[Trigami-Review]
Einen eigenen Blog zu starten ist nicht ohne. Mal abgesehen davon, dass man sich mit den technischen Dingen beschäftigen muss, ist es für viele Blogger sehr schwer, überhaupt erstmal eine gewisse Reichweite aufzubauen.
Das haben sich wohl auch die Macher hinter PC.de gedacht. Da hat jemand gleich mal diese brandneue zweistellige DE-Domain ist ein funktionierendes Projekt umgesetzt und ein Blog-Plattform geschaffen.
Um was es sich bei PC.de genau handelt und welche Vor- und Nachteile dieses Konzept hat, erfahrt ihr in diesem Artikel.
Was ist PC.de?
Zu allererst mal Kritik. Die “Über uns”-Seite beginnt nicht wirklich damit, was PC.de eigentlich ist. Es ist ja gut zu wissen, dass PC.de für intelligentere Leute gemacht wurde und dass man SMS-Sprache dort nicht sehen möchte. Allerdings weiß man dann immer noch nicht wirklich, um was es bei PC.de geht.
PC.de ist eine Blog-Community, die sich um das Thema IT in all seinen Facetten dreht. Eine Blog-Community stellt eine Plattform dar, auf der es nicht nur einen Blog gibt, der regelmäßig mit Inhalt befüllt wird. Stattdessen können Interessierte einen eigenen Blog zu einem bestimmten Unterthema im Bereich IT dort eröffnen.
Auf den ersten Blick sieht PC.de aus wie eine Social News Plattform. Auf der Startseite werden Artikel aus allen möglichen IT-Bereichen angerissen, die zudem noch mit einem Bewertungssystem versehen sind.
Doch hier geht es nicht darum einfach fremde Artikel zu verlinken, sondern originalen Content zu erstellen. Wer also einen eigenen Blog hier führen möchte, der kann sich registrieren bzw. eine Einladung anfordern.
Damit wollen die Macher hinter PC.de sicherstellen, dass sich nicht alle möglichen Leute anmelden, sondern wirklich nur die, die es auch ernst meinen.
Ob man die sicher nicht schlecht gemeinten Anforderungen und Vorstellung mit dem Invite-System allerdings sicherstellen kann, möchte ich zumindest anzweifeln.
Bisher gibt es die Kategorien “Hardware”, “Software”, “Web” und “Games”. Darin finden sich verschiedene Blogs, die jeweils von unterschiedlichen Mitgliedern geführt werden.
Verbunden werden alle Blogs und Inhalte durch die sogenannte Karma-Bewertung. Diese funktioniert so ähnlich wie das Voting-System auf Social News Seiten. Je höher das Karma eines Blogs, von Beiträgen oder Kommentaren, um so prominenter werden diese dargestellt.
Manche Funktionen sind auch erst mit hohem Karma zugänglich, andere werden bei sehr niedrigem oder negativen Karma deaktiviert. Auf jeden Fall eine spannende Herangehensweise.
Vorteile des “Gemeinschaftsbloggens”
Das Konzept von PC.de bietet einige Vorteile gegenüber einem “Alleingang”. So findet man hier einen fertigen Blog vor. Sofort nachdem die Einladung bestätigt wurde kann man in seinem eigenen Profil loslegen und Artikel veröffentlichen.
Das integrierte Karma-Bewertungssystem sorgt zudem dafür, dass man aus der Masse herausstechen kann und auf der Startseite von PC.de landet. Und da sehen einen natürlich deutlich mehr Leser, als wenn man gerade selber einen eigenen Blog gestartet hätte.
Zudem kann man sich mit anderen Blogs auf PC.de vernetzen und auch diese Blogs und Beiträge bewerten und kommentieren.
Des weiteren kann man alles per RSS abonnieren. Leser können einzelne Blogs, Beiträge, Kategorien etc. per RSS abonnieren.
Nicht zu letzt haben die Macher von PC.de angekündigt, dass aktive Blogger auch an den Einnahmen beteiligt werden. Allerdings ist dies bisher nur eine Ankündigung. Details stehen dazu noch nicht fest.
Für wen eignet sich PC.de nicht
Doch PC.de ist mit Sicherheit nicht für jeden die ideale Blog-Plattform. Wer seinen Blog nach eigenen Vorstellungen und Wünschen ausbauen und erweitern will, der stößt schnell an die Grenzen. Das System ist zwar durchdacht, aber natürlich kann man nur die Features nutzen, die PC.de vorgibt. Individuelle Plugins etc. sind nicht möglich.
Auch beim Thema Geld verdienen gibt es kaum Möglichkeiten. Hier ist man auf die kommende Monetarisierung seitens der Betreiber beschränkt. Und wie die Verantwortlichen auf Affiliate-Links in den eigenen Beiträgen reagieren bleibt auch abzuwarten.
Wer später mal etwas anderes machen will und z.B. einen eigenen WordPress-Blog starten will, der wird die Inhalte kaum mitnehmen können.
Ich befürchte auch, dass man in der Masse der Blogs etwas untergehen könnte. Da muss man wirklich gute Artikel liefern, um noch auf die Startseite zu gelangen.
Fazit
PC.de macht einen sehr guten Eindruck. Das Layout sieht schon sehr gut aus, im Gegensatz zu vielen “Startups”, die ich in letzter Zeit im Web so gesehen habe.
Und auch die Funktionalität ist durchdacht und gut umgesetzt. Das Karma-System ist wirklich clever und bringt Leben ist die ansonsten vielleicht etwas statische Blog-Community.
Insgesamt halten die Macher von PC.de was sie versprechen und IT-interessierte Leser finden hier eine sehr schöne Sammlung an IT-relevanten Blog-Artikeln.
Wer nicht vorhat wirklich etwas eigenständiges zu machen, sich für IT-Themen interessiert und sich gern in eine Gemeinschaft einfügen möchte, für den ist dieses Gemeinschaftsblogging auf jeden Fall mal einen Blick wert.
Und IT-Interessierte sollten generell mal hier vorbeischauen und bei Interesse den einen oder anderen Feed abonnieren.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- Spekunauten.de – Web-Community für Aktienfans
- World of Warcraft Community – XChar.de
- Die Wahrheit liegt im Wein – Die Wein-Community “Der Weinfreund”
- Die Macht der Community – Digg.com und der HD-DVD Key
- Trigami mit neuen Community-Features und flexiblen Preisen
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Klingt für mich ein bischen wie “Opensource Bloggen”. Wenn die Betreiber eine gute Verdienstmöglichkeit bieten würden, könnte das schon eine interessante Sache sein – der einzelne Blogger profitiert dann von der Arbeit von allen… Allerdings wäre mir der Aufwand um qualitativ gute Artikel zu erstellen, für eine reine Karma-Bewertung, zu hoch. Mal sehen wie sich das entwickelt…
Eine interessante Sache, ich bleib aber bei meinem eigenen Blog
Da bin ich unabhängiger, inhaltlich wie auch vom Design her.
Kann man da wenigstens follow-Links abstauben?
Finde ich gut und wünsche viel Glück.
Ich sehe keine Werbung auf der Seite? Wie wird pc.de finanziert? Oder arbeiten dort alle ehrenamtlich?
@ Stefan
Nicht jeder blogt, um Geld zu verdienen. Wer einfach nur über sein Lieblings-IT-Thema bloggen will, für den könnte das interessant sein
@ LarsFischer
Ich denke, das wird noch kommen. Schließlich ist man erst gestartet. Aber verlassen würde ich mich nicht unbedingt darauf, dass man als Blogger da sehr viel verdienen kann.
@Sebastian: So wie ich das sehe werden anscheinend alle extern-gehenden Links auf nofollow gesetzt.
Die Aussage liest sich irgendwie hammerhart.
Die Seite macht auf mich aber einen ganz netten Eindruck. Werde ich mal beobachten.
Also der Domain-Name ist schon mal richtig klasse
Um aber mit Computerbase oder winfuture mitzuhalten, müssen mehr Inhalte kommen. Das Layout der Page ist mir allerdings zu breit geraten. Was ich klasse finde, ist die Idee, des “Gemeinschaftsbloggens”. Allerdings muss es auch aktiv kontrolliert werden.
@Sebastian: war komischerweise auch die erste Frage, die ich mir gestellt habe. Bin ich linkierig?
Meine Frage war eher spaßig gemeint.
@Carsten: Das ist sicher ein Weg Spam halbwegs zu vermeiden, aber an sich finde ich dieses Vorgehen eher problematisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei Google so gut ankommt, wenn man alle externen Seiten im Prinzip ein fragwürdiges Zeugnis ausstellt. Ich hasse Linkgeiz und das nicht weil ich Links abstauben will, sondern weil es einfach der Natur des Internets widerspicht.
@Andreas: Ja, man erwischt sich immer wieder bei solchen Gedankengängen.
Du bist nicht linkgierig. Solche Gedanken sind ganz natürlich.
Für mich ist diese Community nicht interessant, da ich meinen Content besser zu verwerten weiß.
Qualitativ hochwertigen Content ohne Gegenleistung (Links, Geld) “zu fordern”, ist in meinen Augen auf Dauer kein vielversprechendes Konzept.
Habe mir nach dem Review den Feed abonniert. Nach ein paar Tagen im Test muss der PC.de-Community ein Lob aussprechen: ist teilweise wirklich interessanter und informativer Output fabriziert worden
mhh eigentlich keine schlechte idee an guten content zu kommen.