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Was bringt ein Blog für kleine regionale Unternehmen?
Peer Wandiger - 26 Kommentare - Blogs, Firmenblog, Marketing, Selbständig, Social Web - Ähnliche Artikel


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Dass man auch als kleine regionale Firma über eine Firmenpräsentation im Internet verfügen sollte, hat sich mittlerweile herumgesprochen.

Doch das ist mittlerweile schon Standard und in den letzten Jahren hat sich das Internet auch stark verändert. Es dominieren nicht mehr die statischen Inhalte, sondern Suchmaschinen wie Google legen immer mehr Gewicht auf aktuelle und dynamische Informationen.

Firmen-Blogs sind eine Möglichkeit, sich und die eigene Firma anders zu präsentieren. In diesem Artikel gehe ich der Frage nach, was ein Blog für kleine regionale Unternehmen und Selbständige bringen kann. Lohnt sich der Aufwand und wie sehen die Chancen, aber eben auch die Risiken aus?

In weiteren Artikeln werde ich konkrete Tipps für den Aufbau eines Firmenblogs und für regelmäßige Inhalte geben.

Wenige Firmenblogs

Wenn man sich so umschaut und manche Studien ließt, dann gibt es verhältnismäßig wenig Firmenblogs.

Das gilt sowohl für große internationale Unternehmen, aber auch ganz besonders für kleine regionale Firmen und Selbständige.

Lohnen sich Firmenblogs nicht oder warum stellen manche Blogger schon die Frage “Corporate Blogs vor dem Aus?

Es gibt sicher eine Menge Gründe dafür, dass vor allem kleine Firmen keinen Blog haben.

Nach meiner Erfahrung ist das Internet für viele kleine Firmen und Selbständige ein notwendiges Übel. Man weiß, dass viele Menschen es mittlerweile für die Recherche nutzen und deshalb sehen viele auch ein, dass man eine Firmenwebsite braucht. Allerdings sind die meisten froh, wenn die Firmen-Website fertig ist und dann wollen sie erstmal 1 Jahr nichts mehr davon hören.

2008 gab es einen etwas größeren Hype um Corporate Blogs, der aber mittlerweile wieder verflogen ist. Das Problem war damals, dass vor allen PR-Strategen und Marketing-Mitarbeiter an Studien gesehen haben, dass Blogs im Trend liegen. Dann hat man versucht, Blogs nach dem gleichen Prinzip zu nutzen, wie man dass eben auch mit PR-Kampagnen und Marketing-Aktionen macht. Und das hat nicht funktioniert.

Viele haben auch Angst vor einem Firmenblog oder sehen keinen Mehrwert. Unternehmer sind sehr oft Kontroll-Menschen und Blogs tendieren eher zum loslassen und zur Einbeziehung der Meinung der Leser. Und damit haben viele Unternehmer und Selbständige Probleme.

Meiner Meinung nach lässt also die Tatsache, dass es relativ wenige Blogs von kleinen regionalen Firmen und Selbständigen gibt, nicht den Rückschluss zu, dass Blog nichts bringen.

Sie bringen sehr wohl etwas, aber Blogs funktionieren nach anderen Spielregeln. Befolgt man diese Spielregeln, dann kann ein Firmenblog auf jeden Fall ein Erfolg werden.

Probleme einer Firmenwebsite

Gehen wir aber erstmal auf die Probleme einer klassischen Firmenwebsite ein.

Folgende Probleme bzw. Schwächen weisen Firmenwebsites nach meiner Erfahrung oft auf:

  • Firmenwebsites sind oft veraltet. Nach der Erstellung wird sich darum nicht gekümmert.
  • Die statischen Inhalte sind oft sehr unpersönlich und reine Werbesprache.
  • Eine direkte und schnelle Kommunikation für (potentiellen) Kunden ist oft nicht möglich.
  • Es fällt recht schwer Backlinks für Firmenseiten zu bekommen und deshalb ist oft auch das Ranking in Google und Co. nicht besonders.

Ein Firmen-Blog kann all diese Punkte effektiv angehen und als Ergänzung zu einer Firmenwebsite nicht nur selber gut funktionieren, sondern auch Vorteile für die Firmenwebsite mich sich bringen.

Vorteile von Firmen-Blogs

Im folgenden eine Liste mit Vorteilen, die Firmen-Blogs mit sich bringen:

  • persönliche Seite
    Ein Blog ermöglicht es einem Unternehmen oder einem Selbständigen, sich deutlich menschlicher zu präsentieren und eine persönliche Seite zu zeigen. Diese persönliche Ebene ist nicht nur im B2C, sondern auch im B2B Bereich vor Vorteil.
  • Gesichter und Stimmen
    Zu dieser persönlichen Seite gehört es auch, dass man im Firmenblog das Gefühl hat, dass hier Menschen schreiben und nicht eine Firma. Man kann der ansonsten vielleicht sehr nüchternen Außenwirkung Bilder von Mitarbeitern gegenüber stellen. Dafür ist es aber auch wichtig, dass man die Menschen schreiben lässt und nicht die PR-Abteilung.
  • aktuelle Infos
    Man kann (potentiellen) Kunden schnell und einfach aktuelle Informationen, Termine, Aktionen etc. vermitteln. Auf einer Website ist das meist nicht so einfach bzw. man muss erst der Webdesign-Agentur mitteilen, was man geändert haben möchte.
  • keine PR
    Ein Firmenblog bietet die große Chance Beispiele und Geschichten aus dem Firmen-Leben zu präsentieren. Es geht hier also nicht um Produkt-PR, sondern darum, den Lesern einen ungefilterten Einblick in den Firmen-Alltag zu geben. Zumindest sollte es nach “ungefiltert” aussehen. Das erhöht die emotionale Bindung der Kunden.
  • Einfach pflegbar
    Ein Blog ist viel einfacher pflegbar als die meisten Content Management Systeme. Das kann auch jeden Mitarbeiter.
  • Günstig umsetzbar
    Ein Blog kostet kaum Geld. Evtl. muss man für ein individuelles Layout bezahlen, aber insgesamt ist ein Blog viel günstiger aufzusetzen als eine individuell erstellte Firmenwebsite.
  • Community
    Betreibt man einen erfolgreichen Blog, dann besteht die Möglichkeit, dass man sich eine Community im Web aufbaut. Dafür sind die Voraussetzungen natürlich je nach Branche unterschiedlich.
  • Multiplikatoren
    Blog-Leser sind oft auch Multiplikatoren. Das bedeutet, dass man auch mit relativ wenigen Bloglesern viel erreichen kann.
  • Feedback
    Ein Blog eignet sich hervorragend um Kundenstimmen zu sammeln und das Feedback auszuwerten. Viel zu wenige Firmen nutzen das direkte Feedback ihrer Kunden.
  • Service
    Wenn Probleme mit Produkten auftauchen oder negative Kommentare kommen (und die werden kommen), dann kann man mit einem Blog schnell reagieren und zeigen, dass man den guten Service nicht nur verspricht, sondern im Ernstfall auch umsetzt.
  • Traffic
    Ein Blog rankt auf Grund seiner Natur oft besser als eine Firmenwebsite (interessante Blog-Artikel bekommen eher mal Backlinks) und durch geschickte Verlinkung kann ein Firmenblog mehr Traffic auf die eigene Firmenwebsite bringen.
  • Experte
    Ein Blog kann gerade für Selbständige eine gute Möglichkeit sein, sich als Experte (in der Nische und der Region) zu präsentieren und zu etablieren.
  • Konkurrenz
    Da sehr viele Firmen keinen Blog haben, kann man sich damit von der Konkurrenz abheben.
  • Live-Berichte
    Live-Berichte, z.B. von einer Messe, sind möglich. Mobile Zugänge zum eigenen Blog ermöglichen viel stärkere “Mittendrin”-Artikel.
  • schnelle Reaktion
    Blogs sind oft auch ein gutes Instrument beim Krisenmanagement. Durch zeitige Information der Kunden kann man viel Schaden abwenden.
  • lokale Suche
    Die lokale Suche in Suchmaschinen wird immer wichtiger. Es steigert die Chancen von potentiellen Kunden gefunden zu werden, wenn man nicht nur mit einer Firmenwebsite, sondern auch mit einem Firmenblog in den Suchergebnisse vertreten ist.

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Risiken

Es gibt aber natürlich auch Risiken, wenn man einen Firmenblog nutzt. Ich spreche hier bewusst nicht von Nachteilen, da es diese nach meiner Meinung nicht gibt.

  • viel Öffentlichkeit
    Ein Blog bedeutet viel mehr Öffentlichkeit, als eine normale Firmenwebsite. Dessen sollte man sich bewusst sein. Das kann sehr von Vorteil sein, bedeutet aber auch, dass man nicht mehr die volle Kontrolle hat.
  • keine Einbahnstraße
    Ein Blog bedeutet Kommunikation. Das sollte man von vornherein einplanen. Wer auf Fragen in Kommentaren nicht antwortet, kann sich auf negative Kommentare einrichten.
  • auf Worst Case vorbereiten
    Es gibt sicher mehrere Arten des Worst Case. Zum einen ist das der Kundenkommentar, der vom Leder zieht und sehr negativ ist. Zum anderen kann das z.B. ein Firmen-Problem sein, welches ist in den Kommentaren thematisiert wird. Diese Worst Case Szenarien sollte man vorher besprechen und angemessene Reaktionen planen.
  • Das Medium Blog verstehen.
    Wer sich als Unternehmer oder Selbständiger einen Blog aufschwatzen lässt, der könnte Probleme bekommen. Stattdessen sollte man Blogs verstehen und selber mit Spaß und Interesse dabei sein. Wer gern bloggt und auch andere Blogs ließt, wird sicher einen besseren Firmenblog führen als jemand, der es rein als Marketing-Instrument sieht.
  • den richtigen Stil finden
    Bloggen ist was ganz anderes als Firmentexte für die Website zu schreiben. Man muss erstmal seine Sprache und seinen Stil finden.
  • Vernachlässigung
    Blogs leben von regelmäßigen Inhalten, noch stärker als Firmenwebsites. Ein veralteter Blog kann auch negative Auswirkungen haben. Ein Blog macht Aufwand, den man nicht unterschätzen sollte.
  • vertrauliche Informationen
    Es ist nicht einfach, den Spagat zwischen lockeren und persönlichen (nicht privaten!) Inhalten in einem Firmenblog und dem Schutz von vertraulichen Informationen hinzubekommen. Man sollte eine gute und vor allem schnelle Kontrollmöglichkeit einrichten. Wenn Artikel erstmal 2 Wochen auf dem Chef-Schreibtisch liegen, dann braucht man keinen Blog starten.
Beispiele

Man sollte sich vielleicht mal in der eigenen Branche umschauen und auch in der eigenen Region. Sicher findet man dann auch ein paar Beispiele von Firmen-Blogs. Dabei gibt es gute und schlechte Blogs und man kann viel lernen.

Ein paar Beispiele für Firmen-Blogs:

Walther Saftblog
Der “Saftblog” der Kelterei Walther ist einer der Vorzeige-Firmenblogs. Hier gibt es regelmäßig, wenn auch nicht täglich, Infos aus der Firma. Diese sind angenehm zu lesen und ohne jeglichen “Marketing”-Anspruch geschrieben. Gutes Beispiel für einen Firmenblog.

Essen kommen
Ludgar Freese von der Fleischerei Freese blogt schon seit 2007 und zeigt sehr schön, wie ein begleitender Blog aussehen kann. Hier wird über aktuelle Aktionen berichtet, Bilder aus der Praxis gezeigt usw. Auch selbstkritische Fehler in eigenen Etiketten etc. werden präsentiert. Dieser Blog lässt diese Fleischerei sehr sehr menschlich erscheinen. Sehr gut.

Klaus der Baumeister
Einblicke in Rohbauten, Fenstereinbau, Dachdecken usw. bekommt man auf diesem Blog. Insgesamt finde ich den Blog sympathisch, wenn auch vielleicht ein wenig zu persönlich. Zudem sollte man dort schnell ein ordentliches Impressum einbauen, sonst gibt es Ärger.

Passivhaus Blog
Infos und Neuigkeiten aus einem Architektur- und Ingenieurbüro gibt es auf passivhaus-blog.com. Aktuelle Bauvorhaben, Presseberichte, neue gesetzliche Regelungen, Messen etc. werden dort behandelt. Wer sich für das Thema interessiert findet hier viel Lesenswertes und das Büro präsentiert sich sehr fit in diesen Dingen.

Es gibt natürlich noch viel mehr gute, aber auch schlechte Firmen-Blogs.


Fazit

Firmenblogs bieten für kleine regionale Firmen viel Potential, beinhalten aber auch einige Risiken. Dessen sollte man sich bewusst sein. Natürlich ist dies in verschiedenen Branchen auch unterschiedlich, aber die meisten Branchen können von einem Blog profitieren.

Es empfiehlt sich zudem, selber etwas mit Blogs anfangen zu können und nicht eine PR-Agentur mit dem Bloggen zu beauftragen. Die erfolgreichsten Blogs kleiner Firmen, die mir bekannt sind, profitieren davon, dass der Chef selber mitblogt und mit Spaß bei der Sache ist.

In weiteren Artikeln werde ich unter anderem konkrete Tipps für den Start eines Firmenblogs vorstellen und auch Tipps für regelmäßige Inhalte geben.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
26 Kommentare und Trackbacks zu 'Was bringt ein Blog für kleine regionale Unternehmen?'

Kommentare zu 'Was bringt ein Blog für kleine regionale Unternehmen?' mit RSS

  1. 1 Frank kommentierte am 09.03.2010 um 13:35 Uhr

    Aus eigener Erfahrung spricht viel davon, dass die Firmen einfach keine Zeit diese Seite zu pflegen, haben. Denn wie oben angedeutet, dies erfordert der ständigen Aktualisierung der Hompage.

  2. 2 Jenni kommentierte am 09.03.2010 um 13:42 Uhr

    Guter Beitrag – bei den positiven Aspekten würde ich noch dazuschreiben, dass ein Blog, wenn er gut geschrieben ist auch Vertrauen schaffen kann bei möglichen Kunden. Denn hier erfährt man mehr zu den Leuten hinter der Seite.

    Glaube der große Knackpunkt für die meisten kleinen Firmen ist einfach die Zeit, die ein Unternehmensblog verschlingt, selbst wenn man die administrativen Sachen auslagert. Ein guter Beitrag will erstmal geschrieben sein (wie du ja auch weißt). Aber die Zeit ist ein wertvolles Investment, dass einem hoffentlich mehr bringt, als die Zeit gekostet hat ;)

  3. 3 Mario Hieber kommentierte am 09.03.2010 um 14:00 Uhr

    Ich stoße auch immer wieder auf Corporate-Blogs … bei den meisten sind die letzten Einträge schon Monate zurück und es mangelt an der Aktualität … dass da Kunden und Besucher schnell das Interesse verlieren lässt sich schnell erkennen …

    wenn man sich für einen Firmenblog entscheidet, dann sollte man sich auch wirklich die Zeit dafür nehmen und dran bleiben … leider ist das nicht immer so einfach … :)

  4. 4 Whisky kommentierte am 09.03.2010 um 14:31 Uhr

    Das Problem der Backlinkbeschaffung für Firmenseiten sehe ich nicht, Kunden und Lieferanten, Branchenbücher, hier und da etwas Blogspam, da hat man doch einige Möglichkeiten… :mrgreen:

  5. 5 Peer Wandiger kommentierte am 09.03.2010 um 14:39 Uhr

    Ich habe ja auch nicht gesagt, dass es keine Möglichkeiten gibt. Ich habe hier im Blog auch schon mal viele Tipps für Backlinks auf Firmen-Websites vorgestellt.

    Trotzdem ist es für viele Firmen nicht einfach. Hat man einen Blog, der gut ankommt, kommen viele Backlinks von ganz allein.

  6. 6 Judith Torma kommentierte am 09.03.2010 um 15:13 Uhr

    Guter Beitrag! Danke für die Mühen.
    Aus eigener Erfahrung – Selbständig und Blogschreiberin – weis ich wie viel Zeit und Energie in das Betreiben eines Blogs geht.

    Ich glaube, wie bei allen Dingen, die mit Kommunikation zu tun haben gehört die Leidenschaft zum Blog dazu. Wenn diese fehlt, dann wird Webseite oder Blog träge werden. Die Begeisterung der eigenen Beschäftigung ist häufig vorhanden, diese aber auch in Worte zu fassen ist ein Spagat, der nicht immer leicht fällt. Ich bin jedoch der Meinung, dass ein gut gemachter Blog auch in Verbindung mit Twitter und anderen Kommunikationswegen hervorragend fürs Geschäft ist – zeigt uns dieser Blog hier ja immer wieder.
    In diesem Sinne weiter so und ich freue mich auf die weiteren Tipps und Tricks.

  7. 7 Alexander Langer kommentierte am 09.03.2010 um 15:17 Uhr

    Ein Beispiel für ein Corporate Blog, auf das ich bei einer Konkurrenzanalyse erst vor wenigen Tagen gestoßen bin ist der Kleiderbügel-Blog – was es nicht alles gibt ;) Leider scheint er seit Ende 2009 nach über 2 Jahren etwas eingeschlafen zu sein.

    Wie du und die Vorredner schon sagten ist das Grundproblem meist eine Denke, die mit Blogs nicht korreliert, gepaart mit Zeitmangel. Man sieht den unmittelbaren Nutzen nicht und investiert die Zeit lieber andernorts. Und wehe der Erfolg kommt nicht nach den ersten 5 Beiträgen…

  8. 8 Claas kommentierte am 09.03.2010 um 19:42 Uhr

    Komisch, hier sagst Du (in einem leicht negativen Ton), dass die meisten Firmen/Selbständigen keinen Wert auf eine anständige Homepage legen und dass die meisten Seiten technisch hinterher hinken, aber in dem Artikel unter http://www.selbstaendig-im-netz.de/2009/08/20/webdesign/guenstig-und-schnell-zur-eigenen-firmenwebseite/ lobst Du diese “Billigsites” in den Himmel. Passt nicht so ganz zusammen oder?

    Zum Thema Backlinks kann ich nur sagen, dass wenn man oben stehen möchte, sollte man auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen und es machen zu lassen. Denn wer will schon freiwillig auf eine Billigseite ohne richtigem Inhalt verweisen? Natürliche Links enstehen nur, wenn die verlinkte Seite einen Mehrwert bietet…

  9. 9 Peer Wandiger kommentierte am 09.03.2010 um 20:32 Uhr

    @ Claas
    Ich verstehe deine Argumentation schon.

    Du bist Webdesigner und hörst vielleicht nicht gern, dass es für einen Teil der kleinen Firmen und Selbständigen vielleicht reicht, so eine “Billiglösung” zu nehmen. Auch ein gehosteter Blog ist ja eine günstige Lösung.

    Denn für einen Teil der kleinen Firmen und Selbständigen kommt es im Grunde erstmal gar nicht so sehr auf die tolle Technik und das moderne Layout an, sondern was man damit macht.

    Man kann eine tolle Website designen und programmieren lassen und diese dann nicht nutzen.

    Oder man eröffnet einen kleinen Blog oder eben eine “Billigsite”, wie du so schön sagst, und man hängt sich da rein, geht mit Leidenschaft ran und macht eine nützliche und informative Site draus.

    Dass man als Webdesigner mit den letzteren nicht so viel verdient brauchst du mir nicht zu sagen. :wink:

  10. 10 Panthera IT kommentierte am 09.03.2010 um 20:54 Uhr

    Zeitfaktor wurde oben bereits angedeutet und ich möchte mich der Meinung anschließen. Besonderes bei kleinunternehmen fehlt es oft an der Zeit, Blog zu führen. Aber da es bereits angesprochen wurde, möchte ich auch anderer Aspekt hier zu Sprache bringen. Es ist richtig geschrieben, dass PR Leute sich nicht richtig an Bloggen einstellen können. Aber wie sieht es anderes rum? Wer wird schon froh, dass die ganze mühsam aufgebaute PR Maßnahmen und Corporate Identity durch einen Mitarbeiter ganz schnell für Katz wären, wenn Paar Mitarbeiter im Blog etwas Gegenteiliges schreiben? Und dass wird passieren, falls man die PR Leute nicht an blogg ranlässt, da diese Ihre alten Stereotypen nicht zur Seite legen können. Weiterhin wurde hier auch nicht beachtet, was für Geschäftstyp es ist. Wiederholten Geschäften profitieren viel von dem Blog, einmalige Geschäfte nicht.

  11. 11 Claas kommentierte am 09.03.2010 um 21:00 Uhr

    Falsch, ich bin KEIN Webdesigner ;) Eher so ein Allrounder mit Deligierfähigkeiten :P

    Die Technik einer Website ist doch eines der A’s und O’s. Eine im Source überladene, mit Frontpage erstellte Website wird niemals gut ranken, außer man ist “Professioneller Nadelöhreinfädler in Burgwiesental” oder man hat das Glück eine Topdomain zu haben…und wer mit einer guten Optik glänzen kann, der wird auch schon mal eher verlinkt, als eine Billigseite, die eher nach Hobby aussieht.

    Mir geht dieses Ganze “Ich will bei Google auf Platz 1 und eine megaaaa geile Website haben, OHNE was zahlen zu müssen” auf den Sack. Jeder, der Geschäftsinn hat, wird erkennen, was eine Topplatzierung mit optimierter Website bringt und ist dann bereit, auch mal Geld in die Hand zu nehmen. Alle anderen sehe ich als “Webspinner”, die nur groß rumlabern wollen, aber nen Schi… Ahnung haben.

    Wie ein Firmenblog gut laufen kann, sieht man unter http://www.inlife.de/blog/ Dort kann jeder Mitarbeiter was posten und so wird für aktuellen Inhalt gesorgt, ohne dass dabei groß Zeit draufgeht. Diese ganzen anderen Blogleichen sind doch auch nur von Firmen, die mal gehört haben, dass ein Blog trendig ist und man auf den Zug aufspringen musste, ohne genau zu erkenne, was das Bloggen für eine Firma bringen kann. Webspinner eben :)

  12. 12 Peer Wandiger kommentierte am 09.03.2010 um 21:15 Uhr

    Mit den Blogleichen muss ich dir zustimmen und dass ich dich als Webdesigner bezeichnet habe tut mir leid. :wink:

    Aber nicht jede 3 Mann Bude oder Selbständige mit einem Kunden-Einzugsbereich von 50km braucht eine 5.000 Euro Website, einen SEO-Spezialisten und eine PR-Agentur.

    Dass die Technik unwichtig ist, habe ich nie behauptet. Trotzdem bringt die beste Technik nichts, wenn es keine guten, nützlichen und regelmäßigen Inhalte gibt. Aber auch mit WordPress und anderen zumindest ordentlichen Website-Baukästen kann man in einem regionalen und auch überregionalen Umfeld schon gut was reißen. (Das bedeutet nicht, dass es sich nicht auch lohnt einen guten Webdesigner mit Ahnung von SEO etc. zu engagieren!)

    Schließlich ist die Konkurrenz in Google für eine bestimmte Region in einer Nische auch nicht das Selbe wie für das Key “Kredite” im bundesweiten Wettkampf.

    Und in meinem Artikel ging es ja speziell um kleine Firmen und Selbständige. Mein Blog richtet sich ja auch nicht an mittelständische Unternehmen und Aktiengesellschaften, sondern an Selbständige und kleine Firmen.

    @ Panthera
    Der Konflikt zwischen zentral gesteuerter PR und “einfach die Mitarbeiter bloggen lassen” ist sicher vorhanden.

    Das habe ich ja auch gemeint, als ich davon gesprochen habe, dass viele Unternehmer alles kontrollieren und steuern wollen. Dabei ist ein Blog eigentlich nur das passende Online-Äquivalent zum täglichen Smalltalk mit Kunden im Laden etc. Da kommunizieren die Mitarbeiter ja auch ständig mit Kunden, Interessenten etc. ohne dass der PR-Mann daneben steht.

    PR ist dagegen das passende Stück zur Zeitungsanzeige und für das Web meist ungeeignet.

    Ich denke, man muss einfach einen Mittelweg finden. Die Zügel muss man für das Bloggen etwas lockerer lassen, ohne dabei aber auf alle Regeln zu verzichten.

    Auch große Firmen, wo Mitarbeiter bloggen dürfen, haben gewissen Grundregeln definiert, ohne dass jeder Artikel von Marketing und Geschäftsleitung gecheckt werden muss.

    Es ist auf jeden Fall keine leichte Sache für viele Firmen und da muss ein Umdenken einsetzen.

  13. 13 Sebastian kommentierte am 09.03.2010 um 21:36 Uhr

    Die Chancen & Risiken Gegenüberstellung hat mir sehr gut gefallen.
    Ein Punkt hätte ich noch für die Risiken.

    Es muss zum Arbeitsprozess passen. Wer als Selbstständiger oder in einem kleinen Unternehmen den PC & das Internet selten bis gar nicht nutzt, der müsste sich verbiegen, um regelmäßig als Webautor aktiv zu werden. Es gibt immer noch genug die sich damit schwer tun.

    Wenn man sich oder Mitarbeiter dazu zwingen muss, sollte man es lassen. :twisted:

  14. 14 Peer Wandiger kommentierte am 09.03.2010 um 21:55 Uhr

    @ Sebastian
    Das stimmt. Man sollte sich generell nicht verbiegen. Und bei einem Blog merkt man es dann auch recht schnell, wenn jemand sich zwingen muss, dort was zu schreiben.

  15. 15 Hamsterkäfig kommentierte am 09.03.2010 um 22:51 Uhr

    Ich als junger Unternehmer, der gerade damit anfängt sich mit der ganzen Thematik auseinaderzusetzen, bin ja schon verunsichert, wenn ich bei google blog eingebe.
    Welcher Anbieter wird für einen Blog emphohlen?
    Was hat dieses ganze Pagerank gequatsche damit zu tun?
    Jeder schreibt und äußert etwas anderes. Alle wollen Kohle machen….
    Ist wohl normal, aber kann man es nicht selber machen?

    Gibt es eine verlässliche Quelle wie es funktioniert?

    :roll:

    Ich verkaufe Tierbedarf wie Hamsterkäfige etc. Gibt es einen Anbieter für Tierblogs?

    Danke Gruss

  16. 16 Peer Wandiger kommentierte am 10.03.2010 um 08:55 Uhr

    Den Pagerank kannst du getrost ignorieren. Der hat, außer für das eigene Ego und für den Linkverkauf, heute eigentlich keine Bedeutung mehr.

    Auf Blogprojekt.de habe ich eine Blog-Start-Serie laufen.

    Dort wird Schritt für Schritt erläutert, wie man einen WordPress-Blog installiert, einrichtet und mit dem Bloggen beginnt.

  17. 17 Christa Schwemlein kommentierte am 10.03.2010 um 10:00 Uhr

    Hallo Peer,

    erst mal vielen Dank für diesen aufschlussreichen Beitrag, den ich regelrecht verschlungen habe. Selbst kam ich ja zum Bloggen, ähnlich wie ins Internet, wie die Jungfrau zum Kind. Ich bin nicht sehr aktiv im Netz, dennoch mag ich dir und deinen Lesern meine Erfahrungen mitteilen.

    Ob sich meine Bloggerei für unsere eigene Firma lohnt, weiß ich nicht. Ab und zu bekomme ich von unseren Kunden ne Flasche Wein oder was Süßes als kleines Dankeschön für meine Schreiberei. Leben können wir nicht wirklich davon :wink: Die Schreiberei mag sich aber insofern lohnen, dass unsere Kunden gerne bei mir lesen und wie sie sagen, dies Vertrauen schafft. Das ist das Eine.

    Hin und wieder schreibe ich auf meinen privaten Seiten auch Beiträge über meinen Arbeitgeber – ein großer Gastronomiebetrieb in Mannheim mit einem wunderschönem Biergarten direkt am Rhein. Was mir auffällt, dass ich im Büro immer mehr Anfragen von Firmen bekomme, die ihren Betriebs- oder Vereinsausflug nach Mannheim machen möchten und dafür eine Lokalität suchen. Diese Menschen wurden über meine Schreiberei auf meinen Arbeitgeber aufmerksam. Gerade eben bekam ich wieder eine Anfrage für 130 Personen. (Lehrerausflug) Der Schulleiter wurde ebenfalls über einen meiner Blogbeiträge auf meinen uns aufmerksam. Inwieweit sich das Bloggen für meinen Arbeitgeber lohnt, weiß ich derzeit noch nicht. Schließlich müssen Kosten und Ertrag in einem angemessenen Verhältnis stehen. Und das habe ich bisher noch nicht untersucht. Ab sofort werden wir allerdings bei jeder auswärtigen Anfrage nachfragen, wie die Leute auf uns aufmerksam wurden. Und vielleicht erfüllt sich dann irgendwann mal mein Traum von einem Gaushausblog für meinen Arbeitgeber. Ich bleib’ am Ball.

    Herzliche Grüße
    Christa Schwemlein

  18. 18 Thomas kommentierte am 10.03.2010 um 17:34 Uhr

    Auch ein guter Firmenblog ist der von Frosta: http://www.frosta.de

  19. 19 Frank Neuhaus kommentierte am 10.03.2010 um 19:45 Uhr

    Guter Artikel und das mit der Zeit ist in der Tat so ‘ne Sache. Seit September 2001 blogge ich unter http://www.adthink.de und habe dort jetzt fast ein Jahr pausiert, um verstärkt zu “twittern” (http://twitter.com/adthink) und für einen Kunden zu bloggen (http://www.audiovideum.de).

    Letzteres zeigt übrigens, dass man das unter bestimmten Bedingungen “outsorcen” kann, denn ich schreibe für die schon seit Oktober 2006 ca. 1-2 Beiträge pro Woche und ich möchte in nächster Zeit auch mein Blog wieder aktivieren.

    Deine Interview-Anfrage habe ich übrigens nicht vergessen, sondern bin irgendwie noch nicht dazu gekommen und werde das noch machen, wenn das für Dich noch interessant ist.

  20. 20 Ludger kommentierte am 12.03.2010 um 06:21 Uhr

    Hallo Peer,
    in meiner täglichen Webstatistik bist Du mir mit deinem tollen Beitrag aufgefallen. Ich kann die Firmen hier nur Mut machen, denn ein Blog bringt doch Erfolg, Umsatz und steigert den Bekanntheitsgrad. Wir liegen derzeit mit fast 2.500 Besuchern am Tag schon ganz gut im Rennen und der Verkauf im Onlineshop steigt immer noch kräftig an. Weitere Pluspunkte die durch das Blog entstanden sind: neue Produkte (mit Sachen von anderen Bloggern), neue Geschäftsbeziehungen (auch mit Bloggern), neue Bekannntschaften, Besuche im Geschäft, Urlaubsreisen, Empfehlungen, Freundschaften, Umsatzsteigerung, Einladungen zu Vorträgen…usw.
    Wer den Zeitfaktor als Verhinderungsgrund oder die Kosten vorschiebt, sollte einmal überlegen, was er an Werbung ausgibt und wo er täglich Zeit verliert. Es darf nur kein Zwang werden, sondern muss Spaß machen – alles andere kommt von selber!

  21. 21 Peer Wandiger kommentierte am 12.03.2010 um 06:53 Uhr

    Hallo Ludger,
    2.500 Besucher sind schon eine Hausnummer. Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Erfolg.

  22. 22 AN24 kommentierte am 15.05.2010 um 16:01 Uhr

    Sehr guter Artikel! Ich denke, dass ein Firmenblog Standrad für jedes Unternehmen sein sollte. Und wie man z.B. bei Ludger sieht, kann man damit zusätzliche Besucher generieren, die ansonsten keine Notiz von der Firma genommen hätten.

  23. 23 Horst Gräbner kommentierte am 16.09.2010 um 00:53 Uhr

    Ein Firmenblog ist sicherlich eine gute Sache und ich habe in meinem Kundenkreis schon des öfteren davon gesprochen. In der Praxis scheitert es jedoch daran, dass sich niemand wirklich zuständig fühlt und das das Bloggen eher als Zeitvertreib und nicht-direkt-umsatz-bringend angesehen wird. Es dauert wohl noch einige Zeit bis sich da die Meinungen im deutschsprachigen Bereich ändern.

  24. 24 herwig Danzer kommentierte am 02.03.2011 um 15:39 Uhr

    Interessanterweise macht es Facebook und Twitter noch wichtiger, einen Raum zu haben, wo man Informationen, Videos und Fotos sinnvoll unterbringen kann. Die Tweets und Facebookposts führen dann ins Blog.

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