Dieser Artikel wurde von Mario Körösi geschrieben. Er ist Geschäftsführer von netzschaffende.de und kennt die Probleme, welche bei der Suche nach passenden Freischaffenden über Internetplattformen entstehen. In diesem Artikel gibt er deshalb Tipps, wie man IT- und Design-Arbeiten über Internet-Plattformen outsourcen kann.
Nicht nur bei Existenzgründern, Selbstständigen und Startups fallen regelmäßig kleine Aufgaben an, welche nicht selbst erledigt werden können und sollten.
Besonders am Anfang einer Selbstständigkeit existieren noch wenige Kontakte und Existenzgründer müssen sich mühselig durch das eigene Netzwerk arbeiten, um einen vertrauenswürdigen und kostengünstigen Dienstleister z.B. für die Erstellung der eigenen Webseite oder eines Firmenlogos zu finden.
Wir möchten gern einige Tipps geben, wie und wo Sie schnell den passenden Freischaffenden finden können und was zu beachten ist.
Agenturen den Auftrag erledigen lassen
Wollen Sie ein Rundumsorglos-Paket, so sind Sie mit einer Agentur sehr gut aufgehoben.
Agenturen übernehmen die komplette Planung und unterteilen Ihren Auftrag in Teilaufträge, welche wiederrum Spezialisten wie Designer oder Programmierer erledigen. Weiterhin werden Sie kompetent beraten und über das gesamte Projekt betreut.
Eine Liste mit lokalen Agenturen finden Sie z.B. unter webagenturen.de. Sie können dann die gefundenen Agenturen kontaktieren und sich Angebote unterbreiten lassen.
In Foren suchen
Web-Agenturen sind für den kleinen und mittleren Geldbeutelgroße oft nicht die richtigen Ansprechpartner. Kleinere Aufträge unter 1.500 Euro, wie z.B. die Erstellung eines Firmenlogos, sind für viele Agenturen nicht lukrativ.
In solchen Fällen versuchen sie am besten direkt mit Freischaffenden zusammenarbeiten, welche Sie über Spezialforen wie php.de für Programmieraufgaben oder mediengestalter.info für Designaufgaben finden können – oder auch in den entsprechenden Gruppen bei Xing.
In den meisten Fällen gibt es ein Job-Forum in den Portalen, in dem Sie Ihre Anfrage einstellen können. Nach kurzer Zeit werden Sie bereits Kontakt mit mehreren Dienstleistern haben und Ihren Auftrag diskutieren können.
Der Vorteil der Kontaktaufnahme über Foren ist, dass Sie so direkt mit dem Freelancer zusammenzuarbeiten und die Agenturgebühr sparen.
Angebote über Ausschreibungsmarktplätze erhalten
Eine weitere Möglichkeit Ihren Auftrag zu vergeben sind Ausschreibungsmarkplätze wie myhammer.de, netjobbing.de oder netzschaffende.de.
myhammer ist der größte deutschsprachige Ausschreibungsmarktplatz. Hier können Sie eine Ausschreibung für Ihre Aufgabe starten und erhalten bequem Preisangebote von interessierten Spezialisten und können direkt offene Fragen besprechen. Das alles ist zumeist gut strukturiert aufgebaut, so dass Sie die zu erwartende Flut von Angeboten im Griff behalten können.
Was ist zu beachten bei Ausschreibungen über Internetplattformen?
Eine Vergabe Ihrer Design- oder Programmieraufträge über Internetplattformen kann eine Menge Geld und Zeit sparen. Allerdings gibt es einiges zu beachten.
Machen Sie sich vor dem Start Ihrer Ausschreibung genaue Gedanken darüber, was Sie wie erledigt haben wollen. Sie sollten alle wesentlichen Eigenschaften und Funktionen des zu erstellenden Produktes erklären. So sparen Sie sich und dem Freischaffenden später viel Zeit und Nerven und Sie erhalten zudem bessere Angebote.
Wir jede Aufgabe gibt es einen spezifischen Fragenkatalog. Folgende Fragen sollten Sie z.B. in Ihrer Ausschreibung zu Ihrer Internetseite beachten:
- Handelt es sich um eine contentlastige statische Seite oder eine dynamische Seite?
- Wollen Sie Inhalte oft selbst ändern / Benötigen sie ein Content Management System (CMS)?
- Sollen sich Nutzer registrieren können? Welche Daten wollen Sie erfassen?
- Welche Nutzerinteraktionen finden genau statt?
- Um wie viele Subseiten handelt es sich?
- Wie viele Besucher erwarten Sie?
- Die Darstellbarkeit in welchen Browsern ist Ihnen wichtig? Ältere Browser bringen oft große Probleme mit sich und verursachen hohe Extrakosten. Etc.
Nach dem Start des Projektes ist eine regelmäßige Kommunikation und Kontrolle des Projektablaufes unerlässlich, damit alle Termine eingehalten werden können und bei Problemen rechtzeitig gegengesteuert werden kann. Das erfordert auch einen Beitrag von Ihnen als Auftraggeber.
Outsourcing vs. Crowdsourcing
Plattformen wie netzschaffende.de, 99designs.com oder designenlassen.de bieten speziell für Kreativ- und Designaufträge eine besondere Art der Auftragsvergabe – sogenannte Wettbewerbe (engl. Crowdsourcing).
Bei einem Wettbewerb zum Beispiel zu Ihrem Logo oder Webdesign legen Sie vorab einen Preis fest und erhalten von verschiedenen Designern abhängig vom gewählten Honorar bis zu über 100 individuelle Entwürfe zur Auswahl.
Scheinbar machen derartige Wettbewerbe den Erstellungsprozess einfacher und bequemer für Sie den Auftraggeber. Sie haben zwar die Möglichkeit zwischen sehr vielen Entwürfen und Designer zu wählen – das ist sehr verlockend – doch die Designer sind auf Ihre Mitarbeit angewiesen. Sie geben Feedback und helfen so den Designern in die von Ihnen gewünschte Richtung zu gehen.
Nebenbei stärkt dies auch das Vertrauen der Designer in die Seriosität des Auftrages. Sie dürfen nicht vergessen, dass die teilnehmenden Freischaffenden im Bergleich zu einer normalen Ausschreibung ein Stückweit in Vorleistung gehen.
Wettbewerbe fordern somit ebenfalls einen Beitrag von Ihnen, zugleich haben Sie allerdings die Chance etwas wirklich Einzigartiges zu finden.
netzschaffende.de – für IT- und Designprojekte den passenden Freischaffenden finden
www.netzschaffende.de hilft bei der Suche nach dem passenden Freischaffenden. Ob Designs oder Programmierungen – jeder Auftrag wird nach spezifischen Qualitätsstandards erfasst und an unser Freischaffenden-Netzwerk weitergeleitet. Vertrauen Sie uns – wir wurden vom BMWi ausgezeichnet.
So einfach war es noch nie:
- Projekt beschreiben und Ausschreibung starten
- Sie entscheiden: Preisangebote oder sogar fertige Entwürfe erhalten
- Bequem passenden Freischaffenden wählen und Projekt fertigstellen lassen
Unkomplizierte Sicherheit:
Wir kümmern uns auch im das Thema Nutzungsrechte mit anwaltlichen Rechteverträgen. Auch die anschließende Auftragsabwicklung wird zu einem Kinderspiel durch ein optionales Projektmanagement.
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Tipp:
Ein weiterer Artikel über Outsourcing für Selbständige.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
- Outsourcing für Selbständige im Netz
- Outsourcing für Selbständige im Netz
- Design & Typografie – Gutes Design für alle
- 10 Tipps die richtige Internet-Agentur zu finden – Teil 2
- Links der Woche – eBook, Google Browser, Outsourcing und mehr
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Sehr interessanter Artikel … vor allem, weil die Zeit immer knapper wird (zumindest bei mir ^^) und ich manche Arbeiten besser auslagern sollte um Zeit zu sparen … derzeit mache ich noch so gut wie alles selbst und stoße manchmal schon an meine Grenzen … wird langsam Zeit, dass ich da was unternehme …
toll finde ich auch den Ansatz mit dem “crowdsourcing” … habe dieses “Konzept” zwar schon öfters gesehen … der Begriff war mir aber bis jetzt unbekannt (wieder was gelernt ^^) … denke das ist eine tolle Sache und man hat eine Auswahl (oder die Qual der Wahl) und ist nicht von einem Anbieter abhängig …
Liebe Grüße,
Mario
Ein gutes Angebot gerade für kleinere Dienstleistungen ist fiverr.com – da bekommt man Teilweise ganze Webdesigns für 5$
http://tobiasbischoff.com/2010/03/fiverr-was-man-alles-fur-5-bekommt/
Ich habe mir lange überlegt ob ich was schreibe, aber es passt grad so schön…
Aus der Sicht des Kunden ist dies natürlich eine gute Sache, weil der Suchende viel für sein Geld bekommt. Aber aus der Sicht von Designern sind solche Plattformen nicht gut und lohnen sich nicht.
Schaut man rein auf ein Projekt sieht man sehr viele gute Designs (über 100 sind es oft pro Projekt) und nur einer bekommt den Zuschlag. D.h. der Großteil der – auch sehr guten – Designer hat viel Zeit, Kreativität und Arbeit investiert und bekommt dafür nichts zurück.
Auf Dauer machen solche Plattformen meiner Meinung nach den Markt kaputt. Wer zahlt schon für ein Design, wenn er 100 haben kann? Aber genauso werden immer mehr Designer vergrault.
Ich habe mit vielen wirklich tollen Designern Kontakt die solchen Plattformen entnervt den Rücken kehren weil es sich einfach nicht lohnt. Im Schnitt bekommt auch ein sehr guter Designer wenn es hoch kommt alle 10 Projekte mal den Zuschlag – da einfach so viele richtig gut sind. D.h. aber im Umkehrschluss dass er bei 9 Projekten mit ca. 3-4 Ausarbeitungen pro Projekt für lau arbeitet und rechnet man da den Stundenlohn runter wird einem schnell klar dass sich sowas einfach nicht lohnt.
Ich habe auch schon bei einigen Projekten für Logogestaltung, Banner und Namensfindung mitgemacht und auch meist gute Kritiken erhalten und insgesamt bisher ca. 15 Stunden investiert aber den Zuschlag habe ich nie bekommen und somit in Summe 0 Euro erhalten.
Ich frage mich also ernsthaft warum gute Designer sich sowas überhaupt antun. Ich jedenfalls werde bei solchen Plattformen keine Sekunde mehr als Designer investieren.
LG Jürgen
Der Artikel ist zwar ganz gut geschrieben, aber im Endeffekt ist es doch ein einziger ein Werbeartikel für die eigene Webseite des Autors.
Neben den zwei Links zu der eigenen Seite wurden zwar auch Seiten von Konkurrenten mit angegeben, aber das sollte auch das Mindeste sein, damit es nicht zu sehr nach Eigenwerbung stinkt…
@ Tobias und Jürgen
Crowdsourcing ist eine Nische, die sicher eine gewisse Reichweite finden wird, aber nicht die normalen Designer ablösen wird. Wer allerdings für 5 Euro arbeitet, den möchte ich mal kennenlernen.
Ob solche Portale den Markt kaputt machen, kann ich nicht beurteilen. Es gibt in vielen Branchen Billiganbieter und besser bezahlte Dienstleister. Man muss halt seine Vorteile und seinen USP kommunizieren und Kunden überzeugen.
@ Steve
Es ist halt ein Gastartikel und natürlich gibt es da auch Eigenwerbung drin, da der Autor eben von einer dieser Plattformen stammt.
Ich kann ja auch nicht einen Maler fragen, ob er mir was über Dachdecken erzählt.
Das ist ähnlich wie bei den Interviews hier im Blog. Es sind halt immer Leute, die damit was zu tun haben.
Auch wir nutzen externe Dienstleister, insbesondere im Bereich Layout. Grundsätzlich finde ich die Idee der Ausschreibung eines Wettebewerbs interessant, allerdings ist sie wahrscheinlich auch viel aufwendiger, als wenn man mit seinem bisherigen Partner, der weiß wie man tickt zusammenarbeitet. Da wir mit dessen Arbeit zufrieden sind, ist es derzeit keine Option für uns. Orientiert man sich neu und sucht einen neuen Dienstleister kann dies die richtige Wahl sein. Vielleicht findet man ja so auch einen neuen Partner mit dem man kontinuierlich in Zukunft zusammenarbeitet.
Das sehe ich ähnlich Torsten.
Mag sein, dass man für einzelne Dinge dort was findet. Aber über die Zeit lernt man zu schätzen, wenn man jemanden findet, der es so macht, wie man es möchte.
Der Preis ist nicht alles.
Klasse Artikel, ein wenig Eigenwerbung sollte auch erlaubt sein, wenn man einen interessanten Artikel schreibt.