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Wichtige Tipps für die Arbeit von zu Hause aus
Peer Wandiger - 39 Kommentare - Selbständig, Tipps - Ähnliche Artikel


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Selbständige haben nicht nur mit Konkurrenten, Kunden, Behörden und dem Papierkram zu kämpfen.

Wer von daheim arbeitet hat, auch wenn er ein eigenes Büro im Haus oder in der Wohnung besitzt, mit einer Vielzahl von Ablenkungen zu kämpfen bzw. setzt sich ganz besonderen Gefahren aus.

Wie man als Selbständiger im Netz damit umgeht, um auch vom Heimbüro effektiv zu arbeiten, erläutert dieser Artikel.

(Weitere Tipps für die Arbeit von zu Hause.)

Von zu Hause arbeiten

Ich arbeite schon einige Jahre von zu Hause aus und habe in dieser Zeit viele eigene Erfahrungen diesbezüglich sammeln können. Mittlerweile läuft dies sehr gut, aber das war nicht von Anfang an so.

Ich hatte selbst mit vielen Ablenkungen zu kämpfen und auch mein Umfeld musste ich erst “erziehen”.

Im folgenden gebe ich wichtige Tipps, die nach meiner Erfahrung dafür sorgen, dass man erfolgreich von zu Hause arbeiten kann.

Gefahren und Probleme im Heimbüro

  • Ablenkungen (offline)
    Gerade wenn man von daheim arbeitet, gibt es viele Ablenkungen, denen sich Selbständige ausgesetzt sehen.

    Das Wohnzimmer mit Fernseher und Spielkonsole lockt, die Küche samt Kühlschrank enthält verlockende Leckereien, der Rasen müsste auch mal wieder gemäht werden usw.

    Aber auch Besuche von Familie und Freunden können ablenken, genauso wie private Anrufe oder der Postbote.

    Nicht alle diese Ablenkungen kann man abstellen. Es kommt eher darauf an, eine eigene Einstellung zu finden, in der man die privaten Dinge von den beruflichen trennt. Wer die richtige Einstellung entwickelt, wird sich tagsüber als Selbständiger “auf Arbeit” sehen und erst nach Feierabend an Ablenkung und Zerstreuung denken.

    Dabei hilft es natürlich, wenn man Spaß an seiner Arbeit hat und sich nicht zwingen muss, die Arbeit zu erledigen. Je mehr Spaß die Arbeit macht, umso weniger lässt man sich ablenken.

    Über die Einstellung von Selbständigen, die zu Hause arbeiten, werde ich in diesem Artikel noch mehrmals sprechen, da dies in meinen Augen der Schlüsselfaktor ist.

  • Ablenkungen (online)
    Aber es gibt auch genug Ablenkungspotential im Internet. In Zeiten von Twitter, Facebook und natürlich auch eMail treffen ständig neue Nachrichten ein, die von der Arbeit ablenken können. Aber auch Youtube, andere Blogs usw. können dafür sorgen, dass man den ganzen Tag nichts anderes macht, als sich damit zu beschäftigen.

    Mit diesen Ablenkungen kann man etwas leichter umgehen, da man den Kühlschrank nicht tagsüber verschwinden lassen kann, den Twitter-Client aber schon.

    Ich checke morgens meine eMails, meinen Feedreader und meinen Twitter-Client. Das kann zwar etwas dauern, aber danach mache ich Feedreader und Twitter-Client aus. Nur das eMail-Progamm lasse ich laufen, da ich auf Kundenanfragen schnell reagieren will und muss.

    Natürlich gehört hier etwas Selbstdisziplin dazu, denn mit einem Klick sind diese Programme wieder eingeschaltet. Deshalb sollte man sich eine gewisse Routine schaffen. Also z.B. morgens Mails, Feeds und Tweets checken und dann bis Mittag ausmachen. In der Mittagspause kann man diese Services dann nochmal checken und dann wieder ausstellen, bis zum Feierabend.

    Diese Einstellung zur Arbeit und diese Selbstdisziplin mag zwar Anfangs schwer fallen, aber wer regelmäßige Rituale daraus macht, wird sich daran gewöhnen.

  • Technik
    Man sollte auch im Heimbüro darauf achten, dass man einen schnellen DSL-Zugang und einen halbwegs aktuellen und flotten Computer nutzt.

    Ablenkung und Motivationsprobleme entstehen oft auch dadurch, dass die Technik nicht so will oder viel zu langsam ist. Wer auf seinen Rechner warten muss, der schweift in Gedanken ab und das lenkt natürlich dann von der Arbeit ab.

    Zudem glaubt man gar nicht, wie viel Zeit viele Angestellte mit Warten verbringen. Wer eine schnelle Technik hat, der arbeitet auch viel schneller seine Aufgaben ab und kommt so auch schneller zu Erfolgserlebnissen.

  • geregelter Arbeitstag
    Für viele Selbständige, die anfangen von daheim zu arbeiten, ist die Vorstellung sehr verlockend, im Morgenmantel am PC zu sitzen oder vom Bett aus zu bloggen. Auch wenn natürlich jeder seinen Weg finden muss, halte ich das für einen Fehler.

    Nach meiner Erfahrung ist ein geregelter Arbeitstag ein wichtiges Element, um erfolgreich von zu Hause zu arbeiten.

    Dabei muss der Arbeitstag natürlich nicht so aussehen, wie in einer Firma als Angestellter. Manch einer arbeitet lieber nachts und schläft dafür aus. Andere sind morgens effektiver und machen dafür Nachmittag eher frei. Ich arbeite morgens sehr gern, nehme mir dann Nachmittag Zeit für die Familie und setze mich Abends noch mal hin.

    Hier sollte man seine Vorlieben herausfinden, dann aber regelmäßig dabei bleiben. Hat man die Arbeitszeiten ritualisiert, dann ist es auch einfacher sich an die Arbeit zu setzen, wenn man mal nicht so viel Lust hat.

  • Arbeitszeiten
    Die Arbeitszeiten hängen natürlich auch mit dem Arbeitstag zusammen. Aber gerade Selbständige im Netz haben oft das Problem, dass sie kein Ende finden. Jede freie Minuten wird gearbeitet.

    Und auch wenn dies manchmal unumgänglich ist, sollte man auch die Tür des Heimbüros mal zumachen können und Feierabend machen. Da hilft es natürlich sehr, wenn man ein angetrenntes Büro hat und nicht in der Wohnzimmerecke arbeitet.

    Zu lange Arbeitszeiten sorgen oft für Konzentrationsschwächen und das Burnout Syndrom ist leider auch recht verbreitet.

    Nach den ersten 2-3 Jahren sollte sich eine Selbständigkeit so entwickelt haben, dass man mit normalen Arbeitszeiten seinen Lebensunterhalt verdienen kann.

  • unprofessionelle Außenwirkung
    Ein Heimbüro kann auf manche Kunden unprofessionell wirken. Der Selbständige mag mittlerweile sehr gut in seinem Schlafzimmer in einer Ecke sein “Büro” eingerichtet haben und effektiv arbeiten. Einen Kunden will man dort aber nicht haben.

    Wenn man also regionale Kunden hat, sollte man in so einem Fall immer zum Kunden fahren und Besprechungen etc. dort führen.

    Hat man ein eigenes Büro in der Wohnung oder im Haus, sollte man Business- und Privatbereich getrennt halten. Der Eingang könnte, wenn das möglich ist, getrennt vom Privateingang sein oder zumindest sollte man nicht erst durchs ganze Haus müssen, um zum Büro zu kommen.

    Zudem sollte man darauf achten, die persönlichen und privaten “Elemente” im Büro zu minimieren.

  • Büroeinrichtung und Platz
    Und da sind wir schon beim Thema Büroeinrichtung. Auch wenn man verständlicherweise nicht viel Geld am Anfang ausgeben will, sollte man sich in seinem Büro nicht nur wohlfühlen, sondern die Büroeinrichtung sollte auch klar als Büro erkennbar sein. Schreibtisch, Regal etc. sollten sich von der restlichen Wohnungseinrichtung klar unterscheiden.

    Dies hilft dabei, eine Arbeitseinstellung zu entwickeln und eine klare Linie zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen.

    Auch der Platz im Büro spielt eine Rolle. Ein Abstellraum mit 3 Quadratmetern mag im Grunde genügend Platz für Schreibtisch, Stuhl und PC bieten, aber da wird man wohl kaum glücklich werden. Man muss auch kein Großraumbüro nutzen, aber man sollte sich schon drehen können und die Augen zum Beispiel durch ein Fenster auch mal weiter schweifen lassen.

    Gerade dem Fenster kommt besondere Bedeutung zu, da Tageslicht viel besser für Wohlbefinden, Psyche und damit der Motivation ist, als Kunstlicht.

  • professionelles Umfeld
    Nicht zu letzt sollte man dafür sorgen, dass das eigene Umfeld professionell mit der eigenen Selbständigkeit umgeht. Familienmitglieder tendieren oft dazu, die Arbeit von zu Hause mit der Tatsache “Der/Die ist doch zu Hause” zu verwechseln.

    Ich habe mir angewöhnt zu sagen: “Ich bin doch auf Arbeit”, wenn jemand tagsüber was von mir wollte etc. Das mag manchmal auf Unverständnis stoßen, aber es ist sehr wichtig, dass Familie, Freunde usw. verstehen, dass man einer geregelten Arbeit nachgeht, auch wenn man das von daheim tut.

    Dass man dann natürlich trotzdem flexibler ist als ein Angestellter auf Arbeit, ist doch klar. Aber wenn man es erstmal einreißen lässt, dass man immer und ständig erreichbar und verfügbar ist, dann wird das zu einem Problem.

Die Einstellung ist das Entscheidende

Neben praktischen Tipps habe ich auch immer wieder von der Einstellung gesprochen. Und diese ist in meinen Augen das wichtigste Element für eine erfolgreiche Selbständigkeit von daheim.

Ich habe zwar auch eine Weile gebraucht, aber mittlerweile ist es für mich kein Problem mehr, tagsüber nicht zum TV oder zur Wii zu rennen. Tagsüber bin ich auf Arbeit und da gibt es kein Wohnzimmer und keinen Kühlschrank (außer Mittags).

Diese Einstellung habe ich aber auch nur dadurch richtig entwickeln können, indem ich mich an die oben genannten Tipps gehalten habe. Also einen geregelten Arbeitstag, Ablenkungen vermeiden, Duschen und Anziehen, als würde ich normal auf Arbeit gehen, meinem Umfeld klar gemacht, dass ich tagsüber richtig arbeite usw.

Auch meine Kinder wissen inzwischen, dass der Papa im Büro richtig arbeitet und dabei hilft es natürlich sehr, dass ich ein eigenes abgetrenntes Büro habe, wo ich die Tür zumachen kann.

Wer es nicht schafft, über kurz oder lang eine richtige Einstellung für seine Selbständigkeit aufzubauen, der wird es schwer haben, effektiv von daheim zu arbeiten.

Eure Tipps für die Arbeit von zu Hause

Du arbeitest auch erfolgreich von zu Hause? Welche Tipps kannst du geben, damit dies funktioniert?

Oder hast du es von zu Hause versucht, es hat aber nicht geklappt? Was waren die Gründe und welche Alternative hast du gewählt?


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Kommentare
39 Kommentare und Trackbacks zu 'Wichtige Tipps für die Arbeit von zu Hause aus'

Kommentare zu 'Wichtige Tipps für die Arbeit von zu Hause aus' mit RSS

  1. 1 Doris Doppler kommentierte am 16.11.2009 um 13:48 Uhr

    Das Arbeiten von zu Hause aus ist eine echte Herausforderung für die Selbstdisziplin, das stimmt. Auch wenn die Motivation da ist – man lässt sich einfach zu gerne ablenken. In meinem Fall sind das vor allem Mails und Blogs. Aber ich arbeite dran ;-)

    Ich hab mal von einem Freelancer mit Home-Office gehört, der jeden Tag in der Früh seinen Anzug angezogen hat, aus dem Haus gegangen und dann wieder in sein Heimbüro zurückgekehrt ist. Er hat das anscheinend gebraucht, um Privat- und Berufsleben gut trennen zu können.

    Lg
    Doris

  2. 2 Katja kommentierte am 16.11.2009 um 13:55 Uhr

    Mal wieder ein schöner Artikel. Ich arbeite auch von zuhause habe aber ein extra Büro. Mein fehler war/ist, dass in diesem ein fernseher steht…dort lasse ich nebenbei meist nur n-tv laufen, aber auch das kann eine ziemlich große Ablenkung sein. Mein Tipp: Lasst den Fernseher aus!
    Auch ist es wichtig, sich Pausen einzurichten. Da ich meist erst etwas später anfange zu arbeiten, da ich gern etwas länger schlafe, mache ich die erste Pause gegen 12.00 . In der zeit gehe ich mal an die frische Luft und füttere die Tiere. Danach geht es wieder ans Werk und um 16.00 gibts dann die etwas längere kaffeepause. Ich komme ganz gut damit zurecht…aber es wird wohl immer Tage geben, an denen man nicht wirklich weiß, was man mit sich anfangen soll:)

  3. 3 Niklas kommentierte am 16.11.2009 um 14:02 Uhr

    Sehr treffende Aspekte im Artikel. Das große Problem, insbesondere bei den jüngeren Selbstständigen, ist wohl die Ablenkung Technik im Zusammenspiel mit Internet. Da ist man doch schnell Mal einem Spiel verfallen und lässt die Arbeit still auf dem Schreibtisch liegen. Mit der Folge, dass man dieser tagelang hinterher arbeiten muss.

  4. 4 Mcarla kommentierte am 16.11.2009 um 14:23 Uhr

    Hallo Peer,

    interessanter Artikel. Ich kann jedem nur empfehlen sich ein eigenes Arbeitszimmer zu besorgen, dass abgetrennt vom Rest der Wohnung ist. Das ist auch aus steuerlicher Sicht einfacher, als wenn es in der Wohnung ist. Es muss ja nicht immer gleich das Büro mit allem Zipp und Zapp sein. Manchmal haben Freunde oder Bekannte oder die Familie eine Einliegerwohung zur Verfügung…

    Ansonsten halte ich es so, dass ich feste Zeiten habe, zu denen ich jede Ablenkung ausschalte (PC, TV, etc.). Da ich ein Morgenmensch bin sind das immer die ersten Stunden des Arbeitstages. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich so viel effizienter arbeite.

    Gruß Mario

  5. 5 Mariusz kommentierte am 16.11.2009 um 14:24 Uhr

    Auch ich kann mich anschliessen, schoener Artikel.

    Ich finde auch ein aufgeraeumter Schreibtisch ist wichtig. Liegen ueberall Zettel herum, kommt sicher keine motivation auf und man troedelt wieder.

    Telefonkonferenzen und gespraeche beim/mit Kunden bringen zusaetzlich Motivation.

  6. 6 Peer Wandiger kommentierte am 16.11.2009 um 14:42 Uhr

    @ Doris
    So ähnlich ist das bei mir auch. Ich ziehe zwar kein Anzug an, sondern eher legere Klamotten (aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass jederzeit ein Kunde vor der Tür stehen könnte), aber den “Arbeitsweg” habe ich auch.

    Ich bringe jeden Morgen zusammen mit meiner Frau die Kinder in die Kinderkrippe bzw. Schule und meine Frau dann auf Arbeit.

    Das hilft ungemein. Einerseits ist das ein Morgenritual, bei dem ich wach werde. Aber ich sehe so auch mal ein paar Menschen morgens und das verhindert, dass ich mich tagelang in meinem Büro verkrieche und niemand sehe. :-)

  7. 7 Peer Wandiger kommentierte am 16.11.2009 um 14:43 Uhr

    @ Mariusz
    Ich bin auch ein großer Fan von aufgeräumten Schreibtischen. Das macht meinen Kopf viel freier.

    Aber da gibt es sicher auch Designer und “Künstler”, die das anders sehen. ;-)

  8. 8 Andreas kommentierte am 16.11.2009 um 15:00 Uhr

    Hallo Peer,

    das war wieder einmal eine nette Ablenkung durch einen Beitrag von Dir :smile:

    Gruß
    Andreas

  9. 9 Raffael kommentierte am 16.11.2009 um 15:02 Uhr

    Ich werde erst im Februar mit der vollen Selbständigkeit beginnen, aber an meinen bisherigen vollen Arbeitstagen habe ich die Ablenkungen schon stark bemerkt. Ich habe mir schon einen Zeitplan mit Ritualen gemacht (z.B. Sport, Duschen, Frühstück, etc.), damit ich effektiv arbeiten kann.

    Das wichtigste finde ich, ist die Erkenntnis, dass man nicht immer arbeitet, wenn man am Rechner sitzt. Sonst denkt man leicht, man arbeitet 60 Stunden und wundert sich, dass der Erfolg ausbleibt. Tatsächlich waren von den 60 Stunden aber mind. 20h auf YouTube und 15 in Facebook.

  10. 10 MacFriesenjung kommentierte am 16.11.2009 um 15:23 Uhr

    Wieder mal ein lesenswerter Artikel, da ich derzeit noch am Anfang stehe und noch in Vollzeit im Schichtdienst arbeite, kann ich viele Sachen noch nicht umsetzen. Aber viele Punkte sprechen mir aus der Seele. In 10 Tagen Urlaub habe ich auch viel zu Hause gearbeitet und einige der oben beschriebenen Fehler gemacht. Auch habe ich mir ein eigenes Büro und mehr Verständnis gewünscht.
    Das mit dem Internet versuch ich inzwischen auch zu drosseln deine Tipps werde ich hierzu nutzen.

  11. 11 Peter kommentierte am 16.11.2009 um 15:53 Uhr

    Besonders wichtig ist die Tatsache das die Familie kapiert das man nicht immer greifbar ist, obwohl man von daheim aus arbeitet.

    Bisher bin ich nur ein 2/3 Daheim Arbeiter da ich noch eine Nebentätigkeit außer Haus nachgehe (ich bin noch jung und brauche das Geld :) ). werde aber sicherlich im kommenden Jahr überwiegend von daheim arbeiten, wobei ich besonders kreativ bin zwischen 5 und 9 Uhr früh.

  12. 12 Andreas Schwartz kommentierte am 16.11.2009 um 15:55 Uhr

    Kleiner Tooltip zum Punkt Ablenkungen (online). Leechblock Hat mir persönlich sehr geholfen da ich notorisch Facebook oder aber irgendwelche Foren gecheckt hab. Ist ganz praktisch da man Seiten zu bestimmeten Zeiten sperren kann.

    Andreas

  13. 13 Tom Vetter kommentierte am 16.11.2009 um 16:03 Uhr

    Hallo Peer + liebe Mitlesende,
    dieser Beitrag hier trifft den Nagel auf den Kopf. Ich möchte als Einrichtungsexperte noch etwas anführen:
    Bei den Büromöbeln sollte man von Anfang an auf gute Ergonomie achten und nicht den Kram aus dem Möbelhaus oder beim Büromaterialversender kaufen.
    Wir machen die Erfahrung, dass ein guter Drehstuhl die halbe Miete gegen Rückenschmerzen und Verspannungen ist und nicht die Welt kostet.
    Darf es ein bisschen mehr sein? Dann unbedingt einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch- so kann man im Stehen und Sitzen arbeiten! Für uns Büromenschen mit 8-12 Stunden täglich ist das wie Wellness!
    Tom Vetter, Dessau

  14. 14 E-Fee kommentierte am 16.11.2009 um 16:22 Uhr

    Dank Peer für diesen Artikel, Du sprichst mir und sicher vielen Anderen aus der Seele!
    Manchmal suche ich auch immer noch nach dem Stein der Weisen – früher war es das Studium (hier gab es zum Glück die Bibliothek) mit ein wenig Selbständigkeit, die jetzt ohne Änderung des äußeren Rahmens in eine hauptberufliche Selbständigkeit gemündet ist. Mittel- und langfristig strebe ich auch ein externes Büro an, am besten eins, das man sich mit anderen Selbständigen teilt – dazu muss aber die Selbständigkeit erst einmal richtig laufen.

    Neben einem aufgeräumten Schreibtisch sind es auch Dinge wie ein nicht erledigter Abwasch, die die eigene Produktivität immer wieder behindern – also lieber doch erst schnell den Abwasch erledigen und für ein aufgeräumtes Umfeld sorgen, ohne allerdings dabei in Prokrastination zu verfallen und regelrecht nach Gründen zu suchen, die anstehende Arbeit nicht zu erledigen. Die Konzentration ist einfach besser, wenn man nicht ständig denkt: ich müsste auch noch …
    Für alle Web-Worker liegt dann ja leider eine nicht zu vernachlässigende Ablenkungsquelle auch noch im Arbeitsmittel selbst – also Augen zu und durch, und ab und zu dann wenigstens Artikel wie diesen hier liegen, die einen dann wieder zur Arbeit anspornen!

  15. 15 mkellenberger kommentierte am 16.11.2009 um 17:28 Uhr

    Vielen Dank für den Beitrag. Da ich vor habe mich nach der Ausbildung auch selbstständig zu machen, bin ich mehr als dankbar über solche Tipps!

  16. 16 Dirk kommentierte am 16.11.2009 um 18:03 Uhr

    Hab mich ja vor kurzem neu gegründet, vorher ging einfach zu viel schief und hab nach einer 4 monatigen Auszeit einfach nochmal von vorne angefangen. das Wort “einfach” soll nicht heißen was es bedeutet ;)
    tja…. das mit dem Ablenken hat auch bei mir ziemlich einzug gehalten damals, ich will das jetzt etwas ändern, ein neuanfang ist ja wie gesagt ob die beste Gelegenheit dazu…

  17. 17 Jonas kommentierte am 16.11.2009 um 18:43 Uhr

    Sehr treffender Artikel Peer. Sich nach dem Spielplatz Google, indem zumindest der Alltag sehr professionell organisiert ist, an die Selbständigkeit zu gewöhnen und auf das Spielen zu verzichten, ist nicht immer einfach :). Aber das Gute ist: man lernt jeden Tag dazu.

  18. 18 cor kommentierte am 16.11.2009 um 19:52 Uhr

    Sehr lesenswert Peer !
    Gerade die Mailbox sollte man mal einige Stunden nicht beachten (es sei denn man muss weil dort Kundenmails kommen) denn jede noch so kleine Mail lenkt ab, kostet Zeit. Das mit dem Fernseher ist ebenfalls ein guter Tipp.
    Wichtig für die Arbeit zu Hause finde ich noch, dass man sich bereits am Vorabend die To-Do-Liste für den nächsten tag überlegt und nicht morgens bereits Stunden damit vertut sich zu überlegen was man machen soll und in welcher Reihenfolge.

  19. 19 sevenjobs kommentierte am 16.11.2009 um 22:04 Uhr

    Unser Büro ist im Haus, weil ich nur so Familie und Beruf vereinen kann. Aber natürlich fällt der Apfelsaftbecher immer zum falschen Zeitpunkt um und Telefongespräche mit Kindergeschrei im Hintergrund stören die Konzentration. Also ziehe ich als Zeichen für alle meine Businessklamotten an, wenn ich ins Büro gehen. Bin ich mit der Arbeit fertig, und laufe wieder in jeans herum, dann wissen alle, das ich wieder ansprechbar für Familie bin. Die Selbstdiziplin ist so wichtig als Selbständiger. Das ist neben der Unternehmereigenschaft nicht zu unterschätzen.

  20. 20 Telefon Abzocke kommentierte am 17.11.2009 um 01:00 Uhr

    schöner artikel, danke euch

  21. 21 bundesblogger kommentierte am 17.11.2009 um 01:22 Uhr

    Super Beitrag, danke Peer!
    Eine Ritualisierung der Abläufe ist immens wichtig, leider aber nicht immer ganz einfach umzusetzen. Ich selbst bekundete lange Zeit Mühe damit (bei diversen anderen Projekten), was sich schliesslich auch fatal auf die Effizienz niederschlug. Deshalb muss man sich die Selbsdiziplin und die gewünschten Tagesabläufe quasi erst einmal antrainieren bzw. angewöhnen. Ich habe mal in einer Studie gelesen, die besagt, dass der Mensch ca. 6 Wochen braucht, um ein neues Ritual / eine neue Gewohnheit einzuprägen beziehungsweise, im gegenteiligen Fall, 6 Wochen um eine schlechte Angewohnheit abzugewöhnen und endgültig loszuwerden. Nach 6 Wochen hat man die Abläufe also bereits intus und automatisiert und kann nicht mehr ohne ;-)

    6 Wochen, das reicht noch knapp bis zum Silvester. Wer sich also Vorsätze fürs Neue Jahr 2010 fasst und diese nicht gleich am ersten Tag wieder brechen möchte, sollte genau jetzt beginnen. So bleibt man nach Neujahr auch bestimmt standhaft :grin:

  22. 22 Mella kommentierte am 17.11.2009 um 09:20 Uhr

    Guter Artikel,
    ich muss auch höllisch aufpassen, daß meine Familie meinen Schreibtisch nicht als “Ablagefach” für Mama, kannst Du mal nutzt. :lol:
    Dies wird ausschließlich am Esstisch erledigt und niemals am Schreibtisch.
    Das größte Problem ist immer noch das Telefon. Die Kinder wissen zwar, was immer sie auch fragen die Antwort generell nein ist, wenn ich gerade den Telefonhörer in der Hand habe, doch dann fällt ihnen ein, dass sie streiten müssen, oder der Hund wird auf die Katze losgelassen bzw. andersherum. :evil:
    Auch flüchten hilft nichts – sie verfolgen mich. :???:
    Hier ist noch einiges an Lehrzeit nötig, aber auch dies wird kommen.

  23. 23 Gudrun Sonnenberg kommentierte am 17.11.2009 um 10:35 Uhr

    Ein toller Artikel, der genau die richtigen Punkte aufnimmt: Die Arbeit ernst nehmen, ihr den richtigen Platz einräumen, keine faulen Kompromisse machen!

  24. 24 Heiko - Laufe Marathon kommentierte am 17.11.2009 um 11:34 Uhr

    Hallo Peer,

    ich habe es 3 Jahre von zu Hause aus probiert und es waren drei verschenkte Jahre. Räumlich hat es nicht funktioniert und auch die Trennung von Familie und Arbeit ging nicht. Ende der Geschichte, ich stand vor der Wahl aufhören oder einen neuen Weg finden. Der neue Weg hieß: Büro außerhalb der eigenen vier Wände und seitdem funktioniert es.

  25. 25 Anonymus kommentierte am 17.11.2009 um 14:40 Uhr

    Ich versuche momentan ebenfalls selbständig zu werden. Jedoch stellt es sich bei mir etwas schwierig da ich noch nicht meinen geregelten Tagesablauf gefunden habe: Aufwachen->Arbeit->Fitness->dann erst Online Marketing (leider)… Außerdem muss ich mir auch noch von außen immer wieder anhören das, dass was ich mache keine richtige Arbeit sei und ich den scheiß lassen soll. Ist nicht gerad eine Motivationsspritze aber das hört woll jeder von Anfang an.

  26. 26 Peer Wandiger kommentierte am 17.11.2009 um 15:40 Uhr

    Um ehrlich zu sein, nicht jeder schafft es. Wenn man aber wirklich mit Leidenschaft und Spaß dabei ist, dann kann man damit Geld verdienen und nicht wenige leben davon.

  27. 27 Andrea kommentierte am 17.11.2009 um 21:58 Uhr

    Toller Beitrag! Danke für die vielen Tipps. Hab demnach von Anfang an so ziemlich alles richtig gemacht. Ich würde mich auch nach elf Monaten immer noch als selbstständigen Neuling bezeichnen und überlege daher oft, ob ich dies auch über Jahre hinweg so konsequent beibehalten kann. Mir macht das Arbeiten von zu Hause aus sehr viel Spaß, dennoch fehlt mir ab und zu der direkte Kontakt zu Kollegen. Naja, man kann ja nicht alles haben! Außerdem gibts ja auch noch Telefon und Internet, um sich mal kurz während der Arbeitszeit ablenken zu lassen. :smile:

  28. 28 Hannes kommentierte am 18.11.2009 um 14:46 Uhr

    Hey Peer,

    ist ein spitzen Artikel! Finds auch super, dass du dir den NM für deine Kinder nimmst. Habe das auch in diese Richtung geregelt. Ist dann am Abend zwar oft recht nervig (das länger arbeiten), aber viel besser als so halb an ihnen vorbei zu leben (wenn man schon die Möglichkeit der Zeiteinteilung hat).

    Und die Ablenkungen generell: Es ist echt ein wahnsinn – man könnte Wochen nur mit Verzetteln verbringen, ohne jemals wirklich was gemacht zu haben ; )

    gruß Hannes

  29. 29 Heinrich kommentierte am 19.11.2009 um 00:42 Uhr

    Ich werde den Punkt “Professionelles Umfeld” ausdrucken und an gewisse Personen verteilen. Vielen Dank.

  30. 30 Franz kommentierte am 19.11.2009 um 10:09 Uhr

    ich arbeite auch von zu Hause und habe so meine Probleme damit….

  31. 31 Jens kommentierte am 19.11.2009 um 21:06 Uhr

    Interessanter Beitrag ! Die Vor- und Nachteile des zu Hause Arbeitens werden sehr deutlich beschrieben. Ich denke jeder der hier schon seine Erfahrungen gemacht hat, kann deinen Aussagen in dem Artikel nur zu stimmen und wird sich an der ein oder anderen Stelle wieder erkennen.

    Die Arbeit in einem Büro macht es wirklich um einiges leichter sich auf das Geschäft zu konzentrieren und privates von beruflichem zu trennen. Es bedarf schon guter Selbstbeherrschung und einem ruhigen Umfeld um effektiv von zu Hause aus zu arbeiten.

    Auch der von Andrea angesprochene soziale Kontakt fehlt bei den meisten Berufen, wenn man alleine von zu Hause aus arbeitet.

  32. 32 Torsten kommentierte am 21.11.2009 um 14:46 Uhr

    Ich kann ich nicht zu Hause arbeiten, ich brauch die räumliche Trennung zwischen Privat und Beruf, deshalb bin ich Büro-Untermieter. Bringt neben den finanzielle auch sozialen Vorteile.

  33. 33 Yvonne kommentierte am 26.11.2009 um 16:33 Uhr

    Ich bin schon seit ca. 2,5 Jahren selbständig, habe mein Büro aber erst vor einem dreiviertel Jahr ins Haus verlegt, da wir privat umgezogen sind und sich das dann anbot. Mein Büro ist räumlich von der Wohnung getrennt. Pause mache ich aber ganz gerne in unserer Küche. Das Schwierigste war, dass ich doch ziemlich viel – also fast den ganzen Tag von 6.30 Uhr bis spät abend – gearbeitet und kein Ende gefunden habe. Das habe ich mittlerweile aber ganz gut im Griff. Ich habe zwei Sporttage in der Woche eingerichtet, an denen ich um 17.30 Uhr Feierabend mache. Die anderen Punkte fallen bei mir weniger ins Gewicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich zunächst ein externes Büro hatte.

  34. 34 Jörg kommentierte am 14.12.2009 um 12:11 Uhr

    Am Anfang meiner Selbstständigkeit hatte auch ich große Probleme mich diszipliniert hinzusetzten und an einem Stück meine Arbeit zu erledigen. In der Zeit hatte ich mein Arbeitszimmer aber auch noch in meinem Schlafzimmer. Dadurch waren Privatleben und Büro überhaupt nicht voneinander getrennt. Ich habe dann mein Gästezimmer zum Büro umgebaut und mir dafür auch richtig gute Büromöbel bestellt. So gehe ich morgens in mein Büro, dass auch eine Arbeitsstimmung ausstrahlt und mir nicht das Gefühl vermittelt, ich würde in meiner Wohnung sitzen.

  35. 35 Peer Wandiger kommentierte am 14.12.2009 um 14:29 Uhr

    @ Jörg
    Ja, das Gefühl, wirklich auf Arbeit zu gehen, ist auch für mich sehr wichtig. Ich habe mein Büro in meinem Haus und das sieht aber wirklich nach Büro aus.

  36. 36 Viktor kommentierte am 27.02.2010 um 20:24 Uhr

    Auch wenn der Artikel schon vor einiger Zeit eingestellt wurde: Danke für die Ideen. Hatte eine Zeitlang wo ich zuhause arbeitete ähnliche Probleme… Gute Gedanken.

  37. 37 Daniel Ehrenhofer kommentierte am 16.07.2010 um 15:00 Uhr

    Hallo Peer,

    auch ich habe meine Probleme mit dem “von zuhause arbeiten”.

    Leider sehe ich momentan keine Möglichkeit, diese ja irgendwie doch angenehme Situation beizubehalten, da ich die Ablenkungen nicht in den Griff bekomme.

    Zudem fehlt mir das Gefühl einem richtigen Job nachzugehen!
    Ich glaube ich gehöre auch zu der Sorte Selbstständiger, die morgens das Haus verlassen müssen. :smile:

    Eine Lösung liegt schon parat, ich werde in ein externes Büro wechseln.
    Damit ist mir Persönlich und der Arbeit sicherlich mehr geholfen.

    Aber es ist ein beruhigendes Gefühl, dass es noch mehr Selbstständigen so geht. :grin:

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