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Affiliate-Marketing mit Ecato – Interview
- 15 Kommentare - Peer Wandiger | Affiliate Marketing, Online-Shops, Selbständig



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Ecato MarktplatzDas Thema Affiliate-Marketing ist sehr spannend und ich beschäftige mich ja schon länger damit. Z.B. in der “Affiliate-Marketing“-Artikel Serie hier im Blog.

In diesem Zusammenhang ist es auch immer wieder interessant, welche Varianten des “klassischen” Affiliate-Marketing es gibt. Und so bin ich vor kurzem auch über Ecato gestolpert und habe mir den Service etwas genauer angeschaut.

Geschäftsführer Christian Boris Schmidt war so nett, mir ein paar Fragen zu Ecato zu beantworten und gibt einen Einblick in das Konzept und die Features von Ecato.

1. Bitte stellen Sie Ecato meinen Lesern vor.

Ecato ermöglicht es Websitebetreibern einen eigenen Marktplatz einzurichten und mehr Geld zu verdienen. Händler steigern mit einem Listing ihrer Angebote in unserem Netzwerk die Umsätz in ihrem Online-Shop.

2. Bei Ecato handelt es sich um einen etwas anderen Ansatz zum Affiliate Marketing. Wie genau funktioniert Ecato für Website-Betreiber und wie kamen Sie auf diese Idee?

Als Websitebetreiber kann man sich kostenlos unter www.ecato.com registrieren und mit wenigen Klicks einen an die eigene Website optisch angepassten Marktplatz einrichten.

Dieser enthält einen Preisvergleich, Testberichte und Meinungen zu einer Vielzahl an Produkten. Über eine große Auswahl an Kategorien kann man den Marktplatz auch inhaltlich auf die eigenen Inhalte abstimmen. Verlässt ein kaufinteressierter Besucher den Marktplatz, um einen angeschlossenen Online-Shop zu besuchen, erhält der Websitebetreiber eine Provision von uns.

Ich selbst betreibe seit 1998 eigene Websites und bin seit 2003 hauptberuflich in der Internetbranche beschäftigt. Seit 2001 arbeite ich mit meinem Mitgründer bei Ecato, Andreas Mauf, an gemeinsamen Projekten. Unsere dabei gesammelten Erfahrungen brachten uns auf die Idee zu Ecato.

3. Welche besonderen Features bietet Ecato und was unterscheidet den Dienst gegenüber anderen Anbietern?

Ecato schließt die Lücke zwischen typischen Affiliate-Netzwerken, die oft nur Bannerwerbung und einzelne Shopdaten bereitstellen, und den etablierten Whitelabel-Anbietern, die ihre Preisvergleich-Lösung kostenpflichtig bzw. vorwiegend für große Portale anbieten.

Dabei verbinden wir die Vorteile beider Seiten: eine einfache und unkomplizierte Teilnahme für jedermann, wie bei Affiliate-Netzwerken üblich, sowie die Bereitstellung einer umfangreichen Shopping-Lösung mit Klickprovision, wie sie bislang nur Whitelabel-Anbietern bereitstellten.

4. Wie verlief der Start von Ecato und wie haben Sie diesen Service bekannt gemacht? Welche Vermarktungsmaßnahmen waren besonders effektiv?

Mein Kollege, Andreas Mauf, startete Ecato bereits im April 2004 als Einzelunternehmer nach rund einem halben Jahr Vorentwicklung.

Im Mai 2005 folgte die gemeinsame Gründung der GmbH, wobei wir die erfolgreichen Internetunternehmer Arend Iven und Ron Hillmann als Investoren gewinnen konnten.

Seit November 2005 bietet Ecato Websitebetreibern die Möglichkeit einen Preisvergleich kostenlos einzurichten. Damit gelten wir als Vorreiter in Deutschland. Seither vertrauten auch namhafte Partner wie z.B. CNET und Klamm.de sowie führende Händler wie Amazon und OTTO auf Ecato.

Dieser Erfolg beruht vorwiegend auf persönlichen Kontakten, die wir teilweise schon durch unsere vorherigen Tätigkeiten gesammelt hatten. Wir bemühen uns jedoch auch immer um einen persönlichen Austausch mit Bloggern und Pressevertretern, die durch entsprechende Berichterstattung weiter zur Bekanntheit von Ecato beigetragen haben.

Zu guter Letzt kennen uns viele auch durch unsere Veranstaltungsreihe “Online Marketing Lounge”, mit der wir seit 2006 regelmäßig Branchenvertreter zusammenbringen.

5. Nutzen Sie auch Web 2.0 Kanäle (Social Networks, Twitter etc.) um Ihren Service bekannt zu machen? Wenn ja, wie und warum?

Selbstverständlich. Besonders wichtig für uns sind hierbei XING und Twitter, aber auch Skype und Facebook gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Angefangen hat alles mit unserem Corporate Weblog, dass wir seit Mai 2007 betreiben.

In erster Linie dienen diese Kanäle zur Verbreitung von Neuigkleiten rund um Ecato. Dies hat oft auch Feedback zur Folge, auf das wir selbstverständlich gern eingehen. Mit Kritik gehen wir ebenso offen um. Generell bemühen wir uns um hohe Transparenz beispielsweise auch durch unser Feedbackforum, in dem Kunden die Weiterentwicklung von Ecato mitverfolgen und beeinflussen können.

6. Wie umfangreich ist das Angebot an Produkten, die man bewerben kann? Findet hier jeder Blogger und Website-Betreiber etwas?

Unsere Produktdatenbank enthält mehr als vierhundert Kategorien wie beispielsweise Bücher, Elektronik, Gartenbedarf, Mode und Spielzeug. Darin sind wiederum Hunderttausende Produkte mit Millionen Angeboten von Hunderten Online-Shops enthalten. Da sollte für fast jeden etwas dabei sein.


7. Welche Verdienstmöglichkeiten bieten sich durch ihren Service? Können Sie (anonyme) Beispiele nennen?

Das hängt sehr stark vom Engagement des Websitebetreibers ab. Die Spanne reicht von einigen Euros bis hin zu mehreren tausend monatlich.

Generell ist der besondere Vorteil an Ecato jedoch, dass wir nicht andere Einnahmen kanibalisieren. Denn es ist nicht notwending bereits vorhandene Werbeformen auf einer Website durch Ecato zu ersetzen. Vielmehr ergänzt man sie um einen zusätzlichen Mehrwert und zahlreiche Inhalte, die zum Einen bestehende Nutzer weiter binden, aber zum Anderen auch neue Besucher über Suchmaschinen anziehen.


8. Internet-Händler können Ihren Service natürlich nutzen, um ihre Produkte zu verkaufen. Wie genau funktioniert dies und mit welchen Kosten ist das verbunden?

Für Händler funktionieren wir wie andere Preisvergleiche auch. Man kann sich wiederum kostenlos registrieren und gibt dann seinen Online-Shop samt Link zum Download der Angebotsdaten als CSV-Liste an.

Kosten fallen nur durch eine Klickgebühr bei Vermittlung von Kaufinteressenten aus den Preisvergleichen an. Hierbei kann die Sichtbarkeit der Angebote nach dem Gebotsprinzip gesteuert werden. Natürlich bieten wir auch kostenlos die Messung der Verkaufsrate sowie vermittelter Umsätze an, was uns auch hilft, die Qualität unseres Netzwerks sicherzustellen.


9. Wie steht Ecato heute da? Können Sie ein paar statistische Eckdaten nennen?

Ecato ist zwar immer noch ein Nischenanbieter, wir freuen uns jedoch über die konstant steigende Anzahl an Kunden. Immerhin wurde bereits mehr als 5.000 Website bei uns angemeldet. Diesen Meistenstein haben wir gerade erst kürzlich erreicht.

Insgesamt verzeichnet unser Netzwerk monatlich rund 10 Millionen Besuche von Nutzern, die sich für Themen rund um Produkte und Preisvergleiche interessieren.


10. Auf was können wir uns in Zukunft bei Ecato freuen? Welche neuen Features sind geplant und wie sehen Sie die Zukunft in diesem Bereich?

Kurz vor Weihnachten haben wir unsere Shopping-API gestartet. Anhand dieser Schnittstelle können Entwickler Anwendungen umsetzen, die sie auch wieder anderen Websitebetreibern über eine Liste öffentlicher Anwendungen in unserem Kundenbereich anbieten können. Die Entwickler erhalten dann dauerhaft automatisch fünf Prozent der Verdienste, die Andere über ihre Anwendung erzielen.

Websitebetreiber, die Anwendungen der Entwickler nutzen, haben dadurch jedoch keinen Verdienstnachteil. Denn ihre Klickprovision bleibt unverändert. Unsere Öffnung für externe Entwickler wurde bislang sehr positiv aufgenommen.

Wir sind selbst gespannt, was in Zukunft noch alles dadurch entstehen wird. Aktuell ermitteln wir den Gewinner unseres Entwicklerwettbewerbs, bei dem wir das beste WordPress-Plugin auf Basis unserer API suchen. Dieser Trend der Öffnung und Transparenz wird sich meiner Ansicht nach den E-Commerce in den nächsten Jahren immer weiter dominieren und auch sich mit der Zeit auch auf die gesamte Wirtschaft ausbreiten.


11. Was ist Ihr wichtigster Tipp für alle, die mit Ecato Geld verdienen wollen?

Wenn ich darauf angesprochen werde, wie man als Einsteiger im Internet Geld verdienen kann, rate ich immer dazu, sich nach seinen eigenen Interessen zu richten. Wer sich beispielsweise besonders für Fotografie begeistert, sollte seine Erfahrungen bzw. Gedanken mit Gleichgesinnten teilen und sich so einen Expertenstatus in diesem Bereich erarbeiten. Am besten eignen sich dazu Weblogs.

Damit ist das Veröffentlichen im Web sehr einfach geworden. Außerdem bringen sie standardgemäß das Rüstzeug für eine gute Vernetzung im Web und die entsprechende Positionierung in Suchmaschinen mit.

Passend zu seinen Inhalten kann man dann Ecato und andere Partnerprogramme zur Monetarisierung nutzen. So verbindet man sein Hobby mit dem Geldverdienen und kann mit viel Fleiß und etwas Glück nach einiger Zeit vielleicht sogar seinen Lebensunterhalt damit bestreiten.


Danke Herr Schmidt

für Ihre Antworten auf meine Fragen.

Man merkt den Antworten zwar an, dass hier ein Geschäftsführer “spricht” und es hat oft etwas von PR. Aber insgesamt ist Ecato auf jeden Fall mal einen Test wert.

Die angebotenen Strukturen sind sehr gut gelöst und man hat damit eine gute Basis. Allerdings steht man auch hier vor dem Problem, welches andere Services dieser Art auch haben. Die Technik allein macht es eben nicht.

Wer keinen Traffic hat, der wird auch kaum was verdienen und so ist Ecato kein Selbstläufer. Das sollte man nicht erwarten. Stattdessen kann es bei bestehendem Traffic eine gute Möglichkeit sein, eine zusätzliche Einnahmequelle umzusetzen.

Wie gut das funktioniert, muss man aber im Einzelfall sehen und da heißt es dann mal wieder: Testen



weiterführende Artikel zu diesem Thema
  1. Big Player im Affiliate-Marketing – affilinet im Interview
  2. Affiliate-Marketing mit Qualität und Service – Interview
  3. erfolgreiches Affiliate-Marketing – Interview mit Karsten Windfelder
  4. Affiliate-Marketing Teil 8 – Affiliate Marketing bei bestehenden Websites
  5. Affiliate-Marketing Teil 12 – Layout von Affiliate-Sites und Einbau von Werbemitteln
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Kommentare

15 Kommentare und Trackbacks zu ' Affiliate-Marketing mit Ecato – Interview '

Kommentare zu 'Affiliate-Marketing mit Ecato – Interview' mit RSS

  1. 1 André kommentierte am 01.02.2010 um 11:01 Uhr

    Klingt sehr interessant… ich hätte sogar direkt Verwendung dafür. Muss ich mir mal genauer ansehen. Vielen Dank für den Tipp!

  2. 2 Max kommentierte am 01.02.2010 um 14:19 Uhr

    Schönes Interview. Der Support bei Ecato ist wirklich unschlagbar. Schnell, hilfreich und ganz ohne Textbausteine, wie bei so vielen anderen Anbietern.

    Wen es interessiert, ich habe zu Ecato seit Ende letzten Jahres einen kleinen Praxistest geschrieben, über den ich auch unregelmäßig blogge: http://www.allblogs.de/eigener-preisvergleich-mit-ecato-teil-i/bloggen-geld-verdienen/2009/10/

  3. 3 Kevin kommentierte am 01.02.2010 um 16:05 Uhr

    Wo darf man denn mal Live nen paar Beispiele sehen?

  4. 4 pare kommentierte am 01.02.2010 um 16:05 Uhr

    Wie wäre es denn mal mit einer Beispiel-Einbindung? Ich habe leider noch keine Seite finden können, die den Ecato-PV eingebunden hat..

  5. 5 Nico kommentierte am 01.02.2010 um 22:15 Uhr

    Wir nutzen seit einigen Monaten den Preisvergleich von Ecato für unser Produkt-Wiki http://www.produki.de . Die Preise auf den Produktseiten stammen von Ecato, siehe z.B. http://www.produki.de/htc-tattoo

    Der Support ist wirklich klasse – in kurzer Zeit erhält man eine kompetente Antwort auf seine Frage.

  6. 6 P kommentierte am 01.02.2010 um 22:19 Uhr

    Hier ist das neue WordPress-Plugin ecatoSimple eingebaut: http://www.mini-laptop-vergleich.de/asus-eee-pc-1005ha-h.html

    Schöne Sache, auch wenn die Ergebnisse noch nicht immer perfekt sind..

  7. 7 Marc kommentierte am 02.02.2010 um 01:52 Uhr

    Ja und Duplicate Content wird natürlich gar nicht produziert, wenn tausende an Blogs den selben Preisvergleich haben

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 02.02.2010 um 07:03 Uhr

    Das kann sicher ein Problem sein. Wenn man aber zusätzliche guten uniquen Content hat, sollte das funktionieren. Einfach nur den Preisvergleich einbauen bringt nichts.

    Hatte ja oben geschrieben, dass Ecato das selbe Problem hat, wie alle anderen Anbieter auch. Traffic hat man durch den Service noch keinen. Darum muss man sich selber kümmern.

  9. 9 Christian kommentierte am 02.02.2010 um 07:53 Uhr

    Ganz interessantes Interview…muss ich mir auf jeden Fall mal etwas genauer ansehen.

    Vorallem die Shopping-API könnte sicher ganz nützlich sein.

  10. 10 Ecato. Christian Boris Schmidt kommentierte am 02.02.2010 um 11:59 Uhr

    Zunächst noch mal Danke für das Interview! Ich möchte gern auf die hier aufgeworfenen Fragen und Missverständnisse eingehen.

    Zum Thema Traffic: Gerade hier liegt ein besonderer Vorteil von Ecato, denn wir liefern über eine Whitelabel-Lösung bzw. unsere Shopping-API eine Menge Inhalte, die ganz von selbst für neue Besucher sorgen können. Die Erfahrung zeigt, dass nach einigen Wochen nur noch ein Bruchteil der Nutzer vom Portal kommen, in das der Preisvergleich integriert ist. Der überwiegende Großteil der Nutzer wird über Suchmaschinen dazugewonnen. Dadurch kann man seine Verdienste tatsächlich erhöhen anstatt sie auf Kosten anderer Werbeformen zu kanibalisieren. Natürlich ist die Traffic-Gewinnung über Suchmaschinen von diversen Faktoren abhängig. Insofern ist es selbstverständlich hilfreich, wenn man bereits ein in gewisser Weise etabliertes Portal betreibt, das man mit dem Preisvergleich vernetzt.

    Das leitet direkt über zu “Dublicate Content”: Hier wird leider oft zu voreilig geurteilt. Selbstverständlich sind wir nicht so naiv und ignorieren das Thema – dafür sind wir schon zu lange dabei! Unser System nimmt bereits automatisch für jede Website zahlreiche Modifikationen an den Inhalten vor, welche die Entstehung von doppelten Inhalten vermeiden sollen. Zudem bieten wir intelligente Tools wie Beschreibungsvorlagen an, um mit überschaubarem Aufwand eigene Inhalte zu allen Kategorien und Produkten hinzufügen zu können.

    Zu guter Letzt hier noch ein Hinweis auf eine Liste mit Integrationsbeispielen. Weitere nenne ich auf Anfrage gern!

  11. 11 (Einrichtung und Möbel) humanity kommentierte am 02.02.2010 um 12:51 Uhr

    so ähnlich dürfte wohl auch gmx arbeiten, bei seinem shopping portal, oder?

  12. 12 Kevin kommentierte am 02.02.2010 um 16:51 Uhr

    Wie wird denn abgerechnet? CPC, CPO?

  13. 13 Ecato. Christian Boris Schmidt kommentierte am 03.02.2010 um 10:53 Uhr

    Wir zahlen standardgemäß 0,10 EUR Klickprovision (für die Klicks zu den angeschlossenen Online-Shops), Kevin. Bei guter Verkaufsrate, die wir auch messen, kann die Klickprovision ggf. auch erhöht werden.

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