird über Sie oder Ihr Produkt im Internet kommuniziert, sollten Sie weder offen noch verdeckt werbend mitreden. Fällt dies nicht schon unmittelbar auf, so kommt dies doch in den meisten Fällen irgendwann ans Licht. Die Folge: Missachtung, Vorwürfe, negatives Echo in Foren und Blogs.

    Nutzen Sie existierende Kommunikation vielmehr, um offene Fragen ehrlich zu beantworten und präsentieren Sie sich als kritikfähiger Ansprechpartner. Dadurch schaffen Sie Vertrauen und können als akzeptierter Teilnehmer der Kommunikation dieselbe beeinflussen.

  • 4.) Beweisen Sie Flexibilität.
    Im Internet gibt es unzählige Kommunikationsplattformen. Jeder Ihrer Kunden hat andere Interessen, kommuniziert anders und favorisiert andere Plattformen. Sie müssen Ihren Kunden folgen, wenn Ihre Kunden Ihnen folgen sollen. Da der Kommunikationsstil jeder Plattform unterschiedlich ist, sollten Sie sich zudem jeweils immer anpassen, um wahrgenommen zu werden.
  • 5.) Machen Sie Ausdauer zu Ihrer Tugend.
    Nur einmal an einem Ort etwas gesagt zu haben, ist im Internet wie die Nadel im Heuhaufen zu suchen. Lernen Sie, im Internet kontinuierlich zu kommunizieren, damit sich Ihre Kunden an Ihre Produkte gewöhnen und Sie einen Expertenstatus aufbauen können.
  • 6.) Seien Sie schnell.
    Das Internet hat 24 Stunden „geöffnet“, Kommunikation findet immer häufiger auf immer mehr Plattformen statt. Wenn Sie sich ständig über die Kommunikation Ihrer Kunden über Sie auf dem Laufenden halten, können Sie bei Bedarf umgehend zur Verfügung stehen. Dadurch können neue Kunden gewonnen, bestehende Kunden gebunden und Unmut und Gerüchte vermieden werden.
  • 7.) Helfen Sie bei Problemen.
    Auch in Ihrer Branche gibt es im Internet etliche Foren, in denen unterschiedliche Probleme diskutiert werden. Schalten Sie sich mit Ihrem Wissen in die Diskussionen ein und helfen Sie bei der Lösung. Dadurch bauen Sie sich langfristig nicht nur einen Expertenstatus auf, sondern der positive Effekt färbt zudem auch auf das Vertrauen zu Ihren Produkten ab.
  • 8.) Individualisieren Sie Ihre Produkte.
    Wer hätte nicht gern einen Maßanzug? Würden Sie nicht auch einen Personal Trainer einem Fitness Studio vorziehen? Nutzen Sie die Kommunikation im Internet dazu, die Vorlieben Ihrer Kunden kennen zu lernen. Wo möglich passen Sie Ihre Produkte entsprechend an und klinken sich mit den individuellen Produkten in die Kommunikation ein.

    Sie werden sehen: Wenn Ihre Kunden Ihrem Produkt offen gegenüber stehen, werden die individuellen Anpassungen das Kaufverlangen nach den nun nicht mehr austauschbaren und vergleichbaren Produkten vergrößern und im Idealfall Ihre Kunden zum Weitererzählen verleiten (Stichwort: Virales Marketing).

  • 9.) Belohnen Sie kommunizierende Kunden.
    Jeder im Internet kommunizierende Kunde tut dies zum Teil auch aus Geltungsdrang. Wer hört nicht gern, dass er mit seiner Meinung weitere Mitstreiter hat, sein Urteil zutrifft oder man gar der erste war, der einen Fehler entdeckt hat?

    Machen Sie diese fleißigen (unentgeltlichen) Helfer zu Fans, indem Sie ihnen beispielsweise vor einem neuen Produktlaunch ein Produkt exklusiv zukommen lassen. Oder Sie loben unter allen Kunden, die über Ihr Produkt auf Ihrer Webseite berichten, einen Preis aus. Da Kunden immer häufiger auf andere Kundenmeinungen vor ihrer Kaufentscheidung hören, sind Ihre aktiven Kunden die besten “Vertriebsmitarbeiter” im Internet.

  • 10.) Vermeiden Sie klassisches Marketing.
    Niemand mag Werbung wirklich, insbesondere nicht im persönlichen Umfeld von Social Media. Wenn Sie nun die Kommunikationsplattformen ungefragt mit Werbesprüchen, Produktbeschreibungen oder Pressemitteilungen zumüllen, werden Sie Missachtung, Spott oder Kritik ernten. Im schlimmsten Fall wird dies noch weitererzählt und kostet sie aktuelle oder potentielle Kunden.

Fazit

Es geht in Zukunft im Internet weniger um die Beherrschung eines Marketing-Instruments, einer Strategie auf einer Plattform, sondern vielmehr um ein generelles Umdenken in Marketing und Vertrieb.

Dank Social Media schlägt im Internet künftig ständige, diversifizierte und offene Kommunikation das klassische Marketing im Kampf um Kunden. Werden Sie vom Marketing-Experten zum geschätzten Gesprächsteilnehmer, dann ist Ihr Vertrieb im Internet zukunftssicher!

Daniel Gremm Consulting

Daniel Gremm Consulting ist eine bundesweit tätige “Online Marketing Beratung” für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die Beratung erfolgt Instrumente- und Strategien-übergreifend mit dem Ziel, dem Kunden den individuell passgenauen Weg zur Erreichung seiner Ziele aufzuzeigen (Stichwort: Hilfe zur Selbsthilfe).

Du hast Interesse einen Gastartikel hier auf “Selbständig im Netz” zu veröffentlichen? Dann einfach eine eMail mit kurzer Vorstellung und Artikelideen an autor@selbstaendig-im-netz.de senden.


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Kommentare

  1. meint

    Hey Peer, der Link oben von Daniel ist leider nicht anklickbar/öffnet sich nicht, da sich dort ein ” eingeschlichen hat ;)

  2. meint

    Den link zu dem Consulting finde ich nicht besonders. Der Mann auf der Website hält ein Schild vor dem Bauch, was er um den Hals geschnürt hat.

    Das sieht aus wie Bauchladen.

    viele Grüße

  3. meint

    Ich glaub`auch, dass das so aussehen soll :cool:. Mal was anderes; hab auch schon in seinem Blog gelesen, interessante Artikel! Lohnt sich auf jeden Fall! (Befolge gerade Gebot 9).

  4. Florian Lerch meint

    Interessanter Artikel. Die Grundessenz die man daraus mitnehmen sollte ist wohl, dass flexibilität alles ist. Der Großteil der Regeln zielt ja offensichtlich darauf ab, dass man sich überlegen muss was der Kunde wohl haben möchte und nicht wie man nur wie man glaubt das es umgesetzt werden müsste.
    Das lässt sich wohl auf das ganze Internetgeschäft übertragen. Gibt es eigentlich schon einen Artikel hier bei SIN in dem steht, wie man sich in einen Kunden hineinversetzt? Dazu gibt es ja einige ganz interessante aber auch einfache Strategien. Und eigentlich denkt man sich ja auch, dass das ja ganz banale Regeln sind die ganz selbstverständlich sein sollten, aber gerade weil es so selbstverständlich ist, macht man sich da nie wirklich Gedanken drüber.

  5. meint

    Schöner Artikel und so zutreffend ein Beispiel wie man es nicht machen sollte, hat erst jüngst Jack Wolfskin abgeliefert.

  6. meint

    Ich gebe Florian da recht, flexibilität ist wirklich ausschlaggebend.

    Ich finde auch das man immer am Ball bleiben sollte, als selbständiger darf man sich eigentlich gar keinen Urlaub erlauben ;-) :mrgreen:

  7. meint

    “Die 10 Gebote des Social Media Marketing” kann man fast 1:1 als “Die 10 Gebote eines Unternehmens” übernehmen.

  8. meint

    Hallo,

    das ist ein sehr hilfreicher Artikel, und auch die ganze Website ist mir immer sehr hilfreich, denn auch ich will mich selbstständig machen und konnte hier schon viel lernen.

    Danke sehr

  9. meint

    Tolle Liste!

    Hier noch zum Thema “Warum sollten Sie SMM nutzen?”
    – Unabhängige Produktinformation wird immer wichtiger
    – Google sucht nach Verlinkungen als Masszahl von Relevanz – nicht nach SEO/SEM
    – Konsumenten haben ein Ego und das Bedürfnis sich mitzuteilen und auszutauschen
    – Enthusiastische Kunden begeistern neue Kunden
    – Im Long Tail of Media verbreiten Konsumenten Ihre Botschaft besser

    Und “Wie kommen Sie zu einem SMM Konzept?”
    1. Bestandsaufnahme/Monitoring
    2. Content-Entscheidung
    3. Marketing Strategie
    4. Social Media Optimierung
    5. Social Media Marketing Konzept

  10. meint

    Hallo,
    in jedem Punkt geb ich Dir recht. Bis auf das “10. Gebot”.

    Jap, prinzipiell ist es korrekt, dass niemand Werbung mag. ABER. Ohne Werbung geht es nicht. Wie Du schon sagst, Social Media ist weder ein Instrument noch Strategie. Es ist ein Teil des Ganzen, und darf in einer guten Marketingkampagne heute nicht fehlen. Gerade auch Kleinunternehmer und der Mittelstand haben durch den Einsatz von Social Media ein kostengüsntiges Extra-Ass im Ärmel.

    Auf klassische Werbung verzichten? Sorry, NEIN!
    Mit Social Media kommst Du in Kontakt zu Deinen Kunden, kannst virale Effekte nutzen und Dich als modernes Unternehmen präsentieren. Aber wie erfahren Deine Kunden, dass Du existierst? Gerade kleine Unternehmen leben davon, wahrgenommen zu werden. Lokale Aktionen ausserhalb des Internets und regional geschaltete Anzeigen zB bei Google sind da ein guter und günstiger Weg, erstmal in die “world of mouth” zu kommen. Ich gebe Dir recht, sobald die Leute über dich reden, kann der Anteil an klassischer Werbung gesenkt werden.

    Viele Grüße,
    Benjamin Panther
    Team BenPanther

  11. meint

    Finde die Gebote sehr gut.

    Das klassische Werbung in SMM nicht funktioniert ist sicher auch richtig, wenn Menschen mit Menschen kommunizieren kommt jedoch irgendwann ohnedies die Frage: “Womit beschäftigst Du dich beruflich?” Na ja und die Antwort auf diese Frage ist dann meist schon Werbung und ich denke eine recht effektive und auch legitime Art von Werbung.

    Dank an Herrn Wandiger für den tollen Beitrag.

    Schöne Grüße aus Bregenz am Bodensee
    Ortwin Oberhauser
    feel free to follow me on Twitter
    http://twitter.com/Oberhauser @Oberhauser

  12. meint

    Hallo zusammen,

    kurzurlaubsbedingt auch von meiner Seite ein Feedback.

    @pisti: Ja, das soll so aussehen. Wie Peer immer so schön auf Blogprojekt schreibt: Ein Blog muss auch im Layout einen klaren und zum Thema passenden Wiedererkennungseffekt haben.

    @Coach Henri: Vielen Dank! Ich geb mir Mühe, dass das auch in Zukunft so bleibt!

    @Florian Lerch: Stimmt. Nur läuft klassisches Marketing meist komplett in die andere Richtung. Deshalb müssen viele Marketer erstmal lernen, dem Kunden wirklich (!) zuzuhören. So banal das klingt, so schwer ist das für die meisten leider…

    @Oli: Danke. Exakt. Jack Wolfskin hat erst letzte Woche gezeigt, dass selbst in vielerlei Hinsicht junge Unternehmen mit ihren Strategien sehr alt aussehen können. Die größten Lerneffekte gibt es leider meist erst, wenn man selbst auf die Schnauze geflogen ist. Insofern dürfte Jack Wolfskin jetzt klüger sein :cool:

    @Matthias: Gar keinen Urlaub??? Ups, dann hab ich wohl letzte Woche einen Kardinalfehler gemacht :grin:

    @Thomas: Perfekt… nur wer bringt es den Unternehmen nun bei? :roll:

    @Benjamin Panther: Ich meinte klassisches Marketing im Internet. Offline stimme ich Deiner Argumentation komplett zu.

    Viele Grüße & vielen Dank für das so positive Echo zum Artikel,
    Daniel Gremm

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