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Google Analytics illegal? – Wie böse ist Google wirklich?
- 41 Kommentare - Peer Wandiger | Google, News, Web Analytics, Selbständig



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Immer mal wieder was neues. Während die Bundesregierung selber immer weiter den Überwachungsstaat vorantreibt (auch wenn unser Bundespräsident der einzige zu sein scheint, dem das Thema Internet-Zensur Bauchschmerzen bereitet) und die FDP nur ein paar Wochen nach der Wahl beim Thema Datenschutz gegenüber den USA einknickt, schlagen deutsche Datenschützer bei Google Analytics Alarm.

Was ist dran an den Bestrebungen, dass Google Analytics verboten werden soll? Was hat es mit der Androhung von Bussgeldern bis zu 50.000 Euro auf sich?

Pro Datenschutz

Ich möchte vorausschicken, dass ich sehr viel von Datenschutz halte und deshalb viele aktuelle politische Entwicklungen nicht gut finde. Natürlich muss man als Staat auch auf die Sicherheit achten und am Ende wird einem dann vielleicht vorgehalten, man hätte zu wenig getan, wenn denn dann mal ein Anschlag stattfindet. Aber ich selber finde, dass man es einfach übertreibt und einen Überwachungsstaat versucht umzusetzen. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich halte es auf jedenfall für wichtig, dass in Deutschland der Datenschutz schon eine gewisse Rolle spielt und z.B. auch Social Networking Seiten zu mehr Datenschutz angehalten werden.

Ich möchte dies nur deshalb erwähnen, damit nicht der Eindruck entsteht, dass ich klar auf einer der beiden Seiten, Google bzw. Datenschützer, stehe.

Nun aber zum konkreten Fall Google.

Der Fall Google

Heute geht es um das Web und die Nutzer-Daten die dort z.B. von Google gesammelt werden. Google Analytics ist ein kostenloser Service von Google. Dabei handelt es sich um ein sehr umfangreiches “Web Analyse”-Tool.

Indem man einfach in jede Seite des eigenen Internet-Auftrittes ein paar Zeilen JavaScript-Code einbaut (in CMS wie WordPress reicht es, den Code einmal in das Template einzubauen), werden umfangreiche Besucherstatistiken erfasst.

So kann man als Website- oder Blogbetreiber sehr einfach sehen, was die Masse an Besuchern tut. Wie viel Prozent schauten sich gestern Seite A an und mit welchen Suchbegriffen gelangten sie auf diese Seite. Es gibt unzähligen Auswertungsmöglichkeiten.

Die Funktionalität von Google Analytics ist aber auch nicht das Problem, da man als Analytics Nutzer nicht einzelne Personen identifizieren kann.

Die Datenschützer sehen das Problem aber bei Google. Denn dort laufen diese Analytics-Daten natürlich zusammen. Und nicht nur das. Google hat ja eine große Zahl weiterer Services, die alle Daten sammeln.

So bietet Google ja auch einen eMail-Dienst an. Und Google erfasst natürlich auch die Daten der Suchanfragen und seines Map-Dienstes und vieles mehr.

Das Problem besteht darin, dass Google diese Daten auch in Zusammenhang mit der IP-Adresse der Nutzer speichert, zumindest über einen gewissen Zeitraum.

Es wäre für Google also grundsätzlich möglich, all diese Daten zusammen zu tragen und daraus für einzelne Nutzer ein umfangreiches Profil zu erstellen. Dies schließt Google in seinem AGBs zwar aktuell aus. Aber Google behält sich in seinen AGBs auch vor, diese AGBs jederzeit ändern zu können. Auch das ist den Datenschützer ein Dorn im Auge.

Besteht eine konkrete Gefahr?

Die Frage stellt sich nun, ob denn wirklich eine Gefahr von Google ausgeht. Ich sehe da 3 Dinge, die in meinen Augen dagegen sprechen.

1) Datenmüll
Die Daten die Google sammelt sich so umfangreich, dass es schon wieder viel zu viel ist. Google sieht zum Beispiel nicht, wer wirklich vor einem Computer sitzt. So kann die ganze Familie an einem Tag unter einer IP surfen und damit ergäbe sich ein sehr durchwachsenes Profil. Zudem wechselt die IP bei den meisten Privatanwendern alle 24 Stunden und Google könnte dann nur noch anhand eines Cookies feststellen, dass es sich um denselben Rechner handelt. Ein gewisser Prozentsatz hat aber auch Software installiert, die regelmäßig Tracking-Cookies entfernt und somit kann Google gar keine fortlaufende Historie eines Nutzers erstellen.

In Firmen ist es ja zudem so, dass von außen oft nur eine IP-Adresse zu sehen ist. Wenn dann dutzende Mitarbeiter unter einer festen IP im Internet unterwegs sind, dann ergibt das auch eine Menge Datenmüll für Google.

2) Googles Image
Zum zweiten würde Google sich endgültig den Ruf ruinieren, wenn man die AGBs ändert und doch anfängt, Profile zu erstellen. Es ist sicher ein schmaler Grad, aber Google weiß, dass man es nicht übertreiben sollte.
Und ich gehe nicht davon aus, dass Google das insgesamt doch recht positive Image in Deutschland gefährden will. Schließlich verdient man hauptsächlich mit Google AdWords sein Geld und da will man keine Verbote etc. riskieren.

3) der deutsche Markt
Google dominiert den deutschen Markt. Rund 95% Anteil am Suchmaschinenmarkt und Millionen Nutzer wirft man nicht einfach weg. Denn wenn Analytics wirklich verboten werden sollte, dann muss Google auch die deutschsprachige Suche anpassen, da dort sicher auch Nutzerdaten erfasst werden.
Ich habe letztens gelesen, dass Google Analytics in Deutschland von rund 1,3 Millionen Websites genutzt wird. Hier wird Google sicher alles versuchen, dieses Potential nicht zu verlieren. Lieber macht man Zugeständnisse an die Datenschützer.

Ich sehe subjektiv also keine große Gefahr. Google wird sich hinter den Kulissen mit den deutschen Behörden einigen, da bin ich mir relativ sicher.

Opt-Out eine Alternative?

In einem Artikel wurde die Möglichkeit eines Opt-Out vorgeschlagen. Besucher einer Website sollten also die Möglichkeit bekommen, vor dem Betreten der Seite auszuwählen, ob Google Analytics die Daten des Besuches erfassen darf oder nicht.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich den “Medienexperten” der Bundesregierung solch eine Regelung durchaus zutraue, würde sowas Google Analytics unbrauchbar machen.

Was bringt mir eine Statistik, wenn ein gewisser Prozentsatz der Nutzer sich selber davon ausschließt. Gar nichts. Die meisten Auswertungen werden wertlos.

Meiner Meinung nach sollte lieber ein konkrete Lösung gefunden werden, dass die erfassten Daten wirklich anonymisiert werden und keine einzelne Zuordnung der Nutzungs-Daten möglich ist.

Was sollte man nun tun?

Natürlich muss jeder für sich entscheiden, was er tut. Ich kann und will hier keine Empfehlung geben.

Ich für meinen Teil sehe der Sache aber erstmal gelassen entgegen. Ein Verbot von Google Analytics wäre meiner Meinung nach auch nicht so einfach von Heute auf Morgen möglich.

Zudem muss man dann konsequent sein und auch alle anderen Google Dienste verbieten, da diese ebenfalls Google Analytics nutzen. Ich sehe schon Abmahnungen an Nutzer von GMail-Adressen. Und was ist mit den Websites, die ein Google-Suchformular eingebaut haben usw.

Man sollte aber auch nicht vergessen, dass Google vielleicht der bekannteste Anbieter solcher Statistik-Analyse-Tools ist und deshalb nun gerade in der Kritik steht. Aber es gibt eine Menge mehr “Web Analyse”-Anbieter (kostenlose, wie auch vor allem kostenpflichtige), die oft auch nicht gerade zimperlich sind, was die Datensammelwut angeht.

Als Ausgang dieses öffentlichen Spektakels erhoffe ich mir ein Kompromiss von Google und Datenschützern, welcher auf Vernunft und nicht auf Polemik basiert.

Aber anscheinend hat Polemik nicht nur vor großen Wahlterminen Hochkonjunktur.

Was ist eure Meinung dazu?



weiterführende Artikel zu diesem Thema
  1. Google Analytics Desktop-Tool und neue Features
  2. Links der Woche – Google Pagerank Update, Internet-Recht und Google Analytics
  3. Links der Woche – Halloween, Google Knol, Web Analytics PDF und mehr
  4. Links der Woche – Webdesign-Checkliste, Google Analytics Problem, Yigg teilt Einnahmen und mehr
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Kommentare

41 Kommentare und Trackbacks zu ' Google Analytics illegal? – Wie böse ist Google wirklich? '

Kommentare zu 'Google Analytics illegal? – Wie böse ist Google wirklich?' mit RSS

  1. 1 Fleischervorstadt-Blog kommentierte am 01.12.2009 um 11:51 Uhr

    ich habe fragen zu der oft erwähnten und kostenlosen alternative piwik:

    gibt es da auch die möglichkeit, sich eine karte der besucherInnen-Herkunft generieren zu lassen?

    speichert man die daten auf dem eigenen webspace und gibt sie nicht extern weiter?

    läuft eine seite mit piwik schneller als mit GA oder langsamer?

  2. 2 Peer Wandiger kommentierte am 01.12.2009 um 11:58 Uhr

    Ich bin kein Experte bzgl. Piwik. Ich habe mir das Tool vor kurzem mal genauer angeschaut, bin aber nicht so begeistert wie manch anderer. In der jetzigen Form stellt es für mich noch keine Alternative dar.

    Die Daten werden auf jeden Fall in der eigenen Datenbank gespeichert. Das kann bei viel Traffic durchaus die Datenbank belasten.

    Deshalb würde ich erwarten, dass eine Seite mit Piwik langsamer läuft. Aber das ist nur eine Vermutung. Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.

  3. 3 Tom kommentierte am 01.12.2009 um 12:19 Uhr

    Mal abwarten was in der nächsten Zeit noch passieren wird. Im Notfall werfe ich Analytics von allen Seiten herunter und setze andere Statistik Tools ein. Bis jetzt habe ich auch noch keine gute Alternative zu Analytics gefunden. Hoffe da kommt mal was auf den Markt.

  4. 4 Pelle kommentierte am 01.12.2009 um 12:30 Uhr

    Peer: richtig! Piwik frisst unglaublich viel Leistung. Wir haben es auf einem dedizierten Dual Xeon (4 Cores) mit 8gb RAM, SAS Raid usw. laufen und bei Seiten jenseits der 10k Uniques am Tag dauert es ewig, bis man die Statistiken sieht. Oder es gibt einen Timeout. Also nicht im geringsten eine Alternative. Zumal Piwik auch IP-Adressen speichert. In diesem Zusammenhang also sowieso ein Witz…

  5. 5 carolyn kommentierte am 01.12.2009 um 12:44 Uhr

    Sind nicht die Microsoft-Google-Apple-usw.-Ankläger nicht auch diejenigen, die die PIN auf ihrer EC-Karte notieren?

    Nun, wenn Google nun weiß, dass der Familienvorstand gerne Whiskas isst, mit Lego und Playmo spielt während die Videos von Tokio Hotel auf Youtube laufen und zudem auf die schon lange ersteigerte Gehhilfe wartet – dann war das Tracking wohl richtig erfolgreich und aussagekräftig.

  6. 6 Alex B. kommentierte am 01.12.2009 um 12:57 Uhr

    Opt-Out… Und dann wird man als Besucher mit “Popups” genervt? Tolle Alternative…
    Wer’s nichts mag, der kann Cookies und JS deaktivieren. Vor mir aus soll es auch die Standardeinstellung sein, wenn man einen Browser installiert.:mad:

  7. 7 Peter kommentierte am 01.12.2009 um 12:58 Uhr

    Die Diskussion wird vor allen von etracker (Hersteller von kostenpflichtige Analyse Tools) forciert. Dabei geht es denen gar nicht so sehr um die IP Adresse die Google sammelt (ihr Tool macht das auch) sondern darum das diese kostenlose Version unter den Deckmantel des Datenschutzes verschwinden sollte, damit die ihre kostenpflichtige Dienst besser verkaufen können.

    Zwar bin ich auch in Bezug auf Analytics und deren Sammelwut skeptisch, wenn ich aber unseren Staat sehe wie der sammelt dann scheint mir diese Diskussion fadenscheinig zu sein.

    Was unsere Staat in die letzten 5 Jahren an Daten sammelt wäre ein Wundervolle Geschenk für die Stasi.

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 01.12.2009 um 13:48 Uhr

    @ carolyn
    :-)

    @ Peter
    Sicher würde es die kostenpflichtige Konkurrenz freuen.

  9. 9 Oli kommentierte am 01.12.2009 um 16:06 Uhr

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Analytics verboten wird. Wenn man mit Google anfängt, dann müsste man auch haufenweise andere dienste verbieten. Im Endeffekt würde so das halbe Web abgeschaltet. Sicherlich wäre das eine Traumvorstellung einiger unserer Politiker aber zu realisieren ist das (hoffentlich) nicht. Zumal Google ein Unternehmen ist, dass sich durchaus auch mit einer Regierung messen kann, zwecks Rechtsweg etc..

    Off-Topic: Ich weiß nicht, ob du es schon bemerkt hast Peer, aber bei mir wird ä bei 1. März 2010 als schwarze Raute mit weißem Fragezeichen dargestellt.

  10. 10 Marcel kommentierte am 01.12.2009 um 16:17 Uhr

    Ich lach mich schlapp. Selbst wenn GA verboten wird, ändert das nichts am Problem, denn die Daten – wie z.B. die IP – werden immer noch in den Logfiles gespeichert. Und es gibt etliche Tracking-Tools, die genau die auswerten.

    Wie scheinheilig das Ganze ist, wird auch bei der Vorratsdatenspeicherung deutlich: Zugangs-Provider müssen (so zumindest die Forderung von Ex-Innenminister Schäuble) die IP-Adressen für einige Zeit speichern.

    Man muss halt nur Anti-Terror draufschreiben – und darf alles…

  11. 11 BaHo kommentierte am 01.12.2009 um 18:03 Uhr

    Alles eine lach nummer. Am Ende geht es doch alles nur um das schöne Geld.

  12. 12 Speeds kommentierte am 01.12.2009 um 18:23 Uhr

    “Zumal Piwik auch IP-Adressen speichert.”
    Nein – sie wird “verschlüsselt”

  13. 13 Simon kommentierte am 01.12.2009 um 18:34 Uhr

    Es ist erstaunlich wie viele gegen die Nutzungsbedingungen von Google Analytics verstoßen,und auf ihrer Website nicht angeben, dass sie es verwenden.
    Braucht man sich nur die Erweiterung Ghostery in Firefox installieren.

  14. 14 Daniel Schlotter kommentierte am 01.12.2009 um 19:17 Uhr

    Dass ein Opt-Out-Verfahren die Statistiken unbrauchbar macht ist nicht korrekt. Denn bei Webanalytics geht es nicht darum, jeden Besucher und jede Zahl völlig genau darzustellen. Es geht schlichtweg um die Auswertung von Trends.
    Es gibt nicht wenige größere Webprojekte, bei denen aus Geschwindigkeitsgründen bewusst mit einem Google-Analytics JavaScript-Parameter z.B. nur 70% des Traffics statistisch erhoben werden. Trotzdem bleibt der Trend der Selbe.

    Einige kostenpflichtige Tools bieten übrigens schon seit einiger Zeit Opt-Out-Verfahren an.

    Ich für meinen Teil werde zunächst bei kleineren Projekten bei Google Analytics bleiben. Bei größeren Businessstrukturen hielt ich es aufgrund der unsicheren Rechtslage (Zukunftssicherheit) schon immer für unverantwortlich, nur Google Analytics zu setzen.

  15. 15 Jens kommentierte am 01.12.2009 um 19:37 Uhr

    Es wäre sehr schade, wenn Google Analytics verboten wird. Denn ich sehe auch keine Alternative, die ähnliche Features bietet. Selbst kostenpflichtige Anbieter können diese nicht bieten. Die direkte Anbindung an AdWords hat auch enorme Vorteile.

  16. 16 LexX Noel kommentierte am 01.12.2009 um 20:20 Uhr

    Sehr schöne wenn auch gleich komische Diskussion um Google Analytics und die Sammel-Wut/Leidenschaft von Google. :-|

    Da ich bisher kein Google Analytics einsetzte und es auch in Zukunft nicht mehr einsetzten werde, ist diese Diskussion von daher kaum interessant für mich. Jedoch interessieren mich die Gründe für diese komische Diskussion, wie haltbar diese wirklich sind oder auch nicht. ;)

  17. 17 Peer Wandiger kommentierte am 01.12.2009 um 21:11 Uhr

    @ Daniel
    Das mag bei einer Website mit 200.000 Visits auch so sein.

    Wer im Monat aber 5.000 Besucher hat, bei dem kann das schon anders aussehen. Da reichen 50-70% vielleicht nicht aus, um wirklich sichere Trends ablesen zu können.

    Bei meinen eigenen Kundenprojekten setze ich übrigens auch nicht auf Google Analytics. Das hat aber auch den Grund, dass vor 3-4 Jahren Analytics noch am Anfang stand und ganz zu Beginn nur auf Einladung genutzt werden konnte. :-)

  18. 18 Thomas kommentierte am 01.12.2009 um 23:23 Uhr

    Hi,

    interessant und richtig was Du schreibst. Allerdings handelt es sich bei dem Cookie um einen First Party-Cookie welcher nicht von Google sondern nur vom jeweiligen Seitenbetreiber gelesen werden kann.

    Hier mal noch ein paar weitere Fakten zu Google Analytics und Datenschutz:
    http://www.werning.com/blog/?p=300

    Grüße
    Thomas Werning

  19. 19 Ben kommentierte am 01.12.2009 um 23:58 Uhr

    Die Server von Google stehen in den USA, damit dürfte jeder der dortigen Geheimdienste darauf Zugriff haben und bekommen, wenn gewollt.

    Und wozu diese Drecksdienste fähig sind, ist uns ja in den letzten 50 Jahren genügend vor Augen geführt worden.

    Insofern sehe ich diese Analysetools schon recht kritisch.

  20. 20 LexX Noel kommentierte am 02.12.2009 um 00:21 Uhr

    @Ben: Wenn man danach geht, was die Geheimdienste mit den Daten machen könnte, dann müsste man alle Werkzeuge zum Analysieren von Seiten im Internet kritisch betrachten.

    Ich mah lediglich die Sammelwut/Leidenschaft von Google nicht und darüber hinaus die fehlende Transparenz gegenüber dem Nutzer im allgemeinen. Mag sein dass das Thema Transparenz von Google nun seid kurzem aufgegriffen wurde und entsprechend schön nach aussen hin präsentiert wird, jedoch sehe ich Google nach wie vor sehr kritisch. :neutral:

  21. 21 Mella kommentierte am 02.12.2009 um 07:44 Uhr

    Ich bin auch kein Freund von GA, doch blieb mir auf dem Blog fast nichts anderes übrig, wenn man halbwegs verlässliche Statistiken haben möchte um diese auch nach außen zu publizieren. Leider ist GA da mittlerweile ein anerkanntes Tool.
    Bei meinen anderen Projekten (die nicht mit PHP laufen – für mich böhmische Dörfer, von denen ich besser die Finger lasse) nutze ich Anormal-Tracker. Die IP wird nicht komplett gespeiert, sondern nur die ersten Zahlen. Zur Unterscheidung reicht es mir. Auch ist dieser Tracker nicht ganz so umfangreich, doch für mich reichts und die Server stehen in Deutschland.
    Leider gibt es kein Plugin für WordPress

  22. 22 Yvonne kommentierte am 02.12.2009 um 09:43 Uhr

    Ich hoffe nur, dass, sollte es zu einer Regelun kommen, sie auch zu Ende gedacht ist und nicht wieder irgendwelche Schlupflöcher offen lässt, die den Abmahnwahn weiter voran treibt.

    Von einem Opt-Out halte ich gar nichts, da ich davon ausgehe, dass 70-90% ihre Daten nicht gespeichert haben wollen wenn man sie direkt darauf hinweist, dass man etwas speichert. Und ob dann noch eine werthalteige Statistik möglich ist, wage ich zu bezweifeln.

  23. 23 Tikoim kommentierte am 02.12.2009 um 09:45 Uhr

    Was GA ausliest ist schon allerhand – übertragen auf das -Real-Life- undenkbar, aber was soll’s, für Webseiten-Betreiber gibt es wie oben bereits gesagt kaum vernünftige/vergleichbare Alternativen, um nicht im Dunkeln zu tappen.
    Vom Überwachungsstandpunkt aus eine Katastrophe, vom Blogger/Webseitenbetreiber-Standpunkt just Best-Practice

  24. 24 maTTes kommentierte am 02.12.2009 um 10:39 Uhr

    Peer, schreib doch nach dem Artikel mal über anständige Alternativen. Das interessiert bestimmt einige ;)

  25. 25 Peer Wandiger kommentierte am 02.12.2009 um 12:01 Uhr

    Ja, das werde ich sicher mal machen. Auch aus eigenem Interesse. :-)

  26. 26 LexX Noel kommentierte am 02.12.2009 um 13:36 Uhr

    Anständige Alternativen zu Google Analytics gibt es genug. ;)

  27. 27 Daniel kommentierte am 02.12.2009 um 20:38 Uhr

    Datenschutzrechtlich ist Google Analytics sicherlich alles andere als unbedenklich. Hinzu kommt, dass sich die Website-Betreiber immer mehr in den “Datenschutz”-Erklärungen erlauben. Für mich hat der Staat in dieser Frage weitestgehend versagt. Ich bin gespannt, wann man mal endlich über ein realistisches Datenschutzgesetz diskutiert. Die Unternehmen werden sich die Rechte, die jetzt selbstverständlich sind, nicht so einfach nehmen lassen. Das wäre auch wirtschaftlich eine Katastrophe, weil einfach schon viele Unternehmen von diesen Daten abhängig sind.

  28. 28 Phil kommentierte am 03.12.2009 um 01:00 Uhr

    Dieses Thema keimt echt immer wieder auf! Ich kann die Datenschützer echt (nicht) verstehen – na wie auch immer .. haben ja alle Hände voll zu tuen … ^^ ausserdem ists zu spät für nen produktiven Kommentar.

    In diesem Sinne
    Cya

  29. 29 Holger kommentierte am 04.12.2009 um 18:49 Uhr

    ich gebe Peer insofern recht, dass Datenschutz wichtig ist. Ein Verbot von Google-Analytics für deutsche Webseiten wäre aus meiner Sicht völlig überzogen und ich würde jede sinnvolle Initiative dagegen befürworten. Abgesehen von der globalen Peinlichkeit, welche sich die Politiker und Verantwortlichen mit solchen Kampagnen hingeben, werden der Sinn und die Nützlichkeit von Analyse-Tools wie Analytics für das deutsche Internet offenbar völlig vergessen oder peinlichst unterschätzt.

  30. 30 Jean kommentierte am 08.12.2009 um 19:30 Uhr

    Das Problem ist das zentrale Sammeln bei google. Auch wenn die im Moment nichts Böses im Sinn haben mögen – wie wird es in zehn Jahren sein? Und Datenmüll organisieren, darin ist Google gut. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass seine Spuren im Internet von damals heute noch da sind und per Google gefunden werden können.

  31. 31 Peer Wandiger kommentierte am 09.12.2009 um 08:15 Uhr

    Wie ich schon sagte, man sollte sicher mit Google reden und klare Regeln durchsetzen.

    Allerdings ist die ganze Sache albern, wenn man schon wieder sieht, was die Regierung nun alles sammeln will (Stichwort Elena) und zum Beispiel auch das Swift-Abkommen.

    Der pure Überwachungsstaat.

  32. 32 Dominik ( videothek-dvd-verleih.de ) kommentierte am 11.02.2010 um 18:26 Uhr

    Ich hab bezüglich Google Analytics – Abmahnung und Datenschutz ein Interview mit einer Rechtsanwältin geführt: http://www.elexpress.de/archives/2010/02/08/google-analytics-und-der-datenschutz-interview-mit-einer-rechtsanwaltin/

  33. 33 blickschau.de kommentierte am 08.08.2010 um 20:36 Uhr

    Übrigens. Hier gibt es auch noch mal etwas zu google Analytics. Bin immer noch ratlos, da die Differenzen echt enorm sind. http://www.blickschau.de/08-2010/etracker-vs-google-analytics-im-vergleich-2-teil/ Was den Datenschutz angeht, bin ich auch skeptisch, wobei das nicht nur google betrifft, sondern google insgesamt. Auch andere Google-Dienste versuchen so viele Daten zu sammeln wie möglich,.

  34. 34 Edith kommentierte am 07.02.2011 um 14:40 Uhr

    Na bei meinen zwei kleinen Seiten, sehe ich meine Aktivität bei GA immer sehr genau, wenn ich mal wieder an etwas neuem bastle und es dann doch nicht auf Anhieb so wie gewollt funktioniert. Google gibt mir keine Möglichkeit z.B. mit einem speziell gesetzten Cookie diese Daten rauszufiltern oder macht es ganz automatisch. Daher sehe ich das mit dem Datenschutz bei Google noch relativ entspannt.

    Wenn ich sehe, was mir bei Amazon immer wieder vorgeschlagen wird, was mich interessieren könnte… naja, die verdienen ihr Geld damit und bekommen keinen ordentlichen Algorithmus hin. Und denen geht da bestimmt VIEL Geld verloren. Ein genaues Bild der Interessen einer Person abzubilden ist halt immer noch recht schwierig.

    Für Datenschützer viel interessanter finde ich social networks und die Möglichkeit dort seine kompletten E-Mail Korrespondenten quasi zu veröffentlichen. Es sind in dem Fall ja nicht nur meine Daten, sondern auch die Daten anderer die solche Dienste mit der “Synchronisation” von anderen Accounts bekommen.

  35. 35 Andre kommentierte am 15.04.2011 um 21:21 Uhr

    Wenn jemand wirklich anonym im Netz sein möchte gehört da sehr viel mehr zu als nur GA abzuschalten.

    Sehe das ähnlich wie bei der Altersbeschränkung für Blogs, mehr Verantwortung dem User geben und ihm nicht seine Freiheit nehmen selbst entscheiden zu können / dürfen. Die Gesezte würde doch eh wieder nur bis zur deutschen Grenze gehen. Also bringt es auch wieder nichts.

    Das WLAN verschlüsselt sein sollte müssen die Nutzer ja auch selber einstellen.
    Warum dann nicht auf Anonymisierungssoftware (wie TOR Netzwerke, DNS Server etc.), Abblocker etc. installieren und Browser Sicherheitseinstellungen richtig einstellen?

    Das erklärt heutzutage doch schon jeder Internetkurs für betagte Bürger an der VHS.

  36. 36 Marc kommentierte am 21.04.2011 um 09:44 Uhr

    Danke, hast die Thematik gut auf den Punkt gebracht. Heutzutage wird ja sowieos alles irgendwie irgendwo gespeichert, heute erst gelesen: Apple speichert die Daten aller Iphone Nutzer (also die Orte die aufgesucht werden…)… Das geht doch imemr so weiter

  37. 37 Jürgen kommentierte am 17.05.2011 um 15:07 Uhr

    @ Mark: du hast recht, das ganze wird immer schlimmer!

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